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Kapitalrücklage (Teil 9): Verbindlichkeiten aus Lieferung & Leistung umwandeln

Haben Sie hohe Verbindlichkeiten bei einem Ihrer Gläubiger? Durch diese Schulden “leidet” Ihre Fremdkapitalquote und Sie suchen nach Möglichkeiten, um diese Quote zu verbessern?

Wie Sie das durch eine Umwandlung der Verbindlichkeiten in Eigenkapital schaffen können, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag.

Verbindlichkeiten aus Lieferung & Leistung in Kapitalrücklage umwandeln: Warum eigentlich?

Wie eingangs schon erwähnt, ist der Hauptgrund in der Regel eine zu hohe Fremdkapitalquote. Das bedeutet, dass das Fremdkapital einen zu hohen Anteil am Gesamt-Kapital Ihres Unternehmens hat.

Haben Sie beispielsweise ein Gesamt-Kapital von 1.000.000 Euro und ein Fremdkapital von 800.000 Euro beträgt Ihre Fremdkapitalquote 80%.

Diese Fremdkapitalquote ist bereits sehr hoch. Eine finanziell “gesunde” Fremdkapitalquote sollte maximal zwischen 60 und 70 % liegen.

Unter dieser hohen Fremdkapitalquote wird wahrscheinlich Ihre Bonität leiden und Sie könnten Schwierigkeiten haben, an leistbare Bankkredite zu kommen.

So gehen Sie bei der Umwandlung vor

Zuerst müssen Sie mit Ihrem Gläubiger sprechen und ihn fragen, ob für ihn die Umwandlung seiner Forderungen in eine Kapitalrücklage grundsätzlich passt.

Willigt Ihr Gläubiger ein, geben Sie ihm einen sogenannten “Zwergenanteil” (in der Regeln nur wenige Prozent) an Ihrem Unternehmen. Damit wird er Gesellschafter in Ihrem Unternehmen und die Schulden können in eine Kapitalrücklage umgewandelt werden.

Sie profitieren jetzt von einer niedrigeren Fremdkapitalquote und bekommen durch Ihre gesteigerte Bonität einfacher an Kredite.

Für den Gläubiger hat diese Umwandlung keine negativen Auswirkungen. Obwohl die Verbindlichkeiten jetzt als Kapitalrücklage ausgewiesen sind, schulden Sie ihm immer noch die selbe Summe.

Ein Vorteil für den Gläubiger ist, dass Sie jetzt einfacher an Kredite kommen und die Schulden beim Gläubiger mit höherer Wahrscheinlichkeit zurückzahlen können.

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Sie haben weitere Fragen?

Wenn Sie mehr zur Kapitalrücklage wissen möchten, empfehle ich Ihnen, die weiteren Teile meiner Serie zu lesen. Die restlichen Beiträge werden in den nächsten Wochen und Monaten hier auf diesem Blog veröffentlicht.

Gerne können Sie mit Ihren Fragen aber auch direkt auf mich zukommen.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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