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Pensionszusage auflösen (6. Weg): Auslagerung auf einen Pensionsfonds

Im Rahmen dieser Serie zur Auflösung von Pensionszusagen habe ich Ihnen bereits 5 verschiedene Wege vorgestellt:

  1. Vollständiger Verzicht auf die Pensionszusagen
  2. Teilverzicht auf die Pensionszusagen
  3. Auslagerung aller Ansprüche an eine Pensions-GmbH
  4. Zahlung einer Abfindung
  5. Beendigung der Ansprüche durch eine Abspaltung

In diesem sechsten Teil zeige ich Ihnen einen Weg, der in der Praxis nur selten zum Einsatz kommt. Anders als alle anderen bisher vorgestellten Möglichkeiten kümmern Sie sich hier nicht selbst um die Zahlung oder eine Umstrukturierung, sondern lagern alles an den Pensionsfonds einer Versicherung aus.

Doch was ist ein Pensionsfonds genau? Was sind die Vorteile und Nachteile für Sie als Unternehmer?

Diese und weitere Fragen beantworte ich Ihnen in diesem Beitrag.

Was ist ein Pensionsfonds?

Ein Pensionsfonds ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge. Das Prinzip ist dem der Pensionszusage sehr ähnlich: Ein Unternehmen vereinbart mit einem Mitarbeiter, dass es Pensionszahlungen in einer gewissen Höhe bekommt.

Der große Unterschied zu einer Pensionszusage: Bei einem Pensionsfonds läuft von der Ansparung über die Abwicklung der Zahlung alles über eine Versicherung und nicht über das Unternehmen selbst.

Wie läuft die Auslagerung an einen Pensionsfonds ab?

Der Ablauf ist relativ einfach: Sie übertragen die Rückstellungen, die Sie in der Bilanz für die Pensionszusagen gebildet haben an den Pensionsfonds einer Versicherung.

Wichtig zu verstehen ist, dass Sie den (in der Regel sechsstelligen) Betrag sofort bezahlen müssen. Für diesen Weg sind also Barreserven notwendig.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Pensionsfonds?

  1. Vorteil: Die gesamte Verwaltung wird von der Versicherung übernommen

Sie müssen sich nicht mehr um die korrekte Auszahlung der Renten und eine eventuelle Veranlagung von bereits angespartem Vermögen kümmern.

Sie überweisen einfach die Rückstellung auf das Konto der Versicherung und müssen sich nicht mehr um diese Details kümmern.

  1. Vorteil: In Ihrer Bilanz scheinen keine Pensionszusagen auf

Wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten, ist das wahrscheinlich der Hauptvorteil.

Ohne Pensionszusagen können Sie in der Regeln einen höheren Verkaufspreis erzielen und finden einfacher einen Käufer.

  1. Nachteil: Ihre Kosten sind um ca. 20-30 % höher als die Rückstellungen in der Bilanz

Bei der Übertragung der Rückstellungen an den Pensionsfonds fallen Verwaltungskosten an und auch für die laufende Betreuung werden Gebühren verrechnet. Deshalb kommt Ihnen die Abwicklung der Pensionszusagen unterm Strich um 20-30% teurer als die bloße Auszahlung der gebildeten Rückstellungen.

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Sie haben weitere Fragen?

Sie möchten wissen, ob sich die Auslagerung an einen Pensionsfonds wirklich auszahlt, oder ob nicht doch ein anderer Weg, wie etwa eine Pensions-GmbH oder eine Abfindung, für Sie besser geeignet? Um Ihnen diese Frage beantworten zu können, ist eine genaue Analyse Ihrer Situation nötig. Für eine erste Beratung können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen genau zeigen, worauf Sie konkret achten müssen und welches Vorgehen ist empfehlen würde.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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