Förderungen bei der GmbH Gründung

So starten Sie als GmbH-Gründer durch – 3 Finanzierungsmodelle für Ihre GmbH

Sie haben eine brillante Idee für eine GmbH, können aber nicht das nötige Startkapital für eine Unternehmensgründung aufbringen? In der Regel gibt es 3 Wege, um Ihren Traum zu finanzieren.

Um eine Förderung durch die Bank (klassischer Bankkredit) oder den Staat (geförderten Kredit) zu erhalten, müssen Sie als Unternehmensgründer einiges dabei beachten. Der folgende Beitrag soll Sie daher über die Finanzierungsmöglichkeiten und deren Bedingungen informieren.

Auf welche Arten können Sie Ihre Unternehmungsgründung finanzieren?

Deutschlandweit gibt es unzählige Förderungsangebote, die Sie als Unternehmensgründer beanspruchen können. Geht es um die grundsätzliche Finanzierung, so können wir zwischen drei Formen unterscheiden:

1. Selbstfinanzierung

Wenn man die finanziellen Mittel besitzt ist es verlockend, für die Firmengründung selbst aufzukommen.

Ich gebe zu, sollte das Unternehmen durchstarten, ist dies die günstigste Möglichkeit. Allerdings ist zu beachten: Sie übernehmen damit das volle Risiko. Sollte es also zu Komplikationen innerhalb der GmbH kommen, ist ihr gesamtes Kapital dahin und sie gehen pleite (privat wie auch beruflich).

2. Sie beantragen einen Bankkredit

Dabei übernimmt Ihre Bank den Großteil der Kosten, die Sie für eine Unternehmensgründung brauchen. Sie selbst steuern dabei nur einen kleinen Anteil (mind. 15%) des Geldes bei.

Ihr Vorteil: Auf diese Weise tragen Sie das Risiko eines Verlustes nicht allein.

Ihr Nachteil: Meistens müssen Sie den Bankkredit mit eigenen Besitztümern absichern. Diese übersteigen für gewöhnlich den Wert des Kredits und gehen im Falle eines Verlustes direkt an die Bank. Zudem fallen Zinsen an, die die Kosten Ihrer Unternehmensgründung langfristig gesehen erhöhen.

3. Sie beantragen einen staatlich geförderten Kredit

In dieser Variante kommt die sogenannte Bürgschaftsgemeinschaft ins Spiel.

Was ist eine Bürgschaftsgemeinschaft?

Eine Bürgschaftsgemeinschaft übernimmt für Sie bis zu 80% des Kreditbeitrags (max. € 1,25 Mio.), sollte Ihr Unternehmen Ausfälle haben. Die restlichen 20% der Kosten fallen dann Ihrer Hausbank zu. Auf diese Weise erleichtert eine Bürgschaftsgemeinschaft Ihre Kreditvergabe, indem sie das Risiko für die Bank verringert.

(Quelle:Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Jedes Bundesland verfügt über eine eigene Bürgschaftsgemeinschaft, um die Wirtschaft vor Ort mit dieser Förderungsart zu unterstützen.

Ihr Vorteil: Die Zinsen sind bei diesem Kredit niedrig und die ersten Monate­­ – manchmal sogar Jahre – tilgungsfrei. Das bedeutet: In dieser Zeit müssen Sie als GmbH-Inhaber noch nicht beginnen, den gegebenen Kredit zurückzuzahlen.

Ihr Nachteil: Mit dieser Art von Kredit gehen Sie als Unternehmensgründer Verpflichtungen ein. Einerseits müssen Sie der Bürgschaftsgemeinschaft Bericht über den Unternehmensverlauf abstatten, andererseits wird von Ihnen auch eine Gebühr verlangt. Dadurch kann auch hier der Kredit teurer werden als angenommen.

Die Finanzierung eines Unternehmens habe ich in einem anderen Beitrag ebenfalls beschrieben. Falls Sie Interesse haben, klicken Sie doch einfach auf den nachfolgenden Link: Sie wollen ein Unternehmen kaufen? Diese 7 Punkte dürfen Sie nicht vergessen!

Entscheidungsschwierigkeiten? Hier mein Experten-Tipp!

Es gibt keine Pauschal-Lösung für die Förderung Ihrer GmbH. Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch sagen: Der Mix macht es aus.

Eine Mischung aus Eigenkapital und Förderung stellt daher aus meiner Sicht die beste Möglichkeit dar, Ihr Unternehmen zu gründen.

Was müssen Sie bei der Beantragung von Förderungen beachten?

Wichtig für Sie: Ganz gleich für welche Förderungsvariante Sie sich entscheiden, sie müssen bestimmte Fristen und Regelungen dabei einhalten.

Ein Beispiel: Eine Förderung steht Ihnen erst zu, wenn Sie den Antrag und die Einreichung Ihres Businessplanes vor dem ersten Tag des Geschäftsbeginns einreichen.

Falls Sie diese Frist nicht einhalten, müssen Sie die Gründung Ihrer GmbH selbst finanzieren.

Fazit: Starthilfe zahlt sich aus

Um ein Unternehmen gründen zu können, reicht eine Geschäftsidee allein nicht aus. Gerade in den ersten Jahren erfordert eine GmbH auch die nötigen finanziellen Mittel. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken.

Förderungen sind dazu da, Ihnen den Start in die Karriere als GmbH-Inhaber zu erleichtern. Um diese zu erhalten müssen Sie jedoch gewissenhaft vorgehen und alle gegebenen Fristen und Formalitäten einhalten.

Sollten Sie als Unternehmensgründer noch Fragen zu den Möglichkeiten der Förderung haben, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Sergey Nivens – Fotolia.com