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Betriebsprüfung (Teil 2): Der Ablauf

Sie fragen sich, wie eine Betriebsprüfung im Detail abläuft? Müssen Sie sich hier selbst um irgendwelche Formalitäten kümmern oder läuft alles über die Behörde?

In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg werde ich oft von Unternehmern mit diesen Fragen konfrontiert.

Vor allem der genaue Ablauf bereitet vielen Unternehmern Kopfzerbrechen. Wann kommt das Finanzamt vorbei? Muss ich dafür irgendetwas vorbereiten? Kann ich auch nach der Prüfung mit dem Finanzbeamten sprechen und mein Vorgehen rechtfertigen?

Hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen. Ich erkläre Ihnen in 4 Schritten, wie eine Betriebsprüfung abläuft. Außerdem können Sie sich gerne mein Video zum Ablauf einer Steuerprüfung ansehen und sich so alles persönlich von mir erklären lassen.

Der Ablauf der Betriebsprüfung in 4 Schritten einfach erklärt

Schritt 1: Vorbereitung

Wenn sich ein Betriebsprüfer bei Ihnen im Unternehmen angemeldet hat, sollten Sie Ihre Belege griffbereit halten. Sammeln Sie deshalb alle Rechnungen oder Kontoauszüge zusammen, sodass Sie diese dem Prüfer geordnet übergeben können.

So sichern Sie sich bei Ihrem Prüfer schon mal einen guten ersten Eindruck.

Schritt 2: Prüfungshandlung

In diesem Schritt werden alle Belege vom Betriebsprüfer begutachtet. Sie können hier keinen Einfluss ausüben und sind nicht anwesend.

Der Prüfer arbeitet alle Belege durch und schreibt auf, wo seiner Meinung nach gegen Formalismen verstoßen wurde.

Außerdem kann er bestimmte Belege oder auch Verträge nachfordern. Sie haben dann die Pflicht, ihm diese Dokumente zukommen zu lassen.

Schritt 3: Nachbereitung

Hier wird entschieden, ob der Prüfer mit seiner Rechtsauffassung richtig liegt. Sprich: Es wird entschieden, ob die vom Prüfer angekreideten Verstöße auch tatsächlich so stimmen.

Außerdem wird beschrieben, was Sie gegen diese Verstöße unternehmen sollten, oder ob eine Einigung mit dem Finanzamt möglich ist.

Schritt 4: Schlussbesprechung

Hier wird jeder einzelne Punkt und auch das Gesamt-Ergebnis der Prüfung genau durchbesprochen. Hier kommt es sehr häufig vor, dass man wichtige Einigungen mit dem Prüfer erzielen kann.

Eine Einigung könnte beispielsweise sein: Sie verpflichten sich, in Zukunt die Bestimmungen genau einzuhalten. Im Gegenzug verzichtet der Betriebsprüfer auch steuerliche Nachforderungen.

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Sie wollen mehr über den Ablauf der Betriebsprüfung erfahren?

Mit diesem Beitrag habe ich Ihr Interesse für den Ablauf der Betriebsprüfung geweckt und Sie haben noch zusätzliche Fragen?

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen gerne zeigen, was Sie hier beachten müssen und wie Sie häufige Fehler vermeiden.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Horrorszenario-Steuerpruefung-Symbolbild

Horror-Szenario Steuerprüfung: Diese 2 Fehler werden Deutschen Unternehmen oft zum Verhängnis

Sie sind Unternehmer und haben Angst, wegen einer Steuerprüfung Tausende Euro an Steuern nachzuzahlen oder im schlimmsten Fall sogar im Gefängnis zu landen? Sie wissen eigentlich gar nicht, was bei dieser Prüfung genau geprüft wird? Kommt der Prüfer einfach so in Ihr Unternehmen oder wird die Prüfung vorher angekündigt?

Viele meiner Mandanten sind bei Betriebsprüfungen (umgangssprachlich Steuerprüfungen genannt) unsicher und befürchten, dass eine solche Prüfung ihr Unternehmen gefährden könnte.

Tatsächlich kommen laut meiner langjährigen Erfahrung als Steuerberater in Hamburg Unternehmen vor allem durch 2 häufige Fehler bei einer Betriebsprüfung in Schwierigkeiten.

Mit der richtigen Vorbereitung können Sie diese Fehler jedoch relativ einfach vermeiden. Genau hier möchte ich mit diesem Artikel ansetzen:

Ich kläre Sie über die 2 häufigsten Fehler bei der Betriebsprüfung auf. Und ich erkläre Ihnen, warum viele deutsche Unternehmen nach einer Betriebsprüfung Steuern nachzahlen müssen.

Außerdem erfahren Sie, was bei einer Betriebsprüfung genau geprüft wird, welche Strafen Ihnen drohen und durch welche Maßnahmen Sie all das verhindern können, um Ihr Unternehmen zu schützen.

Was wird bei einer Betriebsprüfung überhaupt genau geprüft?

Bei einer Betriebsprüfung wird unter anderem kontrolliert, ob Sie Formalismen bei Verträgen oder Belegen eingehalten haben. Es wird geprüft, ob die Belege richtig ausgefüllt wurden und ob die Gesellschafter alle passende Verträge mit dem Unternehmen abgeschlossen haben.

Geprüft werden kann hier bis zu 3 Jahre in die Vergangenheit. Findet also 2020 bei Ihnen eine Betriebsprüfung statt, können bis zum Jahr 2017 zurück alle Belege und Verträge kontrolliert werden.

Zusätzlich kann auch im Rahmen einer Kassenbuchnachschau Ihr Kassenbuch kontrolliert werden. Dabei wird geprüft, ob der im Kassenbuch angeführte Saldo auch tatsächlich mit dem Betrag in Ihrer Kasse übereinstimmt.

Kommt es hier zu Abweichungen, ist also beispielsweise der Betrag in Ihrer Kasse höher als der angegebene Saldo im Kassenbuch, werden vom Finanzamt Umsätze hinzugeschätzt.

Dadurch erhöht sich Ihre Steuerlast und Sie werden so vom Finanzamt für diese Unregelmäßigkeiten „bestraft“.

Muss eine Prüfung immer vorher angekündigt werden?

Hier kommt es darauf an, was genau geprüft wird. Eine „normale“ Betriebsprüfung, bei der Belege und Verträge geprüft werden, muss immer vorher angekündigt werden.

Eine reine Umsatzsteuernachschau oder eine Kassenbuchnachschau kann aber auch spontan und ohne Ankündigung durchgeführt werden. Diese Prüfungen sind allerdings auch weniger umfangreich als eine reguläre Betriebsprüfung.

Werden bei diesen „kleineren“ Prüfungen allerdings Unregelmäßigkeiten festgestellt, kann das für das Finanzamt der Anlass sein, eine umfangreiche Betriebsprüfung durchzuführen.

Diese Betriebsprüfung muss dann aber wieder unter Einhaltung einer Frist bekanntgegeben werden.

Wie läuft eine Betriebsprüfung im Detail ab?

Schritt 1: Vorbereitung

Wenn sich ein Betriebsprüfer bei Ihnen im Unternehmen angemeldet hat, sollten Sie Ihre Belege griffbereit halten. Sammeln Sie deshalb alle Rechnungen oder Kontoauszüge zusammen, sodass Sie diese dem Prüfer geordnet übergeben können.

So sichern Sie sich bei Ihrem Prüfer schon mal einen guten ersten Eindruck.

Schritt 2: Prüfungshandlung

In diesem Schritt werden alle Belege vom Betriebsprüfer begutachtet. Sie können hier keinen Einfluss ausüben und sind nicht anwesend.

Der Prüfer arbeitet alle Belege durch und schreibt auf, wo seiner Meinung nach gegen Formalismen verstoßen wurde.

Außerdem kann er bestimmte Belege oder auch Verträge nachfordern. Sie haben dann die Pflicht, ihm diese Dokumente zukommen zu lassen.

Schritt 3: Nachbereitung

Hier wird entschieden, ob der Prüfer mit seiner Rechtsauffassung richtig liegt. Sprich: Es wird entschieden, ob die vom Prüfer angekreideten Verstöße auch tatsächlich so stimmen.

Außerdem wird beschrieben, was Sie gegen diese Verstöße unternehmen sollten, oder ob eine Einigung mit dem Finanzamt möglich ist.

Schritt 4: Schlussbesprechung

Hier wird jeder einzelne Punkt und auch das Gesamt-Ergebnis der Prüfung genau durchbesprochen. Hier kommt es sehr häufig vor, dass man wichtige Einigungen mit dem Prüfer erzielen kann.

Eine Einigung könnte beispielsweise sein: Sie verpflichten sich, in Zukunft die Bestimmungen genau einzuhalten. Im Gegenzug verzichtet der Betriebsprüfer auch steuerliche Nachforderungen.

Durch diese 2 Fehler werden deutsche Unternehmen am häufigsten vom Finanzamt gestraft

Formelle Fehler in Verträgen oder bei Belegen: Verträge in Unternehmen enthalten relativ häufig Formfehler. Auch Belege werden manchmal falsch ausgefüllt und sind deswegen fehlerhaft.

Hier reicht bereits ein kleiner Fehler aus, um sich in den Augen der Behörde strafbar zu machen.

Was noch dazukommt: Die Chance, dass ein solcher Fehler entdeckt wird, ist heutzutage sehr hoch. Denn alle Verträge und Belege werden von der Behörde mit einer Spezial-Software untersucht. Bei Unregelmäßigkeiten wird dann der „menschliche“ Prüfer verständigt.

Durch die elektronische Unterstützung können so ganze Berge an Belegen und Verträgen schnell und sehr genau geprüft werden. Die Chance, das die Behörde einen formellen Fehler übersieht, ist deshalb sehr gering.

Kein Tax CMS und kein Internes Kontrollsystem (kurz IKS): Ein Tax CMS hilft Ihnen dabei, steuerrechtliche Formvorschriften genauer einhalten zu können. Auch beim Internen Kontrollsystem (IKS) handelt es sich um es sich um ein elektronisches Programm, dass Prozesse in Ihrem Unternehmen untersucht und auf Formfehler prüft.

Ein IKS ist allerdings nicht auf steuerliche Aspekte beschränkt, sondern umfasst das gesamte Unternehmen.

Ohne diese Systeme ist es für ein Unternehmen heutzutage schwierig, alle formellen Vorgaben genau einzuhalten.

Sehr viele Unternehmen verzichten aber leider immer noch auf diese Hilfen und setzen Ihr Unternehmen so (oft auch unbewusst) einer großen Gefahr aus.

Welche Strafen drohen mir, wenn formelle Fehler gefunden werden?

Im Normalfall drohen Ihnen hier keine Strafen im Sinne eines Strafverfahrens, also beispielsweise eine Geldstrafe oder gar eine Gefängnisstrafe.

Kommt es zu Unregelmäßigkeiten, schätzt das Finanzamt einfach Umsätze hinzu. So erhöht sich Ihre Steuerlast und Ihre „Strafe“ ist dann eine Steuernachforderung.

Treten diese Unregelmäßigkeiten besonders häufig auf, kann sogar Ihre gesamte Buchhaltung verworfen werden.

Dann wird Ihr gesamter Umsatz und auch Ihr Gewinn vom Finanzamt geschätzt.

Wichtig: Diese Schätzung ist immer zu Ihren Ungunsten. Das heißt, Ihr Umsatz und Ihr Gewinn wird so geschätzt, dass Sie in der Regel Steuern nachzahlen müssen. Diese Nachforderungen können sich dann auf mehrere Tausend Euro belaufen.

Haben Sie ein internes Kontrollsystem (IKS) können Sie die Abweichungen unter Umständen sogar straffrei, also ohne Nachzahlungen, korrigieren (siehe Anwendungserlass zu §153 AO).

Handelt es sich aber um einen besonders gravierenden Verstoß, kann auch ein Steuerstrafverfahren gegen Sie eröffnet werden (siehe §370 AO). Hier drohen Ihnen empfindliche Geldstrafen oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.

Wie kann ich als Unternehmer Strafen aufgrund einer Steuerprüfung vermeiden?

1. Richten Sie ein Tax CMS ein: Vereinfacht gesagt ist ein Tax CMS ein Kontrollsystem, dass Ihnen dabei hilft, Ihre Unternehmens-Prozesse an die strengen Bestimmungen des Steuerrechts anzupassen. Ziel dieses Systems ist es, alle Prozesse im Unternehmen so anzupassen, dass Sie alle steuerlichen Vorgaben einhalten.

Alle Prozesse werden übersichtlich erfasst und sind für Sie oder die Finanzbehörde jederzeit einsehbar.

Wie Sie ein Tax CMS am besten in Ihrem Unternehmen einführen, wessen Hilfe Sie dabei benötigen und worauf Sie im Detail achten müssen, habe ich Ihnen in einem ausführlichen Beitrag zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/10-haeufig-gestellte-fragen-zum-digitalen-tax-cms/

2. Richten Sie ein Internes Kontrollsystem (IKS) ein: In Kombination mit einem Tax CMS hilft auch ein Internes Kontrollsystem dabei, die Bestimmungen der Finanzbehörde besser einzuhalten.

Ein IKS beschränkt sich jedoch nicht nur auf steuerliche Prozesse, sondern überwacht in der Regel alle Unternehmensabläufe.

3. Lassen Sie Ihre Verträge von einem Steuerberater prüfen: In der Regel kann Ihnen nur ein Steuerberater sagen, ob Ihre Verträge Formfehler enthalten, die Sie bei einer Betriebsprüfung in Schwierigkeiten bringen.

Sie dürfen dann allerdings keine Verträge neu aufsetzen lassen und rückdatieren. Das ist verboten.

Hier können Sie sich aber mit einem sogenannten Erinnerungsprotokoll behelfen. Bei diesem Protokoll schreiben Sie heute auf, was Sie in der Vergangenheit beim Verfassen des fehlerhaften Vertrags genau gemeint haben und wie es richtig formuliert werden sollte. So korrigieren so Ihren fehlerhaften Vertrag.

Nur: Ob Sie mit diesem Vorgehen tatsächlich Erfolg haben, kommt immer auf die individuelle Situation an. Ein Erinnerungsprotokoll ist kein pauschales „Heilmittel“ für einen fehlerhaften Vertrag.

Fazit: Tax CMS, IKS und Prüfung der Verträge schützt Sie vor Strafen

Bei einer Betriebsprüfung kommt es darauf an, dass Sie alle formellen Vorschriften des Finanzamts auf Punkt und Beistrich einhalten.

Denn kommt es hier zu Unregelmäßigkeiten, werden Umsätze hinzugeschätzt oder im schlimmsten Fall wird sogar Ihre gesamte Buchhaltung „verworfen“.

Ohne Systeme wie ein Tax CMS oder ein internes Kontrollsystem (IKS) ist die genaue Einhaltung der Vorschriften allerdings sehr schwierig.

Mein Rat lautet daher: Führen Sie in Ihrem Unternehmen ein Tax CMS und ein IKS ein. Außerdem sollten Sie alle Verträge von einem erfahrenen Steuerberater prüfen lassen.

Nur so haben Sie die Sicherheit, dass Sie nach einer Betriebsprüfung nicht Tausende Euro an Steuern nachzahlen müssen.

Sie haben noch weitere Fragen zu Betriebsprüfungen oder möchten in Ihrem Unternehmen ein Tax CMS einführen, um bei Betriebsprüfungen auf der sicheren Seite zu sein?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © olly – stock.adobe.com

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GmbH, UG und GbR: Meine beliebtesten Beiträge zu den Rechtsformen im Überblick

Macht für einen erfolgreichen Einzelunternehmer eine Umwandlung des Unternehmens in eine GmbH Sinn? Was ist eigentlich eine GbR und wie kann man als Untenehmer von dieser Rechtsform profitieren? Ist eine GmbH & Co. KG steuerlich „besser“ als eine gewöhnliche GmbH?

In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg werde ich von meinen Mandanten fast täglich über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Rechtsformen gefragt. Ich werde auch immer wieder auf hilfreiche Rechtsform-Beiträge aus meinem Blog angesprochen.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen deshalb meine 5 beliebtesten Beiträge zu unterschiedlichen Rechtsformen übersichtlich zusammenfassen.

Sie finden kurze Zusammenfassungen und einen weiterführenden Link zu den ausführlichen Beiträgen. So erlangen Sie wertvolles Basiswissen und können bei der Unternehmensgründung oder Umwandlung eine bessere Entscheidung treffen.

Meine beliebtesten 5 Beiträge zu GmbH, UG, GbR & Co. im Überblick

 

Vom Einzelunternehmer zur GmbH

Viele erfolgreiche Einzelunternehmer möchten Ihr Unternehmen in eine „prestigeträchtigere“ GmbH umwandeln. Das macht in vielen Fällen auch Sinn.

Denn mit einer GmbH beschränken Sie Ihre persönliche Haftung, können Ihre Steuerlast besser gestalten und haben meist ein höheres Ansehen bei Banken oder Geschäftspartnern.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie erkennen, ob Ihr Unternehmen „bereit“ für die Umwandlung in eine GmbH ist. Außerdem erkläre ich Ihnen Schritt-für-Schritt, auf welche Punkte Sie bei der Umwandlung besonders achten müssen. Sie erfahren auch, welche Nachteile einer GmbH auf Sie lauern können und wie Sie diese vor der Umwandlung entkräftigen können.

Hier finden Sie den ausführlichen Beitrag zur GmbH-Umwandlung: https://www.steuerberatung-breit.de/vom-einzelunternehmen-zur-gmbh-wie-sie-den-rechtsformwechsel-richtig-planen/

Ein-Mann-GmbH: Darauf müssen Sie bei der Gründung achten

Die Ein-Mann GmbH ist eine GmbH mit nur einem Gesellschafter, der alleine alle Anteile am Unternehmen hält. Diese Spezialform kann vor allem für Einzelunternehmer attraktiv sein, die ihr Unternehmen in eine GmbH umwandeln möchten und die volle Kontrolle über ihr Unternehmen behalten möchten.

Eine Ein-Mann GmbH bietet Ihnen mit der Haftungsbeschränkung und der Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge alle Vorteile einer „normalen“ GmbH. Allerdings müssen Sie das Stammkapital ganz alleine aufbringen.

In meinem beliebten Beitrag zur Ein-Mann-GmbH erkläre ich Ihnen detailliert, worauf Sie bei dieser besonderen GmbH keinesfalls vergessen dürfen und in welchem Fall Ihr Haftungsbeschränkung aufgehoben werden kann.

Hier finden Sie den ausführlichen Beitrag zur Ein-Mann-GmbH: https://www.steuerberatung-breit.de/ein-mann-gmbh-worauf-sie-bei-der-gruendung-achten-sollten/

GmbH & Co. KG: In diesen 3 Situationen macht sie Sinn

Eine GmbH & Co. KG ist eine Spezialform der KG. Hier ist der vollhaftende Komplementär eine GmbH und natürliche Personen sind die Kommanditisten. So können Sie die persönliche Haftung des Komplementärs umgehen. Dennoch können Sie Privatentnahmen tätigen wie bei einer Personengesellschaft.

Denn formell gesehen handelt es sich bei der GmbH & Co. KG um eine Personengesellschaft. Deshalb ist auch die Gesamtsteuerbelastung niedriger.

Da für eine GmbH & Co. KG allerdings 2 Unternehmen (1 GmbH und 1 KG) benötigt werden, ist Ihr Verwaltungsaufwand auch höher. Deshalb macht eine GmbH & Co. KG nicht für jeden Unternehmer Sinn.

In welchen 3 Situationen eine GmbH & Co. KG für Sie die richtige Rechtsform sein kann und welche Punkte Sie zur Gründung einer GmbH & Co. KG benötigen, erkläre ich Ihnen leicht verständlich in diesem beliebten Blogbeitrag.

Hier finden Sie den ausführlichen Beitrag zur GmbH & Co. KG: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-co-kg-in-diesen-3-situationen-macht-sie-sinn-fuer-ihr-unternehmen/

UG: Sinnvolle Alternative zur GmbH?

Mit nur einem Euro (Mindest)-Stammkapital die Haftung wie bei einer „teuren“ GmbH beschränken? Für viele Unternehmer klingt das verlockend. Doch ist eine UG wirklich eine sinnvolle Alternative zur GmbH?

In diesem Beitrag räume ich mit einigen Mythen rund um die UG auf und erkläre Ihnen, ob eine UG wirklich Sinn macht oder ob Sie mit einer GmbH besser fahren würden.

Denn neben den bekannten Vorteilen wie der Haftungsbeschränkung oder dem niedrigen benötigten Mindestkapital, gibt es auch weniger bekannte Nachteile der UG.

Wie sieht es beispielsweise mit Ihrer Bonität bei Banken aus, wie gut können Sie Ihre Steuern gestalten und ist Ihre Haftung wirklich immer beschränkt?

Die Antworten auf diese und noch mehr Fragen erhalten Sie in meinem ausführlichen Beitrag unter folgendem Link: https://www.steuerberatung-breit.de/die-ug-lohnende-alternative-zur-gmbh/

GbR: In diesen 3 Situationen macht sie Sinn

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (kurz GbR) ist die „einfachste“ Form einer Personengesellschaft. Die Gründung ist sehr einfach und kostengünstig. Sie haben keine Notarskosten und die GbR muss auch nicht ins Firmenbuch eintragen werden.

Doch neben dem Vorteil der einfachen Gründung haben Sie auch alle „klassischen“ Nachteile wie bei anderen Personengesellschaften. Diese sind beispielsweise die persönliche und unbeschränkte Haftung, sowie die fehlende Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge.

Eine GbR macht deshalb nicht für jedes Unternehmen Sinn. In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen 3 häufige Situationen in denen eine GbR dennoch die richtige Rechtsform für Sie sein kann.

Hier finden Sie den ausführlichen Beitrag zur GbR: https://www.steuerberatung-breit.de/gesellschaft-buergerlichen-rechts-gbr-in-diesen-3-situationen-macht-sie-sinn/

Fazit: Mit eigener Recherche und professioneller Beratung zur richtigen Rechtsform

Mit dem Wissen aus meinem Blog legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensgründung oder eine Unternehmensumwandlung. Sie erlangen Basiswissen zur GmbH, UG oder der GbR und können schon grob beurteilen, welche Rechtsform die richtige sein könnte.

Bevor Sie doch eine endgültige Entscheidung treffen, sollten Sie auf jeden Fall die Hilfe eines erfahrenen Steuerberaters in Anspruch nehmen. Denn welche Rechtsform zu Ihrem Unternehmen passt, sollte von einem Profi beurteilt werden.

Eine seriöse Rechtsform-Empfehlung kann nur nach einer professionellen Analyse eines Steuerberaters gegeben werden.

Meine Beiträge auf diesem Blog sollen Ihnen nur als grober Leitfaden dienen.

Sollten Sie also noch weitere Fragen zu den Rechtsformen haben oder eine professionelle Beratung benötigen, können Sie gerne auf mich zukommen.

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In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerförderungen (Teil 6): Begünstigungen nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG

Heute möchte ich Ihnen kurz einen neuen Ansatz vorstellen mit dem Sie Ihre Steuerlast optimieren können. Dabei handelt es sich um Gewerbesteuerliche Begünstigungen nach dem § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG.

Wer kann den § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG in Anspruch nehmen?

Den § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG können Immobiliengesellschaften in Anspruch nehmen. Unter Immobiliengesellschaften fallen alle Unternehmen, deren Geschäftsfeld auf dem Immobilien-Gebiet liegt.

Wie profitiert man konkret durch den § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG

Nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG bezahlen Immobiliengesellschaften keine Gewerbesteuer. Auch nicht, wenn es sich bei der Immobiliengesellschaft um Betriebsvermögen handelt und sie Einkünfte aus Gewerbebetrieben erzielen.

Diese Regelung kann man sich hervorragend bei der Erbnachfolgeplanung oder bei der generellen Steuer-Planung zu nutze machen.

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Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zur Steueroptimierung und welche Methoden Ihnen für Ihr Unternehmen offen stehen? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerförderungen (Teil 5): Begünstigungen nach § 34a EStG

Sie fragen sich, wie Sie die Steuerlast für Ihr Unternehmen reduzieren können?

Damit sind Sie nicht allein. Durch eine geschickte Steuer-Optimierung können Sie als Unternehmer Tausende Euro sparen und beispielsweise für Investitionen verwenden.

So ist Ihr Unternehmen auch in der Zukunft gut aufgestellt.

Die Methode, die ich Ihnen in diesem Beitrag vorstelle ist speziell für Einzelunternehmer und Personengesellschaften interessant.

Wer kann den § 34a EStG nutzen und wie wirkt er sich auf das Unternehmen aus?

Der §34a EStG kann von Einzelunternehmern und Personengesellschaften genutzt werden. Außerdem sollte Ihr Einkommens-Steuersatz höher als 29 % sein. Erfüllen Sie diese beiden Bedingungen, ist der §34a EStG für Sie sehr interessant.

Der §34a EStG ermöglicht eine Begünstigung für nicht zu entnehmende Gewinne. Diese Gewinne verbleiben dann im Unternehmen und können beispielsweise für Investitionen oder auch die Erbschaftssteuer verwendet werden.

Durch die Nutzung des §34a EStG reduziert man den Steuersatz für diesen Gewinn-Anteil auf 28,75%. Darin ist auch schon die Gewerbesteuer enthalten.

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Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zur Steueroptimierung und den § 34a EStG? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

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Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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GmbH & Co. KG: In diesen 3 Situationen macht sie Sinn für Ihr Unternehmen

Sie haben sich schon öfter gefragt, ob Sie von einem Rechtsformwechsel zu einer GmbH & Co. KG profitieren könnten? Warum gibt es so viele deutsche Unternehmer, die auf diese Rechtsform zurückgreifen?

Und welche sind eigentlich die Unterschiede zu einer normalen GmbH oder einer KG?

Immer wieder kommen Unternehmer mit diesen Fragen auf mich zu. In meinem Beitrag möchte ich deshalb die häufigsten Fragen zur GmbH & Co. KG leicht verständlich für Sie beantworten.

Sie erfahren, was eine GmbH & Co. KG eigentlich ist, was Sie zur Gründung benötigen und in welchen 3 Situationen eine GmbH & Co. KG für Unternehmer Sinn macht.

Was ist eine GmbH & Co. KG überhaupt?

Bei einer GmbH & Co. KG handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft (kurz KG), bei der der vollhaftende Komplementär eine GmbH ist. Dadurch umgeht man die unbeschränkte und persönliche Haftung, die eine natürliche Person (= Mensch) als Komplementär hätte.

In der Regel sind dann alle am Unternehmen beteiligten Personen die Kommanditisten. Dadurch sind sie von der persönlichen Haftung ausgeschlossen.

Durch dieses Konstrukt gibt es also normalerweise bei einer GmbH & Co. KG keine natürliche Person, die mit ihrem Privatvermögen haftet.

In dieser Hinsicht ist eine GmbH & Co. KG mit einer GmbH zu vergleichen. Denn auch die Gesellschafter einer GmbH haften nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern nur mit ihrer Einlage im Unternehmen.

Was unterscheidet eine GmbH & Co. KG von einer GmbH

Da es sich bei einer GmbH & Co. KG um eine Personengesellschaft handelt, gibt es mehrere Unterschiede zu einer GmbH. Hier möchte ich Ihnen aber nur die 2 wichtigsten kurz vorstellen:

1. Andere Rechtsform = andere Besteuerung: KGs werden grundsätzlich anders besteuert als GmbHs. Da eine GmbH & Co. KG eine Personengesellschaft ist, müssen Sie keine Körperschaftssteuer zahlen.

2. Höherer Verwaltungsaufwand: Da Sie für eine GmbH & Co. KG 2 Unternehmen (1 GmbH und 1 KG) benötigen, ist der Verwaltungsaufwand in der Regel höher als bei einer GmbH.

Was unterscheidet eine GmbH & Co. KG von einer „normalen“ KG

Auch hier gibt es 2 Haupt-Unterschiede:

1. Der vollhaftende Komplementär ist keine natürliche Person: Bei einer „normalen“ KG ist der Komplementär eine natürliche Person. Diese Person haftet unbeschränkt mit Ihrem Privatvermögen. Bei der GmbH & Co. KG ist der Komplementär eine GmbH. So umgeht man die unbeschränkte und persönliche Haftung.

2. Man muss 2 Jahresabschlüsse machen: Da Sie bei einer GmbH & Co. KG 2 Unternehmen benötigen, müssen Sie auch 2 Jahresabschlüsse machen. Bei einer „normalen“ KG müsste hingegen nur der Jahresabschluss der KG gemacht werden.

Was benötigt man, um eine GmbH & Co. KG zu gründen?

Um eine GmbH & Co. KG zu gründen, benötigen Sie 2 Dinge:

  1. Eine GmbH als Komplementär: Diese GmbH muss über ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro verfügen.
  2. Mindestens einen Kommanditisten: Dieser Kommanditist kann rein theoretisch auch nur 1 Euro in die neugegründete GmbH & Co. KG einzahlen. Kommanditisten können natürliche oder juristische Personen sein.

Wann macht eine GmbH & Co. KG Sinn?

Hier möchte ich Ihnen 3 häufige Situationen vorstellen, in denen Unternehmer von einer GmbH & Co. KG profitieren können.

In der Praxis kann es durchaus noch andere mögliche Situationen geben. Diese sind aber so speziell, dass ich in diesem Beitrag nicht darauf eingehen werde.

Situation 1: Ihre Unternehmens-Gewinne werden häufig ausbezahlt

Die Gesamtsteuerbelastung bei einer GmbH & Co. KG ist niedriger als bei einer GmbH. Zahlen Sie die Unternehmensgewinne also in der Regel aus, zahlen Sie bei einer GmbH & Co. KG weniger Steuern als bei einer GmbH.

Verbleiben die Gewinne allerdings im Unternehmen, macht eine GmbH & Co. KG wenig Sinn. In diesem Fall wäre eine GmbH wahrscheinlich die bessere Rechtsform für Sie.

Situation 2: Sie möchten Privatentnahmen tätigen können

Sie sind derzeit noch Einzelunternehmer und tätigen häufig Privatentnahmen? Sie möchten aber Ihre Haftung beschränken und denken deshalb über einen Rechtsformwechsel zu einer GmbH oder einer GmbH und Co. KG nach?

Möchten Sie auch in Zukunft Privatentnahmen tätigen können, ist die GmbH & Co. KG Ihre einzige wirkliche Alternative.

Bei einer GmbH ist eine Privatentnahme nämlich nicht ohne weiteres möglich. Dort stellt die Gewinnausschüttung so etwas wie eine Privatentnahme dar. Eine Privatentnahme wie bei einem Einzelunternehmen oder einer Personengesellschaft gibt es aber nicht.

Situation 3: Sie haben Angst vor einer verdeckten Gewinnausschüttung

Ihr Unternehmen ist bereits eine GmbH oder steht kurz vor der Umwandlung? Dann könnten Sie im Falle einer Betriebsprüfung von einer verdeckten Gewinnausschüttung bedroht sein.

Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist eine unerlaubte Gewinnausschüttung, z.B. in Form der privaten Nutzung eines Firmen-PKWs. Oft geschieht das sogar unabsichtlich und Sie machen sich strafbar. Im schlimmsten Fall könnten Sie dann sogar im Gefängnis landen.

Dieses Problem haben Sie bei einer GmbH & Co. KG nicht. Denn hier gibt es keine verdeckte Gewinnausschüttung. Mit einer GmbH & Co. KG reduzieren Sie also Ihr Risiko als Unternehmer.

Was eine verdeckte Gewinnausschüttung im Detail ist und wie sich Unternehmer konkret strafbar machen, habe ich Ihnen in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/verdeckte-gewinnausschuettung-so-machen-sich-gesellschaften-und-gesellschafter-strafbar/

Fazit: GmbH & Co. KG? Ja, aber nur wenn sie auch Sinn macht

Eine GmbH & Co. KG bietet Ihnen eine Kombination aus den Vorteilen einer GmbH und einer KG. Sie beschränken Ihre Haftung, können aber Privatentnahmen tätigen und haben eine geringere Gesamtsteuerbelastung.

Allerdings müssen Sie auch 2 Jahresabschlüsse (für die GmbH und die KG extra) machen. Durch dieses Konstrukt haben Sie in der Regel auch einen höheren Verwaltungsaufwand.

Ob eine GmbH & Co. KG also für Ihr Unternehmen wirklich Sinn macht, kann ich Ihnen in diesem Beitrag leider nicht beantworten.

Denn ohne Ihre Situation genau zu kennen, kann kein Steuerberater hier eine seriöse Aussage treffen. Um herauszufinden, ob sich eine Unternehmensumwandlung für Sie lohnt, müssen Sie sich daher unbedingt Rat von einem Steuerberater holen.

Sie haben noch weitere Fragen zur GmbH & Co. KG oder möchten wissen, welche andere Rechtsform für Sie die richtige ist?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerförderungen (Teil 4) – PKW Besteuerung privater Fahrten & Fahrtenbücher

Um den Investitionsabzugsbetrag für Ihren PKW nutzen zu können, müssen Sie unbedingt ein Fahrtenbuch führen. Was passiert, wenn Sie das nicht machen, erkläre ich Ihnen kurz und leicht verständlich in diesem Beitrag.

Was passiert, wenn Sie kein Fahrtenbuch führen?

Führen Sie kein Fahrtenbuch, gilt grundsätzlich immer die 1% Regelung. Das heißt, dass Sie 1% des ursprünglichen Neupreises des PKWs pro Monat als betriebliche Einnahme ansetzen müssen.

So werden also Ihre gewinnmindernden Kosten gekürzt. Das kann bis zur vollständigen Kostendeckelung gehen. Dann bleibt gar nichts mehr von den ursprünglichen Kosten übrig.

Um das zu vermeiden, können Sie ein Fahrtenbuch führen. Mit einem Fahrtenbuch können Sie die entstandenen Kosten sehr wohl gewinnmindernd nutzen.

Das Fahrtenbuch: Per Hand oder Elektronisch

Sie können Ihr Fahrtenbuch entweder per Hand oder elektronisch führen.

Entscheiden Sie sich für die händische Variante, haben Sie das Problem, dass Sie immer alles ordnungsgemäß ausfüllen müssen.

Bei der elektronischen Variante wird jede Fahrt automatisch vom PKW aufgezeichnet. Sie müssen dann nur noch auswählen, ob die Fahrt privat oder betrieblich war. Alternativ können Sie auch eine Mischfahrt, also eine teilweise private und betriebliche Fahrt, angeben.

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Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu privaten und betrieblichen Fahrten und wie Sie diese in Ihrem Fahrtenbuch berücksichtigen? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Unternehmenskauf-finanzieren

Kredit oder Eigenkapital: So finanzieren Sie den Unternehmenskauf richtig

Sie würden gerne Ihr Geschäft erweitern und neue, attraktive Märkte erschließen? Ihr Plan ist es, dazu ein Unternehmen zu kaufen, um so schneller in einem neuen Land oder einer anderen Branche fußzufassen?

Unter den richtigen Voraussetzungen ist der Kauf eines Unternehmens mit Sicherheit eine gute Möglichkeit, um ohne lange Vorlaufzeit in einem neuen Bereich in die Gänge zu kommen.

Für viele Unternehmer stellt sich jedoch die Frage: Wie finanziere ich dieses Vorhaben?

Soll ich am besten alles mit vorhandenem Eigenkapital bezahlen oder kann ich auch einen Kredit aufnehmen?

In meinem Alltag als Steuerberater werde ich von meinen Klienten häufig mit diesen Fragen konfrontiert. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass viele Unternehmer hier unsicher sind. Und das ist auch gar nichts Schlechtes. Denn ein Unternehmenskauf ist eine große Investition und muss gut geplant werden.

Bevor man überhastet die falsche Entscheidung trifft, sollte man sich über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Finanzierungen beim Unternehmenskauf im Klaren sein. Nur so kann man eine gute Entscheidung treffen.

Genau hier möchte ich mit diesem Blogbeitrag ansetzen. Ich erkläre Ihnen, welche Möglichkeiten Sie zur Finanzierung eines Unternehmenskaufs grundsätzlich haben und von welchen Förderungen Sie zusätzlich profitieren könnten.

Unternehmenskauf-Finanzierung mit Eigenkapital

Aus der Sicht eines Steuerberaters wäre diese Variante die beste bei einem Unternehmenskauf.

So haben Sie als Unternehmer keinerlei Schulden bei Banken und sind daher auch keinem Kreditinstitut verpflichtet. Sollte es, aus welchen Gründen auch immer, einmal für einige Zeit nicht so rosig laufen, können Sie so nie in Rückzahlungs-Schwierigkeiten kommen.

In der Praxis ist eine gänzliche Finanzierung mit Eigenkapital aber meistens unrealistisch. Die Summen sind einfach zu hoch, um alles nur mit Eigenkapital zu bezahlen.

Haben Sie nicht genug Eigenkapital, gibt es aber mehrere Möglichkeiten, um neues Eigenkapital zu beschaffen. Sie oder Ihre Mit-Gesellschafter könnten beispielsweise zusätzliches Kapital aus der eigenen Tasche in das Unternehmen einzahlen.

Diese Option zur Eigenkapitalerhöhung ist wahrscheinlich allen Unternehmern bekannt. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen aber 2 weitere Optionen vorstellen, die in der Praxis (noch) wenig verwendet werden, aber in manchen Fällen durchaus Sinn machen:

  1. Crowdfunding: Beim Crowdfunding beteiligen sich viele „kleinere“ Investoren, die oft auch Privatpersonen sind, an einem Unternehmen. Rechtlich gesehen handelt es sich dabei dann meistens um stille Partner. Diese Methode ist besonders für Unternehmen geeignet, die „coole“ Projekte an End-Konsumenten verkaufen möchten. Denn bei diesen Projekten ist es einfacher, viele Investoren anzulocken. Die weltweit beliebteste Plattform, um eine Crowdfunding-Kampagne zu starten ist Kickstarter.
  2. Business Angels: Bei Business Angels handelt es sich um Investoren, die einem Unternehmen neben Ihrem Investment auch noch mit Ihrer Management-Erfahrung und Ihren Kontakten weiterhelfen. Man bekommt also nicht nur frisches Eigenkapital, sondern auch Know-How. Im Gegenzug versprechen sich die Business Angels eine Wertsteigerung ihres Unternehmens-Anteils. Hier finden Sie einen Überblick über Business Angels in Deutschland: https://www.business-angels.de/

Mit diesen beiden Möglichkeiten können Sie Ihr Eigenkapital aufbessern. Allerdings wird auch das in den meisten Fällen nicht ausreichen, um den gesamten Kaufpreis mit Eigenkapital zu decken. In diesem Fall können Sie auch bei einem Unternehmenskauf auf einen Kredit zurückgreifen.

Worauf Sie dabei achten müssen, erkläre ich Ihnen im nächsten Abschnitt.

Unternehmenskauf-Finanzierung mit Fremdkapital

Bei vielen Unternehmern ist ein Kredit sehr negativ behaftet. Dort sieht man eine Fremdfinanzierung als sprichwörtlichen „Klotz am Bein“. Durch einen hohen Kredit spiele man mit der Zukunft des Unternehmens, bekommt man da häufig zu hören.

Da ist auch sicherlich etwas Wahres dran. Einen Kredit sollten Sie nur nach sorgfältiger Überlegung abschließen. Außerdem sollte Ihre Eigenkapitalquote nie unter 20% rutschen, sonst bringen Sie Ihr Unternehmen langfristig in Gefahr.

Richtig eingesetzt können Sie aber speziell bei niedrigen Zinsen von einem Kredit profitieren. Denn ist Ihre Gesamtkapitalrendite höher als die Kreditverzinsung, steigern Sie mit diesem Kredit Ihre Eigenkapitalrendite.

Die Rendite, die Sie mit Ihrem geliehenen Geld erwirtschaften, ist also höher als Ihre Zins-Zahlungen. In der Fachsprache bezeichnet man das als Leverage Effekt.

Eine hohe Eigenkapitalrendite steigert Ihre Bonität bei Banken und macht Ihr Unternehmen auch für potentielle Investoren attraktiver.

Jedoch sollten Sie immer bedenken, dass bei einem Kredit immer ein Rest-Risiko bleibt. Auch wenn es geschäftlich einmal nicht so gut, müssen Sie Ihre Raten immer bezahlen können. Dieses Risiko müssen Sie immer einkalkulieren.

Hilfe beim Unternehmenskauf: Von diesen Förderprogrammen könnten Sie profitieren

Als Unternehmer können Sie beim Unternehmenskauf von attraktiven Förderungen profitieren. So bietet zum Beispiel die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) geförderte Kredite an.

Bei diesen Krediten brauchen Sie meistens nur wenige Sicherheiten und haben eine gewisse Anzahl an tilgungsfreien Jahren zu Beginn des Kredits.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Krediten der KfW: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Nachfolgen/

Befindet sich Ihr Unternehmenssitz in Berlin, könnte auch ein geförderter Kredit der Investitionsbank Berlin (kurz IBB) für Sie interessant sein. Ähnlich wie die KfW brauchen Sie auch hier nur wenige Sicherheiten und profitieren von tilgungsfreien Jahren. Hier finden Sie mehr Informationen zur IBB: https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/foerderprogramme-a-z/foerderprogramme-a-z.html

Auch in anderen Bundesländern gibt es solche Investitionsbanken. Hier finden Sie eine Übersicht mit allen Investitionsbanken in Deutschland: https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/berater-suchen/wo-beratung-gruendung/landesfoerderinstitute/

Fazit zur Unternehmenskauf-Finanzierung: Der richtige Mix aus Eigen- und Fremdkapital macht’s

Im Idealfall sollten Sie Ihren Unternehmenskauf mit eigenen Mitteln finanzieren. In der Realität ist das allerdings meistens nicht realistisch. Die Kaufpreise sind dafür einfach zu hoch. In diesem Fall können Sie auf einen Kredit zurückgreifen.

Das ist vor allem in Zeiten von niedrigen Zinsen attraktiv. Dabei müssen Sie aber immer Ihre Eigenkapitalquote im Auge behalten. Diese sollte nicht unter 20 % sinken.

Der beste Finanzierungs-Weg wird also für die meisten Unternehmer irgendwo in der Mitte liegen: Man verwendet für einen Teil des Kaufpreises Eigenkapital und greift für den Rest auf einen Kredit zurück.

Sie haben noch weitere Fragen zum Unternehmenskauf oder möchten wissen, welche Fehler Sie beim Kauf auf gar keinen Fall machen dürfen?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerfoerderung-Teil-3

Steuerförderungen (Teil 3): Wegfall des Investitionsabzugsbetrag für PKW

Sie haben in der Vergangenheit einen Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht und dann auch tatsächlich wenig später einen PKW angeschafft?

Sie haben wie gesetzlich vorgeschrieben ein Fahrtenbuch geführt und denken, rechtlich korrekt vorgegangen zu sein?

Damit haben Sie leider nicht immer Recht. Denn viele Fahrtenbücher werden vom Gesetzgeber als nicht ordnungsgemäß angesehen.

Tatsächlich habe ich in 20 Jahren als Steuerberater noch kein einziges Fahrtenbuch gesehen, dass 1 zu 1 von den Behörden akzeptiert worden ist. Meistens ist es lediglich als Gesprächsgrundlage zu sehen.

Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß = Kein Investitionsabzugsbetrag

 

Wird Ihr Fahrtenbuch als nicht ordnungsgemäß angesehen, können Sie die 90 prozentige betriebliche Nutzung Ihres PKWs nicht nachweisen.

Damit gilt Ihr PKW steuerlich zu mehr als 10% privatgenutzt und Sie verlieren den Anspruch auf den Investitionsabzugsbetrag.

Ihre Steuerersparnis aus den Jahren, in denen Sie den Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht haben, wird dann rückabgewickelt. Das heißt, Sie müssen diese Steuerersparnis nachzahlen.

Wenn die Ersparnis mehr als 15 Monate zurückliegt, kommt sogar noch eine Verzinsung oben drauf.

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

 

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Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zum Investitionsabzugsbetrag und wie Sie ihn für Ihren PKW verwenden können? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Minderheitsgesellschafter Betrug

Verdeckte Gewinnausschüttung: So werden Minderheitsgesellschafter um ihren Gewinn-Anteil betrogen

Sie sind Minderheitsgesellschafter in einer GmbH und möchten mit Ihrer Beteiligung eine möglichst hohe Rendite erzielen? Sie haben Angst, durch fadenscheinige Tricks anderer Gesellschafter um Ihren gerechten Gewinn-Anteil gebracht zu werden?

In der Tat kommt es bei der Gewinnverteilung in GmbHs häufig zu Konflikten zwischen „kleineren“ und so genannten beherrschenden Gesellschaftern. Denn manchmal bereichern sich Gesellschafter unerlaubterweise durch eine verdeckte Gewinnausschüttung auf Kosten des Unternehmens und verringern so den zu verteilenden Gewinn.

Minderheitsgesellschafter fühlen sich in solchen Situationen oft machtlos und wissen nicht, was sie tun sollen. Hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen.

Ich erkläre Ihnen, welche Rechte Sie im Fall einer verdeckten Gewinnausschüttung durch einen anderen Gesellschafter haben und wie Sie solch eine Situation überhaupt vermeiden können.

Ab wann ist man überhaupt Minderheitsgesellschafter?

Ein Minderheitsgesellschafter ist eine Person, die nur einen geringen Teil des Stammkapitals einer GmbH hält. In den meisten Fällen wird die Grenze bei einem Anteil von weniger als 50% des Stammkapitals gezogen. Besitzen Sie also beispielsweise 45%, sind Sie Minderheitsgesellschafter.

Einem Minderheitsgesellschafter steht meistens ein Mehrheitsgesellschafter gegenüber. Dieser Gesellschafter hält oft eine Mehrheit der GmbH-Anteile und kann viele Entscheidungen im Alleingang treffen. Deshalb wird dieser Gesellschafter auch oft als „beherrschender Gesellschafter“ bezeichnet.

Welche Rechten und Pflichten hat man als Minderheitsgesellschafter?

Zu den Rechten eines Minderheitsgesellschafters gehören unter anderem Kontrollrechte, also zum Beispiel das Recht auf Einsicht in Verträge oder Jahresabschlüsse. Und das Recht auf einen zur Einlage proportionalen Anteil am Unternehmensgewinn.

Mitbestimmungsrechte, wie zum Beispiel eine Sperrminorität, müssen Sie sich vertraglich absichern lassen. Tun Sie das nicht, haben Sie bei Entscheidungen kein Mitspracherecht.

Was eine Sperrminorität genau ist und wie Sie dieses Recht in Ihrem Vertrag absichern, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/so-sichern-sie-sich-mitbestimmungsrechte-als-gmbh-minderheitsgesellschafter/

Die Pflichten eines Minderheitsgesellschafter beschränken sich darauf, dass er seine Einlage leisten muss. Ansonsten haben Sie bei einer geringen Beteiligung fast keine weiteren Verpflichtungen gegenüber der GmbH. Sie haben also keine Pflicht zur Mitarbeit oder ähnliches.

So werden Minderheitsgesellschafter durch eine verdeckte Gewinnausschüttung geschädigt

Ein häufiger Konflikt zwischen Gesellschaftern einer GmbH ist eine verdeckte Gewinnausschüttung durch den Mehrheitsgesellschafter.

Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt dann vor, wenn sich ein Gesellschafter auf Kosten des Unternehmens finanzielle Vorteile verschafft, die eine Dritte Person nicht erhalten hätte. Darunter fallen etwa eine inkorrekte Versteuerung eines Firmen-PKWs, wenn dieser auch privat genutzt wird oder eine überhöhte Miete, wenn der Gesellschafter die Geschäftsräume privat besitzt und an die GmbH vermietet.

Durch diese erschlichenen Vorteile vermindert eine verdeckte Gewinnausschüttung den zu verteilenden Gewinn der GmbH. Das heißt auch, dass der Gewinn-Anteil eines Minderheitsgesellschafters geschmälert wird.

Sind Sie als Minderheitsgesellschafter in einer solchen Situation, haben Sie einen wirtschaftlichen Schaden erlitten. Der Mehrheitsgesellschafter hat sich unerlaubterweise bereichert und dadurch direkt Ihren Anteil am Unternehmensgewinn verkleinert.

Durch sein Vorgehen hat sich der Mehrheitsgesellschafter strafbar gemacht. Denn das Finanzamt geht in diesem Fall von einer versuchten Steuerhinterziehung aus, da der zu versteuernde Unternehmensgewinn verringert wurde.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob die verdeckte Gewinnausschüttung absichtlich oder nur aus Versehen durchgeführt wurde. Denn oft wissen Gesellschafter gar nicht, dass ihr Vorgehen in solchen Situationen rechtswidrig ist und sie sich dadurch strafbar machen.

Rechtswidrig verringerter Gewinn: Diese Rechte haben Sie als Minderheitsgesellschafter

Wird die verdeckte Gewinnausschüttung also vom Finanzamt entdeckt oder von einem anderen Gesellschafter gemeldet, haben Sie als Minderheitsgesellschafter Anspruch auf Schadensersatz für Ihren entgangenen Gewinn-Anteil.

Wie Sie in solch einem Fall am besten vorgehen, sollten Sie immer mit Ihrem Rechtsanwalt besprechen – Ein Steuerberater darf Sie hierzu nicht rechtlich beraten.

Nur: Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist nicht immer zweifelsfrei zu beweisen. Kann dies dem Mehrheitsgesellschafter nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, erhalten Sie keinen Schadensersatz.

Als Minderheitsgesellschafter sollten Sie deshalb Vorkehrungen treffen, damit es gar nicht erst zu einer solchen Situation kommt. Möglichkeiten wären hier zum Beispiel ein Fremdvergleich, die Einführung eines Tax-CMS im Unternehmen oder klar formulierte Formvorschriften.

Wie diese Maßnahmen im Detail funktionieren und umgesetzt werden können, erkläre ich Ihnen ausführlich in diesem Beitrag: https://www.steuerberatung-breit.de/verdeckte-gewinnausschuettung-so-machen-sich-gesellschaften-und-gesellschafter-strafbar/. Dort erhalten Sie auch noch weitere interessante Informationen zur verdeckten Gewinnausschüttung und wie sich Gesellschafter dabei strafbar machen.

Fazit: Rechte als Minderheitsgesellschafter kennen und Ansprüche besser durchsetzen

Als Minderheitsgesellschafter einer GmbH sind Ihre Rechte und Pflichten eingeschränkt. Das Recht auf einen Anteil am Gewinn haben Sie jedoch immer. Eine verdeckte Gewinnausschüttung durch einen anderen Gesellschafter reduziert aber diesen Anteil und Sie erleiden einen wirtschaftlichen Schaden.

In diesem Fall haben Sie Anspruch auf Schadensersatz für Ihren entgangenen Gewinn-Anteil.

Vermuten Sie also eine verdeckte Gewinnausschüttung, müssen Sie Ihre Rechte kennen und sich mithilfe eines Anwalts zur Wehr setzen. Ansonsten verringert sich Ihre Rendite und Sie erhalten weniger Geld.

Sie haben noch weitere Fragen zu den Rechten von Gesellschaftern oder der GmbH im Allgemeinen?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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