Berater für Unternehmensverkauf (Symbolbild)

Unternehmensverkauf: Mit diesen 4 Profis kann Sie niemand über den Tisch ziehen

Sie spielen mit dem Gedanken Ihr Unternehmen zu verkaufen?

Das sollten Sie besser nicht alleine tun.

Ein Unternehmensverkauf ist eine komplizierte Angelegenheit, die die meisten Unternehmer nur einmal im Laufe Ihrer Karriere machen. Es gibt dabei komplexe Schritte zu setzen und viel zu bedenken.

Das Risiko ist hoch, dass ein potenzieller Käufer Ihre Unwissenheit ausnutzen könnte und versucht Sie über den Tisch zu ziehen.

Damit das nicht passiert, habe ich diesen Blogartikel für Sie verfasst. Ich erkläre, welche Profis Sie als Berater an Ihrer Seite haben sollten und welche Aufgaben diese erfüllen.

Damit Sie wirklich in allen Bereichen gut gerüstet und beraten werden, sollte sich Ihr Beraterteam wir folgt zusammensetzen:

Berater Nr. 1: Der Steuerberater

Bevor die Verhandlungen um Ihren Unternehmensverkauf los gehen können, müssen Sie erst einmal eine Unternehmensbewertung durchführen lassen.

Haben Sie einen spezialisierten Steuerberater?

Den brauchen Sie zwar nicht zwingend für die Erstellung Ihrer Unternehmensbewertung, aber spätestens bei der Überprüfung.

Die Bewertung selbst können Sie auch von einer Bank, einem Wirtschaftsprüfer oder einem anderen spezialisierten Berater durchführen lassen.

Besser aber: Sie lassen beides gleich von einem Steuerberater durchführen, der sich auf die Unternehmensnachfolge spezialisiert hat – quasi alles aus einer Hand.

Dieser kann Ihnen dann auch bei der Gestaltung des sinnvollsten Wegs für Ihren Unternehmensverkauf helfen. Er weiß, worauf steuerlich und wirtschaftlich zu achten ist.

Außerdem wäre es von Vorteil, wenn er sich auch im Gesellschaftsrecht gut auskennt. Dieses Wissen kann er dann in die Entwicklung Ihrer Strategie einfließen lassen.

Berater Nr. 2: Der Unternehmensberater

Bei der Entwicklung der richtigen Strategie für Ihren Unternehmensverkauf brauchen Sie auch einen Unternehmensberater an Ihrer Seite.

Am besten eignet sich dafür gleich der Steuerberater, der Ihre Bewertung gemacht hat, wenn er sich darauf spezialisiert hat.

Wenn Ihr Steuerberater nicht auf den Verkauf von Unternehmensteilen spezialisiert ist, sollten Sie sich lieber noch einen Unternehmensberater extra ins Team holen.

Ihr Berater in Unternehmensangelegenheiten muss besonnen und erfahren sein – Egal, ob nun Steuer- und Unternehmensberater dieselbe Person sind, oder nicht. Außerdem soll er ein breites (internationales) Netzwerk zur Verfügung stellen können.

Berater Nr. 3: Der Rechtsanwalt

Nicht immer ist der juristisch optimale Weg auch der tatsächlich optimale Weg.

Aber ein spezialisierter Jurist ist notwendig, damit er für Sie beim Unternehmensverkauf einen ordentlichen Kauf- und Gesellschaftsvertrag aufsetzt.

Die wenigsten Rechtsanwälte nehmen beim Unternehmensverkauf beratende Funktionen ein, die über die Vertragserrichtung hinaus gehen. Für alles weitere brauchen Sie wieder Ihren Steuer- und/oder Unternehmensberater.

Dieser liefert Ihnen als Unternehmer das praktische Gegengewicht zur eher formellen Beratung des Rechtsanwalts.

Der richtige Steuer- und/oder Unternehmensberater für Ihren Unternehmensverkauf versteht die juristische Theorie hinter der Angelegenheit und lässt diese in seine Beratung einfließen.

Durch sein Wissen kann für Sie eine Lösung entwickelt werden, die positiv für Ihren Unternehmensverkauf ist. Ihr Rechtsanwalt kann auf dieser Basis dann in einen passenden Kauf- und Gesellschaftsvertrag errichten.

Berater Nr. 4: Der Notar

Der Notar nimmt beim Verkauf Ihres Unternehmens keine beratende Funktion ein. Ich möchte ihn hier aber nennen, weil er ein wichtiger Teil des Verkaufsprozesses ist.

Er beglaubigt nämlich die Rechtsgültigkeit des Gesellschafts- und Kaufvertrags – die Ihr Steuerberater, Ihr Unternehmensberater und Ihr Rechtsanwalt in Zusammenarbeit für Sie verfasst haben.

Fazit: Teamarbeit sichert optimalen Verkaufswert

Sie glauben, ein Unternehmer müsste wissen, worauf es beim Unternehmensverkauf ankommt?

Das muss er nur, wenn er sich darauf spezialisiert hat.

In allen anderen Fällen ist es im Gegenteil sehr ratsam sich Unterstützung von Profis zu holen.

Damit sich für Sie die Sache auch noch vereinfacht, suchen Sie sich am besten einen Steuerberater, der gleichzeitig Unternehmensberater ist und sich im Gesellschaftsrecht auskennt.

Wenn Sie sich genauer zum Thema Beratung beim Unternehmensverkauf informieren möchten, oder eine ausführliche Beratung dazu benötigen, so können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: (c) Elnur – stock.adobe.com

Scanner digitale Buchhaltung

Digitale Buchführung: So fangen Sie an

Träumen Sie als Unternehmer auch manchmal auch von der papierlosen Buchführung? Sie wissen aber nicht wo beginnen?

Der erste Schritt bei der Erfüllung dieses Traums liegt in der Anschaffung eines passenden Scanners. Er bildet die Grundlage für Ihre digitalisierte Buchführung.

Für meine Mandanten (und für mich selbst), habe ich mich auf die Digitalisierung spezialisiert. Meine Kanzlei ist seit Mai 2014 sogar zu 100% papierfrei. Nicht einmal mehr Notizen müssen auf Zettel geschrieben werden.

Auch ich habe irgendwann von Null beginnen müssen. Darum weiß ich aber heute, worauf es ankommt.

Bei der Umstellung auf die digitalisierte Buchhaltung gibt es einiges zu beachten. Worauf Sie speziell bei der Auswahl der richtigen Hardware (des Scanners) aufpassen sollten, habe ich in diesem Blogbeitrag für Sie zusammengefasst.

Das macht einen richtig guten Scanner für die digitale Ablage Ihrer Belege aus

Sie können prinzipiell jeden beliebigen Scanner für Ihre Belege verwenden. Damit Sie aber lange gut damit arbeiten können, sollte er bestimmte Anforderungen erfüllen.

Das sollte der Scanner für die Digitalisierung Ihrer Buchhaltung können:

  • Unkomplizierte Bedienung
  • Beide Seiten eines Papiers scannen (in Fachkreisen auch Duplex-Scan)
  • Schnelles scannen
  • Verschiedene Papierstärken einziehen
  • Verschiedene Beleggrößen einziehen und erkennen
  • Dokumente auch ohne Dateinamen erfassen
  • Schwarz/weiß- und Farb-Scan

Ich persönlich kann zum Beispiel den FuJiTSU ScanSnap IX500 sehr empfehlen. Mit ca. 400 € ist er nicht sehr teuer, erfüllt aber alle Anforderungen, um die Digitalisierung Ihrer Buchhaltung durchzuführen.

Können Sie die Digitalisierung Ihrer Buchführung auch ohne eigenen Scanner machen?

Sie sind sich nicht ganz sicher, welcher Scanner es werden soll? Trotzdem möchten Sie mit der Digitalisierung Ihrer Buchhaltung loslegen?

Sie müssen keine Zeit verlieren: Beauftragen Sie einen externen Buchhaltungshelfer. Sie gewähren ihm Zugang zu Ihrem Cloudsystem (Keine Angst, was das ist, erkläre ich gleich etwas später) und müssen nicht noch länger warten, um die Digitalisierung Ihrer Buchführung anzugehen.

Diesem externen Buchführungshelfer schicken Sie alle Rechnungen, Belege etc. und er scannt sie für Sie ein. Jetzt kommt das oben erwähnte Cloudsystem ins Spiel. Es ermöglicht den Datenaustausch zwischen Ihnen und Ihrem externen Dienstleister.

Sobald er die Belege eingescannt hat, werden diese automatisch (nur) für Sie im Internet verfügbar gemacht. Diese Ablage reicht für jeden Finanzprüfer heutzutage aus. Und Sie haben keinen Papiermüll mehr in Ihrem Archiv und Ihrem Büro.

Fazit: Warum Sie gleich mit der Digitalisierung Ihrer Buchführung anfangen sollten

Egal ob nun mit eigenem Scanner, oder nicht – Sie sollten den ganzen Weg zur digitalisierten Buchführung gehen. Denn so können Sie als Unternehmer richtig sparen:

  • Keine Archivierungskosten mehr
  • Keine Aufbewahrungskosten mehr
  • Keine lange Belegsuche mehr (spart Zeit)

Achtung: Für die rechtsgültige digitalisierte Buchführung reicht der Scanner allein nicht aus. Sie brauchen zusätzlich ein Buchführungsprogramm und ein Cloudsystem. Darin können Sie Ihre Belege sortieren, ablegen und Buchungen durchführen.

Weitere Erklärungen dazu finden Sie auch in meinen Erklärvideo: Was ist digitale Buchhaltung?

Sollten Sie noch genauer wissen wollen, wie Sie die digitale Transformation Ihrer Buchhaltung durchführen oder Beratung benötigen, können Sie mich jederzeit in meiern Steuerberatungskanzlei in Hamburg via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: (c) Elnur  – stock.adobe.com

Gewerbesteuer bundesweit

Gewerbesteuer bundesweit: Welches Bundesland bezahlt am wenigsten?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum es in den verschiedenen deutschen Bundesländern unterschiedlich hohe Gewerbesteuersätze gibt?

Die Differenzen ergeben sich nicht auf Landes- oder Bundesebene, sondern die Gemeinden setzen selbst die Höhe ihrer Gewerbesteuer – genauer gesagt, ihrer Gewerbesteuerhebesätze – fest. Das gilt übrigens auch für Kommunen.

Durch die unterschiedlichen Gewerbesteuerhebesätze ergeben sich dann unterschiedliche Durchschnittswerte im Gesamtvergleich der einzelnen Bundesländer.

Bundeseinheitlich ist nur der Gewerbesteuermessbetrag vorgeschrieben. Er liegt bei 3,5% und wird auf Ihren Gewerbeertrag (= Gewinn) ab 24.500 € berechnet. Er ist die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer Ihres Unternehmens, egal in welchem deutschen Bundesland.

Gewinne (-24.500 €) x 3,5% = Gewerbesteuermessbetrag

Verwechseln Sie den Gewerbesteuermessbetrag nicht mit der Höhe Ihrer Gewerbesteuer selbst. Um den tatsächlichen Steuerbetrag für Ihr Unternehmen zu bestimmen, müssen Sie noch den Gewerbesteuermessbetrag mit dem entsprechenden Hebesatz multiplizieren.

Gewerbesteuermessbetrag x Gewerbesteuerhebesatz = Steuerlast

Der Gewerbesteuerhebesatz ist eben genau der Faktor, der von den Gemeinden und Kommunen selbst bestimmt wird.

So viel zum Grundlegenden. Im folgenden Artikel erkläre ich leicht verständlich, warum die Gewerbesteuer so wichtig für die Gemeinden und Kommunen ist – Und was Sie als Unternehmer damit zu tun haben.

Was bringt die Gewerbesteuer für Ihren Firmenstandort?

Vielen Unternehmern ist das vielleicht nicht klar, aber mit der Leistung Ihrer Gewerbesteuer, stärken Sie Ihren Unternehmensstandort.

Sie fragen sich wie das geht? Oder

  1. Warum Sie als Unternehmer Gewerbesteuer zahlen müssen?
    Mit Ihrem Unternehmen sind Sie Teil der Infrastruktur an Ihrem Gewerbestandort. Mit dem Betrieb Ihres Unternehmens belasten Sie diese aber auch.
    Die Gewerbesteuer kann als Ihr Anteil am Erhalt und der Verbesserung der Infrastruktur Ihres Gewerbestandortes gesehen werden.
  2. Wovon die Gewerbesteuer berechnet wird und wer sie bekommt?
    Die Gewerbesteuer ist die Steuer, die Sie auf gewerbliche Einkünfte bezahlen müssen.
    Erhoben wird die Gewerbesteuer von der Gemeinde oder Kommune, in der Ihr Unternehmen seinen Standort hat.
    Wenn Sie Gewerbe an unterschiedlichen Standorten in verschiedenen Gemeinden betreiben, wird die Steuerlast aufgeteilt.
  3. Wie hoch die Gewerbesteuer ist?
    Sie kann unterschiedlich hoch ausfallen. Abhängig von der Gemeinde oder Kommune, in der sich Ihr Unternehmensstandort befindet, kann Sie zwischen 200% und 490% vom Gewerbesteuermessbetrag ausmachen.
    Also zwischen dem 2-fachen des Gewerbesteuermessbetrags (was das Minimum ist), bis zum 4,9-fachen (wie zum Beispiel in Bayern).
    Wenn Sie ein Einzelunternehmer sind oder Anteile an einer Personengesellschaften halten, können sich sogar über einen Freibetrag von 24.500€ freuen. Anteilshalter von Kapitalgesellschaften können das nicht.

So stärkt Ihr Unternehmen die Gemeinde Ihres Gewerbestandortes

Warum ist die Gewerbesteuer so wichtig für die Gemeinde, in der sich Ihr Unternehmen niedergelassen hat?

Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahmequelle für Gemeinden und Kommunen. Sie fließt ihnen unmittelbar zu. Viele andere Steuern fließen erst dem Bund oder Land zu und können die Gemeinden und Kommunen nur über den Länderlastenausgleich erreichen.

Der Länderlastenausgleich – oder auch Länderfinanzausgleich – hat das Ziel, in allen deutschen Bundesländern die gleichen Lebensverhältnisse herzustellen. Das gelingt, indem alle Einnahmen von Bund und Ländern so aufgeteilt werden, dass die einzelnen Bundesländer alle annähernd die gleichen Mittel zur Verfügung haben.

Die Gewerbesteuer ist ausgenommen vom Landeslastenausgleich – Das heißt, die Gemeinde kann die Einnahmen direkt zu Gunsten seiner Bewohner verwenden.

Anhand eines Beispiels möchte ich Ihnen erklären, wie Ihre Gewerbesteuer die Gemeinden unterstützt:

Kenne Sie das kleine Dorf Wacken?

Früher waren dort ein paar Einzelhändler ansässig und ein Restaurant. Alles in allem war es ein eher weniger aufregendes Dörfchen.

Vor ein paar Jahrzehnten hat der Bürgermeister zugestimmt, ein Heavy-Metal-Festival in Wacken zu veranstalten.

Was damals noch keiner wissen konnte: Heute ist das Festival weltweit bekannt und lockt jährlich etwa 75.000 Besucher nach Wacken.

Was bedeutet das gewerbesteuerrechtlich für Wacken?

Von den Festival-Einnahmen müssen die Veranstalter unter anderem auch Gewerbesteuer direkt an die Gemeinde bezahlen. Mehr Gewerbesteuer für Wacken heißt, mehr Einnahmen für die Gemeinde. Diese Einnahmen kommen direkt den Bürgern zugute. So konnte der Bürgermeister zum Beispiel ein neues Schwimmbad für das Dorf bauen.

Über den Länderlastenausgleich wäre Wacken nie an genügend Geld für solche Verbesserungen gekommen.

Waren Sie schon einmal auf der Suche nach einer Gewerbesteuer-Oase in Deutschland?

Haben Sie eine gefunden?

Es ist nicht abwegig, wenn Sie als Unternehmer annehmen, dass sich so etwas wie Gewerbesteuer-Oasen in Deutschland gebildet haben, da alle Gemeinden und Kommunen selbst die Gewerbesteuerhebesätze bestimmen.

Es liegt nahe zu glauben, dass Steueroasen für die Gewerbesteuer eigentlich dort entstehen müssten, wo die Gewerbesteuer am geringsten ist.

Hier schlägt aber wieder der Gewerbesteuermindestsatz von 200% zu, der vom Bund vorgeschrieben wird. Somit ist es gleich, an welchem Gewerbestandort in Deutschland Sie Ihr Unternehmen eröffnen, Sie müssen mindestens das doppelte des Gewerbesteuerbemessungsbetrags bezahlen.

Überblick der Gewerbesteuerhebesätze nach Bundesländern (2010):

  • Baden-Württemberg: 390%
  • Bayern: 368%
  • Berlin: 410 %
  • Brandenburg: 309%
  • Bremen: 434%
  • Hamburg: 470%
  • Hessen: 391%
  • Mecklenburg-Vorpommern: 345%
  • Niedersachsen: 383%
  • Nordrhein-Westfalen: 436%
  • Rheinland-Pfalz: 367%
  • Saarland: 408%
  • Sachsen: 412%
  • Sachsen-Anhalt: 350%
  • Schleswig-Holstein: 347%
  • Thüringen: 349%

Quelle: Wikipedia.org (am 14.02.19)

Es gibt in Deutschland durchaus Ortschaften in denen sehr geringe Gewerbesteuersätze vorgeschrieben werden. Diese befinden sich aber dann meist in gewerbetechnisch ungünstigen Lagen.

Was bringt es also Ihrem Unternehmen, wenn Sie zwar wenig Gewerbesteuer zahlen, aber dafür einen unattraktiven Standort haben?

Fazit: Gewerbesteuer zahlen bringt auch Ihrem Unternehmen Vorteile

Sehen Sie die Gewerbesteuer nicht als Last, sondern eher als Ihren Beitrag am Erhalt Ihres Unternehmensstandortes.

Mir Ihrem Gewerbesteuer-Beitrag stützen Sie die Gemeinde, in der sich Ihr Unternehmen befindet. Umgekehrt ist eine wirtschaftlich stabile Gemeinde ein idealer Unternehmensstandort.

Sollten Sie noch weitere Fragen zum Thema Gewerbesteuer haben oder Beratung benötigen, können Sie mich jederzeit in meiern Steuerberatungskanzlei in Hamburg via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

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Unternehmensbewertung Teil 4

Videoerklärung: Wie bewertet man Unternehmen mit Verlusten?

In den Teilen 1-3 meiner Videoserie über die Unternehmensbewertung, habe ich ausschließlich über Gewinne gesprochen. Ich habe erklärt, wie die Berechnung Ihres Unternehmenswertes mit dem Ertragswert funktioniert.

Doch stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen macht Verluste. Ist es dann nichts wert?

Nein. Es hat mindestens noch seinen Substanzwert oder den Wert aus dem Liquidationserlös.

Was bedeutet das für Ihre Unternehmensbewertung?

Das heißt, für die Berechnungen würden wir die Wirtschaftsgüter, die veräußerbar sind, zum Veräußerungspreis ansetzen. Daraus leiten wir den Mindestwert des Unternehmens ab.

Sie wollen genauer wissen, wie Sie ein Unternehmen mit Verlusten bewerten können? Dafür habe ich Ihnen folgendes Erklärvideo aufgenommen.

Ich würde mich freuen, wenn wir das bei einem persönlichen Gespräch in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg genauer ausführen.

Sie können mich gerne via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Tomas Breit

Foto: Youtube Screenshot (14.02.19)

Vorteile E-Rechnung

Erleichterung im Büroalltag: Wie Sie mit der E-Rechnung Zeit, Mühe und Geld sparen

Haben Sie schon einmal überlegt in Ihrem Unternehmen auf die elektronische Rechnung (kurz: E-Rechnung) umzustellen?

Oder haben Sie Angst vor dem Unbekannten?

Müssen Sie nicht haben, denn die E-Rechnung ist leicht zu installieren und bringt Ihrem Unternehmen nur Vorteile. Sie können damit Zeit, Mühe und Geld sparen und entlasten dabei auch noch die Umwelt.

Die E-Rechnung ist im Grunde gleich wie eine geläufige Papierrechnung. Der Unterschied ist nur, dass sie in elektronischem Format erstellt, übertragen und empfangen wird. Sie ist auch ohne (elektronische) Signatur gültig. Umsatzsteuerrechtlich sind Papier- und E-Rechnung mittlerweile gleichgestellt.

Wenn Sie weiterlesen, verrate ich Ihnen im Detail, was die E-Rechnung Ihrem Unternehmen bringt und worauf Sie bei der Umstellung achten müssen.

So sichern Sie sich und Ihre E-Rechnung ab

Ihnen sollte bewusst sein, dass Sie als Unternehmer dafür verantwortliche sind, die E-Rechnung mit einem IT-System sicher zu verwahren. Das Gesetz schreibt Ihnen vor, die E-Rechnung vor Verlust oder unberechtigter Eingabe zu schützen.

Unabhängig von Programmen, mit denen Sie die die Rechnung erstellen, sind Sie als Unternehmer dem Finanzamt gegenüber verantwortlich, die Echtheit und Unveränderbarkeit Ihrer Rechnungen nachzuweisen – auch bei elektronischen Rechnungen.

Das ist bei digitalen Belegen aber nur durch gewisse Programme leicht möglich. Im Idealfall installieren Sie gleich in internes Kontrollsystem (IKS) mit einem digitalen Tax CMS (mehr Infos, hier klicken).

Im Grunde wird dabei nicht buchstäblich bewiesen, dass Ihre Belege echt sind, aber es kehrt sich die Beweislast um. Das Finanzamt muss im Zweifelsfall (bei einer Steuerprüfung) dann Ihnen beweisen, dass eine Rechnung nicht echt ist.

Die Vorteile eines Tax CMS habe ich für Sie in einem anderen Blogbeitrag ausführlicher beschrieben. Sie sollten sich auch über die weiteren Vorteile dieser Digitalisierungsmaßnahme ein Bild machen: So schützt die Digitalisierung Unternehmer vor Vorwürfen der Steuerhinterziehung.

Welche Umstellung bringt die E-Rechnung genau?

Konkret: Hier auf einen Blick die Vorteile einer Umstellung auf die E-Rechnung für Ihr Unternehmen

  1. Zentraler Zugang:
    Die E-Rechnungen werden im eigenen Netzwerk gespeichert. So können Ihre zuständigen Mitarbeiter oder auch Ihr digitales Buchführungssystem einfach darauf zugreifen.
  2. Kostenersparnis:
    Da Sie die E-Rechnung nicht mehr ausdrucken müssen, sparen Sie bares Geld bei Drucker, Toner, Papier, Kuverts und Versandkosten.
  3. Kein Ausdrucken mehr:
    Diesen Punkt streiche ich extra noch einmal heraus, weil Sie dabei nicht nur Ihre Firmenkonto entlasten, sondern auch die Umwelt.
    Selbst wenn der Empfänger Ihre E-Rechnung nicht empfangen kann, müssen Sie diese nur mehr einmal ausdrucken und per Post verschicken. Die Kopie für sich selbst und eine weitere für Ihr Mahnwesen ersparen Sie sich. Die Rechnung ist sicher in Ihrem Netzwerk archiviert.
  4. Prozessbeschleunigung:
    Verschiedene Arbeitsbereiche Ihrer Buchhaltung werden durch die E-Rechnung optimiert. Egal ob mit oder ohne digitale Buchführung sparen Sie so Zeit und Arbeitsaufwand bei Rechnungsausgang, Mahnlauf und Archivierung.
  5. Offene-Posten-Liste (=OPOS-Liste):
    Wenn Sie die E-Rechnung gleich in einem bestehenden Buchführungsprogramm einrichten könnten, wäre das optimal. Dieses kann dann die Ausgangsrechnungen automatisch speichern, auflisten und bei den Buchungen berücksichtigen. In weiterer Folge können Sie dann auch gleich Ihr Mahnwesen automatisieren und sich so noch mehr Zeit und Geld sparen.
  6. Zeitersparnis:
    Aus all diesen Vorteilen ergibt sich für Sie und Ihre Mitarbeiter eine enorme Zeitersparnis. Was zuvor einige Stunden gedauert hat, können Sie jetzt in wenigen Sekunden erledigen.

Die E-Rechnung folgt den gleichen Vorgaben, wie die Papierrechnung. Sie müssen nichts extra beachten. Es ändert sich nur das Medium, die Richtlinien bleiben aber die gleichen.

Welcher Aufwand erwartet Sie bei der Umstellung?

Am einfachsten ist die Umstellung auf die E-Rechnung, wenn Sie schon eine digitale Buchführung haben. Dann müssen nur die Stammdaten entsprechend eingerichtet werden.

Aber auch wenn Sie keine digitale Buchführung haben, ist die E-Rechnung rasch umgesetzt. Sie müssen dann einfach nur ein entsprechendes Rechnungsformular auf Ihrem Computer erstellen und abspeichern.

In beiden Fällen werden Sie in der Regel nicht mehr als eine Stunde Arbeitszeit benötigen.

Besser wäre es aber die E-Rechnung gleich mit einem entsprechenden Buchführungsprogramm einzuführen. So muss das Rechnungsformular nur einmal angelegt werden und Sie können die Erstellung, Aussendung und Archivierung Ihrer Rechnungen einfach auf Knopfdruck erledigen. Kurz gesagt, die Vorteile der E-Rechnung noch besser ausnutzen.

Fazit: Nutzen Sie die E-Rechnung gleich für eine Modernisierung Ihrer Buchhaltung

Sie sehen also, die Umstellung auf die E-Rechnung bringt Ihnen und Ihrem Unternehmen nur Vorteile. Arbeitsprozesse vereinfachen sich und Sie sparen sich und Ihrem Unternehmen viel Zeit und Geld.

Übrigens, mit der Umstellung auf die E-Rechnung könnten Sie auch gleich 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  1. E-Rechnung einstellen
  2. Digitale Buchführung einstellen
  3. Internes Kontrollsystem einstellen und/oder auf den neuesten Stand bringen

Verfallen Sie nicht dem Trugschluss, dass Sie dann extra wegen der E-Rechnung ein internes Kontrollsystem einrichten müssten. Denn seit 2014 muss ohnehin jedes Unternehmen in Deutschland ein internes Kontrollsystem haben.

Falls Sie sich mit dem Thema noch nicht so intensiv auseinandergesetzt haben, empfehle ich Ihnen folgendes Erklärvideo:

Die Umstellung müssen Sie natürlich nicht alleine machen. Um alle Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen, empfehle ich Ihnen einen Termin bei Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu machen. Dieser kann Ihnen Auskunft geben und Ihnen bei der Umsetzung behilflich sein.

Wenn Sie mehr über die E-Rechnung und ihre Vorteile erfahren wollen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: (c) pathdoc – stock.adobe.com

3 Vorurteile Digitalisierung

Die 3 häufigsten Vorurteile gegen die Buchhaltungs-Digitalisierung

Haben Sie als Unternehmer Vorurteile gegenüber der Digitalisierung Ihrer Buchhaltung?

Da sind Sie nicht der einzige. Immer wieder kommen Kunden mit den verschiedensten Vorurteilen zur Digitalisierung auf mich zu, da es eines meiner Spezialgebiete ist.

Die Digitalisierung der Steuerangelegenheiten ist eine spannende Angelegenheit und sollte keinem Unternehmer Kopfzerbrechen bereiten.

Im Gegenteil können Sie zum Beispiel aus der Digitalisierung Ihrer Buchhaltung sehr viele Vorteile für Ihr Unternehmen nutzen – das zeige ich Ihnen mit diesem Blogartikel.

Außerdem werde ich für Sie 3 der häufigsten Vorurteile von Unternehmern zum Thema Buchhaltungs-Digitalisierung ausräumen.

Vorurteil Nr. 1: Die Buchhaltungs-Digitalisierung kostet zu viel

Viele meiner Kunden machen sich Gedanken um die Kosten der Digitalisierung ihrer Unternehmens-Buchhaltung. Die meisten haben die Sorge, dass eine digitale Buchhaltung mehr kostet als sie bringt.

In der Realität sieht es so aus, dass meine Kunden nach Einrichtung der digitalen Buchhaltung sogar noch Kosten einsparen.

Sie sparen bares Geld bei

  • Personalkosten im Verwaltungsbereich
  • Aufbewahrungskosten

Wenn Sie die Buchhaltung dann vollständig in Ihr Unternehmen übernommen haben, gibt es für Sie personaltechnisch 2 Möglichkeiten:

  1. Die Buchführung bleibt bei Ihnen im Unternehmen:
    Ihr Mitarbeiter braucht dafür nicht einmal eine spezielle Ausbildung im Bereich Buchhaltung. Sie müssen nicht extra jemanden anstellen. Ihr Mitarbeiter muss aber gut auf das neue System eingeschult werden.
  2. Sie geben die Buchführung an einen externen Buchführungshelfer ab:
    Dieser externe Helfer müsste dann zu Ihnen ins Unternehmen kommen und Ihre Buchhaltung vor Ort einrichten. In der Regel sollte er alles weitere von seinem Büro aus erledigen können, rechnen Sie hier mit 65€-85€ netto pro Stunde. Allerdings ist nach der Digitalisierung der Buchhaltungsaufwand nicht mehr sehr hoch, weswegen sich hier Ihre Gesamtkosten massiv verringern würden.
    Durch die digitale Buchhaltung wird Ihr Aufwand in beiden Fällen stark reduziert, wodurch auch automatisch Ihre Kosten sinken werden. Sie können mit einer Zeitersparnis bis zu 70% rechnen, wenn Sie es richtig angehen.

Vorurteil Nr. 2: Die Buchhaltungs-Digitalisierung ist zu aufwendig

Glauben Sie auch, dass der Aufwand der Buchführungsdigitalisierung in einem negativen Verhältnis zu Ihrem Nutzen steht?

Ich kann Ihnen versichern, dass Ihren Mitarbeitern im Zuge der Digitalisierung kein Mehraufwand entsteht. Im Gegenteil werden wir Ihren Mitarbeitern in der Buchhaltung die Arbeit durch die Digitalisierung erleichtern.

Auch in der Phase der Umstellung brauchen Ihre Mitarbeiter mit keinen Hindernissen zu rechnen, da die Umsetzung parallel zu Ihrer aktuellen Buchhaltung gemacht wird.

Mittlerweile ist meine Steuerberatungskanzlei in Hamburg so weit, dass wir die Einrichtung Ihrer digitalen Buchführung in etwa einem Tag erledigen können.

In 4 Schritten, richten wir die digitale Buchhaltung in Ihrem Unternehmen ein:

  1. Scanner aufstellen und installieren
  2. Ablageordner auf Ihrer Festplatte einrichten (als Sammel-Zwischenspeicher)
  3. Cloud im Unternehmensportal einrichten (Dauer: 24 Stunden)
  4. Bank spielt Ihre Daten direkt ins Buchungssystem ein

Je nach Aufwand begleiten wir Sie dann noch zwischen 3 und 12 Monaten. Der Zeitpunkt der vollständigen Übergabe hängt von der Komplexität Ihrer Stammdaten ab.

Vorurteil Nr. 3: Durch die Digitalisierung verliert das Unternehmen seine traditionellen Werte

Wenn Sie dieses Vorurteil auch teilen, muss ich Ihnen ein Stück weit Recht geben:

Es werden sicher bestimmte traditionelle Tätigkeiten im Betrieb früher oder später durch die Digitalisierung wegfallen. Das bedeutet aber nicht, dass dadurch gleich alle traditionellen Werte (in Bezug auf Ihre Unternehmens-Philosophie) über den Haufen geworfen werden.

Doch haben Sie schon einmal daran gedacht, dass die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen auch neue Arbeitsfelder entstehen lassen kann, in denen Ihre Mitarbeiter dann gebraucht werden?

Speziell auf die digitale Buchhaltung bezogen bedeutet das, dass Ihre Mitarbeiter durch die Umstellung nicht mehr Stunden mit dem Kontieren und Eintragen von Belegen und Rechnungen verbringen müssen. Dadurch haben sie Zeit auch noch andere produktive Aufgaben zu übernehmen.

Sie und Ihre Mitarbeiter sollten mit dem Geist der Zeit gehen und die Digitalisierung für Ihr Unternehmen nutzen, statt sie zu verteufeln.

So werden Sie lange am Markt überleben und können Ihre traditionellen Unternehmenswerte, also Ihre Firmenphilosophie, am Leben erhalten.

Fazit: Analoge Buchhaltung verschwendet Ihre Zeit und Ihr Geld

Sie möchten nicht noch länger unnötige Zeit mit analoger Buchführung verschwenden?

Dann wird es Zeit, dass Sie Ihre Vorurteile über Bord werfen und die Digitalisierung Ihrer Buchhaltung anpacken. Sie werden sehen, dass die Umstellung Ihrem Unternehmen auf lange Sicht mehr bringt, als sie kostet.

In meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg betreue ich regelmäßig Unternehmen, die bereit sind den Schritt zur Digitalisierung zu wagen. Ich begleite die Unternehmen in allen Phasen und zeige genau, wie sie mit dem neuen System im Arbeitsalltag gut zurechtkommen.

Sollten Sie als Unternehmer noch Fragen zu Ihrer Buchhaltungs-Digitalisierung haben, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

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Erklaerungsvideo Unternehmensbewertung Teil 3

Video-Erklärung: Welches Verfahren zur Unternehmensbewertung ist das richtige für mich?

Wussten Sie, dass es bei der Unternehmensbewertung nicht nur ein einzelnes Verfahren gibt?

In meinen ersten beiden Beiträgen Video-Erklärung: Wie Sie Ihren Unternehmenswert berechnen und Video-Erklärung: Unternehmenswert berechnen mit dem Capital Asset Pricing Model habe ich das Ertragswerteverfahren angewendet. Dabei wurde der Gewinn mit dem Ertrag mal einem Multiplikator berechnet. Weitere ähnliche Verfahren wären zum Beispiel das „Discounted Cashflow Verfahren“ und das „Kurs-Gewinn-Verhältnis“.

Alle Verfahren führen Sie entweder zu einem höheren oder niedrigeren Ergebnis. Das Spannende daran ist: Alle Verfahren sind richtig.

Woher wissen Sie, wann Sie welches Verfahren anwenden können?

Zuerst muss der Bewertungsanlass klar sein. Pro Bewertungsanlass verwenden Sie in der Regel ein bestimmtes Verfahren. Die Basis dafür bildet jedoch immer das Ertragswerteverfahren. Alle Weiteren stellen lediglich eine Modifizierung dessen dar.

Für Erfahrene bietet sich auch die Möglichkeit mit den unterschiedlichen Verfahren zu spielen. Dabei kommt es darauf an, welches Ergebnis Sie letztendlich benötigen.

Damit Sie nicht zu mehreren Ergebnissen kommen, sagt Ihnen das Steuerrecht: „Bei mir sind Sie immer Ertrag multipliziert mit 13,56“.

In meiner Video-Erklärung habe ich für Sie diesen Beitrag noch einmal verständlich zusammengefasst:

Sie möchten mehr Infos dazu, mit welchem Verfahren Sie Ihr Unternehmen am besten bewerten?

Bei weiteren Beratungsbedarf bezüglich Strategien oder zum Auflösen oder Eingehen einer Partnerschaft, würde ich mich sehr über ein gemeinsames Gespräch freuen! Als Steuerberater in Hamburg habe ich mich auf diese Themen spezialisiert.

Sie können mich gerne via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Tomas Breit

Foto: Screenshot youtube.com (23.01.2019)

Erbschaftssteuer sparen

Erbschaftssteuer sparen: Wie Sie Ihrem Nachfolger den Weg ebnen können

Welcher Unternehmer wünscht sich nicht, dass vielleicht einmal eines der eigenen Kinder den Betrieb übernimmt?

Damit Ihr Nachkomme ohne unnötig hohe Steuerlast in Ihre unternehmerischen Fußstapfen treten kann, sollten Sie rechtzeitig an die Planung Ihrer Nachfolge denken.

Die meisten Angelegenheiten müssen schon im Vorfeld geregelt werden. Ihre Erben verlieren sonst bares Geld.

In diesem Blogbeitrag verrate ich Ihnen, in welchen Bereichen Sie Ihrem Erben die Erbschaftssteuer aus dem Weg räumen können.

Erbschaftssteuer ist nicht gleich Einkommensteuer

Bevor ich Ihnen verrate, wie Sie Ihrem Nachfolger helfen können Erbschaftssteuer zu sparen, sollten wir eine Verständnisfrage klären:

Wissen Sie, dass die Erbschaftssteuer nicht nach den gleichen Kriterien bemessen wird, wie die Einkommensteuer?

Hier gilt für Sie als Unternehmer:

Alles, was körper- oder einkommensteuerlich als Betriebsvermögen definiert ist, ist nicht gleich Betriebsvermögen im erbschaftssteuerlichen Sinn. Hier sprechen wir von so genanntem begünstigtem Vermögen und darauf wird eventuell keine Erbschaftssteuer erhoben. Nämlich dann, wenn es unter den extrem hohen sachlichen Freibetrag liegt.

Dazu gleich mehr, aber zuerst muss ich Ihnen erklären, was unter begünstigtes Vermögen fallen kann.

Begünstigtes Vermögen ist alles, was für die Erzielung Ihrer Umsätze im Unternehmen notwendig ist. Genauer gesagt: Der Wert, der sich aus dem Nutzen von Betriebsstätte, Mitarbeitern, Produktionsmaschinen usw. ergibt.

Das heißt, nicht ihr gesamtes in der Bilanz abgebildetes Vermögen ist per Se erbschaftsteuerlich begünstigtes Vermögen. Diese muss ermittelt werden.

Soweit Sie begünstigtes Vermögen haben, werden davon nur 0% (auf Antrag) bis 15% (Regel-Freibetrag) als Vermögenszuwachs genommen.

Der nicht als begünstigtes Vermögen ermittelte Teil ist nicht begünstigt und wird ungeschmälert als geerbt oder geschenkt angesehen.

Ist der Wert des nach Abzug des sachlichen Freibetrags für begünstigtes Vermögen zuzüglich des Werts des nicht-begünstigten Vermögens mehr als die persönlichen Freibeträge, fällt die Erbschaftssteuer an, obwohl Sie einkommen- oder körperschaftssteuerliches Betriebsvermögen haben.

Wie Sie die Steuerlast für Ihren Erben verringern

Um die Steuerlast für Ihren Unternehmenserben so gering wie möglich zu halten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Wichtig ist: Diese Dinge müssen Sie rechtzeitig erledigen.

1. Unternehmensoptimierung

Ein Weg Ihrem Nachkommen beim Steuern sparen zu helfen, ist die Optimierung Ihrer Vermögenswerte.

Angenommen Sie haben zu Lebzeiten eine größere Summe in eine Kunstsammlung investiert. Vermögensgegenstände wie Kunstwerke sind von der Erbschaftssteuer nicht begünstigt. Wenn Sie aber eine Gesellschaft als Museum gründen würden, wäre diese begünstigt.

Das müssten Sie allerdings vor Ihrem Todesfall erledigen. Im Nachhinein können Ihre Erben keine Optimierung mehr vornehmen.

Wenn Sie rechtzeitig daran denken, können Sie solche Optimierungen in vielen Vermögensbereichen Ihres Unternehmens vornehmen.

2. Unternehmensumwandlung

Falls Sie Anteile an einer Kapitalgesellschaft vererben, wäre es gut, wenn Sie mindestens 25% der Firmenanteile halten. Denn bei Kapitalgesellschaften gilt: Gesellschaftsanteile von 25% und weniger zählen nie zum begünstigten Betriebsvermögen.

Doch beachten Sie die Sperrfristen. Sie können in Deutschland nicht beliebig oft Ihre Unternehmensform wechseln. Falls Sie in den letzten Jahren die Rechtsform für Ihr Unternehmen verändert haben, müssen Sie je nach Unternehmensart mit Sperrfristen von 3-7 Jahren rechnen.

3. Schenkung

Steuerrechtlich gesehen, ist eine Schenkung ein Erbe zu Lebzeiten. Das deutsche Recht behandelt Schenkungs- und Erbschaftssteuer gleich.

In Bezug auf die persönlichen Steuerfreibeträge sollte Ihnen und Ihrem Nachfolger doch ein wesentlicher Unterschied klar sein:

Den persönlichen Steuerfreibetrag auf die Erbschaftssteuer kann Ihr Nachfolger nur ein einziges Mal erhalten.

Den persönlichen Steuerfreibetrag auf die Schenkungssteuer kann Ihre Nachfolger alle 10 Jahre aufs Neue bekommen.

Je näher Schenker und Beschenkter miteinander verwandt sind, desto höher ist der Freibetrag. So könnten Eheleute einen persönlichen Steuerfreibetrag bis 500.000 € ausnutzen. Kinder und Stiefkinder könnten bei Schenkung alle 10 Jahre einen persönlichen Steuerfreibetrag bis 400.000 € erhalten.

Deswegen wäre es doch eine Überlegung wert, einzelne Teile Ihres Unternehmens „häppchenweise“ schon vor Ihrem Ausscheiden an Ihren Nachfolger zu verschenken.

Fazit: Wenn Sie in Jahrzehnten denken, spart Ihr Erbe am Meisten

Sie wünschen sich, dass Ihr Unternehmen nach Ihrer Zeit noch immer erfolgreich weiterexistiert?

Damit Ihr Unternehmenserbe Ihnen diesen Wunsch erfüllen kann, sollten Sie Ihm noch zu Lebzeiten unter die Arme greifen. Gerade bei der Erbschaftssteuer können Sie gemeinsam Maßnahmen ergreifen, damit diese so gering wie nötig ausfällt.

Das können Sie nur mit einer vernünftigen Nachfolgeplanung gewährleisten.

Sie haben noch weitere Fragen zur Nachfolgeplanung und Erbschaftssteuer? Wie Sie in den verschiedenen Möglichkeiten gelesen haben, sollten Sie Ihr Erbe sogar in Jahrzehnten denken.

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zuzukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

 

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Videoerklaerung Capital Asset Pricing Model

Video-Erklärung: Unternehmenswert berechnen mit dem Capital Asset Pricing Model

Im ersten Beitrag zum Thema Unternehmensbewertung habe ich erklärt, wie Sie die Rendite ganz einfach berechnen können. Ihr Unternehmenswert ist das, was Sie im Umkehrfaktor zu der Renditeerwartung des Investors haben.

Was passiert, wenn die Renditeerwartung ungerecht ausfällt?

Dafür gibt es das Capital Asset Pricing Model (kurz CAPM). Dieses Modell sagt uns, dass die Höhe der Rendite gleich dem Risiko entspricht.

Wie stellen Sie Ihr unternehmensspezifisches Risiko nun fest?

Zur Berechnung gibt es 2 Faktoren, die aus dem CAPM entwickelt werden können. Diese verwenden Sie auch für die Berechnung.

Der Umkehrwert wird dabei wieder als Faktor verwendet und diesen multiplizieren Sie mit dem nachhaltigen Ertrag Ihres Unternehmens. So erhalten Sie Ihren Unternehmenswert.

In meinem Erklärungsvideo habe ich dieses Beispiel für Sie einmal durchgerechnet:

 

Sie möchten mehr zum Thema Unternehmenswert berechnen erfahren?

Gerne stehe ich Ihnen bei sämtlichen Unklarheiten beratend zur Seite! Sie können mich gerne via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: Screenshot youtube.com (23.01.2019)

 

Gefahren bei Betriebsuebernahme

Achtung bei Betriebsübernahme: Sie haften strafrechtlich für illegale Fehltritte Ihres Vorgängers

Möchten Sie als Unternehmer bei der Betriebsübernahme den Kopf hinhalten für illegale Vorkommnisse, die Ihr Vorgänger verbrochen hat?

Natürlich möchten Sie das nicht.

Trotzdem könnte es Ihnen passieren, dass Sie für Fehltritte Ihrer Vorgänger Geld- und sogar Freiheitsstrafen abbüßen müssen, weil Sie bei der Übernahme nicht genau hingesehen haben.

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen klar machen, wie weit sich die Haftungsreichweite bei Betriebsübernahmen über den legalen Horizont hinausbewegen kann. Ich beschreibe, was das für Sie als Unternehmer bedeutet und wie Sie sich schützen können.

Mit dem Betrieb könnten Sie auch eine Straftat mitübernehmen

Bei der Betriebsübernahme treten Sie in die vollumfängliche Haftung (auch gesamtschuldnerische Haftung genannt) Ihres Vorgängers ein.

Hier haben Sie es schon wörtlich: „vollumfänglich“ bedeutet in vollem Ausmaß, ohne Einschränkungen.

Sie haften also auch für betrügerische Handlungen, die vor Ihrer Zeit von anderen begangen wurden.

Im schlimmsten Fall kann Ihnen als Unternehmer daraus Bilanzbetrug und/oder Umsatzsteuerbetrug vorgeworfen werden.

Werden Sie zum Beispiel Geschäftsführer einer GmbH kann das bedeuten, dass Sie auch für Steuervergehen der Gesellschaft geradestehen müssen, die vor Ihrer Zeit entstanden sind!

Für solche Betrugsfälle reicht es beispielsweise schon, wenn Ihr Vorgänger keinen Inventurnachweis geliefert hat. Das kann Bilanzergebnisse verfälschen und Sie strafrechtlich belasten.

So können Sie erkennen, dass Ihr Vorgänger betrügerisch gehandelt hat

Suchen Sie noch vor der Übernahme nach unlogischen Abläufen bei diesen Angaben:

  • Zu hoher Warenbestand
  • Fehlende Inventurnachweise
  • Diffuse Buchhaltung
  • Kein Reporting
  • Keine Geschäftsplanung
  • Späte Abgabe der Steuererklärungen
  • Späte Veröffentlichungen bei GmbH, GmbH & Co KG, AG
  • Andere auffälliger Ertragspositionen (= alles, das den Gewinn beeinflussen kann)

Faustregel:

Für Kostensprünge bei verschiedenen Ertragspositionen – besonders bei Warenwert, Lohnkosten, Mietkosten usw. – muss es eine Erklärung geben. Unnatürliche Sprünge dieser Kosten sollten Sie genauer prüfen (lassen).

Wichtiges Erkennungsmerkmal: Liquidität

Bei Ihnen sollten die Alarmglocken schrillen, wenn die Liquidität des Unternehmens höher ist, als der Gewinn. In so einem Fall könnte Ihr Vorgänger eine unrichtige Steuererklärung abgegeben haben.

Tax CMS kann Ihnen aus der Bredouille helfen:

Ich gehe nun vom schlimmsten Fall aus und Sie haben ein Unternehmen inklusive illegaler Altlasten übernommen. Sie müssen nun für die Vergehen Ihres Vorgängers gerade stehen.

Das Risiko hieraus ein hohes Strafmaß auszufassen, können Sie nur mit einem digitalen Tax CMS minimieren.

Damit beweisen Sie, dass Sie an redlicher Verwaltung und Unternehmensführung festhalten. Für künftige Geschehnisse übt dies sogar eine Schutzfunktion aus.

Falls Sie noch nicht genau wissen, was ein digitales Tax CMS ist: Zum digitalen Tax CMS

Leider hilft Ihnen dieser Tipp nur, wenn Sie vor der Übernahme daran denken.

So haftet Ihr Vorgänger selbst

Falls Sie bei der Unternehmensprüfung Unregelmäßigkeiten entdeckt haben, müssen Sie den früheren Geschäftsführer vor Abschluss vertraglich in die Nachhaftung nehmen.

Nach der Übernahme können Sie ihn nicht mehr dazu zwingen.

Welche Klauseln sollten Sie in den Übernahme- oder Kaufvertrag einbinden?

Die wichtigsten Klauseln habe ich für Sie in diesem Blogbeitrag zusammengefasst: 5 Haftungsrisiken bei der Betriebsübernahme jeder Unternehmer kennen sollte.

Fazit: Unregelmäßigkeiten verraten Ihren Vorgänger

Sie möchten bei der Betriebsübernahme die Haftung für illegale Vorkommnisse Ihres Vorgängers ausschließen?

Dann sollten sie diese erst einmal als solche erkennen. Achten Sie bei der Unternehmensprüfung schon im Vorfeld auf Unregelmäßigkeiten. Sobald Sie diese richtig erkannt haben, sollten Sie Ihre Vorgänger gleich vertraglich in die Nachhaftung nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Beitrag verständlich erklären, wie tiefgreifend die Haftungsrisiken bei einer Betriebsübernahme speziell für Sie als Geschäftsführer sein können. Sollte bei Ihnen eine Betriebsübernahme anstehen, lassen Sie sich gut beraten und prüfen Sie das Unternehmen gründlich.

Sie haben noch weitere Fragen zu diesem Thema?

Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular. In meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg stehe Ich Ihnen gerne beratend zur Seite.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © denissimonov – www.adobestock.com