Auto als Sachwert

Wissen für GmbH Inhaber: Worauf Sie bei Autos achten müssen

Sie haben gerade eine GmbH gegründet und fragen sich, ob Sie Ihr Privatauto an Ihre GmbH übertragen sollen? Können Sie hier irgendwelche Steuervorteile beanspruchen oder handelt es sich dabei um eine “Steuerfalle”, die Sie vermeiden müssen?

Meine kurze Antwort: Bei einer Einbringung des eigenen Autos in die GmbH überwiegen in der Regel die Nachteile.

Warum das so ist, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag.

Außerdem erkläre ich Ihnen, mit welcher Optimierung Sie wirklich sparen und warum Ihr nächster Firmenwagen aus steuerlicher Sicht ein Elektroauto sein sollte.

Dieser Beitrag wurde am 29. Juli 2021 aktualisiert.

Privates Auto in die GmbH einbringen: Warum sollten Sie es vermeiden?

Die Einbringung Ihres Privatvermögens in die GmbH wird mit etwa 50 % versteuert. Sie müssen nämlich Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Abgeltungssteuer und den Solidaritätszuschlag bezahlen.

Aufgrund dieser hohen Besteuerung sollten Sie immer nur das Privatvermögen in Ihre GmbH einbringen, von dem Sie auch wirklich langfristig profitieren.

Nach mehr als 15 Jahren als Steuerberater kann ich Ihnen sagen: Bei einem Auto ist das (bis auf eine einzige Ausnahme) nie der Fall.

GmbH Gründung mit Sachwerten: In dieser Ausnahmesituation kann die Einbringung sinnvoll sein

Bei einer sogenannten Sachgründung können Sie eine GmbH gründen, ohne das benötigte Stammkapital von 25.000 Euro in bar einzahlen zu müssen.

Stattdessen können Sie einen Sachwert (also zum Beispiel Ihr Auto) in die GmbH einbringen.

Aber Achtung: Wenn sich im Insolvenzfall herausstellt, dass Ihr Auto nicht dem in der Bilanz angesetzten Wert entspricht, haften Sie für den Differenzbetrag zwischen Wertansatz und tatsächlichem Verkaufspreis mit Ihrem Privatvermögen.

Das bedeutet: Wenn der Wert Ihres Autos in der Bilanz mit 25.000 Euro angesetzt ist und der Masseverwalter es im Zuge eines Insolvenzverfahrens nur für 15.000 Euro verkaufen kann, haften Sie für den Unterschied von 10.000 Euro persönlich.

Ob Sie Ihr Auto als Sachwert für die Gründung einer GmbH einsetzen, ist deshalb von Ihrer eigenen Risikobereitschaft abhängig.

In welcher Situation eine Sachgründung für Sie empfehlenswert ist, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/wissen-fuer-unternehmer-was-ist-eine-sachgruendung-gefahr-oder-chance/

Steuervorteile beim Firmenwagen-Kauf: Was ist der Investitionsabzugsbetrag?

Der Investitionsabzugsbetrag bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Firmenauto bereits vor dem Kauf zu 60% abzuschreiben:

  • In der sogenannten Planungsphase (höchstens 3 Jahre vor dem Kauf) können Sie 40% der voraussichtlichen Investitionshöhe abschreiben.
  • Wenn Sie das Auto nach diesen 3 Jahren gekauft haben, können Sie weitere 20% des Kaufpreises sofort abschreiben.

Um den Investitionsabzugsbetrag tatsächlich nutzen zu können, müssen Sie sich aber an 2 Regeln halten:

  • Sie müssen das Auto zu mindestens 90% betrieblich nutzen
  • Das Auto muss mindestens 1 Jahr in Ihrem Unternehmen bleiben

Zusätzlich muss ihr Unternehmen eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Ihr Eigenkapital darf nicht mehr als 235.000€ betragen (beim Bilanzieren).
  • Ihr Gewinn darf nicht mehr als 100.000€ betragen (bei einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung).

Firmenauto privat nutzen: Müssen Sie ein Fahrtenbuch führen?

Um den Investitionsabzugsbetrag nutzen zu können, müssen Sie als Geschäftsführer einer GmbH kein Fahrtenbuch führen. Ihr Firmenwagen gilt immer als 100% betriebliches Wirtschaftsgut.

Dasselbe gilt für Firmenwagen Ihrer Mitarbeiter. Auch hier können Sie immer den Investitionsabzugsbetrag beanspruchen, ohne ein Fahrtenbuch führen zu müssen.

Nur als Einzelunternehmer oder Gesellschafter einer Personengesellschaft (KG, oHG oder GbR) müssen Sie mit einem Fahrtenbuch nachweisen, dass Sie das Auto zu mindestens 90% betrieblich nutzen.

Wegen dieser 3 steuerlichen Vorteile sollte Ihr nächster Firmenwagen ein Elektroauto sein

1. Vorteil: Sie erhalten eine Kaufprämie von 9.000 Euro pro Elektroauto

Beim Kauf eines Elektroautos erhalten Sie 6.000 Euro Umweltbonus und eine Innovationsprämie von 3.000 Euro.

Den Antrag können Sie ganz einfach online stellen.

Wichtig: Sie erhalten beide Zahlungen auch, wenn Sie das Fahrzeug leasen.

2. Vorteil: Sie zahlen bis zu 10 Jahre keine KFZ Steuer

Die KFZ Steuer wird anhand des Hubraums und der Emissionswerte des Autos berechnet. Für die drei in Deutschland beliebtesten (Verbrenner)-Dienstwagen müssen Sie hier mit folgenden jährlichen Kosten rechnen:

  • VW Passat: 100 bis 300 Euro (je nach Modell)
  • VW Golf: 100 bis 220 Euro (je nach Modell)
  • Audi A4: 90 bis 300 Euro (je nach Modell)

Bei einem Elektroauto fallen diese Kosten komplett weg.

3. Vorteil: Ihre Mitarbeiter zahlen bei einer privaten Nutzung 75% weniger Steuern

Wenn Ihre Mitarbeiter den Dienstwagen auch privat nutzen, wird bei einem Auto mit Verbrennungsmotor jedes Monat 1% des Kaufpreises zum Gehalt hinzugerechnet und muss somit versteuert werden.

Bei einem Elektroauto werden hingegen nur 0,25% des Kaufpreises zum Gehalt dazugerechnet und versteuert.

Zusätzlich zu diesen steuerlichen Vorteilen profitieren Sie natürlich auch von allen anderen Vorzügen moderner Elektroautos, wie zum Beispiel niedrigen laufenden Kosten.

Fazit: Bei Autos gibt es für GmbH-Inhaber viel steuerliches Sparpotential

Ihr privates Auto in die GmbH einzubringen ist aus steuerlicher Sicht meistens keine gute Idee. Sie müssen diese Einbringung nämlich mit ca. 50% besteuern.

Die viel besseren steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten sind:

  • Sie kaufen über die GmbH einen Firmenwagen und nutzen den Investitionsabzugsbetrag
  • Sie setzen auf ein Elektroauto und sichern sich 9.000 Euro Kaufprämie sowie weitere steuerliche Vorteile

Sie haben nach diesem Beitrag noch weitere Fragen zu Firmenautos? Oder möchten Sie auf den Euro genau wissen, wie Sie beim nächsten Firmenwagen-Kauf dank des Investitionsabzugsbetrags profitieren?

All diese Fragen kann ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch in meiner Steuerkanzlei beantworten.

Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 33 11), E-Mail (anfrage@steuerberatung-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Verdeckte Gewinnausschüttung

Verdeckte Gewinnausschüttung: So machen sich Gesellschaften und Gesellschafter strafbar

Wissen Sie, was eine sogenannte verdeckte Gewinnausschüttung ist? Oder anders gefragt: Haben Sie persönlich schon Geld oder Leistungen von Ihrer GmbH erhalten, die eine fremde Person nicht erhalten hätte?

Wenn Sie auf die zweite Frage mit “Ja” geantwortet haben, dann könnten Sie sich bereits strafbar gemacht haben.

Unvorhergesehene Begünstigungen, wie zum Beispiel eine verdeckte Gewinnausschüttung, sind nämlich gesetzlich verboten und werden vom Finanzamt bestraft.

Für Gesellschafter wie auch Gesellschaften ist es wichtig, die nötigen Vorkehrungen gegen solche Geschäfte zu treffen.

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen im folgenden Beitrag erklären:

Dieser Beitrag wurde am 28. Juli 2021 aktualisiert.

Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung?

Die verdeckte Gewinnausschüttung (kurz: vGA) ist im Körperschaftssteuergesetz festgehalten und betrifft außernatürliche Ausschüttungen des Unternehmensgewinnes, die Gesellschaftern zukommen.

Kurz gesagt: Um eine vGA handelt es sich, wenn ein Gesellschafter auf Kosten der Firma Vorteile erhält (z.B. zu hohe Miets- oder Gehaltzahlungen), die eine fremde Person nicht bekommen würde (siehe § 8 Abs. 3 KStG).

In der Regel ist der Geschäftsführer für eine verdeckte Gewinnausschüttung verantwortlich. Konkret muss mindestens eines der folgenden 3 Kriterien erfüllt sein:

  1. Die Vermögensmehrung der Gesellschaft wird verhindert.
  2. Das Vermögen der Gesellschaft wird unrechtmäßig gemindert.
  3. Für die Zahlung bzw. Leistung liegt kein im Vorhinein geschlossener schriftlicher Vertrag vor.

Zugegeben: Für Sie klingt diese Definition vermutlich etwas abstrakt. Deshalb möchte ich Ihnen diese Regeln jetzt mit leicht verständlichen Praxisbeispielen erklären.

Verdeckte Gewinnausschüttung: 6 häufige Fälle einfach erklärt

Ein Großteil aller verdeckten Gewinnausschüttungen passiert unabsichtlich. Viele Unternehmer wissen schlichtweg nicht, dass bestimmte Vereinbarungen verboten sind.

Damit Ihnen das nicht passiert, habe ich die sechs häufigsten Fehler zusammengefasst:

1. Sie verkaufen Ihrer Gesellschaft einen Gegenstand zu einem überhöhten Preis

Achtung: Wenn Sie einen Teil Ihres Vermögens an Ihre Gmbh übertragen, muss der Wert dem ungefähren Marktwert entsprechen.

Ansonsten geht der Gesetzgeber davon aus, dass Sie sich auf Kosten Ihrer GmbH bereichtert haben.

Mein Tipp: Wenn Sie bei solchen Transaktionen ein Wertgutachten von einem Sachverständigen erstellen lassen, sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.

2. Sie vermieten ein Gebäude oder ein Lager zu nicht marktkonformen Konditionen an Ihre GmbH

Bei der Vermietung eines Büros an Ihre Gesellschaft müssen Sie aufpassen: Hier gilt der gleiche Grundsatz wie beim oben erklärten Verkauf.

Die Miete muss den Marktpreisen entsprechen.

3. Sie bezahlen Ihre privaten Ausgaben mit dem GmbH-Konto und erstatten das Geld nicht zurück

Den Lebensmitteleinkauf schnell mit der Firmen- anstatt mit der eigenen Karte bezahlen? Keine gute Idee!

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie alle privaten Ausgaben immer von Ihrem persönlichen Konto bezahlen.

Das mag zwar manchmal ein bisschen aufwändiger sein, spart aber unterm Strich viel Ärger mit dem Finanzamt.

4. Sie zahlen sich nachträglich ein hohes Jahresgehalt aus

Zu Beginn des Geschäftsjahres legen Sie erstmal ein niedriges Gehalt fest, da Sie nicht wissen, wie das Geschäftsjahr laufen wird? Sie denken, dass Sie das Gehalt im Falle eines überdurchnittlichen Jahres ohnehin noch nachträglich anpassen können?

Davon rate ich Ihnen ganz klar ab. Legen Sie gleich zu Beginn ein realistisches Gehalt fest. Denn eine nachträglich Anpassung kann sehr schnell eine verdeckte Gewinnausschüttung sein.

5. Sie nutzen Ihr Firmenauto privat, ohne einen Überlassungsvertrag abzuschließen

Wenn Sie Ihr Firmenauto auch privat nutzen wollen, muss immer ein Vertrag abgeschlossen werden. Denn die private Nutzung eines Firmenautos ist ein sogenannter Sachbezug und muss auch besteuert werden.

Verwenden Sie das Firmenauto einfach so für private Fahrten, begehen Sie eine verdeckte Gewinnausschüttung.

6. Sie gewähren Ihrer GmbH einen Kredit der nicht den Marktkonditionen entspricht

Hier gilt wieder dasselbe Prinzip wie beim Verkauf oder bei der Vermietung: Wenn Sie eine Gesellschafter Fremdfinanzierung vornehmen, darf der Zinssatz nicht viel höher oder niedriger als der durchschnittliche Marktzinssatz sein.

Denken Sie immer daran: Wie viel würde ein unbeteiligter Dritter verlangen bzw. bezahlen?

Welche Strafen drohen Ihnen bei einer verdeckten Gewinnausschüttung?

Eine verdeckte Gewinnausschüttung kann für Sie als (Mehrheits)-Gesellschafter bzw. Geschäftsführer und Ihre GmbH folgende Konsequenzen haben:

  1. Alle unrechtmäßigen Betriebsausgaben (zu hohe Mieten, zu hohes Gehalt, etc.) müssen rückgängig gemacht werden. Dadurch erhöht sich der Gewinn Ihres Unternehmens und Ihre Firma muss Gewerbe- und Körperschaftssteuern nachzahlen.
  2. Aus der verdeckten wird eine offene Gewinnausschüttung. Das bedeutet: Das Geld, dass Sie unrechtmäßig von Ihrem Unternehmen erhalten haben, muss mit Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz nachversteuert werden.

Das Worst-Case-Szenario: Ein Verfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung

Zusätzlich zu den hohen Steuernachzahlungen kann das Finanzamt in schweren Fällen Anklage gegen Sie erheben. Der Vorwurf: Versuchte Steuerhinterziehung.

Bei einer Steuerhinterziehung (egal ob vorsätzlich oder nicht) kann Sie als Geschäftsführer eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren erwarten. Der Grund dafür ist die sogenannte GmbH Geschäftsführerhaftung.

Im Rahmen dieser Haftung können Sie als Geschäftsführer persönlich für Fehlverhalten wie beispielsweise einer Steuerhinterziehung oder einer Steuerverkürzung verantwortlich gemacht werden.

So werden Minderheits-Gesellschafter durch eine verdeckte Gewinnausschüttung geschädigt

Während sich der Geschäftsführer oder Mehrheits-Gesellschafter direkt strafbar machen, hat eine verdeckte Gewinnausschüttung für Minderheitsgesellschafter andere wirtschaftliche Folgen.

Im Falle einer verdeckte Gewinnausschüttung durch den Mehrheitsgesellschafter wird nämlich der zu verteilende Gewinn der GmbH vermindert. Das heißt auch, dass der Gewinn-Anteil eines Minderheits-Gesellschafters geschmälert wird.

Das heißt: Da sich der Mehrheits-Gesellschafter unerlaubterweise bereichert hat, sinkt der Gewinn-Anteil des Minderheitsgesellschafters.

Beim Aufkommen einer verdeckten Gewinnausschüttung haben Sie als Minderheitsgesellschafter jedoch Anspruch auf Schadensersatz.

Wie Sie als Minderheitsgesellschafter in solch einem Fall am besten vorgehen, sollten Sie immer mit Ihrem Rechtsanwalt besprechen. Als Steuerberater darf ich Sie hierzu nicht rechtlich beraten.

Der Haken am Schadensersatz-Anspruch: Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist nicht immer zweifelsfrei zu beweisen. Kann dem Mehrheits-Gesellschafter nicht zweifelsfrei ein Fehlverhalten nachgewiesen werden, erhalten Sie keinen Schadensersatz.

Als Minderheitsgesellschafter sollten Sie deshalb auch Vorkehrungen treffen, damit es gar nicht erst zu einer solchen Situation kommt. Möglichkeiten hierfür erfahren Sie weiter unten in diesem Blogbeitrag.

Welche weiteren Rechte Sie als Minderheitsgesellschafter haben und wie Sie sich in Ihrem Vertrag absichern können, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/so-sichern-sie-sich-mitbestimmungsrechte-als-gmbh-minderheitsgesellschafter/

Wie können Sie eine verdeckte Gewinnausschüttung verhindern?

Als redlicher Geschäftsführer einer Gesellschaft wollen Sie teure Nachzahlungen oder Gefängnisstrafen natürlich verhindern.

Das Problem: Trotz Ihres neu erworbenen Wissens ist das Risiko, dass Sie unwissentlich eine verdeckte Gewinnausschüttung begehen, ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen weiterhin hoch.

Da ich Sie nicht einfach so “im Regen stehen lassen” möchte, stelle ich Ihnen jetzt aber drei bewährte Wege vor, mit denen Sie Ihr Risiko einer verdeckten Gewinnausschüttung stark senken können.

Weg #1: Der Fremdvergleich

Bei einem Fremdvergleich handelt es sich um ein Richtmaß, mit welchem steuerliche Verhältnisse beurteilt werden.

Wie ein Fremdvergleich genau funktioniert, verrät schon der Name: Wenn Sie mit Ihrer Gesellschaft Geschäfte abschließen wird verglichen, ob auch eine fremde Dritte Person diese Konditionen erhalten hätte.

Hier möchte ich Ihnen nochmal ein ähnliches Beispiel wie oben in Erinnerung rufen:  Sie vermieten Ihrem Unternehmen ein Lager und erhalten dafür 1.000 Euro im Monat. Würden Ihnen ein Fremder, der ein Lager mit derselben Größe anmieten möchte, den gleichen Betrag zahlen?

Würde der Fremde maximal 600 Euro bezahlen, hält Ihr Geschäft mit Ihrem Unternehmen dem Fremdvergleich nicht stand. Um keine verdeckte Gewinnausschüttung zu begehen, müssen Sie den Mietvertrag anpassen.

Weg #2: Einhaltung der Formvorschrift

Ebenso hilfreich gegen eine verdeckte Gewinnausschüttung sind Formalitäten. Das heißt für Sie als Geschäftsführer:

  • Verfassen Sie immer schriftliche Vereinbarungen
  • Setzen Sie nur auf offene, überprüfbare Übereinkommen
  • Formulieren Sie alle Inhalte so klar wie möglich

Weg #3: Das Tax CMS

Als Steuerberater empfehle ich jeder Gesellschaft ein wirksames Kontrollsystem, wie zum Beispiel ein Tax CMS.

Mit diesem System werden alle Prozesse innerhalb Ihres Unternehmens festgehalten, die Ihre redlichen Absichten belegen.

Auf diese Weise kann das Finanzamt bei Unregelmäßigkeiten nicht mehr von einer verdeckten Gewinnausschüttung, beziehungsweise versuchter Steuerhinterziehung ausgehen.

Was ein Tax CMS genau ist und welche Vorteile es Ihnen als Unternehmer einbringt, habe ich in einem anderen Blogbeitrag von mir dargelegt.

Zum Nachlesen klicken Sie bitte einfach auf den folgenden Link: So schützt die Digitalisierung Sie als Unternehmer vor Vorwürfen der Steuerhinterziehung

Fazit: Seien Sie bei Geschäften mit Ihrer GmbH sehr vorsichtig…

Immer, wenn Sie mit Ihrer Gesellschaft Verträge abschließen oder sich Geld auszahlen, sollten Ihre Alarmglocken schrillen. Denn in genau diesen Situationen rutschen viele Unternehmer (ungewusst) in eine verdeckte Gewinnausschüttung.

Auch wenn die verdeckte Gewinnausschüttung unabsichtlich passiert, drohen Ihnen empfindliche Steuernachzahlungen von mehreren Tausend Euro.

Das Positive: Mit einfachen Mitteln, wie z.B. dem Fremdvergleich oder dem internen Tax CMS, können Sie als Gesellschaft Geschäftsführer strafbare Ausschüttungen erfolgreich verhindern.

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie die drei im Beitrag vorgestellten Wege am besten umsetzen oder wie Sie sich sonst noch vor einer verdeckten Gewinnausschüttung schützen, können Sie mich gerne kontaktieren.

Sie können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 33 11), E-Mail (anfrage@steuerberatung-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerbetrug-Symbolfoto

Steuerbetrug: So schnell bringen Sie zu aggressive Gestaltungsmaßnahmen ins Gefängnis

Wissen Sie eigentlich, welche Steuergestaltungs-Maßnahmen zulässig sind und ab wann das Finanzamt von einem Steuerbetrug ausgeht? Ist das überhaupt genau geregelt oder liegt hier vieles im Ermessensspielraum der jeweiligen Steuer-Beamten?

Sie sind bei diesen Fragen unsicher und schreckten daher bisher vor Steuergestaltungsmaßnahmen gänzlich zurück?

Das kann ich durchaus nachvollziehen.

Für Sie als Unternehmer sind diese Gesetze und Verordnungen wahrscheinlich ein undurchsichtiges Netz aus Juristendeutsch.

Da Sie nicht stundenlang Zeit haben, um sich in die Materie einzuarbeiten, glauben Sie, nie einen Überblick über dieses Thema zu bekommen.

Genau hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen: Ich erkläre Ihnen leicht verständlich und mit praktischen Beispielen alles, was Sie als Unternehmer zum Thema Steuerbetrug wissen müssen.

Sie erfahren in weniger als 10 Minuten Lesezeit:

Dieser Beitrag wurde am 27. Juli 2021 aktualisiert.

Wo beginnt für den Gesetzgeber der Steuerbetrug?

Streng genommen ist jeder unrichtige Bilanzansatz bereits ein Steuerbetrug. Im Steuerstrafrecht wird hier keine klare Grenze gezogen. Jeder ungerechtfertigte Steuervorteil wird als Steuerhinterziehung gesehen.

In der Praxis wird dieser Grundsatz aber nicht in dieser Schärfe angewandt. Wird bei einer Steuerprüfung ein Fehler entdeckt, wird ein unrichtiger Bilanzansatz oft einfach korrigiert.

Das heißt, Sie bekommen einen neuen Steuerbescheid und leisten eine Nachzahlung. Damit wäre der Fall erledigt und es kommt zu keinem Strafverfahren.

Anders sieht es aus, wenn Sie bewusst einen steuerlichen Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (nach § 42 AO) begangen haben. Bei welchen konkreten Maßnahmen ein solcher Missbrauch vorliegt, lässt sich bei Steuergestaltung innerhalb Deutschlands leider nicht pauschal sagen.

Hier kommt es immer auf den jeweiligen Fall an und wie die zuständigen Beamten die Steuergestaltung beurteilen. Wie das in der Praxis aussehen könnte, erkläre ich Ihnen weiter unten mit einem leicht verständlichem Fallbeispiel.

Bei grenzüberschreitender Gestaltung wurden mit 1.1.2020 allerdings neue Gesetze (§§138a – 138k AO) erlassen und “beliebte” Gestaltungsmaßnahmen beim Namen genannt.

Grenzübergreifende Gestaltungsmaßnahmen, wie etwa das “Verschieben” von Gewinnen in Niedrigsteuerländer, müssen jetzt dem Finanzamt gemeldet werden. Dieses entscheidet dann, ob die Maßnahmen zulässig sind oder ein Steuerbetrug vorliegt.

Je nachdem, wie erfolgreich diese neuen Gesetze sind, kann es durchaus sein, dass in der Zukunft auch eine Meldepflicht für innerdeutsche Steuergestaltung eingeführt wird.

Vorsicht vor der Geschäftsführerhaftung: Welche Strafen drohen Ihnen bei Steuerbetrug?

Als Geschäftsführer sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet sämtliche Geschäfte “mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes” durchzuführen (§ 43 GmbHG).

Das bedeutet: Wenn Sie Ihre Sorgfaltspflicht verlezten, haften Sie für mögliche Schäden persönlich und wenn Sie “nur” ein angestellter Geschäftsführer sind, kann die GmbH von Ihnen Schadenersatz fordern.

Welche Strafen Ihnen konkret blühen, hängt vor allem vom genauen Tatbestand ab. Unter anderem sind hier zwei Szenarien denkbar:

Szenario 1: Steuerhinterziehung

Werden wegen eines Betrugsverdachts Ermittlungen gegen Sie eingeleitet, geht das Finanzamt pauschal immer von einer Steuerhinterziehung aus. Denn wie oben erklärt ist jeder unrichtige Bilanzansatz zunächst eine versuchte Steuerhinterziehung.

Auch, wenn Sie Ihre Steuern nicht in voller Höhe oder zu spät überweisen, begehen Sie eine Steuerhinterziehung.

Erhärten sich die Vorwürfe und Sie können keine Informationen vorweisen, die Sie entlasten, kommt es in der Praxis sehr häufig zu einer Verurteilung.

Mögliches Strafmaß bei der Steuerhinterziehung: Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro. Bei schwerwiegender Hinterziehung eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren.

Szenario 2: Steuerverkürzung

Eine Steuerverkürzung ist die abgeschwächte Form der Steuerhinterziehung. Wenn sich im Ermittlungsverfahren herausstellt, dass Sie nur leicht fahrlässig gehandelt haben, können Sie nur noch wegen Steuerverkürzung verurteilt werden (§ 378 AO).

Eine weitere Erleichterung: Eine Steuerverkürzung ist “nur” eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat. Sie werden zwar höchstwahrscheinlich eine Geldstrafe zahlen müssen, aber das Urteil wird nicht in Ihrer Strafakte vermerkt.

Mögliches Strafmaß bei der Steuerverkürzung: Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro.

Zu schnell und zu viel: So begehen Unternehmen häufig unabsichtlich Steuerbetrug (mit Fallbeispiel)

Grundsätzlich ist Steuergestaltung immer ein Drahtseilakt. Idealerweise nutzt man gesetzliche Spielräume aus, ohne dabei die Grenze zur Illegalität zu überschreiten. Hier muss man deshalb sehr behutsam vorgehen.

Genau hier kommt es zum meiner Meinung nach häufigsten Fehler in der Steuergestaltung: Viele Unternehmer gestalten einfach mit zu vielen Maßnahmen in zu kurzen Zeiträumen.

Dann geht das Finanzamt von einem sogenannten Gesamtplan aus. Hier wird angenommen, dass die einzelnen Gestaltungsmaßnahmen ergriffen wurden, um einen Gesamtplan zur Steuerersparnis umzusetzen.

Am besten erkläre ich Ihnen diese Gesamtplan-Rechtssprechung anhand eines praktischen Fallbeispiels:

Angenommen Sie sind Einzelunternehmer und möchten Ihren Betrieb in eine GmbH & Co. KG umwandeln.

Als Einzelunternehmer besitzen Sie Gewerbeimmobilien und bei Beendigung Ihres Einzelunternehmens würden diese Gebäude als stille Reserven besteuert.

Um diese Besteuerung zu verhindern, überführen Sie Ihre Gewerbeimmobilien in Ihre neue GmbH & Co. KG.

Erst danach schließen Sie Ihr Einzelunternehmen und haben die Besteuerung von stillen Reserven vermieden.

All das passiert in einem Zeitraum von wenigen Monaten.

Durch die Fülle an Maßnahmen (Transfer der Immobilien, Schließung des Einzelunternehmens, etc.) innerhalb dieser kurzen Zeitspanne wird der Gesetzgeber hier mit ziemlicher Sicherheit einen Gesamtplan feststellen.

Dann blüht Ihnen ein Finanzstrafverfahren.

Damit kein Gesamtplan angenommen wird, müssten die Gestaltungsmaßnahmen in diesem Fall vermutlich auf einen Zeitraum von 2 Jahren aufgeteilt werden.

Als Faustregel zum Gesamtplan können Sie sich folgendes merken: Je höher der Steuer-Betrag, den Sie durch die Maßnahmen sparen, desto länger müssen die einzelnen Schritte zeitlich auseinander liegen.

Internes Kontrollsystem und Tax CMS: So schützen Sie sich und Ihr Unternehmen vor Strafverfahren

Wie bereits weiter oben erklärt, machen Sie sich durch den Missbrauch von Gestaltungsmaßnahmen strafbar.

Hier gibt es jedoch eine Ausnahme: Haben Sie ein Internes Kontrollsystem (kurz IKS) oder ein Tax CMS, können Sie Steuer-Korrekturen ohne Strafverfahren durchführen.

Diese Besserstellung ist für Unternehmen ein großer Anreiz, um solche Systeme einzuführen.

Denn der Vorteil liegt auf der Hand: Verstoßen Ihre Gestaltungsmaßnahmen gegen das Gesetz, kommen Sie mit einem Tax CMS oder IKS vermutlich mit einer einfachen Steuernachzahlung davon.

Ohne Kontrollsysteme haben Sie hingegen ein Strafverfahren am Hals. Werden Sie verurteilt, drohen Ihnen hohe Geldstrafen und im schlimmsten Fall sogar ein Gefängnisaufenthalt.

Meine Empfehlung: Möchten Sie sich und Ihr Unternehmen bestmöglich schützen, benötigen Sie in Ihrem Unternehmen auf jeden Fall ein IKS oder ein Tax CMS.

Fazit: Digitale Kontrollsysteme reduzieren Ihr Steuerbetrugs – Risiko

Für eine ordnungsgemäße Steuergestaltung benötigen Sie viel Fachwissen, Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Gehen Sie unvorsichtig vor, begehen Sie schnell strafbaren Steuerbetrug.

Besonders wichtig ist, dass Sie nicht zu viele Maßnahmen in zu kurzer Zeit umsetzen. Dann wird vom Gesetzgeber nämlich ein verbotener Gesamtplan festgestellt und Ihnen droht ein Strafverfahren.

Zusätzlich zur genauen Planung Ihres Gestaltungs-Maßnahmen, sollten Sie ein Internes Kontrollsystem (kurz IKS) oder ein Tax CMS in Ihrem Unternehmen einführen. Denn werden Ihre Maßnahmen einmal tatsächlich als Missbrauch eingestuft, kommen Sie mit Kontrollsystemen wahrscheinlich mit einer Steuernachzahlung davon.

Sonst droht Ihnen ein Strafverfahren.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch folgendes mit auf den Weg geben: Führen Sie Steuergestaltungs-Maßnahmen nie selbst durch. Holen Sie immer einen erfahrenen Steuerberater mit ins Boot.

Denn nur ein erfahrener Steuerberater weiß, welche Maßnahmen wirklich für Ihr Unternehmen geeignet sind und worauf bei der Umsetzung zu achten ist.

Wenn Sie über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu Steuergestaltungs-Maßnahmen haben oder gerne Kontrollsysteme in Ihrem Unternehmen einführen möchten, stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Sie können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular kontaktieren.

Ich habe mich unter anderem auf die Einführung von Tax CMS und Internen Kontrollsystemen spezialisiert und helfe auch Ihnen gerne weiter.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © ajr_images – stock.adobe.com

Realitätscheck: Steuern bei einer GmbH

Realitätscheck: Wieviel Steuern zahlen Sie bei einer GmbH wirklich?

In Businessplänen sehe ich oft Zahlen, die vollkommen in der Luft hängen und Unternehmer damit vor ein Problem mit den GmbH Steuern stellen: Die Zahlungen, die dann wirklich auf die Firma zukommen, bringen dann in den Folgejahren die Ernüchterung. Im schlimmsten Fall muss dann aufgrund falscher „Wunsch-Kalkulationen“ Insolvenz angemeldet werden.

Die Gründe für eine GmbH sind meist zweierlei: Ein erfolgreicher Einzelunternehmer will den Vorteil beschränkter Haftung in seiner Rechtsform unterbringen oder es steht überhaupt eine Neugründung an.

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Vor- und Nachteile einer Holding

Holding GmbH: Wann ist sie von Vorteil und wann eine Gefahr für Ihre Firmen?

Für viele Unternehmer klingt es zunächst verführerisch: mit einer Holding GmbH mehrere Firmen auf einmal zu kontrollieren. Doch ist es wirklich so einfach? Überwiegen immer die Vorteile einer Holding oder gibt es auch Nachteile, die Sie als Inhaber beachten müssen?

Nach mehr als 15 Jahren als Steuerberater in Hamburg weiß ich, dass sich um das Thema “Holding” viele Mythen ranken. Fast alle Unternehmer haben schon davon gehört. Aber wer profitiert wirklich davon?

Da mir meine Mandanten in Beratungsgesprächen häufig die gleichen Fragen zur Holding stellen, habe ich diese Fragen gesammelt und beantworte sie leicht verständlich in diesem Blogbeitrag.

Dieser Beitrag wurde am 13. Juli 2021 aktualisiert.

Was ist eine Holding genau?

Eine Holding (oft auch als „Mutter“ bezeichnet) kann eine Personen- oder Kapitalgesellschaft sein und hält Gesellschaftsanteile von Kapitalgesellschaften. Diese werden dann gemeinhin als „Tochtergesellschaften“ bezeichnet.

Was die Mutter-Tochter-Beziehung einer Holding angeht, so gibt es vier verschiedene Modelle:

1.     Die Finanzholding

Diese Art der Holding definiert sich durch eine Beteiligung an Ihren Tochtergesellschaften, die sie verwaltet. Die Finanzholding übt dabei keinen Einfluss auf die Führung ihrer Töchter aus, sondern nimmt lediglich ihre Rechte als Anteilshabende wahr (z.B. bei Gesellschafterversammlungen, der Satzungsgestaltung etc.).

2.     Die Führungsholding

Die Führungsholding hingegen besitzt zumindest die einfache Mehrheit an ihren Tochtergesellschaften und gibt somit den Ton an. Die Töchter sind von dieser Art der Holding abhängig und werden von ihr wirtschaftseinheitlich geleitet.

3.     Holding, die Leistung an ihre Töchter erbringt

Es gibt auch Holdings, die Dienste für ihre Tochtergesellschaften leisten. So kann eine Holding zum Beispiel die Buchführung, Beratung etc. einzelner Tochter-GmbHs übernehmen.

4.     Holding mit einem eigenen Geschäft

Neben diesen Leistungen an Tochtergesellschaften kann eine Holding auch ein eigenes Geschäft führen. Ein Beispiel: Die eine Tochter-GmbH stellt Autos her, die andere Navigationssysteme. Die Holding selbst jedoch produziert Autoreifen. Weder das Geschäft der beiden Töchter noch das Geschäft der Holding stehen in unmittelbaren Zusammenhang miteinander. Alle drei Firmen könnten ihr Geschäft auch ohne das Geschäft der anderen erbringen. Die Funktion der Holding liegt dennoch bei der Steuerung der gemeinsamen Gewinne und Verluste zum Vorteil der Gruppe.

Welche 7 Vorteile bringt Ihnen eine Holding GmbH?

Sollten Sie als Inhaber bzw. Geschäftsführer bereits mehr als eine GmbH besitzen (oder deren Mehrheit halten), bringt Ihnen sich die Gründung einer Holding viele Vorteile. Die wichtigsten 7 Vorteile stelle ich Ihnen jetzt vor.

Vorteil #1: 95% steuerfreie Gewinnausschüttungen

Wenn eine Holding gegründet wird geschieht dies oft aus steuerlichen Gründen. Das liegt daran, dass die Gewinnausschüttungen von GmbH-Töchtern zu 95% steuerfrei an die Holding gehen. Das trifft auf alle Holdings zu, die über keinen Gewinnabführungsvertrag verfügen.

Dagegen geht mit Gewinnabführungsvertrag der Gewinn einer Tochter zunächst zu 100% steuerfrei an die Holding. Diese übernimmt die Besteuerung und die Verrechnung mit etwaigen Verlusten aus der Gruppe.

Achtung: Der Gewinnabführungsvertrag klingt zwar verlockend, kann allerdings auch Probleme mit sich bringen. Sollte sich nämlich eine Tochter in finanziellen Schwierigkeiten befinden, können deren Verluste die Mutter (aufgrund der Verrechnung mit anderen Gewinnen) gefährden.

Die Holding ist automatisch Steuerschuldner für den Umsatz der gesamten Gruppe. Welche Konsequenzen eine solche Mutter-Tochter-Abhängigkeit für Ihre Firmen haben kann, verrate ich Ihnen weiter unten in diesem Artikel.

Vorteil #2: Gemeinsame Besteuerung aller Gewinne und Verluste

Wenn man sich dieser letztgenannten Gefahr für die Mutter jedoch genau überlegt und seine Unternehmensgruppe risikoarm führt, kann daraus ein steuerlicher Vorteil erwachsen. Das heißt: Alle Gewinne und Verluste der Gesellschaften werden zusammengerechnet, bevor die Steuer davon abgezogen wird (siehe §291 AktG).

Ein Beispiel: A GmbH macht 100.000€ Gewinn und B GmbH macht 100.000€ Verlust. Würden beide einzeln versteuert werden, müsste die A GmbH Steuern zahlen. Nur die B GmbH würde aufgrund der Verluste keine Steuern zahlen. Gibt es aber eine Holding C GmbH, die von beiden 100% besitzt, so werden Gewinn der A GmbH und Verlust der B GmbH zusammengeführt und es werden insgesamt keine Steuern fällig.

Dank einer Holding werden also die Gewinne und Verluste der einzelnen Gesellschaften nicht mehr länger isoliert betrachtet.

Vorteil #3: Vermögensaufbau statt Gewinnausschüttung

Hiermit meine ich die sogenannte Thesaurierung. Keine Sorge, dieser Begriff klingt komplizierter als er ist: Gemeint ist mit Thesaurierung, dass Gewinne am Ende des Geschäftsjahres nicht ausgeschüttet werden, sondern innerhalb der Firma bleiben. Eine Holding ermöglicht Ihnen als Inhaber demnach neue Strategien für den Vermögensaufbau Ihrer Unternehmen.

Vorteil #4: Trennung der Risiken

Durch eine Holding können Sie die Risiken von Teilbetrieben auf verschiedene Tochter-GmbHs aufteilen. Das minimiert das Risiko auf die ganze Gruppe. Wäre es nur eine Firma mit mehreren Abteilungen, dann könnte ein schuldenmachender Bereich die anderen mit in finanzielle Probleme reiten.

Sollte also eine Tochtergesellschaft in Schieflage geraten, sind die anderen Unternehmen bei einer Holding davon nicht betroffen. Dennoch werden die Ergebnisse aller Firmen in der Holding über einen GAV zusammengehalten.

Vorteil #5: Imagefördernde Außenwirkung

Die Gründung einer Holding verschafft Ihnen als Inhaber bzw. Geschäftsführer zudem ein besseres Firmenimage. So können all Ihre Tochter-GmbHs von der positiven Außenwirkung der Holding profitieren.

Vorteil #6: Verhinderung einer verdeckten Gewinnausschüttung

Eine Holding behält den Überblick über alle Tochtergesellschaften. Auf diese Weise können steuerliche Risiken – wie zum Beispiel eine verdeckte Gewinnausschüttung – minimiert werden. Sie als Inhaber der Holding können unter anderem die Gewinne aller GmbHs zu 95% steuerfrei ausschütten oder damit Verluste einzelner Teilbetriebe ausgleichen.

Sollten Sie mehr zu verdeckten Gewinnausschüttungen erfahren wollen, empfehle ich Ihnen anderen Beitrag aus meinem Blog. Klicken Sie dazu einfach auf den folgenden Link: Verdeckte Gewinnausschüttung: So machen sich Gesellschaften und Gesellschafter strafbar

Vorteil #7: Verhinderung einer Zersplitterung im Falle eines plötzlichen Todesfalls

Eine Holding eröffnet Ihnen die Möglichkeit mehrere Unternehmen unter einem gemeinsamen Schirm zu bündeln. Das hat nicht nur steuerliche Vorteile, sondern wirkt sich auch positiv auf die Unternehmensnachfolge im plötzlichen Todesfall aus.

Denn sind Ihre Unternehmen nicht gebündelt, können sie im Fall Ihres Todes willkürlich unter Ihren Erben aufgeteilt werden. Das ist gleichbedeutend mit einer Zersplitterung Ihrer Unternehmen.

Mit einer Holding können Sie genau das verhindern. Ihre Unternehmen befinden sich als Töchter in einer gemeinsamen Muttergesellschaft und es wird vermieden, dass die Unternehmen von verschiedenen Personen kontrolliert werden.

Wenn Sie plötzlich versterben und sich Ihre Unternehmen gebündelt in einer Holding befinden, werden einfach die Anteile an der Holding vererbt und die Unternehmen verbleiben unter einem gemeinsamen Schirm.

Ein Nachteil der Holding: Mutter-Tochter-Abhängigkeit

Nach so vielen Vorteilen einer Holding muss ich Sie an dieser Stelle auch auf deren Gefahren hinweisen. Der größte Nachteil einer Holding ist die Abhängigkeit der Tochtergesellschaften.

Das bedeutet: Sollte die Existenz Ihrer Holding einmal bedroht sein, teilen die Töchter deren Schicksal. Selbst wenn die anderen GmbHs hohe Gewinne erzielen und gut am Markt positioniert sind, gehen sie mit der Muttergesellschaft unter.

Im Gegensatz zum Holding-Konstrukt, wären bei mehreren Schwestergesellschaften, die aber keiner Organschaft gehören, nicht alle GmbHs automatisch mitgefährdet, wenn eine in Schieflage gerät.

Weitere Gefahren ergeben sich bei der Gründung und Führung einer Holding. Diese habe ich bereits detailliert in einem anderen Artikel aus meinem Blog zusammengefasst. Zum Nachlesen klicken Sie bitte auf diesen Link: Gründung einer Holding: Diese 5 Punkte müssen Sie unbedingt beachten

Hier noch einmal im Überblick, welche 5 Punkte Sie bei einer Holding-Gründung zu beachten haben:

  1. Fünfjährige Mindestdurchführung der Ergebnisabführungsverträge
  2. Rechtsunsicherheiten bei Rechtsanwendungsfehlern
  3. Wegfall der Verlustnutzung
  4. Drohender Verlust der Organschaft durch Bilanzierungsfehler
  5. Falsch berechnete Mehrheiten

Alle Vorteile und Nachteile einer Holding im Video erklärt

Sie möchten gerne weitere Informationen zur Holding? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall mein Video zur Holding ansehen. In diesem Video spreche ich mit meinem Interviewpartner York noch genauer über die Unterschiede zwischen den Holding-Varianten und den Gewinnabführungsvertrag.

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Fazit: Eine Holding bietet Inhabern mehrerer GmbHs meistens Vorteile

Sollten Sie mehrere GmbHs besitzen, erhalten Sie durch die Gründung einer Holding sowohl steuerliche als auch verwaltungstechnische Vorteile. Wichtig für Sie als Inhaber ist jedoch, dass Ihnen keine gravierenden Fehler unterlaufen. Denn sollte die Existenz Ihrer Holding gefährdet sein, trifft dies im selben Maße auch auf Ihre anderen Kapitalgesellschaften zu.

Ich empfehle Ihnen daher, die Vor- und Nachteile einer Holding genau abzuwägen, bevor Sie diese gründen. Am besten beraten Sie sich mit Ihrem Steuerberater Hamburg und rechnen mit diesem alle möglichen Szenarien durch.

Sollten Sie noch weitere Fragen zur Holding und deren Vor- und Nachteilen haben oder Beratung benötigen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 33 11), E-Mail (anfrage@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Elnur – stock.adobe.com

Thomas-Breit

Mein Firmenjubiläum: 15 Jahre Steuerberatung Thomas Breit

Im Februar 2006 – also vor genau 15 Jahren – habe ich meine Steuerberatungskanzlei in Hamburg mit einer klaren Idee gegründet: Ich wollte Unternehmer in ganz Deutschland in den vier Bereichen Unternehmensumwandlung, Unternehmensnachfolge, Tax CMS und Digitalisierung betreuen.

Mein Ziel war es, mir mit meinem fachlichen Know-How, unternehmerischen Denken und empathischer Beratung langjährige Beziehungen zu meinen Mandanten aufzubauen.

Rückblickend kann ich sagen: Auch wenn natürlich nicht immer alles nach Plan gelaufen ist, bin ich dieser Kernidee immer treu geblieben. In den vergangenen 15 Jahren hatte ich das Privileg, mehr als 1.500 Mandanten in unterschiedlichen Branchen zu betreuen. Vom Zirkus über den klassischen Mittelständler bis hin zum Großunternehmen war wirklich alles dabei.

Was mich besonders freut: Viele meiner Mandanten darf ich bereits seit Jahren (manche sogar bereits seit der Gründung meiner Kanzlei) begleiten.

Pünktlich zu meinem Jubiläum haben mir sogar einige Mandanten persönliche Glückwünsche zukommen lassen.

Die Jubiläums-Glückwünsche meiner Mandanten

Melanie und Sönke Pickenpack: “Wir werden seit fast 15 Jahren von Thomas betreut und sind nach wie vor sehr zufrieden. Wir wünschen Thomas Alles Gute zum Jubiläum und weiterhin viel Erfolg.”

Hier können Sie sich das Glückwunsch-Video in voller Länge ansehen:

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Alexander Lorenz alias DJ Touch: “Ich bedanke mich bei Thomas und seinem Team für die jahrelange Zusammenarbeit und die kompetente Beratung. Alles Gute zum 15. Jubiläum!”

Hier können Sie sich das Glückwunsch-Video in voller Länge ansehen:

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Agapi und Rado Rethmann: “An Thomas schätze ich vor allem seine Fähigkeit, immer langfristig zu denken und zu planen. Viele andere Steuerberater sind “nur” Buchhalter, während Thomas bei mir immer schon der Mann mit den steuerlichen Ideen war. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und weiterhin Alles Gute!”

Hier können Sie sich das Glückwunsch-Video in voller Länge ansehen:

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Abschließend möchte ich mich nochmal bei allen Mandanten für ihre Treue bedanken und ich bin schon gespannt, was die nächsten 15 Jahren für mich und meine Kanzlei bereithalten.

Natürlich bin ich weiterhin wie gewohnt für Sie erreichbar. Rufen Sie mich unter +49 40 44 33 11 an, schreiben Sie mir eine E-Mail an anfrage@steuerberatung-breit.de oder nutzen Sie mein Kontaktformular.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Entnahme-von-Gegenstaenden-Symbolbild

Entnahmen & Besteuerung (Teil 4): Entnahme von Gegenständen ohne Besteuerung

In meinem letzten Beitrag zu Entnahmen und deren Besteuerung haben Sie gelernt, dass die private Entnahme von Gegenständen steuerlich wie ein Verkauf gehandhabt wird. Dadurch wird für diese Art der Entnahme eine Besteuerung fällig.

Nur: Gibt es einen Weg, diese Steuerlast zu vermeiden? Sprich: Können Sie Gegenstände entnehmen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen?

Als Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen sagen: Ja, den gibt es. Wie Sie hier vorgehen müssen, erkläre ich Ihnen leicht verständlich in diesem Artikel.

Wie können Sie Gegenstände entnehmen, ohne dass dafür Steuern fällig werden?

Wenn Sie einen Gegenstand aus Ihrer Firma entnehmen und in einen anderen Betrieb überführen, zählt das nicht als fiktiver Verkauf.

Heißt für Sie: Hier wird keine Versteuerung in Form von Einkommenssteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer fällig.

Für diese Entnahmen können Sie jedoch nicht die Beschränkung der Besteuerung auf 28,75 %. Wie diese Beschränkung grundsätzlich funktioniert, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst.

Klicken Sie auf den folgenden Link, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/steuererleichterung-teil-1-tipp-fuer-einzelunternehmer-und-personengesellschaften/

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

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Sie haben weitere Fragen?

Wenn Sie noch mehr Fragen zur steuerfreien Entnahmen von Gegenständen und die geltenden Bedingungen haben, können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, wie Sie konkret vorgehen und eine Versteuerung Ihrer Privatentnahmen vermeiden.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via E-Mail (anfrage@stb-breit.de ) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Leistungs-und-Sachentnahmen-Symbolbild

Entnahmen & Besteuerung (Teil 3): Leistungs- und Sachentnahmen

Was sind eigentlich die steuerlichen Auswirkungen, wenn Sie im Rahmen Ihrer unternehmerischen Tätigkeit Leistungen für Sie selbst als Privatperson erbringen? Fällt dafür auch Einkommens-, Gewerbe- und Umsatzsteuer an? Oder sind diese Tätigkeiten befreit?

Als Steuerberater in Hamburg werde ich relativ häufig von meinen Mandanten auf diese Punkte angesprochen. Deshalb möchte ich Ihnen die wichtigsten Punkte zu Leistungs- und Sachentnahmen hier in diesem Beitrag beantworten.

Was sind Leistungs- und Sachentnahmen?

Eine Leistungsentnahme ist eine wirtschaftliche Leistung, die Sie für sich selbst als Privatperson erbringen. Führen Sie beispielsweise ein Bau-Unternehmen und setzen Ihre Mitarbeiter auf Ihrem Privatgrundstück zu Bauarbeiten ein, wäre das eine Leistungsentnahme.

Bei einer Sachentnahme nehmen Sie einen Gegenstand aus Ihrem Unternehmen in Ihren Privatbesitz. Sind Sie Spielwarenhändler und entnehmen eine Puppe aus Ihrem Sortiment für Ihre Tochter, ist das eine Sachentnahme.

Wie wirken sich Leistungs- und Sachentnahmen auf Ihre Steuerlast aus?

Sowohl Sach- als auch Leistungsentnahmen sind steuerlich gesehen ein fiktiver Verkauf. Sprich: Steuerlich werden diese Entnahmen wie Verkäufe an Sie selbst behandelt und erhöht Ihren Unternehmensgewinn.

Dieser Gewinn ist einkommens- und gewerbesteuerpflichtig. Außerdem wird für Leistungs- und Sachentnahmen auch Umsatzsteuer fällig.

Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

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Sie haben weitere Fragen zu Sach- oder Leistungsentnahmen?

Sie wissen jetzt, dass . Aber: Was bedeutet das im Detail für Ihr Unternehmen? Sollten Sie diese Entnahmen vermeiden oder können Sie ruhig etwas aus Ihrer Firma entnehmen? Hat das auch Einfluss auf Ihre Bonität und wie wird Ihre Bank auf steigende Entnahmen reagieren?

Pauschal lassen sich diese Fragen leider nicht detailliert beantworten. Hier kann Ihnen nur ein erfahrener Steuerberater weiterhelfen. Denn um diese komplexen Probleme kompetent lösen zu können, ist eine eingehende Analyse Ihrer Situation notwendig.

Wenn Sie Intersse an einer solchen Analyse haben, stehe ich Ihnen als aktiver Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Gesellschafter-Fremdfinanzierung-Symbolbild

Gesellschafter-Fremdfinanzierung: In diesen 2 Situationen macht sie Sinn für Ihre GmbH

Sie sind Unternehmer und auf der Suche nach einer alternativen Finanzierungsmöglichkeit für Ihre GmbH? In diesem Zusammenhang haben Sie schon von einer Gesellschafter-Fremdfinanzierung gehört, wissen aber nicht, was das eigentlich genau ist?

Ist dieses Finanzierungs-Modell für jeden Betrieb geeignet oder müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein?

Mit diesen Fragen sind Sie nicht alleine. Als Steuerberater in Hamburg werde ich speziell in wirtschaftlich unsicheren Zeiten von meinen Mandanten zu unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeit befragt. Auch die Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist hier immer wieder ein Thema, wo viele Unternehmer unsicher sind und Fragen auftauchen.

Deshalb möchte ich Ihnen in diesem Beitrag die häufigsten Fragen zu dieser speziellen Finanzierungsmöglichkeit leicht verständlich erklären.

Eins gleich vorweg: Die Anwendbarkeit beschränkt sich meiner Erfahrung nach auf wenige Spezialsituationen. Konkret würde ich eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung sogar nur in 2 Situationen empfehlen.

Was diese 2 Situationen sind und welche Fehler Sie bei der anschließenden Umsetzung vermeiden müssen, verrate ich Ihnen weiter unten in diesem Artikel.

Was ist eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung?

Eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist ein Kredit von einem Gesellschafter an seine eigene GmbH. Sprich: Ähnlich wie eine Bank gewähren Sie Ihrem eigenen Unternehmen einen Kredit.

Achtung: Hier handelt es sich nicht um eine “normale” Einlage in Form von Eigenkapital. Ein in Form einer Gesellschafter-Fremdfinanzierung gewährter Kredit ist kein Eigenkapital, sondern aus Sicht Ihrer GmbH wie ein Kredit einer Bank zu betrachten.

Bei einer Fremdfinanzierung durch einen Gesellschafter spielt es keine Rolle, mit wie vielen Prozent dieser Gesellschafter beim Unternehmen beteiligt ist.

Auch wenn eine Person nur mit einem kleinen Anteil von 1 oder 2% beteiligt ist, gilt ein gewährter Kredit an dieses Unternehmen als Gesellschafter-Fremdfinanzierung.

Das bedeutet: Ist eine Bank mit einem sogenannten Zwergenanteil von 1% an Ihrer GmbH beteiligt, gilt ein Kredit dieser Bank an Ihren Betrieb ebenfalls als Gesellschafter-Fremdfinanzierung. Warum das wichtig ist, erkläre ich Ihnen im nächsten Abschnitt.

In diesen 2 Situationen macht eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung für Ihre GmbH Sinn

Eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist eine besondere Form der Unternehmensfinanzierung, für die spezielle Regeln gelten. Deshalb ist sie keine “Allzweckwaffe” und nur unter bestimmten Umständen geeignet.

Konkret möchte ich Ihnen jetzt 2 Situationen vorstellen, in der Sie von einer Gesellschafter-Fremdfinanzierung profitieren können:

1. Einfachere Kreditgewährung im wirtschaftlichen Krisenfall

Wie oben bereits angedeutet, kann auch ein Kredit durch eine Bank eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung sein. Nämlich dann, wenn diese Bank mit einem kleinen Anteil an Ihrem Unternehmen beteiligt ist.

Das hat folgenden Vorteil: Sie können in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Eigenkapital Ihres Unternehmens aufbessern und die Bank kommt im Fall der Unternehmens-Insolvenz einfacher an ihr Geld.

Voraussetzung dafür ist aber eine sogenannte qualifizierte Rangrücktrittserklärung der Bank.

Mit einer qualifizierten Rangrücktrittserklärung bleibt der Kredit für die Bank nämlich eine Fremdkapital-Finanzierung. Aus Sicht Ihres Unternehmens wird aus dieser Gesellschafter-Fremdfinanzierung jedoch Eigenkapital.

So profitieren beide Seiten: Ihr Unternehmen kann im Krisenfall das Eigenkapital mit einem Kredit aufbessern und die Bank behält trotzdem ihre Kredit-Forderung. Muss der Betrieb schlussendlich doch Insolvenz anmelden, kommt das Kreditinstitut so leichter an den ausstehenden Betrag.

Durch diese Sicherheit sind Banken eher bereit, Unternehmen im Krisenfall einen Kredit zu gewähren.

Damit diese Form der Gesellschafter-Fremdfinanzierung möglich ist, muss die Bank aber (zumindest für die Laufzeit des Kredits) mit einem kleinen Anteil an Ihrem Unternehmen beteiligt sein.

2. Steuerliche Entlastung für Ihr Unternehmen

Wie für einen normalen Kredit, müssen Sie auch in der Regel bei einer Gesellschafter-Fremdfinanzierung Zinsen bezahlen. Diese Zinsen reduzieren Ihren zu versteuernden Unternehmensgewinn und damit auch Ihre Steuerzahlungen.

Aber Achtung: Diese steuerliche Entlastung betrifft nur Ihr Unternehmen, nicht aber Sie selbst als Privatperson.

Gewähren also Sie selbst Ihrem Unternehmen einen Kredit für den Sie Zinsen erhalten, sind diese Zins-Zahlungen steuerpflichtig. Sobald Sie mit mehr als 1% Prozent am Unternehmen beteiligt sind, werden diese Gewinne mit Ihrem normalen Steuersatz besteuert (siehe §32d EStG).

Besitzen Sie weniger als 1%, könnten mit einer Versteuerung von nur 25% “davonkommen”. Aber dafür müssen Sie alle sonstigen Anforderungen des Paragraf 32d EStG erfüllen.

Die häufigsten Fehler bei der Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Da Gesellschafter-Fremdfinanzierung nur in Spezialfällen angewendet werden, passieren Unternehmen immer wieder Fehler. Es sind in den meisten Fällen einfach zu wenige Erfahrungwerte vorhanden und Unternehmer müssen oft improvisieren.

Besonders häufig fallen mir dabei folgende 2 Fehler auf:

Fehler 1: Fremdfinanzierung als zinsloses Darlehen

Möchten Sie Ihr Unternehmen so weit wie möglich entlasten, würde theoretisch eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung ohne Zinszahlungen anbieten.

Das Problem dabei: Muss Ihr Unternehmen doch Insolvenz anmelden, ist für Sie als Privatperson der gesamte Kreditbetrag verloren. Was noch dazukommt: Handelte es sich um einen zinslosen Kredit, dürfen Sie diesen Verlust nicht einmal privat steuerlich abschreiben.

Denn Sie dürfen Kredit-Verluste nur steuerlich geltend machen, wenn Sie laufende Erträge (sprich: Zinsen) dafür erhalten haben.

Zusätzlich können auch für Ihre Firma noch weitere Kosten dazukommen. Aus Unternehmenssicht handelt es sich bei einem solchen Kredit nämlich um ein zinsloses Darlehen. Kann ein solches Darlehen nicht mehr zurückgezahlt werden, müssen mehr als 50% des Kreditbetrags gewinnerhöhend verbucht werden.

Dadurch erhöht sich Ihr zu versteuernder Gewinn und damit auch Ihre Steuerlast. Können diese Steuern im Falle einer Insolvenz nicht mehr gezahlt werden, können Sie als geschäftsführender Gesellschafter dafür mit Ihrem Privatvermögen haften.

Fehler 2: Keine qualifizierte Rangrücktrittserklärung

Gibt Ihre Bank keine qualifizierte Rangrücktrittserklärung ab, bleibt die Gesellschafter-Fremdfinanzierung aus Sicht Ihres Unternehmens Fremdkapital und kann nicht zur Erhöhung des Eigenkapitals verwendet werden.

Somit können Sie das Problem der Überschuldung nicht lösen und müssen wahrscheinlich trotz des Kredits Insolvenz anmelden.

Damit sich eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung durch eine Bank wirklich lohnt, muss deshalb auf jeden Fall von Seiten der Bank eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung abgegeben werden.

Oft wird das jedoch von Unternehmern mangels Erfahrung mit Gesellschafter-Fremdfinanzierung vergessen.

Fazit: Gesellschafter-Fremdfinanzierung als gute Kredit-Möglichkeit im Krisenfall

Mit einer Gesellschafter-Fremdfinanzierung können Sie im Falle einer wirtschaftlichen Krise das Eigenkapital Ihres Unternehmens mittels Kredit aufbessern. Außerdem reduzieren Sie damit Ihre Steuerlast und erhöhen Ihre Liquidität.

Aber: Eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung sollte keinesfalls als Ersatz für gewöhnliche Kredite von Banken betrachtet werden. Dieses Finanzierungsmodell sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich Sinn macht.

Sonst sind Sie wahrscheinlich mit anderen Finanzierungsmöglichkeiten besser beraten.

Vor einer endgültigen Entscheidung sollten Sie aber immer mit Ihrem Steuerberater sprechen. Denn nur Ihr Steuerberater kennt die individuelle Situation Ihres Unternehmens und kann Ihnen einen wirklich seriösen Rat geben.

Wie so oft sind auch hier pauschale Empfehlungen nur bedingt möglich und auch die Ratschläge in diesem Artikel sollten nur als grobe Richtlinien verstanden werden.

Welche Finanzierungsmodelle für Sie am besten geeignet sind, hängt letztlich immer von Ihrer Situation ab.

Sie möchten mehr zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung wissen?

Wenn Sie über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung haben oder gerne wissen möchten, ob diese Finanzierungs-Form für Ihre individuellen Situation geeignet ist, stehe ich Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Sie können  Sie mich jederzeit via E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Rido – stock.adobe.com

GmbH-Geschaeftsfuehrer-Anstellung-Symbolbild

Anstellung eines GmbH Geschäftsführers: Darauf müssen Sie als Unternehmer achten

Sie sind Unternehmer und erwägen die Anstellung eines Geschäftsführers für Ihre GmbH? Sie möchten dabei aber keinen folgenschweren Fehler begehen und sich so gut wie möglich rechtlich absichern?

Zudem möchten Sie den Geschäftsführer nicht ausversehen mit zu großen Allmachten ausstatten und am Ende sogar aus Ihrem eigenen Unternehmen gedrängt werden?

Diese Situation kann ich sehr gut nachvollziehen. Die meisten Unternehmer hängen sehr an ihrem “Lebenswerk” und würden am liebsten alle Arbeitsschritte selbst machen.

Sobald aber eine gewisse Größe erreicht ist, kann man sich nicht mehr um alles selbst kümmern und muss Verantwortung abgeben. Die Anstellung eines Geschäftsführers ist darum oft ein logischer Schritt in der Wachstumsphase einer Firma.

Viele Unternehmer betreten dabei allerdings völliges Neuland und wissen nicht so recht, worauf sie hier achten müssen. Die meisten haben noch nie einen Geschäftsführer angestellt und haben keine Erfahrungen.

Genau hier möchte ich Ihnen mit diesem Beitrag weiterhelfen. Ich zeige Ihnen die 4 wichtigsten Punkte, die Sie unbedingt beachten müssen, wenn Sie einen Geschäftsführer anstellen.

Sie erfahren, welche Versicherungen Sinn machen, wie Sie Ihre GmbH-Satzung anpassen müssen und welche 2 Kontrollsysteme Sie benötigen.

Diese 4 Punkte muss jede GmbH bei der Anstellung eines Geschäftsführers erledigen

1. Überprüfen Sie Ihren Unternehmensgegenstand

Der Unternehmensgegenstand wird in der GmbH-Satzung festgeschrieben und bezeichnet den Hauptzweck eines Unternehmens.

Laut Gesetz hat der GmbH-Geschäftsführer nur die Befugnisse, die den Unternehmensgegenstand. Deshalb sollten Sie den Unternehmensgegenstand so präzise wie möglich festlegen.

Am besten erkläre ich Ihnen die Auswirkungen, die der Unternehmensgegenstand auf Ihre Firma haben kann, anhand eines praktischen Beispiels:

Angenommen Sie betreiben eine Firma, die ausschließlich Gartengeräte, wie Spaten, Rasenmäher oder ähnliches, importiert und weiterverkauft.

Idealerweise sollte Ihr Unternehmensgegenstand in etwa folgendermaßen lauten: Import und Handel von Gartengeräten.

Ein häufiger Fehler von Firmen ist es, den Unternehmensgegenstand zu vage zu formulieren. Ausgehend vom obigen Beispiel mit den Gartengeräten könnte eine zu vage Formulierung wie folgt lauten: Import und Handel mit Produkten.

Produkte ist ein sehr dehnbarer Begriff, der dem Geschäftsführer viel Spielraum gibt. Er könnte beispielsweise auf die Idee kommen von jetzt an auch Gartenmöbel zu verkaufen.

Sie als Inhaber sind gegen diese Idee, aber da der Unternehmensgegenstand nicht klar definiert ist, können Sie dieses Vorhaben nicht sofort verhindern.

Daraus kann sich ein Streit entwickeln, der durch eine bessere Formulierung des Unternehmensgegenstandes einfach hätte verhindert werden können.

Dieses Formulierungs-Prinzip gilt natürlich nicht nur für Produkte, sondern auch für Dienstleistungen.

Meine Empfehlung: Formulieren Sie Ihren Unternehmensgegenstand immer so präzise wie möglich. So legen Sie die Befugnisse Ihres Geschäftsführers genau fest und können seine Tätigkeiten besser kontrollieren.

2. Machen Sie eine Geschäftsführerordnung

Mithilfe eines Geschäftsführerordnung können Sie die Befugnisse und Rechte ihres Geschäftsführers noch genauer als mit dem Unternehmensgegenstand bestimmen.

Unter anderem können Sie folgende Punkte können Sie in einer Geschäftsführerordnung festlegen:

  • Finanzielle Ober- und Untergrenzen
  • Für welche Tätigkeiten (zum Beispiel Darlehensverträge oder Bürgschaften)die Zustimmung der Gesellschafterversammlung benötigt wird
  • Welche Handlungsvollmachten der Geschäftsführer im Rahmen seiner Tätigkeit hat

Die Geschäftsordnung muss im Anschluss mit einem Gesellschafterbeschluss verabschiedet werden.

3. Schließen Sie eine Directors-and-Officers-Versicherung ab

Eine Directors-and-Officers-Versicherung (kurz D&O-Versicherung) ist eine Haftpflichtversicherung für Geschäftsführer.

Diese Haftpflichtversicherung wird meistens vom Unternehmen für den Geschäftsführer oder andere Manager abgeschlossen. Kommt es durch Entscheidungen oder Handlungen von diesen leitenden Angestellten zu Vermögensschäden, werden diese Summen von der Versicherung beglichen.

Ohne D&O-Versicherung wäre es sehr gut möglich, dass der Geschäftsführer im Rahmen der Geschäftsführerhaftung für diese Schäden geradestehen muss. Bei hohen Summen kann das den finanziellen Ruin für diese Person bedeuten.

Für Unternehmen ist eine Directors-and-Officers-Versicherung deshalb ein effektiver Weg um alle leitenden Angestellten zu schützen.

Das Unternehmen selbst ist aber nicht versichert. Hierzu muss eine eigene Versicherung abgeschlossen werden, die im nächsten Abschnitt genauer erklärt wird.

Achtung: Damit die Versicherung im Ernstfall auch wirklich zahlt, darf der Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt worden sein. Hat der Geschäftsführer den Schaden nachweislich wissentlich herbeigeführt, steigt die Versicherung aus.

4. Schließen Sie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ab

Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist das Gegenstück zur Directors-and-Officers-Versicherung. Mit dieser Versicherung schützen Sie Ihr Unternehmen vor Schadensersatzansprüchen.

Diese Versicherung deckt aber in der Regel nur Vermögensschäden ab.

Verletzen sich Ihre Kunden aufgrund eines Produktionsfehlers beim Gebrauch eines Ihrer Produkte, sind diese sogenannten Personenschäden nicht versichert.

Deshalb ist eine solche Versicherung vor allem für Anwälte, Sachverständige, Notare oder andere beratende Unternehmen wichtig.

Der größte Fehler bei der Geschäftsführer Anstellung: Fehlendes Tax CMS oder Internes Kontrollsystem

Ohne funktionierende Kontrollsysteme wie etwa einem Tax CMS oder einem Internem Kontrollsystem (kurz IKS) ist Ihr neuer Geschäftsführer Gefahren wie beispielsweise einer (unabsichtlichen) Steuerhinterziehung schutzlos ausgeliefert.

Im Rahmen der sogenannten Geschäftsführerhaftung ist ein Geschäftsführer nämlich direkt für einen begangenen Steuerbetrug verantwortlich. Das gilt auch, wenn er gar nichts davon wusste oder der Betrug von einem anderen Mitarbeiter begangen wurde.

Im schlimmsten Fall kann der Geschäftsführer dafür sogar ins Gefängnis wandern (siehe § 370 AO).

Mithilfe eines Tax CMS oder eines IKS lassen sich diese Haftungsrisiken aber reduzieren und Fehler können einfach ausgebessert werden, ohne dass sofort ein Strafverfahren eröffnet wird.

Wenn Sie mehr zur Geschäftsführerhaftung erfahren möchten, empfehle ich Ihnen diesen ausführlichen Artikel: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-geschaeftsfuehrerhaftung/

Auf der Suche nach einem GmbH-Geschäftsführer bedeutet dieser Sachverhalt folgendes: Mit funktionierenden Kontrollsystemen wird Ihr Unternehmen für Geschäftsführer attraktiver.

Kein solches System zu haben ist deshalb ein großer Fehler. Für Sie wird es schwieriger, fähige Manager anzulocken. Selbst, wenn Sie einen passenden Kandidaten gefunden haben, können Sie Ihn nach Beginn des Arbeitsverhältnisses nicht richtig schützen.

Fazit: Sichern Sie Ihr Unternehmen und Ihren Geschäftsführer ab

Die Anstellung eines GmbH Gesellschafters ist für viele Firmen-Inhaber ein logischer Schritt im weiteren Wachstums ihres Betriebs. Oft haben diese Unternehmer jedoch keinerlei Erfahrung und sind unsicher.

Mit diesem Beitrag möchte ich diese Unsicherheiten beseitigen und Ihnen folgende 4 konkrete Maßnahmen mit auf den Weg geben:

  1. Bestimmen Sie  Unternehmensgegenstand (= Haupttätigkeit Ihres Unternehmens) so präzise wie möglich
  2. Legen Sie spezifische Rechte für den Abschluss von Verträgen in einer Geschäftsführerordnung fest
  3. Beschränken Sie mit einer Directors-and-Officers Versicherung die Haftung des Geschäftsführers
  4. Schließen Sie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ab und schützen Sie Ihr Unternehmen vor bestimmten Strafzahlungen

Befolgen Sie diese Ratschläge, sind Sie auf der Suche nach einem Geschäftsführer bereits gut aufgestellt. Dennoch kann es Sinn machen, sich nochmals von einem Steuerberater Tipps geben zu lassen.

Denn die Punkte in diesem Beitrag sind nur sehr generell und Ihre individuelle Situation könnte noch weitere Maßnahmen erfordern. Ob das tatsächlich nötig ist, kann jedoch immer nur ein Steuerberater nach einer eingehenden Analyse Ihrer Situation beurteilen.

Falls Sie über diesen Artikel hinaus noch weitere Fragen zur Anstellung eines Geschäftsführers haben oder gerne eine Beratung von einem erfahrenen Steuerberater hätten, stehe ich Ihnen als aktiver Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Sie können  Sie mich jederzeit via E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © baranq – stock.adobe.com