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Privatentnahmen: Diese 3 Risiken müssen Sie bei KGs und Einzelunternehmen beachten

Entnehmen Sie öfter Geld oder betriebliche Gegenstände aus Ihrem Unternehmen? Wissen Sie eigentlich, wie sich solche Entnahmen auf Ihre Steuern auswirken? Und welche Risiken haben Sie als Unternehmer wenn Sie etwas aus Ihrem Betrieb entnehmen?

Aus meiner Erfahrung als Steuerberater in Hamburg weiß ich, dass diese Punkte für Unternehmer oft unklar sind. Viele meiner Mandanten kommen mit diesen oder ähnlichen Fragen auf mich zu oder möchten wissen, ob man mit Privatentnahmen Steuern sparen kann.

Hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen. Ich erkläre Ihnen leicht verständlich, was Privatentnahmen eigentlich sind, wie sie versteuert werden und worauf Sie bei Einzelunternehmen bzw. Personengesellschaften besonders achten müssen.

Was sind eigentlich Privatentnahmen?

Wenn Sie als Inhaber Geld oder auch Gegenstände aus Ihrem Betrieb entnehmen, handelt es sich dabei um eine Privatentnahme. Dieses Geld bzw. die Gegenstände verlassen damit das Betriebsvermögen und werden zu Ihrem Privatvermögen.

Mit einer Privatentnahme reduzieren Sie also das Eigenkapital Ihres Unternehmens.

Ein solcher direkter Zugriff auf das Unternehmens-Vermögen ist in Deutschland allerdings nur bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften, also beispielsweise OHGs oder KGs, möglich.

Bei einer GmbH ist eine Privatentnahme nicht so einfach möglich. Hier kann man sich lediglich einen zukünftigen Gewinnanteil oder auch ein eventuelles Geschäftsführergehalt im Vorhinein auszahlen lassen.

Wie werden Privatentnahmen versteuert?

Ob Privatentnahmen überhaupt versteuert werden, hängt davon ab, ob sie den Gewinn des Unternehmens beeinflussen. Denn der Ausgangspunkt für die Steuer-Berechnung ist immer der Gewinn.

Bei der Besteuerung muss man deswegen zwischen 2 verschiedenen Privatentnahmen unterscheiden:

Entnahme von Geld: Nehmen Sie beispielsweise Bargeld aus der Kasse hat das steuerlich gesehen keine Auswirkungen auf den Unternehmensgewinn. Denn solche Entnahmen sind erfolgsneutral und haben somit auch keine Auswirkungen auf Ihre Steuern.

Entnahme eines Gegenstandes: Entnehmen Sie ein betrieblich genutztes Wirtschaftsgut, stellt das steuerlich einen Verkauf an Sie selber dar. Entnehmen Sie also einen Gegenstand, erhöht sich dadurch Ihr (buchhalterischer) Gewinn um den Wert des entnommenen Wirtschaftsguts. Dadurch erhöht sich auch in weiterer Folge Ihre Steuerlast.

Sie sehen: Ob eine Privatentnahme Auswirkungen auf Ihre Steuern hat, hängt davon ab, ob Sie Geld oder betriebliche Gegenstände aus dem Unternehmen entnehmen.

Welche Risiken hat man als Unternehmer bei Privatentnahmen?

Bei den Risiken von Privatentnahmen muss man zwischen Personengesellschaften und Einzelunternehmern unterscheiden. Denn je nach Rechtsform gibt es hier unterschiedliche Punkte, auf die man achten muss.

Risiken bei Personengesellschaften

Nachschussverpflichtung: Als beschränkt haftender Kommanditist bei einer KG oder einer GmbH & Co. KG können Sie mit einer Privatentnahme eventuell eine so genannte Nachschussverpflichtung auslösen. Das ist dann der Fall, wenn Ihre Privatentnahme höher als Ihr Anteil am Gewinn der Gesellschaft ist.

Die Differenz müssen Sie dann der Gesellschaft rückerstatten. Entnehmen Sie also beispielsweise 10.000 Euro und der Ihnen zustehende Gewinnanteil ist eigentlich nur 7.500 Euro hoch, müssen Sie 2.500 Euro wieder an die Gesellschaft zurückzahlen.

Schlechte Bonitätsbeurteilung: Wenn Banken bei einer Kreditprüfung sehen, dass Sie regelmäßig mehr aus Ihrem Unternehmen entnehmen als Sie überhaupt einnehmen, kann Sie das in Schwierigkeiten bringen.

In einer solchen Situation werden Sie vermutlich keinen Kredit bekommen und die Bank kann in weiterer Folge auch Ihren Überziehungsrahmen beschränken.

Denn sind Ihre Privatentnahmen dauerhaft höher als Ihre Gewinne ist das für die Bank ein klares Signal, das Ihr Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten kommen könnte.

Risiken bei Einzelunternehmen

Schlechte Steuergestaltung: Einzelunternehmer wissen oft nicht, dass sie sich durch geschickte Entnahmen steuerliche Vorteile sichern könnten. Denn Gewinne von Einzelunternehmen, die nicht entnommen werden, werden mit einem reduzierten Steuersatz versteuert.

Für den Teil der nicht entnommenen Gewinne, kann die Steuer nämlich auf 28,75% begrenzt werden.

Viele Einzelunternehmer wissen das aber nicht und entnehmen oft den gesamten Gewinn. Dann wird der gesamte entnommene Gewinn mit Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert.

Ab einem Einkommen von 55.961 Euro zahlen Sie hier bereits den Spitzensteuersatz von 42%.

Bonität: Hier gilt das gleiche Prinzip wie bei den Personengesellschaften. Übersteigen Ihre Privatentnahmen die Gewinne des Unternehmens, sinkt in der Regel Ihre Bonität bei Banken und Sie bekommen keinen Kredit.

Fazit: Privatentnahmen? Ja! Aber nur mit steuerrechtlichem Hintergrundwissen

Grundsätzlich können Sie als Inhaber eines Einzelunternehmens oder als Teilhaber einer Personengesellschaft immer Privatentnahmen tätigen.

Nur: Entnehmen Sie Gegenstände aus Ihrem Betrieb, wird das vom Gesetzgeber wie ein Verkauf an Sie selbst behandelt. So erhöht sich Ihr Gewinn und Sie zahlen unterm Strich mehr Steuern.

Zu hohe Privatentnahmen können sich auch negativ auf Ihre Bonität auswirken, Ihre Möglichkeiten zur Steuergestaltung beschränken oder bei Kommanditisten eine Nachschussverpflichtung auslösen.

Mein Rat lautet daher: Mit dem nötigen Hintergrundwissen können Sie bedenkenlos Privatentnahmen tätigen. Lassen Sie aber bei dauerhaft hohen Privatentnahmen Vorsicht walten und wenden Sie sich bei Unklarheiten an Ihren Steuerberater.

Denn durch unvorsichtige Privatentnahmen können Sie schnell Ihren guten Ruf bei Banken verspielen oder zu hohe Steuern zahlen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie wissen möchten, wie Sie mit geschickt gestalteten Privatentnahmen Ihre Einkommenssteuer optimieren, können Sie sich gerne bei mir melden.

Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Betriebsprüfung (Teil 2): Der Ablauf

Sie fragen sich, wie eine Betriebsprüfung im Detail abläuft? Müssen Sie sich hier selbst um irgendwelche Formalitäten kümmern oder läuft alles über die Behörde?

In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg werde ich oft von Unternehmern mit diesen Fragen konfrontiert.

Vor allem der genaue Ablauf bereitet vielen Unternehmern Kopfzerbrechen. Wann kommt das Finanzamt vorbei? Muss ich dafür irgendetwas vorbereiten? Kann ich auch nach der Prüfung mit dem Finanzbeamten sprechen und mein Vorgehen rechtfertigen?

Hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen. Ich erkläre Ihnen in 4 Schritten, wie eine Betriebsprüfung abläuft. Außerdem können Sie sich gerne mein Video zum Ablauf einer Steuerprüfung ansehen und sich so alles persönlich von mir erklären lassen.

Der Ablauf der Betriebsprüfung in 4 Schritten einfach erklärt

Schritt 1: Vorbereitung

Wenn sich ein Betriebsprüfer bei Ihnen im Unternehmen angemeldet hat, sollten Sie Ihre Belege griffbereit halten. Sammeln Sie deshalb alle Rechnungen oder Kontoauszüge zusammen, sodass Sie diese dem Prüfer geordnet übergeben können.

So sichern Sie sich bei Ihrem Prüfer schon mal einen guten ersten Eindruck.

Schritt 2: Prüfungshandlung

In diesem Schritt werden alle Belege vom Betriebsprüfer begutachtet. Sie können hier keinen Einfluss ausüben und sind nicht anwesend.

Der Prüfer arbeitet alle Belege durch und schreibt auf, wo seiner Meinung nach gegen Formalismen verstoßen wurde.

Außerdem kann er bestimmte Belege oder auch Verträge nachfordern. Sie haben dann die Pflicht, ihm diese Dokumente zukommen zu lassen.

Schritt 3: Nachbereitung

Hier wird entschieden, ob der Prüfer mit seiner Rechtsauffassung richtig liegt. Sprich: Es wird entschieden, ob die vom Prüfer angekreideten Verstöße auch tatsächlich so stimmen.

Außerdem wird beschrieben, was Sie gegen diese Verstöße unternehmen sollten, oder ob eine Einigung mit dem Finanzamt möglich ist.

Schritt 4: Schlussbesprechung

Hier wird jeder einzelne Punkt und auch das Gesamt-Ergebnis der Prüfung genau durchbesprochen. Hier kommt es sehr häufig vor, dass man wichtige Einigungen mit dem Prüfer erzielen kann.

Eine Einigung könnte beispielsweise sein: Sie verpflichten sich, in Zukunt die Bestimmungen genau einzuhalten. Im Gegenzug verzichtet der Betriebsprüfer auch steuerliche Nachforderungen.

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Sie wollen mehr über den Ablauf der Betriebsprüfung erfahren?

Mit diesem Beitrag habe ich Ihr Interesse für den Ablauf der Betriebsprüfung geweckt und Sie haben noch zusätzliche Fragen?

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen gerne zeigen, was Sie hier beachten müssen und wie Sie häufige Fehler vermeiden.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Gesellschaftsvertrag-optimieren-Symbolbild

Wissen für GmbH-Inhaber: Diese 3 Punkte können Sie in (fast) jedem Gesellschaftsvertrag optimieren

Wissen Sie eigentlich, was genau im Gesellschaftsvertrag Ihrer GmbH steht? Sind alle wichtigen Punkte wie etwa die (steuerschonende) Unternehmensnachfolge oder Abfindungen für ausscheidende Gesellschafter optimal geregelt? Oder gibt es hier ungenutztes Verbesserungspotential?

Laut meiner 15-jährigen Erfahrung als Steuerberater in Hamburg ist fast immer letzteres der Fall. Denn viele Unternehmer wissen nicht, was genau in ihrem GmbH-Gesellschaftsvertrag steht, geschweige denn, ob es Verbesserungspotenzial gibt.

So entgehen diesen Unternehmern aber mit großer Wahrscheinlichkeit über die Jahre Tausende Euro an möglicher Steuerersparnis. Denn die Übergangsregeln bei der Unternehmensnachfolge, bei ausscheidenden bzw. auch bei gekündigten Gesellschaftern sind in standardisierten Verträgen meist schlecht geregelt.

Konkret bedeutet das, dass Ihre Steuerlast wahrscheinlich höher als nötig ist und mit Vertrags-Anpassungen deutlich gesenkt werden könnte.

Genau hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen. Ich erkläre Ihnen, welche Punkte in fast jedem GmbH-Gesellschaftsvertrag verbessert werden können und was Ihnen diese Verbesserungen konkret bringen.

Außerdem erfahren Sie, wie Sie (bzw. Ihr Rechtsanwalt oder Steuerberater) bei den Anpassungen im Detail vorgehen sollten.

Welche Punkte werden in einem GmbH-Gesellschaftsvertrag geregelt?

Vereinfacht gesagt wird in einem Gesellschaftsvertrag das Verhältnis zwischen den Gesellschaftern in einer GmbH geregelt.

Hier wird beispielsweise bestimmt, wie Gewinne ausgeschüttet werden, welche Befugnisse der Geschäftsführer hat und ob einzelne Gesellschafter Sonderrechte (zum Beispiel Veto-Rechte bei Abstimmungen) zugestanden bekommen.

Außerdem wird im Gesellschaftsvertrag festgelegt, wie viele Personen bei einer Gesellschafterversammlung anwesend sein müssen und welche Mehrheit für einen Gesellschafterbeschluss notwendig ist.

Eine vollzählige Aufzählung aller Punkte, die in einem GmbH-Gesellschaftsvertrag geregelt sind, würde aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Bei Interesse können Sie gerne alle Punkte im GmbH-Gesetz nachlesen.

Um die Nachfolgenden Verbesserungs-Tipps zu verstehen ist das jedoch nicht notwendig.

Diese 3 Punkte kann man in fast jedem GmbH-Gesellschaftsvertrag verbessern

 

1. Anpassungen an die aktuelle Rechtslage bzw. veränderte Gesetze: Manchmal müssen Gesellschaftsverträge an die aktuelle Rechtslage angepasst werden. Anlass dafür ist in der Regel eine Gesetzesänderung.

Im Jahr 2017 musste beispielsweise aufgrund eines neuen Gesetzes die qualifizierte Mehrheit bei Beschlussfassungen im Bereich der Sozialversicherungsfreiheit von Gesellschaftern geändert werden.

Für Sie ist es wahrscheinlich schwierig hier den Überblick zu behalten. Deshalb sollten Sie in regelmäßigen Abständen bei Ihrem Rechtsanwalt oder Steuerberater nachfragen, ob Sie aufgrund einer Gesetzesänderung Handlungsbedarf haben.

2. Erbschaften steuerlich besser regeln: Möchten Sie Ihren GmbH-Anteil irgendwann an Ihre Kinder vererben, müssen Sie in Deutschland Erbschaftssteuer bezahlen. Diese Erbschaftssteuer kann schnell mehrere Tausend Euro betragen und so einen Großteil Ihres Erbes wieder „auffressen“.

Mit der richtigen steuerlichen Gestaltung können Sie die Steuerlast für Ihre Nachkommen jedoch drastisch reduzieren. Dafür muss allerdings die Unternehmensübergabe an Ihre Erben genau im Gesellschaftsvertrag geregelt sein.

In standardisierten Gesellschaftsverträgen sind diese Regelungen aber immer unzureichend. Nehmen Sie hier keine Änderungen vor, werden Ihre Erben von der Steuerlast förmlich erdrückt.

Zusammen mit einem Steuerberater sollten Sie deshalb bereits 10 Jahre vor der geplanten Unternehmensübergabe einen Nachfolge-Plan erarbeiten und Ihren Gesellschaftsvertrag dementsprechend ändern.

3. Abfindungsregelungen anpassen: Laut Gesetz (§738 BGB) steht ausscheidenden, gekündigten oder verstorbenen Gesellschaftern bzw. deren Erben eine Abfindung zu. Diese Abfindung bemisst sich am Unternehmenswert und dem prozentualen Anteil des Gesellschafters.

Welche Abfindungen Sie aber tatsächlich bezahlen müssen, kann im Gesellschaftsvertrag geregelt werden.

Mit sogenannten Abfindungsklauseln können Sie nämlich die gesetzlichen Abfindungsansprüche beschränken und so Ihre GmbH vor hohen Zahlungen schützen.

Wird eine Abfindung allerdings zu stark beschränkt, kann diese Abfindungsklausel als sittenwidrig eingestuft werden. Dann ist die Klausel ungültig und Sie müssen erst wieder die volle gesetzliche Abfindung bezahlen.

Holen Sie sich deshalb hier unbedingt Hilfe von einem Steuerberater.

Welche konkreten Vorteile haben Sie durch diese Verbesserungen?

Sie optimieren Ihre Steuerlast

Egal, ob Sie Ihre GmbH an Ihre Kinder vererben oder an jemanden verkaufen: Hier fallen Steuern an. Mit einer geschickten Gestaltung können Sie Ihre Steuerlast aber drastisch reduzieren und so Tausende Euro an Steuern sparen.

Diese geschickte Gestaltung fängt dabei mit einer Optimierung Ihres Gesellschaftsvertrags an. Welches Vorgehen hier für Sie am besten ist, kann aber nur ein Steuerberater nach einer genauen Analyse bestimmen. Ihre individuelle Situation ist entscheidend für alle weiteren Schritte.

Nachfolgeregelung entspricht Ihren Wünschen

Wer im Falle Ihres Ablebens Ihre Gesellschaftsanteile erbt, kann bei einer GmbH im Gesellschaftsvertrag geregelt werden. Mit einer sogenannten Abtretungsklausel können Sie eine bestimmte Person benennen, die Ihren Anteil erben soll.

Wichtig: Regeln Sie die Erbfolge Ihrer Gesellschaftsanteile nicht im Gesellschaftsvertrag, werden die Anteile unter Ihren gesetzlichen Erben aufgeteilt.

Um sicherzustellen, dass Ihre Nachfolge wirklich zu Ihren Wünschen geregelt wird, müssen Sie also den Gesellschaftsvertrag Ihrer GmbH anpassen.

Sie halten Gesetze ein

Wie oben bereits erklärt, muss Ihr Gesellschaftsvertrag an veränderte Gesetze angepasst werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Nehmen Sie keine Veränderungen vor, verstößt Ihr Gesellschaftsvertrag gegen geltendes Recht.

Durch einen angepassten Gesellschaftsvertrag haben Sie also die Sicherheit, dass Sie neue Gesetze einhalten und nicht in rechtliche Schwierigkeiten geraten.

Wie geht man bei den Vertrags-Anpassungen vor?

Grundsätzlich sollten Sie sich hier immer Hilfe von einem Steuerberater oder einem Rechtsanwalt holen.

Bei Fragen zu Anpassungen für die optimale Steuergestaltung, ist ein Steuerberater der richtige Ansprechpartner. Zielen Ihre Verbesserungen also darauf ab, Erbschaften, Schenkungen oder Abfindungen neu zu regeln, um Steuern zu sparen, müssen Sie sich an einen Steuerberater wenden.

Ist Ihr Hauptziel, Ihren Vertrag an eine veränderte Rechtslage anzupassen, ist ein Rechtsanwalt die richtige Adresse.

Fazit: Bei GmbH-Gesellschaftsverträgen geht viel Einsparungs-Potential verloren

Viele Unternehmen könnten durch geschickte Anpassungen ihres Gesellschaftsvertrags die Unternehmensnachfolge und auch Abfindungen besser regeln. So würden sie über die Jahre Tausende Euro an Steuern sparen.

Leider ist das allerdings nur wenigen Unternehmern bewusst und viel Einsparungs-Potential geht verloren.

Mit den Informationen aus diesem Beitrag wissen Sie an welchen „Stellschrauben“ Sie in Ihrem Gesellschaftsvertrag drehen können, um ihn verbessern.

Durch diese Verbesserungen optimieren Sie Ihre Steuerlast, regeln die Unternehmensnachfolge besser nach Ihren Wünschen und halten sich an aktuelle Gesetze.

Sie haben noch weitere Fragen zum Gesellschaftsvertrag oder möchten Ihren Gesellschaftsvertrag von einem erfahrenen Steuerberater optimieren lassen?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Betriebspruefung-Basiswissen

Betriebsprüfung (Teil1): Grundsätzliches

Sie haben im Gespräch mit anderen Unternehmern schon von Betriebsprüfungen gehört, wissen aber eigentlich nicht so richtig, was da eigentlich genau geprüft wird? Welche Formvorschriften und Gesetze sind hier relevant und wie halten Sie sie richtig ein? Drohen Ihnen gar hohe Strafen?

Keine Sorge, so geht es vielen Unternehmern. Deshalb erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag was eine Betriebsprüfung ist, welche Punkte genau geprüft werden und wie oft eine Betriebsprüfung in Ihrem Unternehmen vorkommen kann.

Was ist eine Betriebsprüfung überhaupt?

Eine Betriebsprüfung ist eine staatliche Kontrolle von Unternehmen. Grundsätzlich wird geprüft, ob Formvorschriften und Gesetze eingehalten werden.

Beispielsweise werden Belege analysiert und es wird kontrolliert, ob alles richtig ausgefüllt wurde. Außerdem wird geprüft, ob alle Gesellschafter oder der Geschäftsführer die richtigen Verträge haben. Auch Mietverträge können untersucht werden.

Wie oft kann mein Unternehmen überprüft werden?

Eine Betriebsprüfung wird immer in unregelmäßigen Abständen durchgeführt. Man kann also nie pauschal sagen, wie oft Ihr Unternehmen geprüft werden kann.

Als Faustregel gilt aber: Je größer Ihr Unternehmen ist, desto häufiger wird es geprüft. Je kleiner Ihr Unternehmen ist, desto seltener wird es geprüft.

Bitte beachten Sie, dass diese Faustregel nur für „Vorzeige“-Unternehmen gilt. Unternehmen, die Ihre Steuererklärung immer zu spät oder unvollständig abgeben, werden auch häufiger geprüft.

Dann spielt die Unternehmensgröße keine Rolle mehr.

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Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen gerne zeigen, was Sie hier beachten müssen und wie Sie häufige Fehler vermeiden.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Horrorszenario-Steuerpruefung-Symbolbild

Horror-Szenario Steuerprüfung: Diese 2 Fehler werden Deutschen Unternehmen oft zum Verhängnis

Sie sind Unternehmer und haben Angst, wegen einer Steuerprüfung Tausende Euro an Steuern nachzuzahlen oder im schlimmsten Fall sogar im Gefängnis zu landen? Sie wissen eigentlich gar nicht, was bei dieser Prüfung genau geprüft wird? Kommt der Prüfer einfach so in Ihr Unternehmen oder wird die Prüfung vorher angekündigt?

Viele meiner Mandanten sind bei Betriebsprüfungen (umgangssprachlich Steuerprüfungen genannt) unsicher und befürchten, dass eine solche Prüfung ihr Unternehmen gefährden könnte.

Tatsächlich kommen laut meiner langjährigen Erfahrung als Steuerberater in Hamburg Unternehmen vor allem durch 2 häufige Fehler bei einer Betriebsprüfung in Schwierigkeiten.

Mit der richtigen Vorbereitung können Sie diese Fehler jedoch relativ einfach vermeiden. Genau hier möchte ich mit diesem Artikel ansetzen:

Ich kläre Sie über die 2 häufigsten Fehler bei der Betriebsprüfung auf. Und ich erkläre Ihnen, warum viele deutsche Unternehmen nach einer Betriebsprüfung Steuern nachzahlen müssen.

Außerdem erfahren Sie, was bei einer Betriebsprüfung genau geprüft wird, welche Strafen Ihnen drohen und durch welche Maßnahmen Sie all das verhindern können, um Ihr Unternehmen zu schützen.

Was wird bei einer Betriebsprüfung überhaupt genau geprüft?

Bei einer Betriebsprüfung wird unter anderem kontrolliert, ob Sie Formalismen bei Verträgen oder Belegen eingehalten haben. Es wird geprüft, ob die Belege richtig ausgefüllt wurden und ob die Gesellschafter alle passende Verträge mit dem Unternehmen abgeschlossen haben.

Geprüft werden kann hier bis zu 3 Jahre in die Vergangenheit. Findet also 2020 bei Ihnen eine Betriebsprüfung statt, können bis zum Jahr 2017 zurück alle Belege und Verträge kontrolliert werden.

Zusätzlich kann auch im Rahmen einer Kassenbuchnachschau Ihr Kassenbuch kontrolliert werden. Dabei wird geprüft, ob der im Kassenbuch angeführte Saldo auch tatsächlich mit dem Betrag in Ihrer Kasse übereinstimmt.

Kommt es hier zu Abweichungen, ist also beispielsweise der Betrag in Ihrer Kasse höher als der angegebene Saldo im Kassenbuch, werden vom Finanzamt Umsätze hinzugeschätzt.

Dadurch erhöht sich Ihre Steuerlast und Sie werden so vom Finanzamt für diese Unregelmäßigkeiten „bestraft“.

Muss eine Prüfung immer vorher angekündigt werden?

Hier kommt es darauf an, was genau geprüft wird. Eine „normale“ Betriebsprüfung, bei der Belege und Verträge geprüft werden, muss immer vorher angekündigt werden.

Eine reine Umsatzsteuernachschau oder eine Kassenbuchnachschau kann aber auch spontan und ohne Ankündigung durchgeführt werden. Diese Prüfungen sind allerdings auch weniger umfangreich als eine reguläre Betriebsprüfung.

Werden bei diesen „kleineren“ Prüfungen allerdings Unregelmäßigkeiten festgestellt, kann das für das Finanzamt der Anlass sein, eine umfangreiche Betriebsprüfung durchzuführen.

Diese Betriebsprüfung muss dann aber wieder unter Einhaltung einer Frist bekanntgegeben werden.

Wie läuft eine Betriebsprüfung im Detail ab?

Schritt 1: Vorbereitung

Wenn sich ein Betriebsprüfer bei Ihnen im Unternehmen angemeldet hat, sollten Sie Ihre Belege griffbereit halten. Sammeln Sie deshalb alle Rechnungen oder Kontoauszüge zusammen, sodass Sie diese dem Prüfer geordnet übergeben können.

So sichern Sie sich bei Ihrem Prüfer schon mal einen guten ersten Eindruck.

Schritt 2: Prüfungshandlung

In diesem Schritt werden alle Belege vom Betriebsprüfer begutachtet. Sie können hier keinen Einfluss ausüben und sind nicht anwesend.

Der Prüfer arbeitet alle Belege durch und schreibt auf, wo seiner Meinung nach gegen Formalismen verstoßen wurde.

Außerdem kann er bestimmte Belege oder auch Verträge nachfordern. Sie haben dann die Pflicht, ihm diese Dokumente zukommen zu lassen.

Schritt 3: Nachbereitung

Hier wird entschieden, ob der Prüfer mit seiner Rechtsauffassung richtig liegt. Sprich: Es wird entschieden, ob die vom Prüfer angekreideten Verstöße auch tatsächlich so stimmen.

Außerdem wird beschrieben, was Sie gegen diese Verstöße unternehmen sollten, oder ob eine Einigung mit dem Finanzamt möglich ist.

Schritt 4: Schlussbesprechung

Hier wird jeder einzelne Punkt und auch das Gesamt-Ergebnis der Prüfung genau durchbesprochen. Hier kommt es sehr häufig vor, dass man wichtige Einigungen mit dem Prüfer erzielen kann.

Eine Einigung könnte beispielsweise sein: Sie verpflichten sich, in Zukunft die Bestimmungen genau einzuhalten. Im Gegenzug verzichtet der Betriebsprüfer auch steuerliche Nachforderungen.

Durch diese 2 Fehler werden deutsche Unternehmen am häufigsten vom Finanzamt gestraft

Formelle Fehler in Verträgen oder bei Belegen: Verträge in Unternehmen enthalten relativ häufig Formfehler. Auch Belege werden manchmal falsch ausgefüllt und sind deswegen fehlerhaft.

Hier reicht bereits ein kleiner Fehler aus, um sich in den Augen der Behörde strafbar zu machen.

Was noch dazukommt: Die Chance, dass ein solcher Fehler entdeckt wird, ist heutzutage sehr hoch. Denn alle Verträge und Belege werden von der Behörde mit einer Spezial-Software untersucht. Bei Unregelmäßigkeiten wird dann der „menschliche“ Prüfer verständigt.

Durch die elektronische Unterstützung können so ganze Berge an Belegen und Verträgen schnell und sehr genau geprüft werden. Die Chance, das die Behörde einen formellen Fehler übersieht, ist deshalb sehr gering.

Kein Tax CMS und kein Internes Kontrollsystem (kurz IKS): Ein Tax CMS hilft Ihnen dabei, steuerrechtliche Formvorschriften genauer einhalten zu können. Auch beim Internen Kontrollsystem (IKS) handelt es sich um es sich um ein elektronisches Programm, dass Prozesse in Ihrem Unternehmen untersucht und auf Formfehler prüft.

Ein IKS ist allerdings nicht auf steuerliche Aspekte beschränkt, sondern umfasst das gesamte Unternehmen.

Ohne diese Systeme ist es für ein Unternehmen heutzutage schwierig, alle formellen Vorgaben genau einzuhalten.

Sehr viele Unternehmen verzichten aber leider immer noch auf diese Hilfen und setzen Ihr Unternehmen so (oft auch unbewusst) einer großen Gefahr aus.

Welche Strafen drohen mir, wenn formelle Fehler gefunden werden?

Im Normalfall drohen Ihnen hier keine Strafen im Sinne eines Strafverfahrens, also beispielsweise eine Geldstrafe oder gar eine Gefängnisstrafe.

Kommt es zu Unregelmäßigkeiten, schätzt das Finanzamt einfach Umsätze hinzu. So erhöht sich Ihre Steuerlast und Ihre „Strafe“ ist dann eine Steuernachforderung.

Treten diese Unregelmäßigkeiten besonders häufig auf, kann sogar Ihre gesamte Buchhaltung verworfen werden.

Dann wird Ihr gesamter Umsatz und auch Ihr Gewinn vom Finanzamt geschätzt.

Wichtig: Diese Schätzung ist immer zu Ihren Ungunsten. Das heißt, Ihr Umsatz und Ihr Gewinn wird so geschätzt, dass Sie in der Regel Steuern nachzahlen müssen. Diese Nachforderungen können sich dann auf mehrere Tausend Euro belaufen.

Haben Sie ein internes Kontrollsystem (IKS) können Sie die Abweichungen unter Umständen sogar straffrei, also ohne Nachzahlungen, korrigieren (siehe Anwendungserlass zu §153 AO).

Handelt es sich aber um einen besonders gravierenden Verstoß, kann auch ein Steuerstrafverfahren gegen Sie eröffnet werden (siehe §370 AO). Hier drohen Ihnen empfindliche Geldstrafen oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.

Wie kann ich als Unternehmer Strafen aufgrund einer Steuerprüfung vermeiden?

1. Richten Sie ein Tax CMS ein: Vereinfacht gesagt ist ein Tax CMS ein Kontrollsystem, dass Ihnen dabei hilft, Ihre Unternehmens-Prozesse an die strengen Bestimmungen des Steuerrechts anzupassen. Ziel dieses Systems ist es, alle Prozesse im Unternehmen so anzupassen, dass Sie alle steuerlichen Vorgaben einhalten.

Alle Prozesse werden übersichtlich erfasst und sind für Sie oder die Finanzbehörde jederzeit einsehbar.

Wie Sie ein Tax CMS am besten in Ihrem Unternehmen einführen, wessen Hilfe Sie dabei benötigen und worauf Sie im Detail achten müssen, habe ich Ihnen in einem ausführlichen Beitrag zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/10-haeufig-gestellte-fragen-zum-digitalen-tax-cms/

2. Richten Sie ein Internes Kontrollsystem (IKS) ein: In Kombination mit einem Tax CMS hilft auch ein Internes Kontrollsystem dabei, die Bestimmungen der Finanzbehörde besser einzuhalten.

Ein IKS beschränkt sich jedoch nicht nur auf steuerliche Prozesse, sondern überwacht in der Regel alle Unternehmensabläufe.

3. Lassen Sie Ihre Verträge von einem Steuerberater prüfen: In der Regel kann Ihnen nur ein Steuerberater sagen, ob Ihre Verträge Formfehler enthalten, die Sie bei einer Betriebsprüfung in Schwierigkeiten bringen.

Sie dürfen dann allerdings keine Verträge neu aufsetzen lassen und rückdatieren. Das ist verboten.

Hier können Sie sich aber mit einem sogenannten Erinnerungsprotokoll behelfen. Bei diesem Protokoll schreiben Sie heute auf, was Sie in der Vergangenheit beim Verfassen des fehlerhaften Vertrags genau gemeint haben und wie es richtig formuliert werden sollte. So korrigieren so Ihren fehlerhaften Vertrag.

Nur: Ob Sie mit diesem Vorgehen tatsächlich Erfolg haben, kommt immer auf die individuelle Situation an. Ein Erinnerungsprotokoll ist kein pauschales „Heilmittel“ für einen fehlerhaften Vertrag.

Fazit: Tax CMS, IKS und Prüfung der Verträge schützt Sie vor Strafen

Bei einer Betriebsprüfung kommt es darauf an, dass Sie alle formellen Vorschriften des Finanzamts auf Punkt und Beistrich einhalten.

Denn kommt es hier zu Unregelmäßigkeiten, werden Umsätze hinzugeschätzt oder im schlimmsten Fall wird sogar Ihre gesamte Buchhaltung „verworfen“.

Ohne Systeme wie ein Tax CMS oder ein internes Kontrollsystem (IKS) ist die genaue Einhaltung der Vorschriften allerdings sehr schwierig.

Mein Rat lautet daher: Führen Sie in Ihrem Unternehmen ein Tax CMS und ein IKS ein. Außerdem sollten Sie alle Verträge von einem erfahrenen Steuerberater prüfen lassen.

Nur so haben Sie die Sicherheit, dass Sie nach einer Betriebsprüfung nicht Tausende Euro an Steuern nachzahlen müssen.

Sie haben noch weitere Fragen zu Betriebsprüfungen oder möchten in Ihrem Unternehmen ein Tax CMS einführen, um bei Betriebsprüfungen auf der sicheren Seite zu sein?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © olly – stock.adobe.com

Gesellschafterversammlung-GmbH-Symbolbild

Vorsicht bei der Gesellschafterversammlung: Diesen Fehler begehen vor allem kleinere GmbHs

Sie sind Eigentümer, Geschäftsführer oder Gesellschafter einer GmbH? Dann nehmen Sie wahrscheinlich jedes Jahr an mindestens einer Gesellschafterversammlung teil.

Aber wissen Sie, ob bei diesen Versammlungen eigentlich immer alles korrekt abläuft? Nein? Dann sollten Sie diesen Beitrag unbedingt bis zum Ende lesen.

In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg fällt mir immer wieder der selbe Fehler auf, den viele kleinere GmbHs machen.

Was dieser Fehler ist, welche Konsequenzen er für Ihr Unternehmen haben kann und wie Sie ihn vermeiden, erkläre ich Ihnen weiter unten in diesem Beitrag. Außerdem erfahren Sie:

  • Was eine Gesellschafterversammlung genau ist
  • Wer an einer Gesellschafterversammlung teilnimmt
  • Wie Gesellschafterbeschlüsse zustande kommen
  • Wie oft eine Gesellschafterversammlung stattfinden muss
  • Wie eine Gesellschafterversammlung abläuft

Was ist eine Gesellschafterversammlung bei der GmbH überhaupt?

Bei einer Gesellschafterversammlung treffen sich alle Teilhaber einer GmbH, um geschäftliche Dinge zu besprechen und Entscheidungen zu treffen.

Dabei kann es sich vom „normalen“ Tagesgeschäft, über optimale Steuergestaltung, bis hin zu geplanten Übernahmen anderer Unternehmen, um viele verschiedene Punkte handeln.

Wer nimmt an der Gesellschafterversammlung teil?

Grundsätzlich kann jeder Gesellschafter einer GmbH an der Gesellschafterversammlung teilnehmen (siehe GmbHG § 47). Halten Sie also einen Anteil an einer GmbH, sind Sie dazu berechtigt, zur Gesellschafterversammlung dieser GmbH zu gehen.

Wie viele Gesellschafter tatsächlich anwesend sein müssen, wird in der Satzung (= Gesellschaftsvertrag) der GmbH festgeschrieben. Darin wird allerdings nicht eine Anzahl an Personen, sondern ein Prozentsatz des gesamten Stammkapitals bestimmt.

Zum Beispiel kann bestimmt werden, dass die Anteile der versammelten Gesellschafter mindestens 75 % des Gesamt-Kapitals betragen müssen. Auf wie viele Personen diese 75 % dann aufgeteilt sind, ist irrelevant.

Wird in der Satzung nichts festgelegt, müssen alle Teilhaber (= 100% des Stammkapitals) an der Versammlung teilnehmen.

Wie kommt in einer Versammlung ein Gesellschafterbeschluss zustande?

Wird in einer Gesellschafterversammlung eine Entscheidung getroffen, nennt man das einen Gesellschafterbeschluss.

Mit welcher Mehrheit ein Gesellschafterbeschluss gefasst werden kann, wird in der Regel in der Satzung der GmbH festgeschrieben. Ähnlich wie bei den Teilnehmern an der Gesellschafterversammlung, wird diese Mehrheit in Prozent des Stammkapitals festgelegt.

Es kann beispielsweise festgelegt werden, dass mindestens die Zustimmung von 75% des Stammkapitals für einen Gesellschafterbeschluss nötig ist. Ob diese 75 % von einer oder 10 Personen gehalten werden, spielt dabei keine Rolle.

Darum gilt: Je höher Ihr Anteil am Stammkapital, desto mehr Macht haben Sie in der Gesellschafterversammlung.

Wird die beschlussfähige Mehrheit nicht in der Satzung bestimmt, können Beschlüsse mit einer einfachen Mehrheit (=50,1% des Stammkapitals) gefasst werden.

Wie oft muss eine Gesellschaftsversammlung stattfinden?

Wie oft eine Gesellschafterversammlung einberufen werden muss, wird in der Satzung der GmbH festgelegt. Pro Jahr muss es jedoch mindestens eine solche Versammlung geben.

In der Praxis findet meistens am Jahresende eine Gesellschafterversammlung statt. Dort wird dann unter anderem der Jahresabschluss diskutiert und beschlossen.

So läuft eine Gesellschafterversammlung bei der GmbH ab

1. Einberufung der Versammlung (in der Regel) mittels Brief: Bei der Einberufung einer regulären Gesellschafterversammlung müssen Sie bestimmte Fristen beachten. Diese sind meistens in der Satzung der GmbH geregelt. Es können aber auch außerordentliche Gesellschafterversammlungen ohne Wahrung von Fristen und Formen einberufen werden.

Das kommt vor allem bei Ein-Mann-GmbHs regelmäßig vor.

In der Einladung zur Gesellschafterversammlung ist eine erste Version der verschiedenen Tagesordnungspunkte anzuführen.

2. Festlegung einer Frist, um Tagesordnungspunkte zu ergänzen: Nachdem die Einladungen an die Gesellschafter verschickt wurden, kann jeder einzelne noch Tagesordnungspunkte ergänzen. Auch hier gilt es, bestimmte Fristen einzuhalten.

3. Bestimmung eines Protokollführers: Nachdem alle Tagesordnungspunkte ergänzt wurden, muss ein Protokollführer festgelegt werden. Diese Person ist für die Mitschrift während der Gesellschafterversammlung verantwortlich.

Soll ein Nicht-Gesellschafter, also zum Beispiel eine Sekretärin, Protokollführer sein, muss das einstimmig beschlossen werden.

Ansonsten ist ein Gesellschafter Protokollführer.

4. Protokollierung von Datum, Uhrzeit, Teilnehmer und jedes Tagesordnungspunktes: Auf dem Protokoll muss der genaue Beginn notiert und alle Teilnehmer der Gesellschafterversammlung aufgelistet werden. Auch eine eventuelle Abstimmung über den Protokollführer muss vermerkt werden.

Danach muss jeder Tagesordnungspunkt sowie die Diskussion der Gesellschafter genau mitgeschrieben werden. Auch alle Beschlüsse sind genau festzuschreiben.

5. Gesellschafter erkennen das Protokoll mit Unterschrift an: Am Ende der Gesellschafterversammlung wird das Protokoll jedem Teilnehmer vorgelegt.

Mit ihrer Unterschrift bestätigen die Gesellschafter die Richtigkeit des Protokolls und erkennen es an.

6. Versammlung wird offiziell beendet: Danach erklärt der Protokollführer die Versammlung für beendet und notiert erneut die Uhrzeit.

7. Protokoll wird in Reinschrift abgetippt und allen Gesellschaftern vorgelegt: Nach dem offiziellen Ende der Versammlung muss das Protokoll innerhalb einer bestimmten Frist vom Protokollführer abgetippt und den Teilnehmern erneut vorgelegt werden.

Jeder Gesellschafter hat dann ein Veto-Recht. Macht ein Gesellschafter tatsächlich von diesem Recht Gebrauch, kann der Protokollführer die Mängel ausbessern. Danach wird das augebesserte Protokoll wieder allen Gesellschaftern zur Unterschrift vorgelegt.

Formalismus wird nicht eingehalten: Diesen Fehler begehen vor allem kleinere GmbHs

Aus den oben beschriebenen Schritten geht hoffentlich deutlich hervor, dass Sie bei einer Gesellschafterversammlung viele Formvorschriften einhalten müssen.

Hier passiert auch der häufige Fehler bei kleinen GmbHs: Viele Eigentümer wissen nicht, dass die Versammlung nach diesen strengen Vorgaben ablaufen und alles genau protokolliert werden muss.

Darum werden diese Vorgaben auch oft nicht eingehalten. Vom Gesetzgeber werden dann aber alle gefassten Gesellschafterbeschlüsse nachträglich als unwirksam beurteilt.

Das kann gravierende Folgen haben: So begehen Sie sehr schnell eine verdeckte Gewinnausschüttung oder machen sich durch eine falsche Gewinnverwendung strafbar. Im schlimmsten Fall können Sie dadurch im Gefängnis landen.

Und das alles nur, weil Sie sich nicht an die Formvorschriften gehalten haben.

Fazit: Halten Sie bei der Gesellschafterversammlung unbedingt alle Formvorschriften ein

Der Ablauf einer Gesellschafterversammlung ist vom Gesetzgeber genau vorgegeben.

Wie viel Umsatz Ihre GmbH macht oder wie viele Gesellschafter es gibt, spielt dabei keine Rolle. Auch kleinere GmbHs müssen sich an alle Vorschriften halten.

Vielen Eigentümern oder Geschäftsführern ist das aber nicht bewusst und Formvorschriften werden nicht eingehalten.

Gesellschafterbeschlüsse werden dann aber vom Gesetzgeber annulliert und Sie machen sich als Eigentümer oder Geschäftsführer schnell durch eine verdeckte Gewinnausschüttung oder eine falsche Gewinnverwendung strafbar.

Darum lautet mein Rat: Auch als Eigentümer oder Geschäftsführer einer kleineren GmbH müssen Sie alle Bestimmungen und Formvorschriften bei Gesellschafterversammlungen kennen. Holen Sie sich hier bei Unsicherheiten Hilfe von einem Anwalt oder Steuerberater.

Nur so haben Sie die Sicherheit, auch wirklich alle Vorschriften einzuhalten.

Sie haben noch weitere Fragen zur Gesellschafterversammlung oder benötigen eine professionelle Beratung, um die strengen Formvorschriften besser einhalten können?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerfoerderung-bei-Elektrorollern

Steuerförderungen (Teil 8): Elektroroller

Sie hätten gerne ein Fahrzeug, mit dem Sie sich schnell und einfach durch die Stadt bewegen können? Genau deshalb denken Sie wahrscheinlich über den Kauf eines Rollers oder eines Mopeds nach.

Rein steuerlich betrachtet ist aber ein Fahrzeug allen anderen Motorrädern überlegen: Der Elektroroller.

Warum das so ist, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag. Sie erfahren, wie Sie mit einem Elektroroller Ihren Gewinn reduzieren und so Steuern sparen.

Wie unterscheidet sich ein Elektroroller steuerlich von anderen Fahrzeugen?

Bei einem betrieblichen PKW oder Moped müssen Sie immer ein Fahrtenbuch führen und so nachweisen, dass das Fahrzeug auch wirklich zum Großteil betrieblich genutzt wird.

Führen Sie kein Fahrtenbuch oder weist es Mängel auf, tritt die 1% Regelung in Kraft. Mit dieser Regelung müssen Sie jeden Monat 1% des ursprünglichen Neupreises Ihres Mopeds als Einnahme verbuchen und haben dadurch einen steuerlichen Nachteil.

Bei Elektrorollern haben Sie dieses Problem nicht. Denn die Nutzung eines Elektrorollers wird pauschal immer zu 100% als betrieblich angesehen. Wofür Sie den Roller tatsächlich verwenden, spielt keine Rolle.

Sie können deshalb einen Elektroroller immer voll abschreiben und so Ihren steuerlichen Gewinn mindern.

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

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Sie wollen mehr über Steuerförderungen für Elektroroller erfahren?

Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu Steuerförderungen bei Elektrorollern oder möchten wissen, wie Sie beim Kauf am besten vorgehen?

Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer bei Elektrorollern nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Verkauf-von-GmbH-Anteilen-Symbolbild

Sie möchten Ihre GmbH-Anteile verkaufen? Auf diese 4 Punkte müssen Sie achten

Sie sind an einer Gesellschaft beteiligt, möchten Ihre GmbH-Anteile aber gerne verkaufen? Sie wissen jedoch nicht, worauf Sie dabei achten müssen und welche steuerlichen Bestimmungen hier gelten?

Und wie steht es um die anderen Gesellschafter? Haben diese ein Mitspracherecht oder können Sie beim Verkauf frei entscheiden?

In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg werde ich von meinen Mandanten immer wieder mit diesen Fragen konfrontiert. Viele Gesellschafter sind hier unsicher und haben Angst, beim Verkauf einen Fehler zu begehen und zu viel Steuern zu zahlen.

Deshalb habe ich die häufigsten Fragen zum Verkauf von GmbH-Anteilen gesammelt und als Grundgerüst für diesen Beitrag verwendet.

Sie erfahren, warum Sie beim Verkauf unbedingt auf den Gesellschaftsvertrag, eine mögliche Sperrminorität oder steuerliche Freibeträge achten müssen. Außerdem erkläre ich Ihnen, warum Sie sich beim Verkauf Hilfe von einem Steuerberater holen sollten.

Diese 4 Punkte müssen Sie beim Verkauf Ihrer GmbH-Anteile beachten

Hier fasse ich für Sie die wichtigsten Punkte, die Sie beim Verkauf Ihrer GmbH-Anteile beachten müssen, leicht verständlich zusammen:

1. Überprüfen Sie die Satzung der GmbH auf Mitsprache- oder Vorkaufsrechte

Ob die anderen Gesellschafter der GmbH ein Mitspracherecht beim Verkauf haben, wird immer in der Satzung (=Gesellschaftsvertrag) bestimmt. Ein Mitspracherecht muss immer im Voraus in dieser Satzung festgeschrieben werden.

Steht nichts von einem Mitspracherecht im Gesellschaftsvertrag, müssen Sie auch niemanden um Zustimmung bitten.

Heißt für Sie: Bevor Sie aktiv nach einem Käufer für Ihre Anteile suchen, müssen Sie den Gesellschaftsvertrag genau überprüfen.

Neben einem Mitspracherecht kann auch noch ein Vorkaufsrecht für Ihre Mit-Gesellschafter in den Satzungen festgeschrieben werden.

Haben Sie also einen passenden Käufer für Ihre Anteile gefunden, können Sie den Verkauf nicht sofort abschließen. Denn hat einer Ihrer Mit-Gesellschafter Interesse an den Anteilen, kommt dieser vorher zum Zug.

Ähnlich wie beim Mitspracherecht, muss auch ein Vorkaufsrecht im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben sein.

2. Behalten Sie eine mögliche Sperrminorität im Auge

Sind Sie Mehrheitsgesellschafter und möchten nur einen Teil Ihrer GmbH-Anteile verkaufen, sollten Sie beim Verkauf immer auf auf eine mögliche Sperrminorität achten.

Eine Sperrminorität ist ein prozentualer Anteil von Stimmen, die in der Gesellschaft zwar eine Minderheit darstellen, aber dennoch einen Beschluss verhindern kann.

Dieser Anteil kann im Gesellschaftsvertrag frei festgelegt werden.

Sprich: Wird im Gesellschaftsvertrag eine beschlussfähige Mehrheit von mindestens 75% festgelegt, kann eine Sperrminorität schon mit 26% der Anteile erlangt werden.

In diesem Fall könnte ein Gesellschafter mit einem Anteil von 26% alle Entscheidungen der GmbH blockieren und Sie wären ohne seine Zustimmung handlungsunfähig.

Möchten Sie trotz des Verkaufs von GmbH Anteilen die volle Kontrolle über Ihr Unternehmen behalten, müssen Sie deshalb unbedingt wissen, mit welcher Beteiligung eine Sperrminorität erreicht wird.

Überprüfen Sie deshalb vor dem Verkauf immer Ihren Gesellschaftsvertrag.

Worauf Sie bei der Sperrminorität noch achten müssen und was eine Sperrminorität für den geschäftsführenden Gesellschafter einer GmbH bedeutet, habe ich Ihnen in einem anderen Beitrag für Sie zusammengefasst. Hier geht’s zum Beitrag: https://www.steuerberatung-breit.de/sperrminoritaeten-der-gmbh-worauf-muessen-sie-als-gesellschafter-achten/

3. Kennen Sie die steuerlichen Bestimmungen beim Verkauf und nutzen Sie Gestaltungsspielraum aus

Erzielen Sie aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen einen Gewinn, könnten diese Gewinne steuerpflichtig sein.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten 5 Jahren mit mindestens 1% an der GmbH beteiligt gewesen sind. Dann sind Ihre Verkaufsgewinne steuerpflichtig.

Aus dieser Regelung ergibt sich steuerlicher Gestaltungsspielraum: Sie könnten beispielsweise Ihre Anteile auf 0,9% reduzieren und mit dem Verkauf dieser restlichen Anteile 5 Jahre warten.

Danach wäre dieser Erlös aus dem Verkauf der 0,9% nicht mehr nach §17 EStG zu beurteilen, da Sie ja zu keinem Zeitpunkt in den letzten 5 Jahren mit mindestens 1% an der GmbH beteiligt waren.

Ist Ihr Verkaufserlös geringer als Ihre Verkaufskosten plus die historischen Anschaffungskosten, können Sie diesen Verlust eventuell steuerlich geltend machen.

Aber auch hier müssen Sie eine Voraussetzung erfüllen: Sie müssen in den letzten 5 Jahren durchgehend mit mindestens 1% an der GmbH beteiligt gewesen sein.

Beachten Sie den Unterschied: Bei Gewinnen reicht bereits ein Tag in den letzten 5 Jahren mit einer Beteiligung von 1% oder mehr aus, um die Steuerpflicht auszulösen. Um Verluste geltend machen zu könne, müssen Sie allerdings wirklich jeden Tag in den letzten 5 Jahren mit mindestens 1% beteiligt gewesen sein.

Erfüllen Sie diese Voraussetzung, können Sie mit einem Verlust aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen Ihr zu versteuerndes Einkommen verringern.

Zusätzlich gibt es noch eine Sonderregelung: Halten Sie einen GmbH-Anteil von weniger als 1% kürzer als 12 Monate, sind Sie nach § 22 EStG steuerpflichtig. Beim Verkauf einer Beteiligung von weniger als einem Prozent kann es sich deshalb aus steuerlicher Sicht lohnen, die Anteile länger als ein Jahr zu halten.

Denn dann zahlen Sie auf einen eventuellen Verkaufsgewinn keine Steuern.

Außerdem gilt: Sind Sie beim Zeitpunkt des Verkaufs über 55 Jahre alt, können Sie laut §34 EStG auch eine attraktive Steuertarifersparnis in Anspruch nehmen.

4. Holen Sie sich Hilfe von einem Steuerberater

Mit dem Wissen aus diesem Beitrag legen Sie den Grundstein für einen erfolgreichen Verkauf Ihrer GmbH-Anteile. Sie wissen, auf welche grundsätzlichen Dinge Sie achten müssen.

Um alle Freibeträge aber auch wirklich nutzen und den Gesellschaftsvertrag korrekt überprüfen zu können, benötigen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit die Hilfe eines Steuerberaters.

Denn ein korrekter Verkauf Ihrer GmbH-Anteile ist komplizierter als man im ersten Moment glaubt. Nur ein erfahrener Steuerberater weiß, wie Sie die Freibeträge voll ausschöpfen können und so möglichst steuerschonend vorgehen.

Fazit: Achten Sie beim Verkauf Ihrer GmbH-Anteile auf die Satzung, Sperrminorität und steuerliche Freibeträge

Überprüfen Sie vor dem Verkauf Ihrer GmbH-Anteile auf jeden Fall immer den Gesellschaftsvertrag auf mögliche Mitsprache- oder Vorkaufsrechte der anderen Gesellschafter.

Verkaufen Sie nur einen Teil Ihrer Beteiligung, sollten Sie in der Satzung kontrollieren, mit welcher (Minderheits)-Beteiligung eine Sperrminorität möglich ist. Ansonsten könnten Sie Ihre GmbH unabsichtlich handlungsunfähig machen.

Um beim Verkauf möglichst steuerschonend vorzugehen, müssen Sie auch alle oben erwähnten steuerlichen Freibeträge und Sonderregelungen nutzen. So können Sie Tausende Euro an Steuern sparen.

Um bei all diesen Punkten keine folgenschweren Fehler zu begehen, sollten Sie sich beim Verkauf von GmbH-Anteilen immer Hilfe von einem Steuerberater holen. Denn als „Steuer“-Laie wissen Sie wahrscheinlich nicht worauf Sie im Detail achten müssen.

Sie haben noch weitere Fragen zum Verkauf von GmbH-Anteilen oder benötigen eine professionelle Beratung eines erfahrenen Steuerberaters?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Unternehmensverkauf-Rente-Symbolbild

Normaler Unternehmensverkauf oder Verkauf gegen eine Rente: Darauf sollten Sie setzen

Sie sind gerade dabei, den Verkauf Ihres Unternehmens zu planen? Sie haben davon gehört, dass Sie Ihre Firma auch gegen eine Rente anstatt einer sofortigen Gesamt-Summe verkaufen können?

Bestimmt Fragen Sie sich jetzt, welche Variante die bessere ist. Auch in meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg kommen immer wieder Unternehmer mit dieser Frage auf mich zu.

Deshalb möchte ich Ihnen die häufigsten Fragen zum Unternehmensverkauf gegen eine Rente in diesem Beitrag beantworten.

Sie erfahren, wie der Verkauf gegen eine Rente genau funktioniert, wie lange Sie diese Rente bekommen und was die steuerlichen Unterschiede zu einem „normalen“ Verkauf sind.

Zum Schluss erhalten Sie außerdem eine grundsätzliche Empfehlung von mir. Ich erkläre Ihnen, ob Sie Ihr Unternehmen immer für eine Gesamt-Summe oder gegen eine Rente verkaufen sollten.

Wie funktioniert der Unternehmensverkauf gegen eine Rente genau?

Hier wird die Verkaufssumme nicht sofort, sondern aufgeteilt über mehrere Jahre bezahlt. In der Regel erhalten Sie dann eine monatliche Rente, die Ihnen Ihr Nachfolger bezahlen muss.

Diese Rente bemisst sich immer am Betrag, den Sie beim Verkauf als Gesamt-Summe erhalten hätten. Sprich: Der gesamte Verkaufserlös ist die Basis für die Renten-Berechnung.

Wie eine solche Rente genau berechnet wird, können Sie in diesem Artikel des Instituts für Wissen in der Wirtschaft nachlesen: https://www.iww.de/mbp/experten-berichten-aus-der-praxis/der-praktische-fall-geschaeftsveraeusserung-gegen-leibrente-vergleich-zwischen-sofort-und-zuflussbesteuerung-f57187

Ich muss Sie allerdings warnen: Die genaue Berechnung ist kompliziert und Sie benötigen wirtschaftliches Fachwissen, um die Kalkulation wirklich zu verstehen.

Um den Rest dieses Beitrags zu verstehen, brauchen Sie dieses detaillierte Wissen aus dem anderen Artikel hingegen nicht.

Wie lange bekommen Sie diese Rente?

Die genaue Länge der Rentenzahlung kommt auf die Vereinbarung im Kaufvertrag an.

Die Rente muss Ihnen aber mindestens 25 Jahre lang nach Abschluss des Vertrags ausgezahlt werden, denn nur so wird sie dem Versorgungsgedanken des Gesetzgebers gerecht. Grundgedanke ist nämlich, Ihre laufende Versorgung in der Zukunft sicherzustellen.

Würde die Rente beispielsweise bereits 10 Jahre nach dem Verkauf enden, wäre diese laufende Versorgung nicht gewährleistet.

Alternativ kann auch vereinbart werden, dass die Rente bis zu Ihrem Tod gezahlt wird. Dann bestimmt logischerweise Ihr Tod, wie lange diese Rentenzahlungen geleistet werden müssen. Eine genaue Anzahl an Jahren wird nicht festgelegt.

So unterscheidet sich der Renten-Verkauf steuerlich von einem „normalen“ Verkauf

Verkaufen Sie Ihr Unternehmen für eine Gesamt-Summe, wird dieser Betrag immer sofort besteuert. Deshalb spricht man in der Fachsprache auch von einer Sofortbesteuerung. Hier können Sie von einem attraktiven Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG profitieren.

Mit diesem Freibetrag reduziert sich Ihr zu versteuernder Gewinn beim Unternehmensverkauf.

Abgesehen von diesem Beitrag haben Sie aber nur einen sehr geringen steuerlichen Gestaltungsspielraum.

Beim Unternehmensverkauf gegen eine Rente haben Sie hingegen die Wahl: Sie können Ihren Verkaufserlös entweder sofort besteuern oder eine sogenannte Zuflussbesteuerung nutzen.

Vereinfacht gesagt werden Ihre monatlichen Raten bei der Zuflussbesteuerung erst versteuert, wenn die Summe der bereits bezahlten Raten den Buchwert des Betriebsvermögens übersteigt.

Im Normalfall dauert es deshalb Jahrzehnte, bis Ihre monatliche Renten-Zahlungen besteuert werden. Sobald die Grenze erreicht ist, werden Ihre Raten jährlich zusammen mit Ihrem sonstigen Einkommen besteuert.

Deshalb haben Sie hier größere steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten als bei einem „normalen“ Verkauf.

Bei der Zuflussbesteuerung können Sie allerdings den oben erwähnten Freibetrag nicht nutzen. Sie „erkaufen“ sich mehr oder weniger die zusätzlichen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Verzicht auf den Freibetrag.

Meine Empfehlung: Verkaufen Sie Ihr Unternehmen immer für eine Gesamt-Summe und nicht gegen eine Rente

Ein Unternehmnsverkauf gegen eine Rente kann aus rein steuerlicher Sicht durchaus Sinn machen. Abhängig von Ihrer persönlichen Situation können Sie so eine attraktivere Steuerprogression ausnutzen.

Aber: Sie wissen nie, ob Ihr Nachfolger das Unternehmen erfolgreich weiterführt und auch wirklich Ihre Rente zahlen kann. Denn geht das Unternehmen insolvent, ist es möglich, dass Sie nicht alle Raten erhalten.

In diesem Fall bleiben Sie auf einem Teil Ihres Verkaufspreises sitzen und müssen Ihre Ansprüche vielleicht in einem langwierigen Insolvenzverfahren durchsetzen. Das kostet Zeit und Nerven.

Deshalb rate ich Unternehmern immer dazu, Ihre Firma sofort für eine Gesamt-Summe zu verkaufen.

So erhalten Sie den gesamten Verkaufspreis sofort und müssen nicht hoffen, dass Ihr Nachfolger die Rente auch zahlen kann.

Sie haben noch weitere Fragen zum Unternehmensverkauf gegen eine Rente oder benötigen Hilfe bei der Unternehmensnachfolge? Dann stehe ich Ihnen als aktiver Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Expertenmeinung-Unternehmensnachfolge-IKZ

Kleine Presseschau: Meine Experten-Meinung in der IKZ zum Thema Unternehmensnachfolge

In den letzten Wochen wurde ich in einem Artikel der prestigeträchtigen Haustechnik-Branchenzeitschrift IKZ zu meiner Meinung bei Notfällen in der Unternehmensnachfolge gefragt.

In diesem Beitrag fasse ich Ihnen diesen Beitrag kurz zusammen und stelle Ihnen den Link zum ausführlichen Beiträgen zur Verfügung. Außerdem verlinke ich auch noch auf themenverwandte Beiträge in meinem Blog, die Sie interessieren könnten.

Ernstfälle in der Unternehmensnachfolge: Meine Expertenmeinung in der IKZ

Angenommen Sie liegen nach einem schweren Autounfall auf der Intensivstation. Ihre Überlebenschancen sind gut, aber bis Sie wieder arbeitsfähig sind, werden noch etliche Monate vergehen.

Was passiert in der Zwischenzeit mit Ihrem Unternehmen? Sind Ihre Mitarbeiter ohne Sie als Inhaber komplett handlungsunfähig?

Als Unternehmer müssen Sie die Antworten auf diese Fragen kennen. Nur so kann Ihr Unternehmen im Notfall weiterbestehen. Unter anderem sollten Sie diese Punkte beachten:

  • Generalvollmacht für Ehepartner
  • Testament und Patientenverfügung im Safe
  • Zugang zu geschäftlichen Kern-Informationen

Worauf Sie bei den einzelnen Punkten genau achten müssen, können Sie im IKZ-Artikel nachlesen. Klicken Sie einfach auf den folgenden Link, um zum Artikel zu gelangen: https://www.ikz.de/nc/detail/news/detail/wie-shk-betriebe-auch-im-notfall-handlungsfaehig-bleiben/

Mehr zum Thema Unternehmensnachfolge auf meinem Blog

Damit Sie erst gar nicht in eine Notfall-Situation kommen, sollten Sie Ihre Unternehmensnachfolge schon Jahre vor Ihrem geplanten Ruhestand planen.

Wie Sie dabei am besten vorgehen, können Sie in diesen Beiträgen nachlesen:

Nachfolgeplanung: So sichern Sie sich und Ihre Kinder ab

Problemfreie Unternehmensnachfolge dank der Digitalisierung, geht denn das?

GmbH und Erben: So regeln Sie die Nachfolge nach Ihren Wünschen

 

Sollten Sie weitere Fragen zur Unternehmsnachfolge haben oder eine professionelle Beratung benötigen, stehe ich Ihnen als kompetenter Steuerberater in Hamburg gerne zur Verfügung.

Rufen Sie mich dazu einfach unter  (+49 40 44 03 03) an, schreiben Sie mir eine E-Mail an (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder verwenden Sie das Kontaktformular (hier klicken!). Gerne können Sie mich auch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei besuchen.

Herzlichst, Ihr

Thomas Breit