Erbschaftssteuer (Teil 3): Wie wird das Betriebsvermögen begünstigt?

In meiner Steuerberatungskanzlei bekomme ich von Mandanten oft dieselben 2 Fragen gestellt: Wie wird mein Betriebsvermögen eigentlich begünstigt? Und führt das nie zu einer Erbschaft- oder Schenkungssteuer?

Um Klarheit zu schaffen, will ich Ihnen daher in diesem Beitrag eine kurze Einführung in die Begünstigung Ihres Betriebsvermögens geben:

Zuallererst: Nicht Ihr gesamtes Betriebsvermögen wird begünstigt

Wirft man einen Blick in das Erbschaftssteuergesetz, so steht dort geschrieben, dass es für das „begünstigte Vermögen“ anfällt. Das bedeutet: Das Erbschaftssteuerrecht begünstigt nicht das Betriebsvermögen in Ihrer Bilanz. Stattdessen fällt es nur auf den Teil Ihres Vermögens an, den Sie zwingend brauchen, um Ihre Einnahmen zu haben.

Diesen Teil misst das Erbschaftssteuerrecht nach tatsächlichen Verhältnissen. Daher können Sie diesen begünstigten Anteil (leider) auch nicht durch Bilanzierungen in die Höhe treiben.

Alles, was Sie nicht zwingend brauchen, wird also nicht begünstigt.

So berechnen Sie den begünstigten Teil Ihres Betriebsvermögens

Um herauszufinden, welcher Anteil Ihres Betriebsvermögens nun wirklich begünstigt wird, müssen Sie wie folgt vorgehen:

  • Sie nehmen Ihre Bilanz.
  • Sie sortieren einzelne Vermögensgegenstände aus.
  • Sie kategorisieren diese mit „begünstigt“ oder „nicht begünstigt“.

Alles was in die Kategorie „begünstigt“ fällt, ist der Saldo, der schließlich auch begünstigt wird.

Dabei haben Sie die Möglichkeit, den Saldo mit 85% oder mit 100% begünstigen zu lassen. Das wäre dann Ihr sachlicher Freibetrag.

Das ging Ihnen zu schnell? Hier habe ich alles noch einmal persönlich zusammengefasst

In meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg haben ich mich unter anderem auf die Themen Erbschaftsteuer und Nachfolgeplanung  spezialisiert. Ich hoffe daher, Ihnen mit diesem Video weitergeholfen zu haben.

Sie haben noch ein paar Fragen dazu?

Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

 

Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen: Wann macht es für Sie Sinn?

Sie überlegen, Ihre Mitarbeiter an der eigenen Firma zu beteiligen? Sie erhoffen sich dadurch mehr Liquidität und Bonität?

Eine Mitarbeiterbeteiligung kann Ihnen all das und noch viel mehr bieten – vorausgesetzt Sie gehen diese aus den richtigen Beweggründen ein.

In diesem Beitrag will ich Ihnen daher zeigen, wann sich eine Mitarbeiterbeteiligung für Sie lohnt und wann Sie es lieber lassen sollten:

4 Gründe, warum Sie Ihre Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen sollten

Grund #1: Zur Unternehmensvergrößerung

Sie wollen Ihr Unternehmen vergrößern, haben aber nicht die finanziellen Mittel dafür? Dabei kann Ihnen die Beteiligung Ihrer Mitarbeiter weiterhelfen:

Anstatt die üblichen Gehälter an Ihre Angestellten auszuzahlen, erhalten diese eine Beteiligung an Ihrem Unternehmen. Dadurch sparen Sie Löhne, werden liquide und verbessern Ihre Bonität bei der Bank.

Besonders für Start-up-Unternehmen bietet sich daher die Beteiligung der Mitarbeiter an der eigenen Firma an.

Grund #2: Zur Finanzierung Ihres Börsengangs

Der Gang an die Börse verursacht für Sie als Unternehmer Kosten, für die oft das nötige Bargeld fehlt. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern allerdings Unternehmensanteile anbieten, können dafür Teile ihrer Gehälter eingespart werden.

Schon ein Verzicht auf 10% der Löhne könnte Ihnen als Inhaber helfen, den Börsengang Ihrer Firma zu finanzieren. So decken Sie die anfallenden Kosten und stellen Ihre Mitarbeiter trotz niedrigerem Gehalt zufrieden.

Wie genau das funktioniert, erfahren Sie in Grund Nummer 3 …

Grund #3: Zur Motivation Ihrer Mitarbeiter

Sind Ihre Mitarbeiter erst mal am Unternehmen beteiligt, steigert sich auch deren Motivation. Als offizielle Anteilhaber liegt der Fortschritt der Firma auch in ihrem Interesse.

Durch die Beteiligung Ihrer Mitarbeiter spornen Sie daher deren Ehrgeiz an, das eigene Unternehmen voranzutreiben.

Grund #4: Zur Bindung Ihrer Mitarbeiter

Sie wollen, dass Ihnen Ihre besten Mitarbeiter noch lange erhalten bleiben? Dann können Sie diese mit einer Beteiligung an Ihre Firma binden.

Verstehen Sie mich nicht falsch, eine Mitarbeiterbeteiligung soll Angestellte nicht zwanghaft festhalten. Ganz im Gegenteil: Sie soll Ihren Mitarbeitern zeigen, wie viel Vertrauen Sie in sie setzen und dass Sie deren Leistung zu schätzen wissen.

Dadurch fühlen sich Ihre Angestellten geachtet und arbeiten gerne für Sie weiter.

Wann ist von einer Mitarbeiterbeteiligung abzuraten?

Nicht immer ist die Beteiligung der Mitarbeiter am eigenen Unternehmen empfehlenswert. Mit den falschen Beweggründen können Sie Ihre Angestellten verlieren oder sogar geklagt werden.

Eines dieser verkehrten Motive ist die Bereicherung an Mitarbeitern. Geht es Ihnen um die finanzielle Ausbeutung Ihrer Angestellten, provozieren Sie dadurch lediglich Kündigungen oder sogar Klagen.

Ebenfalls gefährlich kann die Mitarbeiterbeteiligung in einer Unternehmenskrise werden: Geht es der Firma einmal schlecht, sinkt auch die Motivation der beteiligten Angestellten.

Die Folge: Frustration und erhöhtes Konfliktpotential innerhalb des eigenen Unternehmens.

Was haben Ihre Mitarbeiter von einer Beteiligung?

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern aus den richtigen Gründen eine Beteiligung am Unternehmen an, können diese unter Umständen von folgenden 3 Punkten profitieren:

  • mehr Mitspracherecht
  • Beteiligung an Gewinnen
  • finanziell wertvollere Anteile als das übliche Gehalt

Je nachdem, wie Sie Ihre Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen, ziehen diese unterschiedliche Vorteile daraus. Insgesamt stehen Ihnen 4 verschiedene Wege für die Mitarbeiterbeteiligung offen. Nachlesen können Sie diese in dem folgenden Blogbeitrag: Unternehmensbeteiligung für Mitarbeiter: Wie profitabel ist das für Ihr Unternehmen?

Wer kommt für die Mitarbeiterbeteiligung überhaupt infrage?

Grundsätzlich gilt bei der Mitarbeiterbeteiligung: Entweder Sie bieten sie allen oder keinem Angestellten (derselben Qualifizierung) an. Ausgrenzungen oder Bevorzugungen einzelner Mitarbeiter sollten Sie vermeiden.

Neben dieser Richtlinie können Sie die Beteiligung an Ihrer Firma auf zweierlei Ebenen anbieten: der horizontalen und der vertikalen.

Lassen Sie mich das an einem Beispiel demonstrieren: Beteiligen Sie alle Geschäftsführer an Ihrem Unternehmen, handelt es sich um eine horizontale Beteiligung. Bieten Sie jedoch Firmenanteile jedem an, der sich auch auf einem anderen Level in der Firmenhierarchie befindet (beispielsweise allen Geschäftsführern und leitenden Angestellten), sprechen wir von einer vertikalen Beteiligung.

Mein Tipp nach Beteiligungen: Keine Scham bei Ausgaben

Sollte eine Mitarbeiterbeteiligung für Ihre Firma Sinn machen, müssen Sie diese als Inhaber auch nutzen. Schämen Sie sich nicht davor, das Geld Ihrer Mitarbeiter auch wirklich auszugeben.

Bleibt das Geld in der Firma liegen, hat sich die Mitarbeiterbeteiligung weder für Sie noch für Ihre Mitarbeiter gelohnt.

Fazit: Mitarbeiterbeteiligung ist im Idealfall „Win-win“

Wie in diesem Blogbeitrag zu sehen war, gibt es 4 gute Gründe, warum Sie Ihre Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen sollten. Mit den richtigen Beweggründen profitieren sowohl Sie selbst, als auch Ihre Mitarbeiter:

Eine Beteiligung bietet Ihnen als Inhaber mehr Liquidität, während Ihre Angestellten mehr als das übliche Gehalt verdienen können. Es handelt sich also im Idealfall um eine Win-win-Situation.

Ob sich eine Mitarbeiterbeteiligung auch für Ihre Firma lohnt, kann Ihnen Ihr Steuerberater sagen. Sollten Sie an einer solchen Unternehmensumwandlung interessiert sein, stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei zur Verfügung. Sie können mich auch jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Falsche Beratung bei der Unternehmensnachfolge: Dieser Fehler kostete einen Mandanten 150.000€

Mit diesem Artikel will ich Ihnen als Unternehmer keine Angst einjagen, sondern Sie viel mehr vor finanziellem Schaden schützen. Die falsche Beratung bei der Unternehmensnachfolge kann Sie nämlich Tausende an Euros kosten.

Im folgenden Blogbeitrag will ich Ihnen daher an einem realen Beispiel zeigen,

  • welchen Fehler viele Mandanten bei der Steuerberaterwahl begehen,
  • welche Konsequenzen das haben kann
  • und was eine gute Steuerberatung in der Unternehmensnachfolge auszeichnet.

Häufigster Irrglaube von Mandanten: Jeder Steuerberater weiß gleich viel

Im April 2018 wurde ich von einem neuen Mandanten kontaktiert, welcher nach 4 Jahren der falschen Beratung schließlich meine Hilfe aufsuchte. Sein ehemaliger Steuerberater brachte ihn mit Unwissenheit und Kurzsichtigkeit in ernste Gefahr.

Sie fragen sich, wie es so weit kommen konnte? Ganz einfach: Viele Unternehmer (wie auch dieser Mandant) begehen bei der Wahl Ihres Steuerberaters den Fehler, sich auf die Berufsbezeichnung „Steuerberater“ blindlings zu verlassen.

Was dabei die Wenigsten wissen ist: Nur weil jemand Steuerberater von Beruf ist, heißt das nicht automatisch, dass er über das nötige Fachwissen für Ihr Anliegen verfügt.

Genau wie bei Rechtsanwälten oder Ärzten, muss man sich nämlich auch bei Steuerberatern einen Spezialisten für das jeweilige Gebiet suchen. Denn steuerliches Allgemeinwissen reicht schon lange nicht mehr für eine kompetente Beratung aus.

Von dieser Behauptung nehme ich mich selbst natürlich nicht aus: Auch ich bin Spezialist für bestimmte Angelegenheiten und in anderen Teilbereichen, die der Beruf Steuerberater ebenfalls abdeckt, gibt es kompetentere KollegInnen. Die Ehrlichkeit liegt darin, sich selbst nicht zu überschätzen und den Kunden im Bedarfsfall zum bestmöglichen Ansprechpartner zu vermitteln.

In diesem speziellen Fall, über den ich hier berichten möchte, handelte es sich um eine Beratung zur Unternehmensnachfolge des Mandanten. Der Steuerberater, an den er sich damit wandte, überschätzte leider sein eigenes Können und unterschätzte gleichzeitig die steuerlichen Folgen seiner Ratschläge.

So kann Sie der falsche Steuerberater 150.000€ & Ihre Zukunft kosten

Als wäre ein Schaden von insgesamt 150.000€ noch nicht genug, brachte die fatale Beratung des verantwortlichen Steuerberaters auch die Zukunftspläne meines Mandanten in Gefahr:

Er erkannte nicht die steuerliche Verstrickungen des Falles und gab seinem Klienten falsche Ratschläge bezüglich dessen Sozialversicherung. Daraufhin legte sich besagter Mandant eine private Rente an, obwohl er in Wahrheit in die gesetzliche Rente einzahlen musste.

Das Ergebnis: Aufgrund einer Sozialversicherungsprüfung musste er 38.000€ an die gesetzliche Rentenversicherung nachreichen. Somit zahlte er mehr als 5 Jahre lang die Rente doppelt und konnte nicht alles an Rentenbeiträgen steuerlich absetzen.

Seine komplette Alters-Einkommensplanung wurde dadurch über den Haufen geworfen. Übrig blieb nur jede Menge rausgeschmissenes Geld.

Nicht zu vergessen: Zusätzlich brachten die fatalen Ratschläge des Steuerberaters meinen Mandanten auch in die Gefahr der versuchten Steuerhinterziehung. Dass damit nicht zu spaßen ist, zeigt dieser Artikel aus meinem Blog: Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil 2): Steuerhinterziehung 

Fachwissen & Erfahrung zeichnen Ihren Steuerberater für die Unternehmensnachfolge aus

Damit  Sie nicht auch auf einen unqualifizierten Steuerberater hereinfallen, müssen Sie bei der Auswahl auf folgende 2 Dinge achten:

  1. Fachwissen
    Gerade bei der Unternehmensnachfolge brauchen Sie einen Steuerberater, der das Steuer- und Zivilrecht in und auswendig kennt. Nur so kann er auch die richtige Lösung für Ihr Problem finden.
  2. Erfahrung
    Zusätzlich zum Fachwissen sollte Ihr Steuerberater auch über die nötige Erfahrung in seiner Branche verfügen. Damit meine ich nicht nur den Umgang mit Mandanten, sondern auch die Gestaltung einzelner Fälle.

Erfüllt Ihr Steuerberater diese beiden Voraussetzungen, kann er Ihre Lage präzise erfassen und konstruktive Optionen aufzeigen.

Das darf Ihr Steuerberater bei der Unternehmensnachfolge keinesfalls vergessen

Viele Unternehmer begehen den Fehler, zu spät nach dem richtigen Nachfolger zu suchen. Damit Sie aber Ihre Rente sichern und auch noch in der Pension ein bequemes Leben führen können, braucht es eine gute Nachfolgeplanung.

Insgesamt gibt es 5 Wege, um Ihre eigene und die Zukunft der Firma abzusichern (nachzulesen in diesem Blogbeitrag: Nachfolgeplanung: So sichern Sie sich und Ihre Kinder ab).

Wichtig dabei ist, dass Sie und Ihr Steuerberater nicht die gesetzlichen Sperrfristen im Einkommen-, Erbschaft- und Schenkungssteuerrrecht missachten.

Fazit: Achten Sie auf die Spezialisierung Ihres Steuerberaters

Sie wollen sich auf Ihren Steuerberater verlassen können und keine 150.000€ oder mehr verlieren? Dann brauchen Sie einen Berater, der sich auf Ihr Anliegen spezialisiert hat.

Es braucht Fachwissen und jahrelange Erfahrung, um komplexe Geflechte an Ausnahmen, Rückausnahmen und Grundsätzen zu erkennen, und Sie dementsprechend beraten zu können.

Gefährliches Halbwissen bei der Unternehmensnachfolge kann Sie nämlich nicht nur eine enorme Summe an Geld kosten, sondern auch Ihre gesamte Zukunft bedrohen.

Sollten Sie also Fragen zu Ihrer persönlichen Unternehmensnachfolge haben, stehe ich Ihnen als Spezialist gerne für ein persönliches Gespräch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei zur Verfügung. Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Dozent an Hochschule

Mein neuer Lehrauftrag an der FOM

Kürzlich habe ich meine Verhandlungen mit der FOM – der Hochschule für Ökonomie und Management – abgeschlossen und darf hier nun das erfreuliche Ergebnis veröffentlichen:

Ab dem Wintersemester 2019 werde ich an der größten privaten Hochschule Deutschlands unterrichten.

Genauer gesagt ist die FOM eine Hochschule für Wirtschaft – sie bietet Studiengänge für berufstätige an verschiedenen Standorten in Deutschland (und Wien).

Ich freue mich besonders darüber, aus einem meiner Spezialgebiete, der Unternehmensumwandlung, unterrichten zu dürfen. Meine zukünftigen Studierenden an der FOM in Hamburg sind beruflich tätig in den Bereichen Rechnungswesen, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.

Ab September werden wir gemeinsam die folgenden Themen erarbeiten:

  • Umwandlung von Gesellschaften
  • Umwandlungsgesetz
  • Umwandlungssteuerrecht

Einen kleinen Vorgeschmack auf meinen Unterricht, bekommen Sie hier in meinem YouTube-Video zum Umwandlungssteuergesetz:

Als ich gefragt wurde, an der FOM zu unterrichten, habe ich keine Minute gezögert und mit „Ja“ geantwortet. Gerade die Verbindung zwischen Theorie und Praxis beim Hochschulunterricht hat es mir angetan. An der Seite von hauptberuflichen Hochschulprofessoren werden ich und andere Lehrbeauftragte aus der Praxis gemeinsam unterrichten.

Möchten Sie sich selbst auch mit dem Thema vertraut machen? Lesen Sie hier eine Zusammenstellung meiner beliebtesten Blogbeiträge zum Thema Unternehmensumwandlung: Hier geht’s zum Blogbeitrag.

Mir liegt der persönliche Kontakt zu meinen Studenten sehr am Herzen. Meine Studierenden und auch Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de), Kontaktformular oder persönlich in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

GmbH-Anteile aufteilen Symbolbild

So teilen Sie Ihre GmbH gerecht und steuerschonend unter Ihren Kindern auf

Sie sind Unternehmer und möchten Ihren Betrieb an Ihre Kinder vererben? Sie wissen aber nicht genau, wie Sie Ihre GmbH gerecht und steuerschonend unter Ihren Nachkommen aufteilen?

Mit dieser Situation sind Sie nicht alleine. Jedes Jahr finden sich tausende deutsche Unternehmer in dieser Situation wieder. Deshalb erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag, worauf Sie bei der Aufteilung Ihres Unternehmens achten müssen und wie Sie dabei am steuerschonendsten vorgehen.

Vorab lassen sich 2 grundsätzliche Punkte bei der Unternehmensaufteilung festhalten:

  1. Je früher Sie sich über die Aufteilung Ihrer GmbH unter Ihren Kindern Gedanken machen, desto besser.
  2. Rein steuerlich gesehen ist die Aufteilung einer GmbH auf Ihre Kinder immer ratsam, da jedes Kind über einen eigenen steuerlichen Freibetrag verfügt. Dieser Freibetrag kann bei Erbschaften und Schenkungen geltend gemacht werden.

Erbschaft oder Schenkung: Wie regle ich die Nachfolge steuerlich am besten?

Der bereits oben erwähnte steuerliche Freibetrag bei Erbschaften und Schenkungen beträgt 400.000 Euro pro Kind. Wenn Sie Ihre GmbH also auf 3 Kinder aufteilen, verfügen diese zusammengenommen über einen Freibetrag von 1.200.000 Euro.

Bei Schenkungen kann dieser Freibetrag mehrmals geltend gemacht werden.  Nach dem Ablauf einer Frist von 10 Jahren haben Ihre Kinder wieder einen Freibetrag von 400.000 Euro zur Verfügung. Durch eine schrittweise Schenkung der Unternehmensanteile über mehrere Jahrzehnte können Ihre Kinder also mehrmals von ihren Freibeträgen profitieren.

Diese mehrfache Geltendmachung des Freibetrags ist bei einer Erbschaft nicht möglich. Ihre Kinder profitieren nur einmal von ihrem Freibetrag.

Ob Sie die Unternehmensaufteilung mittels Erbschaft oder Schenkung durchführen sollten, hängt deshalb vom Wert Ihres Unternehmens ab. Ist Ihr Unternehmen mehrere Millionen Euro wert, sparen Sie mit einer schrittweisen Schenkung über mehrere Jahrzehnte tausende Euro an Steuern.

Ist der Wert Ihres Unternehmens jedoch unter dem zusammengerechneten Freibetrag Ihrer Kinder, gibt es keinen steuerlichen Unterschied zwischen einer Erbschaft und einer Schenkung.

Mehr Tipps zum Sparen bei der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen.

Wo muss die Aufteilung der GmbH-Anteile festgeschrieben werden?

Soll die Aufteilung nicht nach der gesetzlichen Erbfolge erfolgen, müssen Sie das in Ihrem Testament festschreiben. Wenn Sie Ihr Unternehmen nach der gesetzlichen Erbfolge aufteilen möchten, muss das nicht ins Testament geschrieben werden. Wie die gesetzliche Erbfolge bei der Aufteilung von Unternehmensanteilen im Detail aussieht, erfahren Sie in diesem ausführlichen Blogbeitrag (hier klicken).

Zusätzlich muss die Nachfolge auch im Gesellschaftsvertrag Ihrer GmbH verankert werden. Hier gibt es 2 Möglichkeiten bei reinen GmbHs:

  1. Abtretungsverfügung: Bei einer Abtretungsverfügung erhalten namentlich genannte Personen (in diesem Fall also Ihre Kinder) Anteile an der Gesellschaft. Erben, die in der Abtretungsverfügung nicht genannt werden, erhalten nur eine Kapitalabfindung und keine Anteile an der Gesellschaft.
  2. Einziehungsverfügung: Bei der Einziehungsverfügung gibt es nur die bereits oben erwähnte Kapitalabfindung. Die Erben bekommen keine Anteile an der Gesellschaft.

Da Sie Ihr Unternehmen unter Ihren Kindern aufteilen möchten, wird für Sie hier nur die Abtretungsverfügung in Frage kommen.

Wie sieht die Lage bei Gesellschafts-Mischformen aus?

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft. Was ist dann eine GmbH & Co. KG?

Nach deutschem Recht gilt die GmbH & Co. KG als Personengesellschaft. Grundsätzlich sind die Schritte der Nachfolgeregelung die gleichen, wie bei der Kapitalgesellschaft.

Regeln Sie aber nichts im Gesellschaftsvertrag, sind die Rechtsfolgen bei Personengesellschaften anders, als bei Kapitalgesellschaften.

Hier liegt auch schon der Hund begraben: Wenn aus einer Personengesellschaft einer der Geschäftspartner ausscheidet (in unserem Fall durch Tod), regelt die so genannte Anwachsung die Verteilung der übrigen Geschäftsanteile. Scheiden Sie also aus der Personengesellschaft aus, werden Ihre Anteile, wegen der Anwachsung, unter den übrigen Gesellschaftern aufgeteilt. Es heißt Anwachsung, weil die Vermögenswerte der anderen Gesellschafter in Höhe des scheidenden Gesellschafters mehr werden, sie wachsen.

Wenn Sie nun Teilhaber einer GmbH & Co. KG sind und Ihre Anteile vererben, bedeutet das:

  1. Ihre GmbH-Anteile, die der GmbH & Co. KG gehören, fallen wegen der Anwachsung in die Hände der verbleibenden Gesellschafter.
  2. Ihre GmbH-Anteile, die den Kommanditisten gehören, gehen an Ihre gesetzlichen Erben.
  3. Ihre KG-Anteile, gehen an die verbleibenden Gesellschafter wegen der Anwachsung.

Ihre Erben haben wegen der Anwachsung keinen Anspruch auf Geschäftsanteile.

Aber keine Sorge, Ihre Erben gehen nicht völlig leer aus:

Sie können zwar keine Mitgesellschafter werden, haben aber Anspruch auf eine Kapitalabfindung. Sie scheiden aus der Gesellschaft aus.

Das Schlechte an diesem Szenario für Ihre Erben: Diese Kapitalabfindung wird einkommensteuerrechtlich besteuert und es ist schwer einen richtigen Unternehmenswert und somit einen richtigen Anspruch auf Kapitalabfindung zu finden.

Was passiert, wenn ein Kind die Erbschaft nicht antreten will?

Falls eines Ihrer Kinder den festgelegten Unternehmensanteil doch nicht erben will, muss das betroffene Kind das gesamte Erbe ausschließen. Eine teilweise Ausschließung der Gesellschaftsanteile ist nicht möglich. Das heißt, dass dann der nächste Pflichtteilsberechtige nachrückt und das gesamte ausgeschlossene Erbe Ihres Kindes erhält.

Fazit: Unternehmensaufteilung früh regeln und Steuern sparen

Eine gerechte und von allen Familienmitgliedern akzeptierte Unternehmensaufteilung ist nur mit einer rechtzeitigen Nachfolgeplanung möglich. Außerdem können Sie durch die baldige Planung zusätzlich noch erhebliche Steuerersparnisse genießen.

Deshalb sollten Sie mit der Unternehmensnachfolge-Planung im besten Fall schon mehrere Jahrzehnte vor der geplanten Unternehmensaufteilung beginnen.

Bei Fragen zur gesetzeskonformen und steuerschonenden Unternehmensaufteilung stehe ich Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © opolja – stock.adobe.com

Die Handelsblatt-Studie hat es bestätigt: Unsere Steuerberatungskanzlei ist überdurchschnittlich gut

Mit Stolz darf ich in diesem Blogbeitrag verkünden, dass unsere 3-Mann-Steuerberatungskanzlei im Marktvergleich locker mit großen Büros mithalten kann:

Laut einer Studie des Handelsblattes (hier geht’s zu dem dazugehörigen Artikel), liegt unsere Kanzlei mit rund 75 von 100 Punkten deutlich über dem Durchschnitt.

Zur Studie: 592 von mehr als 3.700 Teilnehmern schafften es in die Bestenliste

Insgesamt nahmen mehr als 3.700 Steuerberater an der Studie teil, in welcher Leistungen und Fachwissen auf das Genaueste überprüft wurden.

Dabei spielten beispielsweise  Zusatzqualifizierung meiner Mitarbeiter sowie allgemeine Fertigkeiten in der Branche eine entscheidende Rolle.

Im Spezialgebiet Erbschaft und Schenkung schaffte es unsere Kanzlei sogar ins Spitzenfeld und wurde vom Handelsblatt dafür ausgezeichnet (hier erfahren Sie mehr darüber).

Die größte Herausforderung für die meisten Steuerberater: die Digitalisierung

Rund 80% der Teilnehmer gaben bei der Befragung bekannt, dass besonders die Digitalisierung eine Herausforderung für sie darstellt.

Ständige Erreichbarkeit, kürzere Reaktionszeiten und die Digitalisierung einzelner Betriebe erhöhen dabei den Druck auf Deutschlands Kanzleien.

Ich für meinen Teil sehe die Digitalisierung als eines meiner Steckenpferde und helfe Mandanten gerne als „Digitalisierungscoach“ weiter.

So leicht kann der digitale Wechsel wirklich sein

Unsere Kanzlei geht Mandanten mit gutem Beispiel voran und ist seit 2014 zu 100% papierlos. Bei uns gibt es weder Papierakten noch Notizzetteln.

Dass die Digitalisierung auch in Ihrem Betrieb umsetzbar ist und sich langfristig bezahlt macht, zeigen diese beliebten Blogbeiträge:

Wenn Sie mehr über die Digitalisierung und ihre Vorteile erfahren wollen, können Sie mich in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Screenshot von https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/studie-deutschlands-beste-steuerberater-und-wirtschaftspruefer-2019/24203568.html (am 05.06.2019)

Unternehmer beim Halbjahresabschluss

Diese 3 Vorteile haben Unternehmer durch eine Halbjahresbilanz

Sie sind Unternehmer und an der Erstellung einer Halbjahresbilanz interessiert? Sie wissen aber nicht genau, wie Ihr Unternehmen konkret von einer Halbjahresbilanz profitiert und worauf Sie achten müssen?

In Gesprächen mit meinen Mandaten werde ich oft auf die Sinnhaftigkeit von Halbjahresbilanzen für kleine und mittelgroße Unternehmen angesprochen. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag auf diese und weitere Fragen zur Halbjahresbilanz genauer eingehen.

Keine Angst: Sie werden nicht mit buchhalterischen Fachbegriffen und Juristen-Deutsch erschlagen. Dieser Artikel ist auch für Nicht-Buchhalter verständlich.

Ich erkläre Ihnen, was eine Halbjahresbilanz ist, worauf Sie achten müssen und wie Ihr Unternehmen konkret von der Erstellung einer Halbjahresbilanz profitiert.

Was ist eine Halbjahresbilanz?

Eine Halbjahresbilanz ist ein Abschluss zum halben Wirtschaftsjahr. Endet Ihr Geschäftsjahr am 31.12. wäre der 30.06. der Stichtag für eine Halbjahresbilanz.

Wie bei einem regulären Jahresabschluss werden auch bei der Halbjahresbilanz Vermögen und Eigen- bzw. Fremdkapital gegenübergestellt.

Durch eine Bilanz sehen Sie also, wie Ihre Maschinen, Handelswaren oder ähnliches Vermögen finanziert wurden. Außerdem erhalten Sie einen detaillierten Überblick über den finanziellen Ist-Zustand Ihres Unternehmens und können einen Plan für die nächste Periode erstellen.

Welche Unternehmen müssen eine Halbjahresbilanz erstellen?

In Deutschland müssen nur börsennotierte Aktiengesellschaften eine Halbjahresbilanz erstellen. Für alle anderen Unternehmen ist die Erstellung freiwillig.

Diese 3 Vorteile bietet eine Halbjahresbilanz

Obwohl die Erstellung einer Halbjahresbilanz für die meisten Unternehmen nicht verpflichtend ist, können Sie als Unternehmer durch diese 3 Vorteile von einer Halbjahresbilanz profitieren.

1. Erleichterte Unternehmens-Planung

Unangenehme Überraschungen oder Fehlentwicklungen kommen durch eine Halbjahresbilanz schneller ans Tageslicht. Sie sehen, wie sich Ihr Vermögen und Ihr Eigen- bzw. Fremdkapital in der ersten Jahreshälfte entwickelt hat und können die Ergebnisse mit Ihren Planungen vergleichen.

Das erleichtert die weitere Planung für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres enorm. Bei Schwierigkeiten oder unvorhergesehenen Entwicklungen können Sie schneller effektiv gegensteuern und werden nicht erst am Jahresende überrascht.

2. Mehr Zeit für die optimale Steuergestaltung

Eine Halbjahresbilanz erleichtert nicht nur die Unternehmens- sondern auch die Steuerplanung. Zeichnet sich beispielsweise bereits bei der Jahreshälfte ein übermäßig hoher Gewinn ab, können Sie benötigte Investitionen vorziehen und so Ihren Gewinn mindern. Dadurch sinkt auch Ihre Steuerlast.

Erstellen Sie keine Halbjahresbilanz, bemerken Sie solche Möglichkeiten zur Steuergestaltung oft erst sehr spät. Dann können Sie nur mehr begrenzt reagieren und müssen einen hohen Steuer-Betrag ans Finanzamt überweisen.

3. Bonitätsvorteil bei Banken

Sollten Sie größere Finanzierungen durch Banken oder andere Kapitalgeber planen, können Sie sich mit einer Halbjahresbilanz einen Vorteil verschaffen. Denn eine Halbjahresbilanz verschafft Ihnen in der Regel einen Bonitätsvorteil.

Banken bevorzugen bei der Kreditvorgabe logischerweise Unternehmen, die sich regelmäßig mit finanziellen Entwicklungen im Unternehmen auseinandersetzen.

Für Banken besteht so ein niedrigeres Risiko für einen Zahlungsausfall und Sie kommen leichter an Ihre gewünschte Finanzierung.

Darauf müssen Sie bei der Halbjahresbilanz achten

Grundsätzlich sind bei der Halbjahresbilanz alle Punkte zu beachten, die auch bei einem regulären Jahresabschluss wichtig sind.

Unter anderem müssen alle Erträge und Aufwendungen periodenrichtig gebucht werden, Abschreibungen von Vermögensgütern mit den korrekten Abschreibungssätzen durchgeführt werden oder Rückstellungen für eventuelle Aufwände in der nächsten Periode gebildet werden.

Eine vollständige Auflistung aller wichtigen Punkte bei der Halbjahresbilanz würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Deshalb möchte Ihnen eine umfassene Checkliste des IWW-Instituts ans Herz legen. In dieser Checkliste können Sie viele wichtige Punkte zum Jahres- bzw Halbjahresabschluss nachlesen. Klicken Sie hier, um zur Checkliste zu gelangen.

Fazit: Halbjahresbilanz hilft bei der Steuergestaltung und sorgt für Bonitätsvorteil

Die Erstellung einer Halbjahresbilanz ist für die meisten Unternehmen in Deutschland nicht verpflichtend.

Allerdings hilft Ihnen als Inhaber eines kleinen oder mittelgroßen Betriebes eine Halbjahresbilanz bei der Unternehmens- und Steuerplanung. Außerdem bringt Ihnen eine Halbjahresbilanz in der Regel einen Bonitätsvorteil bei Banken.

Sie müssen sich aber auch bewusst sein, dass eine Halbjahresbilanz höhere Steuerberatungskosten zur Folge hat. Diese Kosten werden jedoch meistens durch die oben erwähnten Vorteile mehr als aufgewogen.

Sie haben weitere Fragen zur Erstellung einer Halbjahresbilanz für Ihr Unternehmen?

Ich stehe Ihnen als aktiver Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Elnur – stock.adobe.com

Creditshelf Gastbeitrag

Mein Gastbeitrag für das Unternehmen Creditshelf

Kürzlich durfte ich als Experte für Unternehmensnachfolge einen Gastbeitrag auf dem Blog des Unternehmens Creditshelf veröffentlichen.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit individuellen Finanzierungen für kleine und mittelgroße Unternehmen. Ich wurde gebeten, einen Beitrag zu einem meiner Spezialgebiete zu schreiben. Dem Wunsch bin ich mit Freude nachgekommen.

Über das Ergebnis können Sie sich unter diesem Link ein Bild machen: Gut getimt, flexibel und steueroptimiert: So gelingt die Unternehmensnachfolge

In meinem Gastbeitrag dreht sich alles um die Unternehmensnachfolge

In meinem Beitrag erläutere ich die derzeitige Situation um die aktuelle Nachfolgesituation für KMUs in Deutschland. Außerdem erkläre ich, warum es so wichtig ist, mit der Nachfolgeplanung rechtzeitig zu beginnen.

Wussten Sie, dass Sie mit der richtigen Nachfolgeplanung bares Geld sparen können? Mit der passenden Planung Ihrer Unternehmensnachfolge ist das möglich. Aber nicht nur das, mit der richtigen Nachfolgeplanung können Sie sich als Unternehmer auf alle Eventualitäten vorbereiten und sogar Familienstreitigkeiten vermeiden.

In meinem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die für Sie richtige Strategie zur Unternehmensnachfolge finden und warum dieses Unterfangen selten eine rein steuerliche Angelegenheit ist.

Falls Sie sich noch ausführlicher über das Thema Unternehmensnachfolge informieren möchten, könnte der folgende Beitrag aus meinem eigenen Blog für Sie sehr hilfreich sein: Es ist Zeit für Ihre Nachfolgeplanung! Meine 4 beliebtesten Blogbeiträge zur Unternehmensnachfolge aus 2018

Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir von Creditshelf entgegen gebracht wurde. Dieses Unternehmen leistet einen wichtigen Beitrag zum Fortbestand von mittelständischen Unternehmen in Deutschland.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: Screenshot von https://medium.com/creditshelf/gut-getimt-flexibel-und-steueroptimiert-so-gelingt-die-unternehmensnachfolge-61d77143cb90 (am 09.05.2019)

Steuern, Käuferwahl & Verträge: Das müssen Sie beim Unternehmensverkauf ins Ausland beachten

Sie wollen Ihre Firma zu einem guten Preis verkaufen? Ein Geschäftsmann aus dem Ausland zeigt an Ihrem Angebot Interesse?

In diesem Beitrag will ich Sie als Inhaber über die Vorbereitung und (steuerrechtlichen) Folgen einer Veräußerung ins Ausland informieren. Erfahren Sie hier:

  • worauf Sie beim ausländischen Käufer achten müssen,
  • wie Sie den Verkaufsvertrag richtig gestalten,
  • welche Steuern beim Verkauf anfallen,
  • wie Sie die Steuerlast minimieren können.

Darauf müssen Sie bei der Wahl des Käufers achten

Es ist nicht leicht, das eigene Lebenswerk an eine außenstehende Person zu übergeben. Daher sollten Sie sich absolut sicher sein, dass Ihr potentieller Käufer auch der richtige Kandidat ist.

Mein Tipp als Steuerberater: Achten Sie bei Interessenten auf folgende 3 Dinge:

  1. Herkunftsland
    Konzentrieren Sie sich auf Käufer aus politisch stabilen Ländern, um Probleme mit Banken zu vermeiden. Sollte Ihr Interessent aus einem politisch kritischen Herkunftsland stammen (wie z.B. Iran, Irak, Syrien, etc.), kann Sie ein Embargo an einem erfolgreichen Unternehmensverkauf hindern.
  2. Bürgschaften
    Das Wichtigste für Sie als Verkäufer ist die Zahlungsfähigkeit Ihres Interessenten. Damit Sie am Schluss nicht mit leeren Händen dastehen, sollte Ihr Käufer Sicherheiten besitzen.
    Mein Tipp: Nur Interessenten mit Bürgschaften (wie z.B. einer Bankbürgschaft) zählen als sichere Geschäftspartner beim Unternehmensverkauf.
  3. Bauchgefühl
    Natürlich können Sie sich bei Ihrer Entscheidung nicht ausschließlich auf Ihr Bauchgefühl verlassen. Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass Sie dem passenden Käufer auch vertrauen können sollten.
    Immerhin übergeben Sie diesem Ihr Lebenswerk und wollen nachts nicht von Zweifeln geplagt werden.

So muss ein Verkaufsvertrag an einen ausländischen Unternehmer aussehen

Verkaufsverträge an einen ausländischen Partner werden prinzipiell in zwei Sprachen aufgesetzt: der des Käufers und der des Verkäufers.

Sie als Verkäufer müssen bei der Vertragsgestaltung zudem darauf achten, dass das Abkommen u.a. diese 4 Punkte enthält:

  1. Gerichtsstand
    Gehen Sie als Verkäufer sicher, dass der Gerichtsstand laut Vertrag Deutschland ist. Dadurch ist automatisch das deutsche Gericht bei rechtlichen Fragen zuständig.
  2. Sanierungsklausel
    Sollte Ihre Firma mit Verlustvorträgen übernommen werden, darf laut dieser Klausel der neue Inhaber 5 Jahre lang keine Sanierung vornehmen. Ansonsten könnte das Finanzamt von Ihnen (als ehemaligem Geschäftsführer) Steuernachzahlungen verlangen, während der neue Käufer von der Steuerfreiheit der Sanierung profitiert.
  3. Arbeitnehmerrechte
    Auch die Rechte und Pflichten gegenüber Ihren Angestellten sollten im Verkaufsvertrag an den neuen Inhaber gut geregelt sein. Die Sicherung der Arbeitnehmerrechte legt § 613a des Bürgerlichen Gesetzbuches (kurz: BGB) fest.
  4. Verbindlichkeiten
    In Ihrem Verkaufsvertrag sollten Sie zudem Klarheit über das Ausmaß der Übernahme schaffen. Nimmt der Käufer die Firma mitsamt allen Verbindlichkeiten (Darlehen) oder nicht?
    Wird dies nicht genau geregelt, gilt das Gesetz und der Erwerb umfasst sämtliche Verbindlichkeiten des Unternehmens.

Sollten Sie sich über die Gestaltung Ihres Vertrages oder andere Faktoren des Unternehmensverkaufes unsicher sein, können Ihnen 4 Profis weiterhelfen. Welche das genau sind erfahren Sie unter diesem Link: Unternehmensverkauf: Mit diesen 4 Profis kann Sie niemand über den Tisch ziehen

Steuerrechtliche Folgen beim Unternehmensverkauf ins Ausland

Das Wichtigste vorweg: Beim Unternehmensverkauf an einen ausländischen Interessenten fallen keine zusätzlichen Steuern an. Es gelten genau dieselben Regeln wie bei einem Verkauf im Inland.

Das bedeutet für Sie als Verkäufer: Laut dem deutschen Einkommenssteuergesetz (§ 16 EStG und § 17 EStG) wird Ihr Veräußerungsgewinn versteuert. Dieser Veräußerungsgewinn resultiert aus dem Verkaufserlös abzüglich der Veräußerungskosten und des Betriebsvermögens.

So können Sie die Steuern beim Verkauf reduzieren

Als deutscher Unternehmer profitieren Sie von zwei Besonderheiten unseres Steuerrechts:

  1. Der Fünftelregelung
    Laut § 34 Abs. 1 im Einkommenssteuergesetz können Sie außerordentliche Einkünfte (wie z.B. Ihr Veräußerungsgewinn) günstiger versteuern. Dabei wird nur auf ein Fünftel Ihres Gewinnes die Steuer erhoben wird.
    Da der Veräußerungsbetrag fiktiv auf 5 Jahre aufgeteilt ist, wird der ermittelte Steuersatz am Ende mit 5 multipliziert.
  2. Dem ermäßigten Steuersatz
    Ebenfalls im § 34 Abs. 3 des Einkommenssteuergesetz verankert, ist der ermäßigte Steuersatz für außerordentliche Einkünfte. Diese Begünstigung können Sie nach der Vollendung des 55. Lebensjahres auf einen Betrag von max. 5 Millionen Euro in Anspruch nehmen.
    Achtung: Den ermäßigten Steuersatz können Sie nur ein Mal im Leben nutzen und das auch nur nach Vollendung Ihres 55. Lebensjahres.

Fazit: Reibungsloser Verkauf dank der richtigen Vorgehensweise

Mit diesem Beitrag habe ich vor allem ein Ziel verfolgt: Ihnen zu zeigen, wie reibungslos ein Unternehmensverkauf ins Ausland sein kann.

Voraussetzung für ein solch problemloses Geschäft ist die richtige Vorgehensweise bei der Käuferwahl, der Vertragsgestaltung sowie bei der Versteuerung. Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesem Beitrag in allen drei Angelegenheiten hilfreiche Tipps geben.

Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Informationen zum Firmenverkauf an ausländische Interessenten haben, stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei zur Verfügung. Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto:© stokkete – stock.adobe.com

Beitragsbild Raus aus der GmbH Symbolbild

Raus aus der GmbH: Wie hoch ist der Preis? Wer erhält die Anteile?

Was wäre wenn Sich Ihr Geschäftspartner aus der GmbH zurück ziehen möchte? Welcher Preis ist zu zahlen? Wovon wird die Abfindung bezahlt? Wer bekommt die Geschäftsanteile?

Mussten Sie sich als Unternehmer schon einmal diese Fragen stellen?

Natürlich sind das sehr belastende Fragen, denn sie resultieren aus einer sehr unangenehmen Situation: Meist ist eine Unstimmigkeit oder sogar ein Streit zwischen den Geschäftspartnern vorausgegangen.

Gründe für einen möglichen Austritt eines Geschäftspartners aus der GmbH sind oft unterschiedliche Vorstellungen über

  • Unternehmensführung
  • Strategie
  • Ertragsverwendung
  • Marketing

Hier in diesem Blogbeitrag habe ich für Sie leicht verständlich zusammengefasst, was Sie als Unternehmer für den Ernstfall über Abfindung, Geschäftsanteile, Gesellschaftsvertrag, Unternehmenswertermittlung und Co. wissen sollten.

Wie Sie die Abfindung richtig berechnen

Im Idealfall ist die Höhe der Abfindung bei Ausscheiden eines GmbH-Gesellschafters – und auch die Form der Unternehmensbewertung – von Anfang an im Gesellschaftsvertrag geregelt.

Im schlechtesten Fall gibt es keine entsprechende Klausel im Gesellschaftsvertrag oder nur eine unzulässige Regelung über den Wert der einzelnen Anteile.

In letzter Konsequenz bestimmt immer der Marktwert den Preise. Das heißt, Sie werden sich mit möglichen Interessenten einigen müssen.

Wie können Sie als Unternehmer den Wert der Abfindung bestimmen?

Um das Ganze wirtschaftlich fair bewerten zu können, bietet sich das Ertragswertverfahren an. Dieses stellt die bereinigten Gewinne Ihres Unternehmens in Relation zum Investitionsvolumen.

Um das in einem Beispiel zu verdeutlichen: Will der Käufer eine Rendite von 5% pro Jahr erzielen und macht Ihr Unternehmen 100.000 € bereinigten Gewinn, müsste der Investor bereit sein, das Unternehmen mit 2.000.000 € zu bewerten (5% von 2 Millionen entsprechen 100.000 € bereinigten Gewinn).

Nun müssen Sie für die Abfertigungsberechnung nur den prozentuellen Anteil Ihres Geschäftspartners herausrechnen. Besitzt er beispielsweise 50% der Firma, sind diese Anteile 1.000.000 € wert.

Eine weitere und noch genauere Methode den Unternehmenswert festzustellen, wäre als Ergänzung dazu das „Capital Asset Pricing-Modell“. Mit diesem werden sogar die Zukunftsrisiken miteinberechnet.

Ich habe Ihnen dieses etwas komplizierte Modell in einem YouTube-Video erklärt:

Für eine genaue Berechnung nach diesem Modell empfehle ich aber einen professionellen Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater zu Rate zu ziehen.

Wer muss die Abfindung zahlen, wenn einer aussteigt?

Erst muss es einmal einen Käufer geben, damit eine Abfindung ausbezahlt werden kann. Der Kaufpreis wird so angesetzt, dass die vereinbarte Abfindung an den ausscheidenden Gesellschafter ausbezahlt werden kann.

Eine Abfindung wird immer von demjenigen bezahlt, der auch dann in Zukunft die abfallenden Anteile bekommen wird. Die Abfindung wird nicht von der Gesellschaft bezahlt.

Die frei werdenden Geschäftsanteile, werden also von einem neuen Gesellschafter bezahlt oder von den bestehenden Gesellschaftern übernommen und aus eigener Tasche bezahlt.

Die Geschäftsanteile, die der ausscheidende Gesellschafter hinterlässt, bekommt also auch der, der sie bezahlt – der Käufer.

Wem stehen die Anteile in erster Linie zu?

Wenn ein Gesellschafter aus welchem Grund auch immer aus Ihrer Gesellschaft aussteigen möchte, haben Sie und die restlichen Mitgesellschafter ein Vorkaufsrecht auf seine Anteile.

Das bedeutet nicht, dass sie die Anteile kaufen müssen. Das heißt nur, dass Sie als Gesellschafter das Recht hätten, zuerst zuzuschlagen.

Selbst wenn es einen externen Kaufinteressenten gibt, müssen die Gesellschafter zuerst gefragt werden. Sie können dann Ihren Wunsch äußern, ob sie kaufen wollen oder nicht.

Dann gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Ein oder mehrere Gesellschafter stimmen dem Kauf zu: Sie können nur zu dem Preis kaufen, den der Käufer bereit wäre zu bezahlen. Dieser Preis kann nicht unterboten werden.
  2. Die Gesellschafter lehnen ab: Erst dann können die Gesellschaftsanteile extern (also an einen anderen Käufer) verkauft werden.

Dadurch kann eine unangenehme Situation für Sie als Gesellschafter entstehen: Die Gesellschafter kommen unter Druck, weil sie nun den Preis des potenziellen Käufers zahlen müssen, was nicht unbedingt dem fairen Unternehmenswert entsprechen muss. Es kommt ganz darauf an, was der mögliche Käufer für die Anteile geboten hat. Wenn Sie kaufen möchten, müssen Sie also mitziehen.

Fazit: Experte an der Seite für die Abwicklung

Sie sehen, dass solch ein Ausstieg aus einer GmbH kein Sonntagsspaziergang ist. Sollten Sie als Unternehmer wirklich einmal in die Lage kommen, wäre es ratsam sich einen Profi an die Seite zu stellen.

Ein Experte mit tiefgreifenden Kenntnissen auf dem Sektor Unternehmensbewertung kann Ihnen helfen, den Unternehmenswert richtig zu berechnen. So können Sie vermeiden bei der Übernahme von Geschäftsanteilen zu viel zu zahlen.

Wenn Sie weitere Beratung zu diesem Thema brauchen, oder sich einfach über Ihre Möglichkeiten informieren möchten, freue ich mich über ein persönliches Gespräch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei. Sie können mich via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular erreichen.

Herzlich,
Ihr Thomas Breit

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