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Anstellung eines GmbH Geschäftsführers: Darauf müssen Sie als Unternehmer achten

Sie sind Unternehmer und erwägen die Anstellung eines Geschäftsführers für Ihre GmbH? Sie möchten dabei aber keinen folgenschweren Fehler begehen und sich so gut wie möglich rechtlich absichern?

Zudem möchten Sie den Geschäftsführer nicht ausversehen mit zu großen Allmachten ausstatten und am Ende sogar aus Ihrem eigenen Unternehmen gedrängt werden?

Diese Situation kann ich sehr gut nachvollziehen. Die meisten Unternehmer hängen sehr an ihrem „Lebenswerk“ und würden am liebsten alle Arbeitsschritte selbst machen.

Sobald aber eine gewisse Größe erreicht ist, kann man sich nicht mehr um alles selbst kümmern und muss Verantwortung abgeben. Die Anstellung eines Geschäftsführers ist darum oft ein logischer Schritt in der Wachstumsphase einer Firma.

Viele Unternehmer betreten dabei allerdings völliges Neuland und wissen nicht so recht, worauf sie hier achten müssen. Die meisten haben noch nie einen Geschäftsführer angestellt und haben keine Erfahrungen.

Genau hier möchte ich Ihnen mit diesem Beitrag weiterhelfen. Ich zeige Ihnen die 4 wichtigsten Punkte, die Sie unbedingt beachten müssen, wenn Sie einen Geschäftsführer anstellen.

Sie erfahren, welche Versicherungen Sinn machen, wie Sie Ihre GmbH-Satzung anpassen müssen und welche 2 Kontrollsysteme Sie benötigen.

Diese 4 Punkte muss jede GmbH bei der Anstellung eines Geschäftsführers erledigen

1. Überprüfen Sie Ihren Unternehmensgegenstand

Der Unternehmensgegenstand wird in der GmbH-Satzung festgeschrieben und bezeichnet den Hauptzweck eines Unternehmens.

Laut Gesetz hat der GmbH-Geschäftsführer nur die Befugnisse, die den Unternehmensgegenstand. Deshalb sollten Sie den Unternehmensgegenstand so präzise wie möglich festlegen.

Am besten erkläre ich Ihnen die Auswirkungen, die der Unternehmensgegenstand auf Ihre Firma haben kann, anhand eines praktischen Beispiels:

Angenommen Sie betreiben eine Firma, die ausschließlich Gartengeräte, wie Spaten, Rasenmäher oder ähnliches, importiert und weiterverkauft.

Idealerweise sollte Ihr Unternehmensgegenstand in etwa folgendermaßen lauten: Import und Handel von Gartengeräten.

Ein häufiger Fehler von Firmen ist es, den Unternehmensgegenstand zu vage zu formulieren. Ausgehend vom obigen Beispiel mit den Gartengeräten könnte eine zu vage Formulierung wie folgt lauten: Import und Handel mit Produkten.

Produkte ist ein sehr dehnbarer Begriff, der dem Geschäftsführer viel Spielraum gibt. Er könnte beispielsweise auf die Idee kommen von jetzt an auch Gartenmöbel zu verkaufen.

Sie als Inhaber sind gegen diese Idee, aber da der Unternehmensgegenstand nicht klar definiert ist, können Sie dieses Vorhaben nicht sofort verhindern.

Daraus kann sich ein Streit entwickeln, der durch eine bessere Formulierung des Unternehmensgegenstandes einfach hätte verhindert werden können.

Dieses Formulierungs-Prinzip gilt natürlich nicht nur für Produkte, sondern auch für Dienstleistungen.

Meine Empfehlung: Formulieren Sie Ihren Unternehmensgegenstand immer so präzise wie möglich. So legen Sie die Befugnisse Ihres Geschäftsführers genau fest und können seine Tätigkeiten besser kontrollieren.

2. Machen Sie eine Geschäftsführerordnung

Mithilfe eines Geschäftsführerordnung können Sie die Befugnisse und Rechte ihres Geschäftsführers noch genauer als mit dem Unternehmensgegenstand bestimmen.

Unter anderem können Sie folgende Punkte können Sie in einer Geschäftsführerordnung festlegen:

  • Finanzielle Ober- und Untergrenzen
  • Für welche Tätigkeiten (zum Beispiel Darlehensverträge oder Bürgschaften)die Zustimmung der Gesellschafterversammlung benötigt wird
  • Welche Handlungsvollmachten der Geschäftsführer im Rahmen seiner Tätigkeit hat

Die Geschäftsordnung muss im Anschluss mit einem Gesellschafterbeschluss verabschiedet werden.

3. Schließen Sie eine Directors-and-Officers-Versicherung ab

Eine Directors-and-Officers-Versicherung (kurz D&O-Versicherung) ist eine Haftpflichtversicherung für Geschäftsführer.

Diese Haftpflichtversicherung wird meistens vom Unternehmen für den Geschäftsführer oder andere Manager abgeschlossen. Kommt es durch Entscheidungen oder Handlungen von diesen leitenden Angestellten zu Vermögensschäden, werden diese Summen von der Versicherung beglichen.

Ohne D&O-Versicherung wäre es sehr gut möglich, dass der Geschäftsführer im Rahmen der Geschäftsführerhaftung für diese Schäden geradestehen muss. Bei hohen Summen kann das den finanziellen Ruin für diese Person bedeuten.

Für Unternehmen ist eine Directors-and-Officers-Versicherung deshalb ein effektiver Weg um alle leitenden Angestellten zu schützen.

Das Unternehmen selbst ist aber nicht versichert. Hierzu muss eine eigene Versicherung abgeschlossen werden, die im nächsten Abschnitt genauer erklärt wird.

Achtung: Damit die Versicherung im Ernstfall auch wirklich zahlt, darf der Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt worden sein. Hat der Geschäftsführer den Schaden nachweislich wissentlich herbeigeführt, steigt die Versicherung aus.

4. Schließen Sie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ab

Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist das Gegenstück zur Directors-and-Officers-Versicherung. Mit dieser Versicherung schützen Sie Ihr Unternehmen vor Schadensersatzansprüchen.

Diese Versicherung deckt aber in der Regel nur Vermögensschäden ab.

Verletzen sich Ihre Kunden aufgrund eines Produktionsfehlers beim Gebrauch eines Ihrer Produkte, sind diese sogenannten Personenschäden nicht versichert.

Deshalb ist eine solche Versicherung vor allem für Anwälte, Sachverständige, Notare oder andere beratende Unternehmen wichtig.

Der größte Fehler bei der Geschäftsführer Anstellung: Fehlendes Tax CMS oder Internes Kontrollsystem

Ohne funktionierende Kontrollsysteme wie etwa einem Tax CMS oder einem Internem Kontrollsystem (kurz IKS) ist Ihr neuer Geschäftsführer Gefahren wie beispielsweise einer (unabsichtlichen) Steuerhinterziehung schutzlos ausgeliefert.

Im Rahmen der sogenannten Geschäftsführerhaftung ist ein Geschäftsführer nämlich direkt für einen begangenen Steuerbetrug verantwortlich. Das gilt auch, wenn er gar nichts davon wusste oder der Betrug von einem anderen Mitarbeiter begangen wurde.

Im schlimmsten Fall kann der Geschäftsführer dafür sogar ins Gefängnis wandern (siehe § 370 AO).

Mithilfe eines Tax CMS oder eines IKS lassen sich diese Haftungsrisiken aber reduzieren und Fehler können einfach ausgebessert werden, ohne dass sofort ein Strafverfahren eröffnet wird.

Wenn Sie mehr zur Geschäftsführerhaftung erfahren möchten, empfehle ich Ihnen diesen ausführlichen Artikel: https://www.steuerberatung-breit.de/gefahren-eines-gmbh-geschaeftsfuehrers-teil-2-steuerhinterziehung/

Auf der Suche nach einem GmbH-Geschäftsführer bedeutet dieser Sachverhalt folgendes: Mit funktionierenden Kontrollsystemen wird Ihr Unternehmen für Geschäftsführer attraktiver.

Kein solches System zu haben ist deshalb ein großer Fehler. Für Sie wird es schwieriger, fähige Manager anzulocken. Selbst, wenn Sie einen passenden Kandidaten gefunden haben, können Sie Ihn nach Beginn des Arbeitsverhältnisses nicht richtig schützen.

Fazit: Sichern Sie Ihr Unternehmen und Ihren Geschäftsführer ab

Die Anstellung eines GmbH Gesellschafters ist für viele Firmen-Inhaber ein logischer Schritt im weiteren Wachstums ihres Betriebs. Oft haben diese Unternehmer jedoch keinerlei Erfahrung und sind unsicher.

Mit diesem Beitrag möchte ich diese Unsicherheiten beseitigen und Ihnen folgende 4 konkrete Maßnahmen mit auf den Weg geben:

  1. Bestimmen Sie  Unternehmensgegenstand (= Haupttätigkeit Ihres Unternehmens) so präzise wie möglich
  2. Legen Sie spezifische Rechte für den Abschluss von Verträgen in einer Geschäftsführerordnung fest
  3. Beschränken Sie mit einer Directors-and-Officers Versicherung die Haftung des Geschäftsführers
  4. Schließen Sie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ab und schützen Sie Ihr Unternehmen vor bestimmten Strafzahlungen

Befolgen Sie diese Ratschläge, sind Sie auf der Suche nach einem Geschäftsführer bereits gut aufgestellt. Dennoch kann es Sinn machen, sich nochmals von einem Steuerberater Tipps geben zu lassen.

Denn die Punkte in diesem Beitrag sind nur sehr generell und Ihre individuelle Situation könnte noch weitere Maßnahmen erfordern. Ob das tatsächlich nötig ist, kann jedoch immer nur ein Steuerberater nach einer eingehenden Analyse Ihrer Situation beurteilen.

Falls Sie über diesen Artikel hinaus noch weitere Fragen zur Anstellung eines Geschäftsführers haben oder gerne eine Beratung von einem erfahrenen Steuerberater hätten, stehe ich Ihnen als aktiver Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Sie können  Sie mich jederzeit via E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerbetrug-Symbolfoto

Steuerbetrug: So schnell bringen Sie zu aggressive Gestaltungsmaßnahmen ins Gefängnis

Wissen Sie eigentlich, welche Steuergestaltungsmaßnahmen zulässig sind und ab wann das Finanzamt von einem Steuerbetrug ausgeht? Ist das überhaupt genau geregelt oder liegt hier vieles im Ermessensspielraum der jeweiligen Steuer-Beamten?

Sie sind bei diesen Fragen unsicher und schreckten daher bisher vor Steuergestaltungsmaßnahmen gänzlich zurück?

Das kann ich durchaus nachvollziehen.

Für Sie als Unternehmer sind diese Gesetze und Verordnungen wahrscheinlich ein undurchsichtiges Netz aus Juristendeutsch.

Da Sie nicht stundenlang Zeit haben, um sich in die Materie einzuarbeiten, glauben Sie, nie einen Überblick über dieses Thema zu bekommen.

Genau hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen: Ich erkläre Ihnen leicht verständlich und mit praktischen Beispielen alles, was Sie als Unternehmer zum Thema Steuerbetrug wissen müssen.

Sie erfahren in weniger als 10 Minuten Lesezeit, wo Steuerbetrug anfägt, welcher Fehler häufig zu Strafverfahren führt und wie Sie mit 2 Systemen Ihr Unternehmen schützen können.

Hier beginnt für den Gesetzgeber der Steuerbetrug

Streng genommen ist jeder unrichtige Bilanzansatz bereits ein Steuerbetrug. Im Steuerstrafrecht wird hier keine klare Grenze gezogen. Jeder ungerechtfertigte Steuervorteil wird als Steuerhinterziehung gesehen.

In der Praxis wird dieser Grundsatz aber nicht in dieser Schärfe angewandt. Wird bei einer Steuerprüfung ein Fehler entdeckt, wird ein unrichtiger Bilanzansatz oft einfach korrigiert.

Das heißt, Sie bekommen einen neuen Steuerbescheid und leisten eine Nachzahlung. Damit wäre der Fall erledigt und es kommt zu keinem Strafverfahren.

Anders sieht es aus, wenn Sie bewusst einen steuerlichen Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (nach § 42 AO) begangen haben. Bei welchen konkreten Maßnahmen ein solcher Missbrauch vorliegt, lässt sich bei Steuergestaltung innerhalb Deutschlands leider nicht pauschal sagen.

Hier kommt es immer auf den jeweiligen Fall an und wie die zuständigen Beamten die Steuergestaltung beurteilen. Wie das in der Praxis aussehen könnte, erkläre ich Ihnen weiter unten mit einem leicht verständlichem Fallbeispiel.

Bei grenzüberschreitender Gestaltung wurden mit 1.1.2020 allerdings neue Gesetze (§§138a – 138k AO) erlassen und „beliebte“ Gestaltungsmaßnahmen beim Namen genannt.

Grenzübergreifende Gestaltungsmaßnahmen, wie etwa das „Verschieben“ von Gewinnen in Niedrigsteuerländer, müssen jetzt dem Finanzamt gemeldet werden. Dieses entscheidet dann, ob die Maßnahmen zulässig sind oder ein Steuerbetrug vorliegt.

Je nachdem, wie erfolgreich diese neuen Gesetze sind, kann es durchaus sein, dass in der Zukunft auch eine Meldepflicht für innerdeutsche Steuergestaltung eingeführt wird.

Zu schnell und zu viel: So begehen Unternehmen häufig unabsichtlich Steuerbetrug (mit Fallbeispiel)

Grundsätzlich ist Steuergestaltung immer ein Drahtseilakt. Idealerweise nutzt man gesetzliche Spielräume aus, ohne dabei die Grenze zur Illegalität zu überschreiten. Hier muss man deshalb sehr behutsam vorgehen.

Genau hier kommt es zum meiner Meinung nach häufigsten Fehler in der Steuergestaltung: Viele Unternehmer gestalten einfach mit zu vielen Maßnahmen in zu kurzen Zeiträumen.

Dann geht das Finanzamt von einem sogenannten Gesamtplan aus. Hier wird angenommen, dass die einzelnen Gestaltungsmaßnahmen ergriffen wurden, um einen Gesamtplan zur Steuerersparnis umzusetzen.

Am besten erkläre ich Ihnen diese Gesamtplan-Rechtssprechung anhand eines praktischen Fallbeispiels:

Angenommen Sie sind Einzelunternehmer und möchten Ihren Betrieb in eine GmbH & Co. KG umwandeln.

Als Einzelunternehmer besitzen Sie Gewerbeimmobilien und bei Beendigung Ihres Einzelunternehmens würden diese Gebäude als stille Reserven besteuert.

Um diese Besteuerung zu verhindern, überführen Sie Ihre Gewerbeimmobilien in Ihre neue GmbH & Co. KG.

Erst danach schließen Sie Ihr Einzelunternehmen und haben die Besteuerung von stillen Reserven vermieden.

All das passiert in einem Zeitraum von wenigen Monaten.

Durch die Fülle an Maßnahmen (Transfer der Immobilien, Schließung des Einzelunternehmens, etc.) innerhalb dieser kurzen Zeitspanne wird der Gesetzgeber hier mit ziemlicher Sicherheit einen Gesamtplan feststellen.

Dann blüht Ihnen ein Finanzstrafverfahren.

Damit kein Gesamtplan angenommen wird, müssten die Gestaltungsmaßnahmen in diesem Fall vermutlich auf einen Zeitraum von 2 Jahren aufgeteilt werden.

Als Faustregel zum Gesamtplan können Sie sich folgendes merken: Je höher der Steuer-Betrag, den Sie durch die Maßnahmen sparen, desto länger müssen die einzelnen Schritte zeitlich auseinander liegen.

Internes Kontrollsystem und Tax CMS: So schützen Sie sich und Ihr Unternehmen vor Strafverfahren

Wie bereits weiter oben erklärt, machen Sie sich durch den Missbrauch von Gestaltungsmaßnahmen strafbar.

Hier gibt es jedoch eine Ausnahme: Haben Sie ein Internes Kontrollsystem (kurz IKS) oder ein Tax CMS, können Sie Steuer-Korrekturen ohne Strafverfahren durchführen.

Diese Besserstellung ist für Unternehmen ein großer Anreiz, um solche Systeme einzuführen. Denn der Vorteil liegt auf der Hand:

Verstoßen Ihre Gestaltungsmaßnahmen gegen das Gesetz, kommen Sie mit einem Tax CMS oder IKS vermutlich mit einer einfachen Steuernachzahlung davon.

Ohne Kontrollsysteme haben Sie hingegen ein Strafverfahren am Hals. Werden Sie verurteilt, drohen Ihnen hohe Geldstrafen und im schlimmsten Fall sogar ein Gefängnisaufenthalt.

Meine Empfehlung: Möchten Sie sich und Ihr Unternehmen bestmöglich schützen, benötigen Sie in Ihrem Unternehmen auf jeden Fall ein IKS oder ein Tax CMS.

Fazit: Digitale Kontrollsysteme reduzieren Ihr Steuerbetrugs – Risiko

Für eine ordnungsgemäße Steuergestaltung benötigen Sie viel Fachwissen, Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Gehen Sie unvorsichtig vor, begehen Sie schnell strafbaren Steuerbetrug.

Besonders wichtig ist, dass Sie nicht zu viele Maßnahmen in zu kurzer Zeit umsetzen. Dann wird vom Gesetzgeber nämlich ein verbotener Gesamtplan festgestellt und Ihnen droht ein Strafverfahren.

Zusätzlich zur genauen Planung Ihres Gestaltungs-Maßnahmen, sollten Sie ein Internes Kontrollsystem (kurz IKS) oder ein Tax CMS in Ihrem Unternehmen einführen. Denn werden Ihre Maßnahmen einmal tatsächlich als Missbrauch eingestuft, kommen Sie mit Kontrollsystemen wahrscheinlich mit einer Steuernachzahlung davon.

Sonst droht Ihnen ein Strafverfahren.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch folgendes mit auf den Weg geben: Führen Sie Steuergestaltungs-Maßnahmen nie selbst durch. Holen Sie immer einen erfahrenen Steuerberater mit ins Boot.

Denn nur ein erfahrener Steuerberater weiß, welche Maßnahmen wirklich für Ihr Unternehmen geeignet sind und worauf bei der Umsetzung zu achten ist.

Wenn Sie über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu Steuergestaltungs-Maßnahmen haben oder gerne Kontrollsysteme in Ihrem Unternehmen einführen möchten, stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Sie können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular kontaktieren.

Ich habe mich unter anderem auf die Einführung von Tax CMS und Internen Kontrollsystemen spezialisiert und helfe auch Ihnen gerne weiter.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Coronavirus: Mit diesen 4 Steuermaßnahmen schützen Sie jetzt Ihr Unternehmen

Ist Ihr Unternehmen direkt vom Coronavirus und den daraus resultierenden Einschränkungen betroffen? Sie mussten Ihren Betrieb vorrübergehend schließen oder wichige Veranstaltungen absagen?

Um Ihr Lebenswerk zu schützen und möglichst viele Ihrer Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können, suchen Sie jetzt nach entlastenden Maßnahmen?

In dieser schwierigen Situation befinden sich leider derzeit viele Unternehmer in Deutschland. Auch einige meiner Mandanten haben mich bereits kontaktiert und mich um Ratschläge gefragt.

Hotels, Restaurants, Geschäfte, Veranstalter, Künstler und noch viele weitere Firmen müssen den Betrieb (fast) vollständig einstellen und suchen händeringend um Hilfe.

Genau hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen: Ich zeige Ihnen 4 Möglichkeiten, mit denen Sie jetzt Ihr Unternehmen schützen können.

Keine Angst: Sie müssen kein ausgebildeter Steuerberater sein, um meine Tipps zu verstehen. Ich „quäle“ Sie nicht mit komplizierten Fachbegriffen, sondern fasse kurz zusammen, was die Maßnahmen sind und wie sie Ihrer Firma konkret helfen.

Diese Förderprogramme wurden von der Bundesregierung bis jetzt bekannt gegeben

In einem detaillierten Artikel auf der Webseite des Bundesministeriums der Finanzen wurden am 17.03.2020 folgende entlastende Maßnahmen für Unternehmen angekündigt:

Möglichkeit von Steuerstundungen

Mithilfe einer Steuerstundung können Sie Steuer-Zahlungen, die jetzt oder später im Jahr 2020 fällig wären, in die Zukunft schieben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Ihre Steuern in Raten zu bezahlen.

Wichtig: Für Sie werden durch den Aufschub keine Zinsen oder Strafzahlungen fällig.

Aufschiebung von Steuervorauszahlungen

In einem „normalen“ Jahr leisten Sie schon vor Jahresende Vorauszahlungen auf Ihre endgültige Steuerzahlung. Diese Steuervorauszahlungen werden jetzt unter Rücksichtnahme von Verdienstausfällen neu berechnet und an diese Extremsituation angepasst.

Sind Sie direkt betroffen, werden sich Ihre Vorauszahlungen verringern oder vielleicht sogar ganz aufgehoben werden.

Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge

Bezahlen Sie Ihre Steuern (Vorauszahlungen oder Abschlusszahlungen für abgelaufene Steuerjahre) nicht zum Fälligkeitstag nicht, wird normalerweise ein Säumniszuschläge von 1% auf die Steuer fällig.

Ist Ihr Unternehmen direkt vom Coronavirus betroffen (zum Beispiel Restaurants, Hotels, Geschäfte, etc.) werden diese Maßnahmen für Sie ausgesetzt. Können Sie Ihre Steuern dieses Jahr nicht bezahlen, müssen Sie keine Strafen befürchten.

Meine 4 steuerlichen Empfehlungen an alle deutschen Unternehmer

1. Verhindern Sie die Nachbesteuerung von Entnahmen

Ist Ihr Unternehmen direkt vom Coronavirus betroffen, kann es sehr schnell zu einer sogenannten Überentnahme kommen. Von einer Überentnahme spricht man dann, wenn durch gleich hohe private Entnahmen bei kleinerem Gewinn Eigenkapital abgebaut wird.

Verringert sich also Ihr Unternehmensgewinn und Sie zahlen sich Ihr Gehalt unverändert aus, können Sie damit Ihr Eigenkapital verringern.

Das Problem dabei: Der Entnahme-Teil, der über den Gewinn hinausgeht, wird mit 25% nachversteuert.

Es gibt aber einen Trick, mit dem Sie diese Nachversteuerung verhindern und dennoch Ihr Gehalt weiter beziehen können.

Dazu müssen Sie privat einen Kredit aufnehmen und das Geld als Eigenkapital in die Firma einzahlen.

So verhindern Sie eine Verringerung des Eigenkapitals und müssen entnommene Beträge nicht nachversteuern.

Zugegeben: Auf den privaten Kredit müssen Sie Zinsen zahlen. Aber diese Zinsen sind in jedem Fall niedriger als die Entnahmen mit 25% nachversteuern zu müssen.

2. Nutzen Sie Förderprogramme aus

Wie weiter oben beschrieben, werden Unternehmen durch Steuerstundungen, angepasste Vorauszahlungen sowie dem Aussetzen von Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschlägen steuerlich entlastet.

Zusätzlich zu diesen steuerlichen Maßnahmen, steht Ihnen auch noch Kurzarbeit als Weg der Kostenreduktion offen.

Am 16. März 2020 wurden dazu vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales umfangreiche Informationen veröffentlicht.

Unter anderem wurde angekündigt, dass Kurzarbeit jetzt schon möglich ist, wenn nur 10% der Belegschaft von Arbeitsausfällen betroffen sind. Normalerweise muss mindestens ein Wert von 33% erreicht werden, damit Kurzarbeit zulässig ist.

Außerdem werden für Unternehmen in Kurzarbeit alle Sozialversicherungsbeiträge in vollem Umfang rückerstattet.

Wenn Kurzarbeit für Sie in Frage kommt, kontaktieren Sie am besten direkt die Bundesagentur für Arbeit.

3. Schieben Sie Ihre Unternehmensumwandlungen auf

Im Normalfall profitieren Sie bei der Unternehmensumwandlung von steuerlichen Vergünstigungen. Beim Wechsel vom Einzelunternehmen zur GmbH bezahlen Sie beispielsweise in der Regel keine Steuern.

Aber Achtung: Diese Steuervorteile sind an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Meldet Ihre neue GmbH beispielsweise innerhalb von 7 Jahren nach der Umwandlung insolvenz an, verlieren Sie nachträglich alle steuerlichen Vergünstigungen.

Dann ist die Unternehmensumwandlung für Sie rückwirkend steuerpflichtig.

Deshalb sollten Sie in schweren Zeiten keine Unternehmensumwandlung durchführen und einen geplanten Rechtsformwechsel besser aufschieben.

4. Begrenzen Sie Ihre Einkommenssteuer auf 28,75%

Für nicht entnommene Gewinne gilt in Deutschland nach §34a EStG ein begünstigter Steuersatz von 28,75%.

In einer Krisensituation sollten Sie alles Nötige tun, damit Sie Ihren gesamten Gewinn mit diesem niedrigen Satz versteuern und so Reserven aufbauen können.

Ähnlich wie bei Punkt 1 bietet es sich an, Privat einen Kredit aufzunehmen und das Geld als Eigenkapital in die Firma einzulegen.

Dadurch haben Sie buchhalterisch quasi ganzjährig kein Geld entnommen und können den gesamten Gewinn mit dem günstigen Steuersatz von 28,75% versteuern.

Fazit: Je früher Sie Maßnahmen ergreifen, desto besser schützen Sie Ihr Unternehmen

Durch das Coronavirus befinden sich viele deutsche Unternehmen derzeit in einer sehr schwierigen Situation. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie so früh wie möglich Maßnahmen ergreifen und Ihr Unternehmen schützen.

Denn niemand weiß, wie lange diese Krise noch dauert. Möglicherweise ist unser Leben noch mehrere Wochen oder Monate eingeschränkt.

Damit will ich jedoch keinesfalls Panik schüren. Diese Meinung wird auch von den meisten Gesundheits-Experten geteilt.

Meine dringende Empfehlung lautet daher: Bereiten Sie Ihr Unternehmen auf eine längere Krise vor.

Konkret müssen Sie:

  • Die nachträgliche, 25-prozentige Besteuerung von Entnahmen verhindern, die Ihr Eigenkapital reduzieren
  • Alle Fördermaßnahmen der Bundesregierung prüfen und falls für Sie passend nutzen
  • Ihre Unternehmensumwandlung aufschieben, um im Falle einer Insolvenz nicht nachträglich Steuerschulden anzuhäufen
  • Mittels privatem Kredit Eigenkapital in Ihre Firma einzahlen und so Ihre Einkommenssteuer auf 28,75% beschränken

In Kombination mit den Maßnahmen der Bundesregierung, können Sie mit diesen 4 Punkten wirtschaftliche Schäden relativ gut abfangen.

So legen Sie den Grundstein, um gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorzugehen.

Wenn Sie über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu den vorgestellten Maßnahmen haben, können Sie weitere Informationen in diesem PDF des deutschen Steuerberaterverbandes nachlesen.

Natürlich können Sie mich auch jederzeit via meinem Kontaktformular erreichen.

Ich bin Steuerberater in Hamburg und helfe Ihnen in dieser schwierigen Situation gerne weiter.

In der Zwischenzeit wünsche ich Ihnen, Ihrem Unternehmen, Ihren Mitarbeitern und Ihrer Familie alles Gute.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Insolvente-GmbH-kaufen

GmbH aus Insolvenzmasse kaufen: Wann ist es eine günstige Investitionsmöglichkeit?

Sie sind Unternehmer und am Kauf einer anderen GmbH interessiert? Dieses Unternehmen durchläuft zwar gerade ein Insolvenzverfahren, wäre aber wegen Kundenbeziehungen oder Patenten dennoch für Sie interessant?

Nur: Lohnt sich der Kauf in einer solchen Situation wirklich? Oder gehen Sie nur unnötige Risiken ein?

Der Kauf direkt aus der Insolvenzmasse erscheint vielen Unternehmern besonders risikoreich. Schließlich hatte dieser Betrieb gerade massive finanzielle Schwierigkeiten und steht auf wackligen Beinen.

Ob das Risiko für Sie tatsächlich höher ist oder ob Sie ein insolventes Unternehmen bedenkenlos kaufen können, erkläre ich Ihnen leicht verständlich und ohne Steuerberater-Fachbegriffe in diesem Artikel.

Sie erfahren, in welchen 3 Punkten sich der Kauf aus der Insolvenzmasse von einer herkömmlichen Übernahme unterscheidet und was eine Insolvenz überhaupt ist.

Was ist eigentlich eine Insolvenz?

Ein Unternehmen gilt als insolvent, wenn es seine Rechnungen nicht mehr begleichen kann und somit zahlungsunfähig ist.

Der Inhaber des Unternehmens hat dann die Pflicht, die Zahlungsunfähigkeit beim Gesetzgeber bekanntzugeben. Tut er das nicht, kann er sich wegen Insolvenzverschleppung strafbar machen.

Danach wird ein sogenanntes Insolvenzverfahrens eröffnet. Im Zuge dieses Verfahrens werden dann einzelne Vermögensgegenstände oder das gesamte Unternehmen verkauft, um die Schulden bestmöglich zurückzahlen zu können.

Ein Insolvenzverfahren wird immer von einem Insolvenzverwalter durchgeführt, der möglichst viel Geld für die Unternehmens-Gläubiger herausholen möchte. So stellt er sicher, dass jeder Kreditgeber seine ausständigen Forderungen erhält.

Besonders Konzerne werden daher häufig „zerschlagen“. Das heißt, dass diese Firmen nicht im Ganzen, sondern in mehreren Einzelteilen verkauft werden. So wird in der Regel ein höherer Gesamtverkaufspreis erzielt.

Bei kleineren Firmen lohnt sich eine Zerschlagung nicht immer und deshalb können solche Unternehmen bei einem passenden Angebot auch im Ganzen an einen Interessenten verkauft werden.

Wie unterscheidet sich der Kauf einer GmbH aus der Insolvenzmasse von einem „normalen“ Unternehmenskauf?

Unterschied 1: Steuerliche Haftungsrisiken

Kaufen Sie ein Unternehmen, haften Sie ab dem Zeitpunkt der Übernahme für alle steuerlichen Angelegenheiten dieses Betriebs. Diese Verantwortung reicht sogar bis in die Vergangenheit zurück und Sie sind auch für mögliche Steuerschulden Ihres Vorgängers verantwortlich.

Wenn Sie hingegen ein Unternehmen direkt aus der Insolvenzmasse erwerben, übernehmen Sie keinerlei steuerliche Haftung (siehe § 75 Absatz 2 AO).

Aus einer rein steuerrechtlichen Perspektive haben Sie daher beim Kauf eines insolventen Unternehmens sogar weniger Risiko als bei einer „normalen“ Übernahme.

Unterschied 2: Kaufpreis

Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten ist der Kaufpreis für ein insolventes Unternehmen niedriger als für ein vergleichbares, „gesundes“ Unternehmen.

Analysieren Sie Kundenbeziehungen, Patente oder sonstige Vermögensgegenstände vor dem Kauf genau, können Sie hier relativ einfach ein „Schnäppchen“ machen.

Unterschied 3: Ruf des Unternehmens

Durch ein Insolvenzverfahren wird in der Regel die Reputation eines jeden Betriebs geschädigt.

Lieferanten, Kunden oder andere Geschäftspartner sind unsicher und wissen nicht, ob das betroffene Unternehmen tatsächlich fortgeführt werden kann.

Kaufen Sie einen solchen Betrieb direkt aus der Insolvenzmasse, kann es daher sein, dass Sie zuerst den angeschlagenen Unternehmensruf wiederherstellen müssen.

Wichtiger Unterschied: GmbH aus Insolvenzmasse ist nicht gleich überschuldete GmbH

Eine überschuldete GmbH ist ein Unternehmen, das erst kurz vor einer Insolvenz steht. Dieses Unternehmen hat das Insolvenzverfahren noch nicht durchlaufen und kann deshalb nicht aus der Insolvenzmasse herausgekauft werden.

Bei einem Kauf müssten Sie wahrscheinlich gleich nach der Übernahme dieses Insolvenzverfahren anmelden und sind noch nicht von der Haftung nach § 75 Absatz 2 AO befreit.

Deshalb rate ich Ihnen dringend vom Kauf eines überschuldeten Unternehmens ab. Die Risiken sind hier einfach zu hoch. Sie übernehmen in einem solchen Fall nämlich die Verantwortung für alle etwaigen Steuerschulden dieses Unternehmens.

Wenn Sie eine mögliche Insolvenz nicht schnell genug nach der Übernahme beim Gesetzgeber melden, können Sie sich sogar wegen Insolvenzverschleppung strafbar machen. Dann könnten Sie im schlimmsten Fall sogar zu einer Gefängnis-Strafe verurteilt werden.

Wie Sie auch ohne die Übernahme des ganzen überschuldeten Unternehmens einzelne Vermögensgegenstände kaufen können, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/verschuldete-gmbh-kaufen-macht-das-aus-steuerlicher-sicht-sinn/

Fazit: Insolvenz bietet Chance, um eine GmbH günstig zu erwerben

In der Regel ist die Insolvenz eines Unternehmens eine gute Möglichkeit, um eine Firma günstig zu kaufen. Im Zuge des Insolvenzverfahrens müssen nämlich die Gläubiger des Unternehmens finanziell entschädigt werden.

Das benötigte Geld muss meistens mit dem Verkauf des Unternehmens oder dem Verkauf einzelner Vermögensgegenstände beschafft werden. Daher hat der Insolvenzverwalter großen zeitlichen Druck bei der Käufersuche.

Diese Situation können Sie nutzen und die GmbH mit etwas Verhandlungsgeschick zu einem günstigen Preis kaufen.

Zusätzlich zu einem niedrigeren Kaufpreis sind Sie auch von Steuer-Haftungen befreit und müssen keine Nachzahlungen oder Strafverfahren befürchten.

Trotz dieser Vorteile muss auch hier der Kauf gut überlegt sein. Denn ein günstiger Kaufpreis und keine Bedrohung durch Haftungsrisiken bedeuten noch lange nicht, dass die Übernahme ein garantierter Erfolg wird.

Vor jedem Unternehmenskauf müssen Sie sich deshalb Hilfe von einem Steuerberater holen. Nur ein Steuerberater kann Unternehmensbewertungen prüfen und beurteilen, ob sich der Kauf für Sie lohnen könnte.

Und selbst nach dieser eingehenden Analyse und Beratung bleibt immer ein gewisses Restrisiko.

Bei weiteren Fragen zum Kauf von insolventen Unternehmen oder bei Interesse an einem Beratungsgespräch können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular erreichen.

Als Steuerberater in Hamburg habe ich mich auf die Unternehmensnachfolge spezialisiert und helfe auch Ihnen gerne weiter.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Rechtsformwechsel: Diese laufenden Kosten erwarten Sie bei einer GmbH

Sie sind Einzelunternehmer oder Mehrheitsgesellschafter einer OHG oder einer KG? Sie erwägen schon seit längerer Zeit einen Rechtsformwechsel zu einer GmbH, wissen aber nicht welche laufenden Kosten hier auf Sie zukommen?

Deshalb sind Sie unsicher und haben Angst, dass alle Vorteile einer GmbH durch höhere Kosten für den Jahresabschluss und Steuererklärungen „aufgefressen“ werden könnten?

Als Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen sagen: Bei der Unternehmensumwandlung ist das immer eine der größten Sorgen meiner Mandanten.

Die Vorteile einer GmbH wie etwa die Haftungsbeschränkung oder ein besseres Image sind diesen Unternehmern meistens bekannt. Aber mit welchen laufenden Kosten Sie nach der Unternehmensumwandlung in eine GmbH rechnen müssen, wissen nur die wenigsten.

In diesem Blogbeitrag erkläre ich Ihnen deshalb leicht verständlich, wie sich die laufenden Kosten bei einer GmbH von den Ausgaben bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften unterscheiden und warum sich eine Unternehmensumwandlung trotz höherer Kosten für Sie für lohnen könnte.

Warum sollte ich mein Unternehmen überhaupt in eine GmbH umwandeln?

Haftung ist auf die Einlage beschränkt: Als Einzelunternehmer oder Inhaber einer Personengesellschaft haften Sie im Ernstfall unbeschränkt mit Ihrem Privatvermögen. Bei einer GmbH haften Sie hingegen nur mit Ihrer Einlage.

Als Unternehmer reduzieren Sie durch eine Unternehmensumwandlung also Ihr persönliches Risiko.

Effizientere Steuergestaltung möglich: Da eine GmbH anders als Personengesellschaften und Einzelunternehmer besteuert werden, haben Sie mehr steuerlichen Gestaltungsspielraum. Für größere Unternehmen kann sich auch das Aufsetzen einer Holding-Struktur lohnen.

Alles Wissenswerte zur Holding habe ich für Sie in einem eigenen, ausführlichen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/holding-wann-ist-sie-von-vorteil-und-wann-eine-gefahr-fuer-ihre-gmbhs/

GmbH hat ein besseres Images als andere Rechtsformen: Da Sie zur GmbH-Gründung ein Mindest-Stammkapital von 25.000 Euro benötigen, sind Sie automatisch angesehener als Einzelunternehmer oder Personengesellschaften. Diese kann man nämlich auch schon mit einer Kapital-Einlage von 1 Euro gründen.

Mit dem hohen Eigenkapital im Rücken werden Sie schneller als „gestandener Unternehmer“ wahrgenommen und genießen mehr Vertrauen bei Kunden, Lieferanten und Banken.

Unternehmensnachfolge lässt sich leichter regeln: Möchten Sie die Unternehmensübergabe an Ihre Kinder oder einen anderen Nachfolger regeln, bietet Ihnen die GmbH hervorragende Möglichkeiten. Sie können alle für die Unternehmensnachfolge relevanten Punkte im Gesellschaftsvertrag niederschreiben.

So haben Sie vorgesorgt und es kommt später zu keinen Streitigkeiten.

Laufende Kosten im Vergleich: So unterscheiden sich Einzelunternehmen, KGs und GmbHs

Als Faustregel gilt: Bei einer GmbH sind die laufenden Kosten circa 30 % höher als bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften wie KGs.

Der Grund: Für GmbHs gelten strengere Buchhaltungs-, Bilanzierungs- und Jahresabschlusspflichten als für Einzelunternehmen und Personengesellschaften.

Diese Pflichten erzeugen mehr Verwaltungsaufwand und in weiterer Folge auch höhere Kosten.

Denn für Sie ist es wahrscheinlich nicht wirtschaftlich, all diese Punkte selbst zu übernehmen. Deshalb müssen Sie sie gegen Bezahlung an einen Steuerberater auslagern.

Die höheren Beratungskosten bei einer GmbH lassen sich grob in die folgenden 3 Bereiche einteilen:

1. Steuererklärungen (besonders für Freiberufler)

Eine GmbH ist an mehr rechtliche Vorgaben als Einzelunternehmen oder Personengesellschaften gebunden. Für folgende Steuern müssen Sie bei einer GmbH immer Erklärungen machen:

  • Gewerbesteuer
  • Körperschaftssteuer
  • Umsatzsteuer
  • Private Einkommensteuer der Gesellschafter

Sind Sie im Gegensatz dazu freiberuflicher Einzelunternehmer (z.B. Steuerberater, Architekt oder Rechtsanwalt) sind Sie von der Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer befreit.

In diesem Fall müssten Sie nur eine Umsatzsteuer- und Einkommenssteuererklärung machen.

Für die meisten Freiberufler ist eine Unternehmensumwandlung in eine GmbH deshalb mit relativ großem Mehraufwand bei Steuererklärungen verbunden.

2. Buchhaltung

Bei einer GmbH sind Sie zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Das ist aufwendiger als eine Einnahmenüberschussrechnung, die bei vielen Einzelunternehmen und Personengesellschaften angewandt wird.

Ihr Steuerberater benötigt bei der doppelten Buchführung mehr Zeit und deshalb steigen Ihre Kosten.

3. Jahresabschluss

Neben der Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung müssen Sie bei einer GmbH auch einen Anhang erstellen. In diesem Anhang werden bestimmte Details der Bilanz genauer erklärt. Beispielsweise wird beschrieben, welche Bewertungsmethoden angewandt wurden und welche Art der Abschreibung verwendet wurde.

Große GmbHs mit einem Jahresumsatz von mindestens 40 Millionen Euro (siehe § 267 Abs. 2 HGB) müssen zudem einen Lagebericht veröffentlichen. In diesem Bericht wird der derzeitige Stand des Unternehmens, sowie künftige Chancen- und Risiken beschrieben.

Wichtig: Neben diesen gesetzlichen Bestimmungen spielt auch Ihr Jahresumsatz und Ihre Bilanzsumme eine entscheidende Rolle bei den laufenden Kosten.

Ihr Steuerberater bestimmt Ihre Honorarnote nämlich anhand dieser 2 Beträge. Je höher ihre Bilanzsumme und Ihr Jahresumsatz, desto mehr müssen Sie bezahlen.

Fazit: GmbH ist teurer als andere Rechtsformen, bietet aber auch zahlreiche Vorteile

Bei einer GmbH sind Ihre laufenden Kosten etwa 30% höher als bei Personengesellschaften oder Einzelunternehmen. Diese Kosten werden unter anderem durch höhere Jahresabschluss-, Buchhaltungs- und Steuererklärungskosten verursacht.

Auch die Höhe Ihres Jahresumsatzes und Ihrer Bilanzsumme spielt eine Rolle: Je höher diese 2 Beträge sind, desto mehr zahlen Sie in der Regel für Ihren Steuerberater.

Diese höheren Kosten bringen Ihnen aber auch folgende Vorteile:

  • Ihr Image bei Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern steigt
  • Ihre Haftung ist auf Ihre Einlage beschränkt
  • Ihnen stehen mehr Wege zur optimalen Steuergestaltung offen
  • Sie können die Unternehmensnachfolge vertraglich besser regeln

Ob die höheren laufenden Kosten durch diese Vorteile gerechtfertigt sind, müssen Sie schlussendlich selbst entscheiden.

Sind Sie sich nicht sicher, kann Ihnen auch ein Steuerberater nach einer eingehenden Analyse Ihrer Situation sagen, ob sich eine Unternehmensumwandlung in eine GmbH für Sie auszahlt.

Wenn Sie über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu den laufenden Kosten bei einer GmbH haben oder bei einem Beratungsgespräch erfahren möchten, ob sich eine Unternehmensumwandlung für Sie lohnen würde, stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Sie können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular kontaktieren.

Ich habe mich auf Unternehmensumwandlungen spezialisiert und helfe auch Ihnen gerne weiter.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Management-Buy-Out

Unternehmensverkauf an die Mitarbeiter: Das ist der größte Fehler beim Management-Buy-Out

Sie sind Unternehmer und haben mit jahrzehntelanger Arbeit eine erfolgreiche Firma aufgebaut? Ihre Unternehmer-Laufbahn neigt sich aber jetzt dem Ende zu und Sie sind auf der Suche nach einem passenden Nachfolger?

Einer Ihrer Mitarbeiter möchte die Firma gerne übernehmen und Sie überlegen, ob Sie ihm Ihr Lebenswerk tatsächlich anvertrauen sollen?

Im Rahmen der Nachfolgeplanung ist das für Unternehmer häufig eine schwierige Situation: Als treuer Mitarbeiter versteht diese Person das alltägliche „Handwerk“ in Ihrem Betrieb.

Dennoch sind Sie sich nicht sicher, ob auch ausreichende unternehmerische Fähigkeiten vorhanden sind. Schließlich hat dieser Mitarbeiter keinerlei Erfahrung in der Unternehmensführung und muss diesen „Beruf“ erst von der Pike auf lernen.

Diese Zwickmühle kenne ich nur zu gut: Denn als Steuerberater in Hamburg habe ich mich unter anderem auf die Unternehmensnachfolge spezialisiert. Auch einige meiner Mandanten haben sich in der Vergangenheit dazu entschlossen, ihr Unternehmen an einen langjährigen Mitarbeiter zu übergeben.

Meiner Erfahrung nach wird dabei ein schwerer Fehler immer wieder begangen.

Bei einem Mandanten führte dieser Fehler sogar innerhalb von 4 Jahren zur Pleite des Unternehmens und die Firma musste Insolvenz anmelden. Was war passiert?

Das erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel…

Zuerst möchte ich Ihnen jedoch erklären, was ein Management-Buy-Out überhaupt ist und wie er sich von einem „normalen“ Unternehmenskauf unterscheidet.

Was ist ein Management-Buy-Out?

Als Management-Buy-Out bezeichnet man den Unternehmensverkauf an einen Mitarbeiter.

Grundsätzlich läuft dieser Verkauf wie jede andere Betriebsübernahme ab: Der Betrieb wird von einem externen Unternehmensberater bewertet und der ermittelte Wert bildet die Basis für die Preisverhandlungen.

Wird eine Einigung erzielt, übernimmt der Interessent das Unternehmen sowie alle steuerrechtlichen Haftungen vom derzeitigen Inhaber.

Wie unterscheidet sich ein Management-Buy-Out von einem „normalen“ Unternehmensverkauf?

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich ein Management-Buy-Out kaum von einem anderen Unternehmensverkauf.

Der einzige bedeutende Unterschied: Kauft ein Mitarbeiter Ihr Unternehmen, verringert seine bisherige Arbeitsleistung in der Regel Ihren Verkaufspreis.

Denn die jahrelange Mitwirkung eines Angestellten im Unternehmen wird in vielen Bewertungsverfahren berücksichtigt.

Ansonsten gelten beim Management-Buy-Out die gleichen Regeln wie bei einem Verkauf an eine betriebsfremde Person.

Der größte Fehler beim Management-Buy-Out: Falscher Mitarbeiter übernimmt die Firma

In sehr vielen Fällen verwechselt ein Unternehmensinhaber einen guten Mitarbeiter mit einem guten Unternehmer. Heißt: Nur weil ein Mitarbeiter jahrelang gute Arbeit in Ihrer Firma geleistet hat, bedeutet das nicht, dass er auch für die Unternehmensführung geeignet ist.

Laut meiner Erfahrung als Steuerberater in Hamburg ist das der bei weitem am häufigsten begangene Fehler von Unternehmern bei einem Management Buy-Out.

Für die Führung eines Unternehmens werden nämlich in der Regel andere Kompetenzen und Erfahrungen als für einen Angestellten-Posten benötigt.

Außerdem kommt es häufig zu Konflikten mit anderen, jahrelangen Arbeitskollegen: Aus einem rein freundschaftlichen wird plötzlich ein geschäftliches Verhältnis.

Einige Mitarbeiter können das nicht akzeptieren und möchten sich von einem ehemaligem Kollegen nichts sagen lassen.

Deshalb sollten Sie sich als Unternehmer bei der Auswahl eines passenden Nachfolgers unbedingt externe Hilfe holen. Eine betriebsfremde Person kann in den meisten Fällen besser beurteilen, ob sich die Person als Inhaber eignet.

Haben Sie einen passenden Mitarbeiter ausgewählt, sollten Sie Ihn zusätzlich unternehmerisch ausbilden. Diese Ausbildung sollte dann in eine Testphase übergehen und erst dann entscheiden Sie endgültig, ob Sie Ihr Unternehmen an diese Person übergeben.

Pleite 4 Jahre nach der Übernahme: Fehler beim Management-Buy-Out mit detailliertem Fallbeispiel erklärt

Einer meiner Mandanten hat sich vor einigen Jahren dazu entschieden, sein Unternehmen an einen seiner leitenden Angestellten zu übergeben.

Vor der Übergabe verfügte das Unternehmen über ein Eigenkapital von 3 Millionen Euro, abbezahlten Immobilien-Besitz und mehr als 400.000 Euro an Barvermögen.

4 Jahre nach der Übernahme war das Unternehmen insolvent.

Außerdem war der neue Eigentümer auch privat insolvent und wurde rechtskräftig zu Geldstrafen wegen Insolvenzverschleppung und Bilanzbetrug verurteilt.

Wie konnte das passieren?

Ganz einfach: Obwohl der neue Eigentümer bereits in leitender Position beim Unternehmen tätig war, war er mit seiner neuen Rolle als Inhaber komplett überfordert.

Die Mitarbeiter konnten sich nur schwer damit abfinden, dass ein ehemaliger Kollegen plötzlich zum Chef wurde und das Betriebsklima litt spürbar darunter.

Auch die Qualität der Produkte ließ nach und zusammen mit Fehlinvestitionen in millionenhöhe waren die Eigenkapital- und Barreserven nach 4 Jahren aufgebraucht.

Um an weitere Kredite zu gelangen, fälschte er mit der Hilfe eines Wirtschaftsprüfers die Bilanz. Er dachte, dass er nur ein bisschen Zeit gewinnen muss und das Unternehmen über kurz oder lang profitabel werden wird.

Das gelang allerdings nicht und der Schwindel flog auf.

Das Ergebnis: Der Wirtschaftsprüfer verlor seine Lizenz und musste eine Geldstrafe zahlen. Wie oben erwähnt war das Unternehmen und der neue Inhaber insolvent. Oben drauf folgte noch die rechtskräftige Verurteilung wegen Bilanzbetrug und Insolvenzverschleppung.

Fazit: Management-Buy-Out? Ja, aber nur mit dem oder der Richtigen!

Grundsätzlich ist eine Betriebsübernahme durch einen langjährigen Mitarbeiter durchaus positiv: Er kennt das Unternehmen, weiß wie das Tagesgeschäft abläuft und ist in der Regel leidenschaftlich dabei.

Aber: Nicht jeder gute Mitarbeiter ist auch ein guter Unternehmer.

Deshalb sollten Sie sich bei der Auswahl eines passenden Mitarbeiters im Idealfall externe Hilfe suchen und den ausgewählten Mitarbeiter unternehmerisch ausbilden.

Ansonsten kann der Management-Buy-Out schnell in der Unternehmenspleite und mit hohen Geldstrafen enden.

Sie haben weitere Fragen zum Management-Buy-Out oder benötigen bei Ihrer Nachfolge-Planung die Hilfe eines erfahrenen Steuerberaters? Gerne können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular erreichen.

Als Steuerberater in Hamburg habe ich mich auf die Unternehmensnachfolge spezialisiert und helfe auch Ihnen gerne weiter.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Geschaeftsfuehrergehalt-GmbH

Für GmbH-Inhaber: Alles, was Sie zum Geschäftsführergehalt wissen müssen

Sie sind Inhaber und zugleich auch der Geschäftsführer einer GmbH? Dann erhalten Sie neben einer möglichen jährlichen Gewinnausschüttung auch monatlich ein Geschäftsführergehalt. Nur: Wie legen Sie dieses Gehalt fest?

Muss man sich hier an bestimmte branchenspezifische Richtlinien halten oder kann einfach ein beliebiger Betrag bestimmt werden? Gibt es aus steuerlicher Sicht wichtige Punkte, die man hier beachten sollte?

Sie sehen: Zum Geschäftsführergehalt gibt es mehr Fragen, als man im ersten Moment glaubt.

Auch ich als Steuerberater in Hamburg werde von meinen Mandanten regelmäßig zu diesem Thema befragt.

Auch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird dabei häufig angesprochen. Denn als Unternehmer ist es aufgrund von fehlender Planungssicherheit schwieriger für das Alter vorzusorgen und viele Inhaber sind hier unsicher.

All diese häufigen Fragen möchte ich mit diesem Blogbeitrag beantworten. Sie erfahren, wo das Geschäftsführergehalt festgelegt wird, wie hoch es sein sollte und wie Sie mit der richtigen Gehalts-Strategie Ihre betriebliche Altersvorsorge regeln.

Keine Sorge: Sie müssen kein Steuer-Fachmann sein, um meinen Tipps folgen zu können. Ich habe großteils auf Fachbegriffe verzichtet und komplizierte Sachverhalte mit Beispielen erklärt.

Wo wird das Geschäftsführergehalt bei der GmbH festgelegt?

Das Geschäftsführergehalt wird immer im Arbeitsvertrag des Geschäftsführers vereinbart.

Stellen Sie eine Person als GmbH-Geschäftsführer an, wird neben den Tätigkeiten, dem Urlaub und der Verschwiegenheitspflicht auch das Gehalt im Arbeitsvertrag geregelt.

Wenn Sie selbst als Inhaber der GmbH die Geschäftsführerposition übernehmen, haben Sie ebenfalls einen solchen gesonderten Geschäftsführer-Vertrag.

Sie haben damit praktisch 2 Rollen in Ihrem Unternehmen:

  1. Mehrheitsgesellschafter: Sie vertreten die Interessen der Eigenkapital-Geber und sind dafür verantwortlich, dass die Gesellschafter eine Rendite mit ihrem eingezahlten Kapital erzielen.
  2. Geschäftsführer: Sie sind für den operativen Bereich zuständig, sind für strategische Planungen verantwortlich und bestimmen somit die Entwicklung des Unternehmens.

Führen Sie beide Tätigkeiten selbst aus, kommt es in der Regel zu keinen Interessenskonflikten zwischen diesen beiden Rollen.

Bei großen GmbHs oder auch AGs kommt es aber sehr wohl häufig zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der Geschäftsführung und den Anteilseignern.

Wie hoch sollte das Geschäftsführergehalt bei meiner GmbH sein?

Diese Frage lässt sich pauschal leider nicht beantworten.

Grundsätzlich sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, branchenübliche Vergütungen zu zahlen und müssen sich nicht an irgendwelchen Durchschnittsgehältern orientieren. Sie können das Geschäftsführergehalt frei wählen.

Nur: Ihre Firma muss über die finanziellen Resourcen verfügen, um Ihnen dieses Gehalt auch zahlen zu können.

Macht Ihre GmbH beispielsweise 500.000 Euro Umsatz pro Jahr, werden Sie kein jährliches Geschäftsführergehalt von 250.000 Euro zahlen können.

Richtwert für Sie: 50% Ihres Unternehmensgewinns sollte immer im Unternehmen bleiben. Das Geschäftsführergehalt muss also so gewählt werden, dass diese 50% Grenze nicht unterschritten wird.

Am besten erkläre ich Ihnen diese Richtlinie anhand eines praktischen Beispiels:

Angenommen der Jahresgewinn Ihres Unternehmens beträgt 100.000 Euro. Da mindestens 50% dieses Betrags als Restgewinn im Unternehmen verbleiben müssen, kann Ihr Geschäftsführergehalt nur maximal 50.000 Euro betragen.

Aber Achtung: Sie dürfen das Geschäftsführergehalt nicht beliebig oft ändern. Wenn sich ein niedriger Unternehmensgewinn abzeichnet ist es außerdem verboten, unter dem Jahr das Geschäftsführergehalt zu reduzieren.

Hier dürfen Sie nur Änderungen vornehmen, die auch für einen dritten Arbeitnehmer akzeptabel wären. Und dieser wäre vermutlich nicht mit einer plötzlichen Gehaltskürzung oder monatlichen Gehaltsänderungen einverstanden.

So nutzen Sie das Geschäftsführergehalt als Gestaltungsinstrument bei der betrieblichen Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) orientiert sich immer an Ihrem Gehalt. Der maximale bAV Betrag beläuft sich dabei auf einem Drittel Ihres Gehalts. Daraus folgt: Je höher Ihr Geschäftsführergehalt ist, desto mehr können Sie für Ihr Alter vorsorgen.

Hier kommt eine beliebte Gestaltungsmaßnahme ins Spiel: Um einen hohen Betrag für die betriebliche Altersvorsorge zu garantieren, müssen Sie ein hohes Geschäftsführergehalt in Ihrem Arbeitsvertrag festlegen.

Dieses Gehalt müssen Sie sich aber in der Realität nicht auszahlen. Sie können nämlich auf einen Teil dieses Gehalts wieder verzichten, ohne den hohen bAV-Betrag zu verlieren.

In der Realität könnte das in etwa so ablaufen:

Sie legen vorab ein Geschäftsführergehalt von 100.000 Euro fest. Der maximale bAV Betrag ist daher 33.333 Euro. Im Nachhinein verzichten Sie auf die Hälfte Ihres Gehalts und zahlen sich nur 50.000 Euro.

Für die betriebliche Altersvorsorge beträgt der Maximalbetrag aber weiterhin 33.333 Euro.

So sorgen Sie für Ihr Alter vor, ohne zu viel Geld aus Ihrer GmbH fließen zu lassen.

Fazit: Richtiges Geschäftsführergehalt erleichtert Unternehmern die betriebliche Altersvorsorge

Rechtlich gesehen können Sie das Geschäftsführergehalt ganz nach Ihren Wünschen bestimmen. Sie müssen sich nicht an branchenspezifische Regelungen halten.

In der Realität hat sich bei der Gehaltsfindung vor allem die folgende Faustregel etabliert: Legen Sie das Geschäftsführergehalt so fest, dass mindestens 50% Restgewinn in Ihrem Unternehmen verbleibt.

Wie hoch Ihr Gehalt aber tatsächlich sein sollte, besprechen Sie am besten mit einem erfahrenen Steuerberater. Eine gute Empfehlung ist nämlich nur nach einer eingehenden Analyse möglich. Pauschale Aussagen sind nicht seriös und für Sie auch nicht wirklich hilfreich.

Wenn Sie Interesse an einer solchen Analyse haben und Sie das richtige Geschäftsführergehalt für Ihre GmbH finden möchten, können Sie mich gerne kontaktieren.

Bei Fragen können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Unternehmenskauf-Symbolbild

Wie Sie ein Unternehmen kaufen und erst später dafür bezahlen

Sie sind Unternehmer und am Kauf einer anderen Firma interessiert? Wissen Sie, wie der Kauf aus steuerlicher Sicht idealerweise ablaufen sollte?

Ist es besser den gesamten Betrag sofort zu bezahlen, oder macht auch eine über mehrere Jahre aufgeteilte Zahlung Sinn?

Aus meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg weiß ich, dass viele Unternehmer beim Kauf eines anderen Betriebs unsicher sind. Hier geht es immer um sehr viel Geld und ein Fehler kann Sie schnell Tausende Euro kosten.

In vielen Fällen ist es schlichtweg nicht möglich, den gesamten Kaufpreis eines Unternehmens auf einen Schlag zu bezahlen.

Eine häufige Frage lautet dann: Ist der Kauf eines Unternehmens für mich überhaupt möglich?

Die Antwort darauf: Ja, ein Unternehmenskauf ist auch in diesem Fall möglich. Aus Sicht des Käufers ist es sogar besser, den Kauf auf mehrere Etappen aufzuteilen.

Wie eine solche Aufteilung am besten ablaufen sollte, erkläre ich Ihnen in diesem Artikel. Ich erkläre Ihnen Schritt-für-Schritt und leicht verständlich, welche Methoden in der Praxis zur Anwendung kommen und worauf Sie achten müssen.

In diesen 3 Schritten sollte ein Unternehmenskauf ablaufen

Als Steuerberater in Hamburg hat sich bei mir der Unternehmenskauf in folgenden 3 Schritten als eine sehr gute Lösung bewährt:

Schritt 1: Beteiligung zu einem kleinen Anteil

Zuerst sollten Sie sich mit einem kleinen Anteil von 1 bis 5 % (auch Zwergenanteil genannt) am Unternehmen beteiligen. So erzeugen Sie bereits einen Mitunternehmerstatus und eine zukünftige Wertsteigerung nach Ihrem Erst-Einstieg erhöht Ihren Kaufpreis nicht.

Das hört sich jetzt vielleicht verwirrend an, deshalb erkläre ich Ihnen dieses Prinzip am besten anhand eines praktischen Beispiels:

Angenommen Sie beteiligen sich mit einem kleinen Anteil an einem Unternehmen, dass Sie kaufen möchten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Betrieb 1.000.000 Euro wert.

Bevor Sie das Unternehmen endgültig kaufen, arbeiten Sie 3 Jahre lang im Unternehmen mit und bereiten alles für eine geordnete Übergabe des Unternehmens vor.

Während dieser Zeit laufen die Geschäfte sehr gut und das Unternehmen ist nach diesen 3 Jahren nicht mehr 1.000.000 Euro, sondern 1.500.000 Euro wert.

Da Sie bereits Mitunternehmer sind, ist dieser Wertzuwachs für den Kaufpreis nicht relevant.

Hätten Sie die Übernahme allerdings nur vorbereitet, ohne am Unternehmen mit einem kleinen Anteil beteiligt zu sein, müssten Sie den Wertzuwachs während dieser Zeit „mitbezahlen“.

Als Käufer ist es für Sie deshalb meistens von Vorteil, wenn Sie schon vor der eigentlichen Übernahme mit einem kleinen Anteil beteiligt sind.

Schritt 2: Aufstockung der Beteiligung durch eine Put & Call-Option nach 3-5 Jahren

Mit einer Put & Call Option sichern Sie sich das Recht zu, einen festgeschriebenen Anteil am Unternehmen kaufen zu können. So können Sie Ihren Zwergenanteil nach einigen Jahren aufstocken.

Der Vorteil für Sie: Sie sind nicht dazu verpflichtet diese Option auch tatsächlich ausüben zu müssen.

Merken Sie während Ihrer „Probezeit“, dass Sie das Unternehmen doch nicht kaufen möchten, können Sie die Option verstreichen lassen und aus dem Unternehmen aussteigen.

Schritt 3: Bezahlung des Restkaufpreises nach 10 Jahren

Nach 10 Jahren sollten Sie das Unternehmen ganz übernehmen und den ausstehenden Kaufpreis auf einmal bezahlen.

So können Sie die finanzielle Last des Unternehmenskaufs vom Ersteinstieg in die Zukunft verschieben und müssen erst nach Ablauf dieser 10 Jahre einen Großteil des Kaufpreises überweisen.

Bis dahin sollte die Unternehmensnachfolge abgeschlossen sein und der Betrieb bereits profitabel unter Ihrer Führung laufen.

Alternative zum „normalen“ Unternehmenskauf: Die Verschmelzung

Eine andere Möglichkeit für einen zeitlich aufgeteilten Unternehmenskauf bietet Ihnen eine sogenannte Verschmelzung.

Hier werden einerseits Ihr eigenes Unternehmen und auch das Unternehmen, das Sie kaufen möchten, in eine Holding-Gesellschaft eingebracht. Die Anteile an dieser Holding werden zunächst unter Ihnen und dem Inhaber des anderen Unternehmens aufgeteilt.

Sie können aber schon das andere Unternehmen als Geschäftsführer übernehmen und die Übernahme vorbereiten. Nach einer vertraglich vereinbarten Zeitspanne übernehmen Sie dann alle Anteile an der Holding und sind somit Eigentümer beider Unternehmen.

Wichtig: Bei einer Verschmelzung sollten Sie immer eine gemeinsame Probezeit und eine Exit-Lösung festlegen.

Merken Sie während der Probezeit, dass eine Übernahme doch keinen Sinn macht, können Sie die beiden Unternehmen mithilfe einer festgelegten Exit-Lösung einfach voneinander trennen.

Viele Rechtsanwälte und Steuerberater verzichten aber auf eine solche vertraglich festgelegte Exit-Lösung. Das führt dazu, dass bei einer Auflösung der Holding während der Probezeit rechtliche Komplikationen entstehen und die beteiligten Unternehmen in der Schwebe hängen.

Eine Probezeit und eine Exit-Lösung sollte deshalb immer im Vorhinein vertraglich vereinbart werden.

Fazit: Ein Unternehmenskauf ist auch in Etappen möglich

Als Unternehmer müssen Sie beim Kauf eines anderen Betriebs nicht zwingend den gesamten Kaufpreis sofort bezahlen. Aus Käufer-Sicht macht es sogar Sinn, die Zahlung auf mehrere Etappen aufzuteilen und in die Zukunft zu schieben.

Zwei Kauf-Varianten, die in der Praxis häufig eingesetzt werden sind:

  • 3 Stufiger Ablauf: Beteiligung mit einem kleinen Anteil (1-5 %), Aufstockung der Anteile mit Put & Call Option nach 3-5 Jahren und Bezahlung des Restkaufpreises nach 10 Jahren.
  • Eine Verschmelzung von zwei Unternehmen mithilfe einer Holdinggesellschaft und Übernahme der gesamten Holding-Anteile nach einer Probezeit

Wenn Sie auf eine dieser Optionen zurückgreifen wollen, benötigen Sie aber unbedingt die Hilfe eines erfahrenen Steuerberaters. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen nur verdeutlichen, was aus Sicht eines Unternehmers möglich wäre.

Welches Vorgehen für Sie tatsächlich am besten ist, kann nur ein Steuerberater nach einer genauen Analyse Ihrer Situation beurteilen. Pauschal zu sagen, welche Übernahmeform für Sie am besten ist, wäre nicht seriös.

Wenn Sie Interesse an einer solchen Analyse haben und ich Sie Schritt-für-Schritt beim Unternehmenskauf begleiten soll, können Sie mich gerne kontaktieren.

Bei Fragen können Sie mich jederzeit via meinem Kontaktformular erreichen.

Ich habe mich auf die Unternehmensnachfolge spezialisiert und helfe auch Ihnen gerne weiter.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuergestaltung-GmbH

Die 4 besten Steuergestaltungs-Möglichkeiten für kleine GmbHs [einfach erklärt]

Sie sind Inhaber einer kleineren GmbH mit 10 oder 20 Mitarbeitern und fragen sich, ob es auch für Sie Möglichkeiten gibt, Ihre Steuerlast zu reduzieren? Vielleicht haben Sie sogar schon von einigen Möglichkeiten gehört, glauben aber, dass nur große Unternehmen mit Millionen-Gewinnen wirklich davon profitieren?

Diese Situation kenne ich nur zu gut. Als Steuerberater in Hamburg werde ich öfter von meinen Mandanten gefragt, welche Möglichkeiten zur Steuergestaltung für sie Sinn machen.

Hier gibt es offensichtlich große Unsicherheiten und viele Inhaber kleinerer GmbHs glauben, dass mögliche Ersparnisse sowieso von Beratungskosten „aufgefressen“ werden.

Das ist aber nicht so. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen 4 Gestaltungs-Maßnahmen, die perfekt für kleinere GmbHs geeignet sind.

Richtig angewendet können Sie so Tausende Euro an Steuern sparen.

Wie Sie hier im Detail vorgehen müssen, wie Steuern bei einer GmbH überhaupt berechnet werden und wo genau Steuergestaltungs-Maßnahmen eigentlich ansetzen, erkläre ich Ihnen leicht verständlich in diesem Artikel.

Wie wird die Steuerlast bei GmbHs berechnet?

Bei GmbHs wird zur Steuerberechnung immer der Gewinn eines Geschäftsjahres als Grundlage herangezogen. Dieser Gewinn errechnet sich aus der Differenz Ihrer Einnahmen und Ausgaben.

Vom Gewinn werden dann immer 15 % Körperschaftssteuer und zirka 15 % Gewerbesteuer abgezogen. Zirka 15 % deshalb, weil die Gewerbesteuer in Deutschland nicht einheitlich, sondern von Bundesland zu Bundesland verschieden ist.

Wird der Gewinn an die Gesellschafter der GmbH ausbezahlt, werden zusätzlich noch 25 % Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer fällig.

Insgesamt kommen Sie bei ausgeschütteten Gewinnen auf eine Besteuerung von etwa 49 %.

Wie die einzelnen Steuern bei einer GmbH im Detail berechnet werden und welche Rolle das Geschäftsführergehalt bei der Besteuerung spielt, habe ich Ihnen in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

In diesem Beitrag rechne ich ein praktisches Beispiel Schritt-für-Schritt und leicht verständlich für Sie durch: https://www.steuerberatung-breit.de/realitaetscheck-wieviel-steuern-zahlen-sie-bei-einer-gmbh-wirklich/

Wie kann man mit Gestaltungsmaßnahmen die Steuerlast reduzieren?

Je höher Ihr Gewinn ausfällt, desto höher ist auch Ihre Steuerlast.

Genau hier setzt man mit Gestaltungsmaßnahmen an: Diese Methoden haben das Ziel, Ihren zu versteuernden Gewinn so klein wie möglich zu halten.

Bewährte Strategien sind beispielsweise das Ausnutzen von Sonderregelungen wie etwa dem Investitionsabzugsbetrag (dazu weiter unten mehr) oder dem geschickten „Verschieben“ von Ausgaben.

Durch buchhalterische Maßnahmen kann man etwa einen Großteil der Ausgaben für die Aufbewahrung von Geschäftsdokumenten in nur einem Geschäftsjahr gewinnmindernd geltend machen. Eine detaillierte Erklärung hierzu finden Sie ebenfalls im nächsten Abschnitt.

Diese 4 Möglichkeiten der Steuergestaltung sind besonders für kleinere GmbHs geeignet

1. Nutzen Sie den Investitionsabzugsbetrag

Der Investitionsabzugsbetrag ermöglicht Ihnen bis zu 40 % der Kosten für geplante Anschaffungen bereits 3 Jahre vor dem Kauf steuerlich geltend zu machen. Das heißt: Planen Sie, in 3 Jahren einen Firmen PKW zu kaufen, dürfen Sie 40 % des vorraussichtlichen Kaufpreises bereits jetzt gewinnmindernd einsetzen.

Was noch dazukommt: Am Ende der 3 Jahre können Sie weitere 20 % des Kaufpreises sofort von Ihrem Gewinn abziehen.

Mit dem Investitionsabzugsbetrag können Sie also 60 % der Anschaffungskosten sofort steuerlich geltend machen, obwohl diese Kosten noch gar nicht entstanden sind.

Aber Achtung: Damit Sie den Investitionsabzugsbetrag auch tatsächlich nutzen dürfen, muss Ihre GmbH 2 Voraussetzungen erfüllen:

  1. Ihre Eigenkapital darf nicht größer als 235.000 Euro sein
  2. Ihr Gewinn darf 100.000 Euro nicht übersteigen

Zusätzlich müssen Sie den geplanten Gegenstand dann auch tatsächlich kaufen. Bloßes planen und abziehen der vorraussichtlichen Ausgaben ohne einen Kauf ist nicht möglich.

Mehr Informationen zum Investitionsabzugsbetrag und ein detailliertes Erklär-Video, finden Sie in diesem Beitrag: https://www.steuerberatung-breit.de/steuerfoerderungen-teil-1-was-ist-eigentlich-der-investitionsabzugsbetrag/

2. Bilden Sie eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen

Laut EStG §6 dürfen für Kosten, die bei der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen entstehen, Rückstellungen gebildet werden.

Unter diese abzugsfähigen Kosten fallen beispielsweise Ausgaben für das Einscannen der Dokumente, anteilige Mietkosten für den Raum und auch Kosten für einen eventuell benötigten Server.

Wichtig: Diese Rückstellung wird in der Regel gleich für mehrere Jahre gebildet. Sie gibt Ihnen also die Möglichkeit, zukünftige Ausgaben bereits jetzt gewinnmindernd geltend zu machen.

Eine solche Rückstellung ist also hervorragend dazu geeignet, um Aufwände von einer Periode in die nächste zu „schieben“.

3. Schreiben Sie „Ladenhüter“ ab

Verkaufen Sie Saisonware und der Wert Ihrer Produkte reduziert sich nach einiger Zeit wesentlich, können Sie diesen Wertverlust steuerlich geltend machen. Dazu müssen Sie aber nachweisen können, dass der Wert Ihrer Waren tatsächlich dauerhaft gesunken ist.

Ist diese Voraussetzung erfüllt, können Sie steuerlich einen niedrigeren Warenwert ansetzen und den Verlust abschreiben.

Dadurch reduzieren Sie Ihren Gewinn und Sie sparen Steuern.

4. Wandeln Sie Ihre „normale“ GmbH in eine atypisch stille GmbH um

Bis zu einem Gewinn von 260.533 Euro zahlen Sie bei einer atypisch stillen GmbH nur 42 % Steuern auf Ihre Gewinne. Im Vergleich zu den 49 % bei einer „normalen“ GmbH sparen Sie so also 7 % an Steuern.

Aber: Eine atypisch stille Gesellschaft lohnt sich nur, wenn Sie auch den richtigen stillen Gesellschafter an Bord holen. „Atypisch“ bedeutet in diesem Fall nämlich, dass der stille Teilhaber am Wachstum des Firmenwerts profitiert und Mitunternehmerrechte erhält.

Die Unternehmensumwandlung sollte also gut überlegt sein. Zerstreiten Sie sich nämlich mit Ihrem stillen Teilhaber, kann er sich auf unerwünschte Weise in Ihre Unternehmensführung einmischen. In diesem Fall macht dieser Nachteil wahrscheinlich Ihre Steuervorteile zunichte.

Detaillierte Informationen zur atypisch stillen GmbH und worauf Sie hier keinesfalls vergessen dürfen, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst.

Klicken Sie auf den folgenden Link, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-atypisch-still-mehr-liquiditaet-weniger-steuern/

Von diesen Mitteln zur Steuergestaltung rate ich Ihnen ab

Privates Auto als Betriebs-PKW nutzen: Nutzen Sie Ihr Privatauto auch für Fahrten im Rahmen Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer Ihrer GmbH, können Sie alle für diese Fahrten anfallenden Kosten gewinnmindernd geltend machen.

Dazu müssen Sie allerdings ein Fahrtenbuch führen und alle Fahrten genau dokumentieren.

Das Problem dabei: Das Fahrtenbuch wird fast immer vom Finanzamt beanstandet. Sie werden sich immer rechtfertigen müssen, welche Fahrt tatsächlich betrieblich war und wo Sie geschummelt haben könnten. Im schlimmsten Fall kann das Fahrtenbuch vom Finanzamt sogar abgelehnt werden und Sie verlieren all Ihre Steuervorteile.

Dann sind Sie gezwungen jeden Monat 1% des ursprünglichen Neupreises des PKWs als Einnahme anzusetzen und so Ihren steuerpflichtigen Gewinn zu erhöhen.

Vermietung des eigenen Arbeitszimmers an die GmbH: Hier würden Sie ein Zimmer Ihres privaten Hauses oder Ihrer Wohnung als Büro an Ihre GmbH vermieten. Ihr Unternehmen bezahlt dann an Sie Miete für diesen Raum und das senkt den zu versteuernden Gewinn Ihres Unternehmens.

Das Problem dabei: Damit wird Ihre private Immobilie für den an die GmbH vermieteten Teil steuerverhaftet. Verkaufen Sie Ihre Wohung oder Ihr Haus, muss dieser Anteil am Erlös versteuert werden. Im Endeffekt läuft dieses Vorgehen somit oft auf ein Null-Summen-Spiel hinaus und Sie sparen nicht wirklich.

Fazit: Auch bei niedrigen Gewinnen können Sie als GmbH-Inhaber steuerlich gestalten

Das nur große Unternehmen von Maßnahmen zur Steuergestaltung profitieren, ist ein Mythos. In diesem Artikel habe ich Ihnen 4 einfach umzusetzende Maßnahmen, mit deren Hilfe auch Sie als Inhaber einer kleineren GmbH nachhaltig Steuern sparen. Sie können:

  • Den Investitionsabzugsbetrag nutzen und so geplante Ausgaben bereits jetzt steuerlich geltend machen
  • Rückstellungen für zukünftige Kosten (Mietkosten, Heizkosten, Serverkosten, etc.) der Unterlagen-Aufbewahrung bilden
  • Ladenhüter, die nach der Saison dauerhafte Wertverluste verzeichnen, abschreiben
  • Ihre „normale“ GmbH in eine atypisch stille GmbH umwandeln und so Ihren Steuersatz von 49 % auf 42 % reduzieren

Eines ist jedoch klar: Viele aufwendigere Gestaltungsmöglichkeiten, wie beispielsweise ausländische Holdinggesellschaften oder eine Aufteilung der verschiedenen Unternehmensbereiche auf unterschiedliche Rechtsformen, zahlen sich erst bei Gewinnen im Millionenbereich aus. Sind Ihre Gewinne im fünf- oder sechsstelligen Bereich sind die Tipps aus diesem Artikel besser für Sie geeignet.

Welche dieser Methoden konkret für Sie die richtige ist, kann aber immer nur ein Steuerberater nach einer Analyse Ihres Unternehmens beurteilen. Dieser Artikel soll Ihnen lediglich als Hilfestellung dienen.

Sollten Sie über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu den 4 vorgestellten Methoden haben oder Hilfe bei der Umsetzung benötigen, stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Betriebspruefung-Teil-6

Betriebsprüfung (Teil 6): Künftige Betriebsprüfungen

Wie wird die Betriebsprüfung in Zukunft aussehen? Nach dem aktuellen Prüfungsverhalten der Behörde, ist diese Frage die zweithäufigste, die mir beim Thema Betriebsprüfung gestellt wird.

In diesem Beitrag versuche ich für Sie in die „Glaskugel“ zu schauen und Ihnen einige Möglichkeiten über zukünftige Änderungen aufzuzeigen.

Noch schneller und digitaler: So wird eine Betriebsprüfung in einigen Jahren ablaufen

Keine Belegprüfung vom Betriebsprüfer: Das wird in Zukunft zu 100% automatisiert ablaufen und der Prüfer wird nur noch in Sonderfällen die Belege per Hand kontrollieren.

Prüfung Ihres Internen Kontrollsystems (kurz IKS): Um die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung zu erfüllen, benötigen Sie ein IKS. Detailliertere Informationen zum IKS und worauf Sie hier achten müssen, finden Sie hier: https://www.steuerberatung-breit.de/die-bedeutung-eines-internen-kontrollsystem-iks-fuer-unternehmen-inkl-video/

Kassenbuchnachschau wird vermehrt eingesetzt werden: Hier kann von der Behörde relativ schnell geprüft werden, ob der Kassenbestand mit dem Kassenbericht übereinstimmt. Diese Prüfung ist relativ schnell erledigt und kommt es hier zu Abweichungen, bekommen Sie eine Strafe.

Sie müssen schneller auf die Forderungen der Behörde reagieren: Werden Sie dazu aufgefordert, ein Internes Kontrollsystem (IKS) oder Ihr Kassenbuch einzureichen, müssen Sie in Zukunft noch schneller reagieren. Können Sie diese Dinge nicht innerhalb kürzester Zeit nachreichen, wird das finanzielle Konsequenzen für Sie haben.

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Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

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Sie möchten mehr über das künftige Prüfungsverhalten lernen?

Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zur zukünftigen Entwicklung der Betriebsprüfung oder möchten wissen, welche Punkte in Zukunft größere Bedeutung haben werden?

Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, wie Sie sich am besten auf eine Betriebsprüfung vorbereiten.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit