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Verlustvortrag: So reduzieren Sie mit einem Verlust Ihre zukünftigen Steuern

Durch eine nicht vorhersehbare Ausgabe oder einen entfallenen Auftrag haben Sie überraschend einen Verlust geschrieben? Sie haben Angst, dass Sie dadurch Ihr Unternehmen geschädigt haben?

Keine Sorge, ein einmaliger Verlust kann selbst den besten Unternehmern passieren.

Durch einen steuerlichen Trick können Sie mit solch einem Verlust sogar Ihre vergangene und zukünftige Steuerlast reduzieren.

Denn ein Verlustrücktrag oder Verlustvortrag ermöglicht es Ihnen, den Verlust in die Vergangenheit oder die Zukunft zu „schieben“. Der Verlust wird dann mit den vergangenen oder zukünftigen Gewinnen gegengerechnet. So reduzieren Sie Ihre Steuerlast.

Ein einmaliger Verlust können Sie deshalb auch als Chance zur effektiven Steuergestaltung sehen.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen leicht verständlich erklären, wie der Verlustvortrag und der Verlustrücktrag im Detail funktionieren und auf welche Spezialfälle Unternehmer achten müssen.

Wie funktioniert ein Verlustrücktrag bzw. ein Verlustvortrag genau?

Ein Verlustvortrag und ein Verlustrücktrag ist bei allen Rechtsformen möglich.

Wenn in Ihrem Unternehmen am Jahresende kein Gewinn, sondern ein Verlust festgestellt wird, können Sie diesen Verlust ins letzte Geschäftsjahr tragen. Der Verlust wird dann mit dem letztjährigen Gewinn gegengerechnet.

So reduzieren Sie nachträglich Ihre Steuerlast für das letzte Geschäftsjahr und bekommen dann vom Finanzamt eine Steuergutschrift überwiesen.

Ist im Vorjahr kein ausreichender Gewinn vorhanden oder nach dem Rücktrag noch etwas vom Verlust übrig, können Sie diesen Rest-Verlust noch weiter in die Zukunft „mitnehmen“ und Ihre zukünftigen Gewinne reduzieren.

Wichtig: Ein Verlustrücktrag ist nur mit bis zu einer Million Euro möglich. Der Rest des Verlustes wird dann immer vorgetragen. Haben Sie also einen Verlust von 2 Millionen Euro geschrieben, können Sie nur maximal 1 Million Euro ins letzte Geschäftsjahr „schieben“.

Bei Ehepaaren erhöht sich der maximale Verlustrücktrags-Betrag allerdings auf 2 Millionen Euro.

Auch beim Verlustvortrag gibt es eine jährliche Grenze von 1 Million Euro. Auch hier verdoppelt sich bei Ehepaaren die Grenze auf 2 Millionen Euro.

Der Verlustrücktrag und Verlustvortrag am praktischen Beispiel erklärt

Die theoretische Erklärung oben klingt für Sie vielleicht etwas kompliziert. Deshalb möchte ich Ihnen das Ganze kurz mit einem praktischen Beispiel erklären:

Angenommen, Sie haben im Jahr 2019 100.000 Euro Verlust geschrieben. Grund dafür war die überraschende Anschaffung einer neuen Maschine.

2018 hatten Sie aber einen Gewinn von 40.000 Euro.

Deshalb machen Sie jetzt vom Verlustrücktrag Gebrauch. Sie nehmen also 40.000 Euro des Verlustes von 2019 und rechnen den Verlust mit dem Gewinn von 2018 gegen. So bleibt für 2018 kein zu versteuernder Gewinn übrig.

Vom Finanzamt erhalten Sie deshalb eine Steuergutschrift für die bereits bezahlte Körperschafts- und Gewerbesteuer aus dem Jahr 2018.

Die verbleibenden 60.000 Euro des Verlustes nehmen Sie dann in die Zukunft mit. Machen Sie also beispielsweise 2020 wieder einen Gewinn, können Sie diesen Gewinn um bis zu 60.000 Euro verringern.

Wichtig: Der Verlustvortrag gilt zeitlich unbegrenzt. Sie können also einen vergangenen Verlust so lange in die Zukunft mitnehmen, bis Sie wieder einen abzugsfähigen Gewinn schreiben.

Darum ist ein Verlustvortrag bzw. -rücktrag für Unternehmer sinnvoll

Wie oben bereits beschrieben, reduzieren Sie mit einem Verlustrücktrag oder einem Verlustvortrag Ihre Steuerlast.

Sie nutzen also etwas auf den ersten Blick schlechtes (= Ihren Verlust), um Steuern zu sparen.

Tragen Sie also Ihren Verlust nicht zurück bzw. vor, lassen Sie unter Umständen Tausende Euro an möglicher Steuerersparnis auf der Strecke. Aus unternehmerischer Sicht macht das keinen Sinn.

Denn haben Sie schon unerfreulicherweise einen Verlust gemacht, möchten Sie wahrscheinlich steuerlich einen maximalen Vorteil daraus ziehen. So halten Sie den finanziellen Schaden für Ihr Unternehmen so gering wie möglich.

Über die oben beschriebenen Grenzen hinaus gibt es noch 2 Spezialfälle, auf die Sie möglicherweise achten müssen. Diese möchte ich Ihnen nun kurz erklären:

Spezialfall …

Beim Verlustvortrag und Verlustrücktrag gibt 2 Spezialfälle, auf die ich hier kurz eingehen möchte.

… Kommanditisten

Grundsätzlich darf ein Kommanditist seine Verluste aus der Beteiligung an einer KG nur bis zur Höhe seines Haftkapitals mit anderen Einkünften gegenrechnen. Ist sein anteiliger Verlust also 40.000 Euro, sein Haftkapital aber nur 10.000 Euro, kann er seine anderen Einkünfte steuerlich nur um 10.000 Euro verringern.

Wichtig hierbei ist der Unterschied zwischen Haftkapital und Pflichteinlage. Das ist nämlich nicht zwingend dasselbe. Es kann beispielsweise sein, dass ein Kommanditist nur eine Hafteinlage von 1 Euro geleistet hat, aber trotzdem im Innenverhältnis mit mehr als 1 Euro haftet.

Das ist allerdings nur möglich, wenn ein höheres Pflichtkapital im Gesellschaftsvertrag und als Haftkapital im Handelsregister festgeschrieben wurde.

Möchten Sie also mögliche Verluste mit Ihren anderen Einkünften gegenrechnen, könnte ein höheres Pflichtkapital Sinn machen. Sie müssen sich aber auch bewusst sein, dass Ihre Haftung dann im Ernstfall höher als Ihre Einlage ist.

… Holding

Holdings werden meist mit dem Hintergedanken aufgesetzt, Gewinne und Verluste einzelner Unternehmen (sogenannte Töchter) über eine übergeordnete Mutter-Gesellschaft gegenzurechnen.

Damit das allerdings möglich ist, muss unbedingt ein Gewinnabführungsvertrag gemacht werden. Denn nur mit einem Gewinnabführungsvertrag können die Gewinne und Verluste der Töchter-Gesellschaften gegengerechnet werden.

Bleibt nach dem Gegenrechnen der Gewinne und Verluste unter dem Strich noch ein Gesamt-Verlust übrig, kann dieser für einen Verlustrücktrag oder einen Verlustvortrag verwendet werden.

Ohne Gewinnabführungsvertrag verbleibt der Verlust in der Tochtergesellschaft und kann nur dort zurück oder vorgetragen werden.

Worauf Sie bei der Holding achten müssen, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. In diesem Beitrag erfahren Sie, was eine Holding genau ist und welche Vor- bzw. Nachteile Sie mit einer Holding haben. Hier geht’s zum Beitrag: https://www.steuerberatung-breit.de/holding-wann-ist-sie-von-vorteil-und-wann-eine-gefahr-fuer-ihre-gmbhs/

Fazit: Einmaliger Verlust als Chance zur Steuergestaltung mit einem Verlustrücktrag oder Verlustvortrag

Ein einmaliger Verlust muss nicht zwingend ein Schaden für Ihr Unternehmen sein. Denn dank einem Verlustrücktrag bzw. -vortrag können Sie diesen Verlust in die Vergangenheit oder die Zukunft schieben und so Ihre Steuerlast reduzieren.

Zu beachten sind hierbei die Begrenzungen von 1 Million Euro pro Jahr und die oben beschriebenen Spezialfälle. Als Kommanditist könnte es sich beispielsweise lohnen, Ihr Haftkapital zu erhöhen. So könnten Sie mehr von Ihrem anteiligen Verlust mit Ihren anderen Einkünften gegenrechnen.

Ob das für Sie Sinn macht, kann Ihnen aber nur ein Steuerberater sagen. Denn wie so oft kommt die Sinnhaftigkeit auf Ihre individuelle Situation an. Ohne mit Ihrem Fall vertraut zu sein, kann man hier keine pauschale Aussage treffen.

Sie haben noch weitere Fragen zum Verlustvortrag oder Verlustrücktrag?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater in Hamburg für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Drobot Dean – stock.adobe.com

Thomas-Breit-Steuerfoerderungen-Teil-5

Steuerförderungen (Teil 5): Begünstigungen nach § 34a EStG

Sie fragen sich, wie Sie die Steuerlast für Ihr Unternehmen reduzieren können?

Damit sind Sie nicht allein. Durch eine geschickte Steuer-Optimierung können Sie als Unternehmer Tausende Euro sparen und beispielsweise für Investitionen verwenden.

So ist Ihr Unternehmen auch in der Zukunft gut aufgestellt.

Die Methode, die ich Ihnen in diesem Beitrag vorstelle ist speziell für Einzelunternehmer und Personengesellschaften interessant.

Wer kann den § 34a EStG nutzen und wie wirkt er sich auf das Unternehmen aus?

Der §34a EStG kann von Einzelunternehmern und Personengesellschaften genutzt werden. Außerdem sollte Ihr Einkommens-Steuersatz höher als 29 % sein. Erfüllen Sie diese beiden Bedingungen, ist der §34a EStG für Sie sehr interessant.

Der §34a EStG ermöglicht eine Begünstigung für nicht zu entnehmende Gewinne. Diese Gewinne verbleiben dann im Unternehmen und können beispielsweise für Investitionen oder auch die Erbschaftssteuer verwendet werden.

Durch die Nutzung des §34a EStG reduziert man den Steuersatz für diesen Gewinn-Anteil auf 28,75%. Darin ist auch schon die Gewerbesteuer enthalten.

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

 

Sie wollen mehr über die Verwendung des § 34a EStG erfahren?

Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zur Steueroptimierung und den § 34a EStG? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

GmbH-und-Co-KG-Symbolbild

GmbH & Co. KG: In diesen 3 Situationen macht sie Sinn für Ihr Unternehmen

Sie haben sich schon öfter gefragt, ob Sie von einem Rechtsformwechsel zu einer GmbH & Co. KG profitieren könnten? Warum gibt es so viele deutsche Unternehmer, die auf diese Rechtsform zurückgreifen?

Und welche sind eigentlich die Unterschiede zu einer normalen GmbH oder einer KG?

Immer wieder kommen Unternehmer mit diesen Fragen auf mich zu. In meinem Beitrag möchte ich deshalb die häufigsten Fragen zur GmbH & Co. KG leicht verständlich für Sie beantworten.

Sie erfahren, was eine GmbH & Co. KG eigentlich ist, was Sie zur Gründung benötigen und in welchen 3 Situationen eine GmbH & Co. KG für Unternehmer Sinn macht.

Was ist eine GmbH & Co. KG überhaupt?

Bei einer GmbH & Co. KG handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft (kurz KG), bei der der vollhaftende Komplementär eine GmbH ist. Dadurch umgeht man die unbeschränkte und persönliche Haftung, die eine natürliche Person (= Mensch) als Komplementär hätte.

In der Regel sind dann alle am Unternehmen beteiligten Personen die Kommanditisten. Dadurch sind sie von der persönlichen Haftung ausgeschlossen.

Durch dieses Konstrukt gibt es also normalerweise bei einer GmbH & Co. KG keine natürliche Person, die mit ihrem Privatvermögen haftet.

In dieser Hinsicht ist eine GmbH & Co. KG mit einer GmbH zu vergleichen. Denn auch die Gesellschafter einer GmbH haften nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern nur mit ihrer Einlage im Unternehmen.

Was unterscheidet eine GmbH & Co. KG von einer GmbH

Da es sich bei einer GmbH & Co. KG um eine Personengesellschaft handelt, gibt es mehrere Unterschiede zu einer GmbH. Hier möchte ich Ihnen aber nur die 2 wichtigsten kurz vorstellen:

1. Andere Rechtsform = andere Besteuerung: KGs werden grundsätzlich anders besteuert als GmbHs. Da eine GmbH & Co. KG eine Personengesellschaft ist, müssen Sie keine Körperschaftssteuer zahlen.

2. Höherer Verwaltungsaufwand: Da Sie für eine GmbH & Co. KG 2 Unternehmen (1 GmbH und 1 KG) benötigen, ist der Verwaltungsaufwand in der Regel höher als bei einer GmbH.

Was unterscheidet eine GmbH & Co. KG von einer „normalen“ KG

Auch hier gibt es 2 Haupt-Unterschiede:

1. Der vollhaftende Komplementär ist keine natürliche Person: Bei einer „normalen“ KG ist der Komplementär eine natürliche Person. Diese Person haftet unbeschränkt mit Ihrem Privatvermögen. Bei der GmbH & Co. KG ist der Komplementär eine GmbH. So umgeht man die unbeschränkte und persönliche Haftung.

2. Man muss 2 Jahresabschlüsse machen: Da Sie bei einer GmbH & Co. KG 2 Unternehmen benötigen, müssen Sie auch 2 Jahresabschlüsse machen. Bei einer „normalen“ KG müsste hingegen nur der Jahresabschluss der KG gemacht werden.

Was benötigt man, um eine GmbH & Co. KG zu gründen?

Um eine GmbH & Co. KG zu gründen, benötigen Sie 2 Dinge:

  1. Eine GmbH als Komplementär: Diese GmbH muss über ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro verfügen.
  2. Mindestens einen Kommanditisten: Dieser Kommanditist kann rein theoretisch auch nur 1 Euro in die neugegründete GmbH & Co. KG einzahlen. Kommanditisten können natürliche oder juristische Personen sein.

Wann macht eine GmbH & Co. KG Sinn?

Hier möchte ich Ihnen 3 häufige Situationen vorstellen, in denen Unternehmer von einer GmbH & Co. KG profitieren können.

In der Praxis kann es durchaus noch andere mögliche Situationen geben. Diese sind aber so speziell, dass ich in diesem Beitrag nicht darauf eingehen werde.

Situation 1: Ihre Unternehmens-Gewinne werden häufig ausbezahlt

Die Gesamtsteuerbelastung bei einer GmbH & Co. KG ist niedriger als bei einer GmbH. Zahlen Sie die Unternehmensgewinne also in der Regel aus, zahlen Sie bei einer GmbH & Co. KG weniger Steuern als bei einer GmbH.

Verbleiben die Gewinne allerdings im Unternehmen, macht eine GmbH & Co. KG wenig Sinn. In diesem Fall wäre eine GmbH wahrscheinlich die bessere Rechtsform für Sie.

Situation 2: Sie möchten Privatentnahmen tätigen können

Sie sind derzeit noch Einzelunternehmer und tätigen häufig Privatentnahmen? Sie möchten aber Ihre Haftung beschränken und denken deshalb über einen Rechtsformwechsel zu einer GmbH oder einer GmbH und Co. KG nach?

Möchten Sie auch in Zukunft Privatentnahmen tätigen können, ist die GmbH & Co. KG Ihre einzige wirkliche Alternative.

Bei einer GmbH ist eine Privatentnahme nämlich nicht ohne weiteres möglich. Dort stellt die Gewinnausschüttung so etwas wie eine Privatentnahme dar. Eine Privatentnahme wie bei einem Einzelunternehmen oder einer Personengesellschaft gibt es aber nicht.

Situation 3: Sie haben Angst vor einer verdeckten Gewinnausschüttung

Ihr Unternehmen ist bereits eine GmbH oder steht kurz vor der Umwandlung? Dann könnten Sie im Falle einer Betriebsprüfung von einer verdeckten Gewinnausschüttung bedroht sein.

Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist eine unerlaubte Gewinnausschüttung, z.B. in Form der privaten Nutzung eines Firmen-PKWs. Oft geschieht das sogar unabsichtlich und Sie machen sich strafbar. Im schlimmsten Fall könnten Sie dann sogar im Gefängnis landen.

Dieses Problem haben Sie bei einer GmbH & Co. KG nicht. Denn hier gibt es keine verdeckte Gewinnausschüttung. Mit einer GmbH & Co. KG reduzieren Sie also Ihr Risiko als Unternehmer.

Was eine verdeckte Gewinnausschüttung im Detail ist und wie sich Unternehmer konkret strafbar machen, habe ich Ihnen in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/verdeckte-gewinnausschuettung-so-machen-sich-gesellschaften-und-gesellschafter-strafbar/

Fazit: GmbH & Co. KG? Ja, aber nur wenn sie auch Sinn macht

Eine GmbH & Co. KG bietet Ihnen eine Kombination aus den Vorteilen einer GmbH und einer KG. Sie beschränken Ihre Haftung, können aber Privatentnahmen tätigen und haben eine geringere Gesamtsteuerbelastung.

Allerdings müssen Sie auch 2 Jahresabschlüsse (für die GmbH und die KG extra) machen. Durch dieses Konstrukt haben Sie in der Regel auch einen höheren Verwaltungsaufwand.

Ob eine GmbH & Co. KG also für Ihr Unternehmen wirklich Sinn macht, kann ich Ihnen in diesem Beitrag leider nicht beantworten.

Denn ohne Ihre Situation genau zu kennen, kann kein Steuerberater hier eine seriöse Aussage treffen. Um herauszufinden, ob sich eine Unternehmensumwandlung für Sie lohnt, müssen Sie sich daher unbedingt Rat von einem Steuerberater holen.

Sie haben noch weitere Fragen zur GmbH & Co. KG oder möchten wissen, welche andere Rechtsform für Sie die richtige ist?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Paolese – stock.adobe.com

Thomas-Breit-Steuerfoerderungen-Teil-4

Steuerförderungen (Teil 4) – PKW Besteuerung privater Fahrten & Fahrtenbücher

Um den Investitionsabzugsbetrag für Ihren PKW nutzen zu können, müssen Sie unbedingt ein Fahrtenbuch führen. Was passiert, wenn Sie das nicht machen, erkläre ich Ihnen kurz und leicht verständlich in diesem Beitrag.

Was passiert, wenn Sie kein Fahrtenbuch führen?

Führen Sie kein Fahrtenbuch, gilt grundsätzlich immer die 1% Regelung. Das heißt, dass Sie 1% des ursprünglichen Neupreises des PKWs pro Monat als betriebliche Einnahme ansetzen müssen.

So werden also Ihre gewinnmindernden Kosten gekürzt. Das kann bis zur vollständigen Kostendeckelung gehen. Dann bleibt gar nichts mehr von den ursprünglichen Kosten übrig.

Um das zu vermeiden, können Sie ein Fahrtenbuch führen. Mit einem Fahrtenbuch können Sie die entstandenen Kosten sehr wohl gewinnmindernd nutzen.

Das Fahrtenbuch: Per Hand oder Elektronisch

Sie können Ihr Fahrtenbuch entweder per Hand oder elektronisch führen.

Entscheiden Sie sich für die händische Variante, haben Sie das Problem, dass Sie immer alles ordnungsgemäß ausfüllen müssen.

Bei der elektronischen Variante wird jede Fahrt automatisch vom PKW aufgezeichnet. Sie müssen dann nur noch auswählen, ob die Fahrt privat oder betrieblich war. Alternativ können Sie auch eine Mischfahrt, also eine teilweise private und betriebliche Fahrt, angeben.

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

 

Sie wollen mehr über die richtige Führung eines Fahrtenbuchs erfahren?

Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zu privaten und betrieblichen Fahrten und wie Sie diese in Ihrem Fahrtenbuch berücksichtigen? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Unternehmenskauf-finanzieren

Kredit oder Eigenkapital: So finanzieren Sie den Unternehmenskauf richtig

Sie würden gerne Ihr Geschäft erweitern und neue, attraktive Märkte erschließen? Ihr Plan ist es, dazu ein Unternehmen zu kaufen, um so schneller in einem neuen Land oder einer anderen Branche fußzufassen?

Unter den richtigen Voraussetzungen ist der Kauf eines Unternehmens mit Sicherheit eine gute Möglichkeit, um ohne lange Vorlaufzeit in einem neuen Bereich in die Gänge zu kommen.

Für viele Unternehmer stellt sich jedoch die Frage: Wie finanziere ich dieses Vorhaben?

Soll ich am besten alles mit vorhandenem Eigenkapital bezahlen oder kann ich auch einen Kredit aufnehmen?

In meinem Alltag als Steuerberater werde ich von meinen Klienten häufig mit diesen Fragen konfrontiert. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass viele Unternehmer hier unsicher sind. Und das ist auch gar nichts Schlechtes. Denn ein Unternehmenskauf ist eine große Investition und muss gut geplant werden.

Bevor man überhastet die falsche Entscheidung trifft, sollte man sich über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Finanzierungen beim Unternehmenskauf im Klaren sein. Nur so kann man eine gute Entscheidung treffen.

Genau hier möchte ich mit diesem Blogbeitrag ansetzen. Ich erkläre Ihnen, welche Möglichkeiten Sie zur Finanzierung eines Unternehmenskaufs grundsätzlich haben und von welchen Förderungen Sie zusätzlich profitieren könnten.

Unternehmenskauf-Finanzierung mit Eigenkapital

Aus der Sicht eines Steuerberaters wäre diese Variante die beste bei einem Unternehmenskauf.

So haben Sie als Unternehmer keinerlei Schulden bei Banken und sind daher auch keinem Kreditinstitut verpflichtet. Sollte es, aus welchen Gründen auch immer, einmal für einige Zeit nicht so rosig laufen, können Sie so nie in Rückzahlungs-Schwierigkeiten kommen.

In der Praxis ist eine gänzliche Finanzierung mit Eigenkapital aber meistens unrealistisch. Die Summen sind einfach zu hoch, um alles nur mit Eigenkapital zu bezahlen.

Haben Sie nicht genug Eigenkapital, gibt es aber mehrere Möglichkeiten, um neues Eigenkapital zu beschaffen. Sie oder Ihre Mit-Gesellschafter könnten beispielsweise zusätzliches Kapital aus der eigenen Tasche in das Unternehmen einzahlen.

Diese Option zur Eigenkapitalerhöhung ist wahrscheinlich allen Unternehmern bekannt. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen aber 2 weitere Optionen vorstellen, die in der Praxis (noch) wenig verwendet werden, aber in manchen Fällen durchaus Sinn machen:

  1. Crowdfunding: Beim Crowdfunding beteiligen sich viele „kleinere“ Investoren, die oft auch Privatpersonen sind, an einem Unternehmen. Rechtlich gesehen handelt es sich dabei dann meistens um stille Partner. Diese Methode ist besonders für Unternehmen geeignet, die „coole“ Projekte an End-Konsumenten verkaufen möchten. Denn bei diesen Projekten ist es einfacher, viele Investoren anzulocken. Die weltweit beliebteste Plattform, um eine Crowdfunding-Kampagne zu starten ist Kickstarter.
  2. Business Angels: Bei Business Angels handelt es sich um Investoren, die einem Unternehmen neben Ihrem Investment auch noch mit Ihrer Management-Erfahrung und Ihren Kontakten weiterhelfen. Man bekommt also nicht nur frisches Eigenkapital, sondern auch Know-How. Im Gegenzug versprechen sich die Business Angels eine Wertsteigerung ihres Unternehmens-Anteils. Hier finden Sie einen Überblick über Business Angels in Deutschland: https://www.business-angels.de/

Mit diesen beiden Möglichkeiten können Sie Ihr Eigenkapital aufbessern. Allerdings wird auch das in den meisten Fällen nicht ausreichen, um den gesamten Kaufpreis mit Eigenkapital zu decken. In diesem Fall können Sie auch bei einem Unternehmenskauf auf einen Kredit zurückgreifen.

Worauf Sie dabei achten müssen, erkläre ich Ihnen im nächsten Abschnitt.

Unternehmenskauf-Finanzierung mit Fremdkapital

Bei vielen Unternehmern ist ein Kredit sehr negativ behaftet. Dort sieht man eine Fremdfinanzierung als sprichwörtlichen „Klotz am Bein“. Durch einen hohen Kredit spiele man mit der Zukunft des Unternehmens, bekommt man da häufig zu hören.

Da ist auch sicherlich etwas Wahres dran. Einen Kredit sollten Sie nur nach sorgfältiger Überlegung abschließen. Außerdem sollte Ihre Eigenkapitalquote nie unter 20% rutschen, sonst bringen Sie Ihr Unternehmen langfristig in Gefahr.

Richtig eingesetzt können Sie aber speziell bei niedrigen Zinsen von einem Kredit profitieren. Denn ist Ihre Gesamtkapitalrendite höher als die Kreditverzinsung, steigern Sie mit diesem Kredit Ihre Eigenkapitalrendite.

Die Rendite, die Sie mit Ihrem geliehenen Geld erwirtschaften, ist also höher als Ihre Zins-Zahlungen. In der Fachsprache bezeichnet man das als Leverage Effekt.

Eine hohe Eigenkapitalrendite steigert Ihre Bonität bei Banken und macht Ihr Unternehmen auch für potentielle Investoren attraktiver.

Jedoch sollten Sie immer bedenken, dass bei einem Kredit immer ein Rest-Risiko bleibt. Auch wenn es geschäftlich einmal nicht so gut, müssen Sie Ihre Raten immer bezahlen können. Dieses Risiko müssen Sie immer einkalkulieren.

Hilfe beim Unternehmenskauf: Von diesen Förderprogrammen könnten Sie profitieren

Als Unternehmer können Sie beim Unternehmenskauf von attraktiven Förderungen profitieren. So bietet zum Beispiel die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) geförderte Kredite an.

Bei diesen Krediten brauchen Sie meistens nur wenige Sicherheiten und haben eine gewisse Anzahl an tilgungsfreien Jahren zu Beginn des Kredits.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Krediten der KfW: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Nachfolgen/

Befindet sich Ihr Unternehmenssitz in Berlin, könnte auch ein geförderter Kredit der Investitionsbank Berlin (kurz IBB) für Sie interessant sein. Ähnlich wie die KfW brauchen Sie auch hier nur wenige Sicherheiten und profitieren von tilgungsfreien Jahren. Hier finden Sie mehr Informationen zur IBB: https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/foerderprogramme-a-z/foerderprogramme-a-z.html

Auch in anderen Bundesländern gibt es solche Investitionsbanken. Hier finden Sie eine Übersicht mit allen Investitionsbanken in Deutschland: https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/berater-suchen/wo-beratung-gruendung/landesfoerderinstitute/

Fazit zur Unternehmenskauf-Finanzierung: Der richtige Mix aus Eigen- und Fremdkapital macht’s

Im Idealfall sollten Sie Ihren Unternehmenskauf mit eigenen Mitteln finanzieren. In der Realität ist das allerdings meistens nicht realistisch. Die Kaufpreise sind dafür einfach zu hoch. In diesem Fall können Sie auf einen Kredit zurückgreifen.

Das ist vor allem in Zeiten von niedrigen Zinsen attraktiv. Dabei müssen Sie aber immer Ihre Eigenkapitalquote im Auge behalten. Diese sollte nicht unter 20 % sinken.

Der beste Finanzierungs-Weg wird also für die meisten Unternehmer irgendwo in der Mitte liegen: Man verwendet für einen Teil des Kaufpreises Eigenkapital und greift für den Rest auf einen Kredit zurück.

Sie haben noch weitere Fragen zum Unternehmenskauf oder möchten wissen, welche Fehler Sie beim Kauf auf gar keinen Fall machen dürfen?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Tod-des-Unternehmers

Tod des Unternehmers: Das passiert mit Ihrem Unternehmen

Sie haben sich schon immer gefragt, was mit Ihrem Unternehmen im Falle Ihres Todes passiert? Wird es aufgelöst oder werden die Anteile an Ihre Nachkommen weitervererbt?

Immer wieder kommen Unternehmer mit diesen Fragen auf mich zu. Vor allem im Bereich der Unternehmensnachfolge herrscht hier große Unsicherheit. Denn viele Unternehmer sind besorgt, dass ihr Lebenswerk vielleicht in die falschen Hände gelangt.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen die häufigsten Fragen meiner Klienten zu diesem Thema beantworten. Sie erfahren, welche Auswirkungen der Tod des Unternehmers bei unterschiedlichen Rechtsformen (Einzelunternehmer, KG und GmbH) hat und welche rechtlichen Konsequenzen Ihr Ausscheiden für Ihre Erben hat.

Denn ob ein Unternehmen aufgelöst oder nahtlos weitergeführt wird, hängt vor allem von der Rechtsform ab. Im nächsten Abschnitt erkläre ich Ihnen im Detail, welche Auswirkungen der Tod des Unternehmers bei Einzelunternehmen, KGs und GmbHs hat.

Diese Auswirkung hat der Tod des Unternehmers bei …

… einem Einzelunternehmen

Hier muss man zwischen zivilrechtlichen und steuerrechtlichen Auswirkungen unterscheiden.

Zivilrechtlich kommt es darauf an, ob es sich beim verstorbenen Unternehmer um einen eingetragenen Kaufmann (kurz e.K.) handelte oder nicht. War der Verstorbene kein eingetragener Kaufmann, ist das Unternehmen zivilrechtlich „unsichtbar“ und wird mit dem Tod aufgelöst.

Bei einem eingetragenen Kaufmann geht das Unternehmen immer auf die Erben über.

Steuerrechtlich betrachtet macht es keinen Unterschied, ob man eingetragener Kaufmann war oder nicht.

Die Erben haben immer 6 Monate Zeit um zu entscheiden, ob sie das Unternehmen fortführen wollen oder nicht.

Wird das Unternehmen nicht fortgeführt, gilt das Unternehmen rückwirkend mit dem letzten Lebenstag als beendet. Dann muss auch mit diesem Tag eine steuerliche Schlussbilanz gemacht werden. Wurde der Gewinn bisher nicht durch eine Bilanz ermittelt, muss auch eine Überleitungsrechnung gemacht werden.

Das Unternehmen gilt dann als beendet. Mögliche Steuerschulden fallen in die Erbmasse und müssen von den Erben beglichen werden. Allerdings fallen auch Steuerforderungen des Unternehmens in die Erbmasse. In diesem Fall können Sie als Erbe von einer möglichen Steuererstattung profitieren.

Soll das Unternehmen weitergeführt werden, müssen Sie diese Punkte nicht durchführen. Ihre Nachkommen können das Unternehmen einfach weiterführen.

… einer KG

Bei der KG hängt die Nachfolge von der Satzung des Unternehmens ab. Denn das Gesellschaftsrecht geht dem Erbrecht in diesem Fall vor.

Für Kommanditisten gibt es 3 mögliche Situationen:

  1. Keine Nachfolge-Regelung im Gesellschaftsvertrag: Hier gehen die Anteile an die bereits an der Gesellschaft beteiligten Personen über. Als Erbe gehen Sie allerdings nicht leer aus, sondern haben Anspruch auf eine Kapitalabfindung. In der Fachsprache wird dieses Vorgehen als „Anwachsung“ bezeichnet.
  2. Qualifizierte Nachfolgeregelung: In diesem Fall tritt eine im Gesellschaftsvertrag genannte Person Ihre Nachfolge an. Andere gesetzliche Erben haben Anspruch auf eine Kapitalabfindung.
  3. Einfache Nachfolgeregelung: Es wird im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben, dass die gesetzlichen Erben die Unternehmensanteile bekommen. Gibt es mehrere Erben, wird jeder einzelne Gesellschafter der KG.

Bei Komplementären kommt es darauf an, ob es sich um eine natürliche oder eine juristische Person handelt.

Ist der verstorbene Komplementär eine natürliche Person, gilt das Erbrecht. Das heißt, dass die Anteile auf die gesetzlichen Erben aufgeteilt werden.

Anders verhält es sich beispielsweise bei einer GmbH & Co. KG. Hier ist die GmbH die Komplementärin. Werden die Anteile an der GmbH wiederum von der KG selbst gehalten, werden die Anteile wie bei Kommanditisten verteilt.

… einer GmbH

Ähnlich wie bei der KG kommt auch die Nachfolge bei der GmbH auf die Satzung der Gesellschaft an.

Hier sind 3 Situationen denkbar:

  1. Einziehungsklausel im Gesellschaftsvertrag: Bei einer Einziehungsklausel werden die Anteile auf bereits beteiligte Gesellschafter übertragen. Die gesetzlichen Erben des verstorbenen Unternehmers haben einen Anspruch auf eine Kapitalabfindung, werden aber nicht Gesellschafter. Diese Situation ist mit der „Anwachsung“ bei der KG vergleichbar.
  2. Abtretungsklausel im Gesellschaftsvertrag: Hier werden die Anteile an eine im Gesellschaftsvertrag bestimmte Person vererbt. Eine Abtretungsklausel ist damit mit der qualifizierten Nachfolgeregelung bei der KG vergleichbar.
  3. Keine Regelung im Gesellschaftsvertrag: In diesem Fall gehen die Anteile an die gesetzlichen Erben. Gibt es mehrere Erben, wird jeder von ihnen Gesellschafter der GmbH.

Überlegen Sie sich also genau, was im Falle Ihres Todes mit Ihren Anteilen passieren soll und schreiben Sie gegebenenfalls eine Regelung im Gesellschaftsvertrag fest.

Auswirkungen für Ihre Erben: Erbschaftssteuer!

Gehen Ihre Anteile am Unternehmen an die gesetzlichen Erben über, sind diese erbschaftssteuerpflichtig. Sind Sie und Ihr Unternehmen nicht auf einen Übergang vorbereitet, können Ihre Erben so mit Tausenden Euro Erbschaftssteuer belastet werden.

Haben Sie allerdings vorausgeplant und Ihr Unternehmen optimiert, können Sie Ihre Anteile weitergeben ohne Ihren Erben hohe Steuerzahlungen aufzubürden.

Wie Sie dabei am besten vorgehen, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/erbschaftssteuer-optimieren-vermoegen-richtig-definieren-und-tausende-euro-sparen/

Fazit: Rechtsform und Satzung sind im Todesfall ausschlaggebend

Welche Auswirkungen der Tod eines Unternehmers hat, kommt vor allem auf die Rechtsform und die Satzung des Unternehmens an. Im Gesellschaftsvertrag kann beispielsweise eine bestimmte Person als Nachfolger festgeschrieben werden.

Es kann aber auch festgelegt werden, dass Ihre Anteile an Mit-Gesellschafter gehen und Ihre Erben lediglich eine Kapitalabfindung erhalten.

Damit mit Ihren Anteile auch wirklich das passiert, dass Sie möchten, müssen Sie deshalb unbedingt rechtzeitig mit Unternehmensnachfolge-Planungen beginnen. Denn eine rechtlich saubere und steueroptimierte Nachfolge muss einige Jahre im Vorhinein geregelt werden.

Sie haben noch weitere Fragen zum Thema oder möchten wissen, wie Sie eine Unternehmensnachfolge am besten planen sollten?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Rawpixel.com – stock.adobe.com

Steuerfoerderung-Teil-3

Steuerförderungen (Teil 3): Wegfall des Investitionsabzugsbetrag für PKW

Sie haben in der Vergangenheit einen Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht und dann auch tatsächlich wenig später einen PKW angeschafft?

Sie haben wie gesetzlich vorgeschrieben ein Fahrtenbuch geführt und denken, rechtlich korrekt vorgegangen zu sein?

Damit haben Sie leider nicht immer Recht. Denn viele Fahrtenbücher werden vom Gesetzgeber als nicht ordnungsgemäß angesehen.

Tatsächlich habe ich in 20 Jahren als Steuerberater noch kein einziges Fahrtenbuch gesehen, dass 1 zu 1 von den Behörden akzeptiert worden ist. Meistens ist es lediglich als Gesprächsgrundlage zu sehen.

Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß = Kein Investitionsabzugsbetrag

 

Wird Ihr Fahrtenbuch als nicht ordnungsgemäß angesehen, können Sie die 90 prozentige betriebliche Nutzung Ihres PKWs nicht nachweisen.

Damit gilt Ihr PKW steuerlich zu mehr als 10% privatgenutzt und Sie verlieren den Anspruch auf den Investitionsabzugsbetrag.

Ihre Steuerersparnis aus den Jahren, in denen Sie den Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht haben, wird dann rückabgewickelt. Das heißt, Sie müssen diese Steuerersparnis nachzahlen.

Wenn die Ersparnis mehr als 15 Monate zurückliegt, kommt sogar noch eine Verzinsung oben drauf.

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurze Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

 

Sie wollen mehr über Steuerförderungen erfahren?

Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen zum Investitionsabzugsbetrag und wie Sie ihn für Ihren PKW verwenden können? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater kann ich Ihnen zeigen, welche steuerlichen Vorteile Sie als Unternehmer nutzen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Minderheitsgesellschafter Betrug

Verdeckte Gewinnausschüttung: So werden Minderheitsgesellschafter um ihren Gewinn-Anteil betrogen

Sie sind Minderheitsgesellschafter in einer GmbH und möchten mit Ihrer Beteiligung eine möglichst hohe Rendite erzielen? Sie haben Angst, durch fadenscheinige Tricks anderer Gesellschafter um Ihren gerechten Gewinn-Anteil gebracht zu werden?

In der Tat kommt es bei der Gewinnverteilung in GmbHs häufig zu Konflikten zwischen „kleineren“ und so genannten beherrschenden Gesellschaftern. Denn manchmal bereichern sich Gesellschafter unerlaubterweise durch eine verdeckte Gewinnausschüttung auf Kosten des Unternehmens und verringern so den zu verteilenden Gewinn.

Minderheitsgesellschafter fühlen sich in solchen Situationen oft machtlos und wissen nicht, was sie tun sollen. Hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen.

Ich erkläre Ihnen, welche Rechte Sie im Fall einer verdeckten Gewinnausschüttung durch einen anderen Gesellschafter haben und wie Sie solch eine Situation überhaupt vermeiden können.

Ab wann ist man überhaupt Minderheitsgesellschafter?

Ein Minderheitsgesellschafter ist eine Person, die nur einen geringen Teil des Stammkapitals einer GmbH hält. In den meisten Fällen wird die Grenze bei einem Anteil von weniger als 50% des Stammkapitals gezogen. Besitzen Sie also beispielsweise 45%, sind Sie Minderheitsgesellschafter.

Einem Minderheitsgesellschafter steht meistens ein Mehrheitsgesellschafter gegenüber. Dieser Gesellschafter hält oft eine Mehrheit der GmbH-Anteile und kann viele Entscheidungen im Alleingang treffen. Deshalb wird dieser Gesellschafter auch oft als „beherrschender Gesellschafter“ bezeichnet.

Welche Rechten und Pflichten hat man als Minderheitsgesellschafter?

Zu den Rechten eines Minderheitsgesellschafters gehören unter anderem Kontrollrechte, also zum Beispiel das Recht auf Einsicht in Verträge oder Jahresabschlüsse. Und das Recht auf einen zur Einlage proportionalen Anteil am Unternehmensgewinn.

Mitbestimmungsrechte, wie zum Beispiel eine Sperrminorität, müssen Sie sich vertraglich absichern lassen. Tun Sie das nicht, haben Sie bei Entscheidungen kein Mitspracherecht.

Was eine Sperrminorität genau ist und wie Sie dieses Recht in Ihrem Vertrag absichern, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/so-sichern-sie-sich-mitbestimmungsrechte-als-gmbh-minderheitsgesellschafter/

Die Pflichten eines Minderheitsgesellschafter beschränken sich darauf, dass er seine Einlage leisten muss. Ansonsten haben Sie bei einer geringen Beteiligung fast keine weiteren Verpflichtungen gegenüber der GmbH. Sie haben also keine Pflicht zur Mitarbeit oder ähnliches.

So werden Minderheitsgesellschafter durch eine verdeckte Gewinnausschüttung geschädigt

Ein häufiger Konflikt zwischen Gesellschaftern einer GmbH ist eine verdeckte Gewinnausschüttung durch den Mehrheitsgesellschafter.

Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt dann vor, wenn sich ein Gesellschafter auf Kosten des Unternehmens finanzielle Vorteile verschafft, die eine Dritte Person nicht erhalten hätte. Darunter fallen etwa eine inkorrekte Versteuerung eines Firmen-PKWs, wenn dieser auch privat genutzt wird oder eine überhöhte Miete, wenn der Gesellschafter die Geschäftsräume privat besitzt und an die GmbH vermietet.

Durch diese erschlichenen Vorteile vermindert eine verdeckte Gewinnausschüttung den zu verteilenden Gewinn der GmbH. Das heißt auch, dass der Gewinn-Anteil eines Minderheitsgesellschafters geschmälert wird.

Sind Sie als Minderheitsgesellschafter in einer solchen Situation, haben Sie einen wirtschaftlichen Schaden erlitten. Der Mehrheitsgesellschafter hat sich unerlaubterweise bereichert und dadurch direkt Ihren Anteil am Unternehmensgewinn verkleinert.

Durch sein Vorgehen hat sich der Mehrheitsgesellschafter strafbar gemacht. Denn das Finanzamt geht in diesem Fall von einer versuchten Steuerhinterziehung aus, da der zu versteuernde Unternehmensgewinn verringert wurde.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob die verdeckte Gewinnausschüttung absichtlich oder nur aus Versehen durchgeführt wurde. Denn oft wissen Gesellschafter gar nicht, dass ihr Vorgehen in solchen Situationen rechtswidrig ist und sie sich dadurch strafbar machen.

Rechtswidrig verringerter Gewinn: Diese Rechte haben Sie als Minderheitsgesellschafter

Wird die verdeckte Gewinnausschüttung also vom Finanzamt entdeckt oder von einem anderen Gesellschafter gemeldet, haben Sie als Minderheitsgesellschafter Anspruch auf Schadensersatz für Ihren entgangenen Gewinn-Anteil.

Wie Sie in solch einem Fall am besten vorgehen, sollten Sie immer mit Ihrem Rechtsanwalt besprechen – Ein Steuerberater darf Sie hierzu nicht rechtlich beraten.

Nur: Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist nicht immer zweifelsfrei zu beweisen. Kann dies dem Mehrheitsgesellschafter nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, erhalten Sie keinen Schadensersatz.

Als Minderheitsgesellschafter sollten Sie deshalb Vorkehrungen treffen, damit es gar nicht erst zu einer solchen Situation kommt. Möglichkeiten wären hier zum Beispiel ein Fremdvergleich, die Einführung eines Tax-CMS im Unternehmen oder klar formulierte Formvorschriften.

Wie diese Maßnahmen im Detail funktionieren und umgesetzt werden können, erkläre ich Ihnen ausführlich in diesem Beitrag: https://www.steuerberatung-breit.de/verdeckte-gewinnausschuettung-so-machen-sich-gesellschaften-und-gesellschafter-strafbar/. Dort erhalten Sie auch noch weitere interessante Informationen zur verdeckten Gewinnausschüttung und wie sich Gesellschafter dabei strafbar machen.

Fazit: Rechte als Minderheitsgesellschafter kennen und Ansprüche besser durchsetzen

Als Minderheitsgesellschafter einer GmbH sind Ihre Rechte und Pflichten eingeschränkt. Das Recht auf einen Anteil am Gewinn haben Sie jedoch immer. Eine verdeckte Gewinnausschüttung durch einen anderen Gesellschafter reduziert aber diesen Anteil und Sie erleiden einen wirtschaftlichen Schaden.

In diesem Fall haben Sie Anspruch auf Schadensersatz für Ihren entgangenen Gewinn-Anteil.

Vermuten Sie also eine verdeckte Gewinnausschüttung, müssen Sie Ihre Rechte kennen und sich mithilfe eines Anwalts zur Wehr setzen. Ansonsten verringert sich Ihre Rendite und Sie erhalten weniger Geld.

Sie haben noch weitere Fragen zu den Rechten von Gesellschaftern oder der GmbH im Allgemeinen?

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Erbschaftssteuer optimieren

Erbschaftssteuer optimieren: Vermögen richtig definieren und Tausende Euro sparen

Sie denken schon an Ihren Nachlass und möchten bald mit den Planungen beginnen? Dabei möchten Sie schlau vorgehen und die Erbschaftssteuer-Zahlungen für Ihre Nachkommen möglichst gering halten?

Das ist mehr als verständlich. Denn wenn Sie nicht vorausplanen, kann die Erbschaftssteuer schon mal Zehntausende Euro betragen. Gehen Sie allerdings schlau vor, können Sie Ihr zu versteuerndes Vermögen durch einen Verschonungsabschlag mindern und so die Steuerlast für Ihre Nachkommen um Tausende Euro reduzieren.

Um diesen Verschonungsabschlag für einen möglichst großen Teil Ihres Vermögens nutzen zu können, müssen Sie aber zuerst wissen, welche Voraussetzungen Sie dazu erfüllen müssen. Genau hier möchte ich mit diesem Artikel ansetzen.

Ich erkläre Ihnen, wann Sie Verschonungsabschläge bei Vermögensgegenständen in Anspruch nehmen können und wie ein solches Vorgehen in der Praxis aussehen könnte.

Einen pauschalen Leitfaden kann ich Ihnen hier aber leider nicht in die Hand geben. Denn wie Sie in Ihrem konkreten Fall am besten vorgehen, hängt immer von Ihrer persönlichen Situation ab.

Verschonungsabschlag nutzen: Der Unterschied zwischen begünstigtem Vermögen und Verwaltungsvermögen

Bei der Erbschaftssteuer wird grundsätzlich zwischen begünstigtem Vermögen und Verwaltungsvermögen unterschieden.

Diese Einteilung ist ausschlaggebend für die Verwendung des Verschonungsabschlags. Denn dieser Abschlag darf nur für begünstigtes Vermögen angewandt werden.

Der Verschonungsabschlag reduziert den zu versteuernden Teil Ihres Vermögens – In der Regel beträgt dieser 85%. Das heißt, dass nur 15% Ihres begünstigten Vermögens auch im Rahmen einer Erbschaft besteuert wird.

Für das Verwaltungsvermögen gibt es allerdings keinen solchen Verschonungsabschlag. Hier wird wirklich Ihr gesamtes Verwaltungsvermögen besteuert.

Das heißt für Sie: Ein möglichst großer Teil Ihres Vermögens sollte begünstigtes Vermögen sein. Denn nur so profitieren Sie vom Verschonungsabschlag.

Welches Vermögen vom Staat grundsätzlich als begünstigtes Vermögen und welches als Verwaltungsvermögen gesehen wird, können Sie hier nachlesen: https://www.steuertipps.de/gesetze/erbschaftsteuer-schenkungsteuer-erbstg/13b-beguenstigtes-vermoegen

Durch eine gute steuerliche Beratung und ein sauberes gesellschaftliches Konstrukt haben Sie aber manchmal etwas Spielraum. Mit geschickter Definition Ihres Vermögens können sie den Verschonungsabschlag für verschiedene Vermögensgegenstände nutzen. Dadurch kann sich die Steuerlast Ihrer Erben um Tausende Euro reduzieren. Was das genau bedeutet erkläre ich Ihnen im nächsten Absatz.

Wie definiere ich mein Vermögen bei der Erbschaftssteuer richtig?

Eines gleich vorweg: Hier sollten Sie sich immer Hilfe von einem Steuerberater holen. Denn um Ihr Vermögen richtig zu definieren, muss sich ein Experte eingehend mit Ihrer Situation auseinandersetzen.

Damit Sie dann besser verstehen, wovon ein Steuerberater dann spricht, möchte ich es Ihnen kurz erklären. Wie eine steuerlich schlaue Definition in der Praxis aussehen könnte, stelle ich Ihnen hier in 3 Beispielen vor:

1. Unternehmensoptimierung bei speziellem Vermögen

Besitzen Sie zum Beispiel mehrere Oldtimer. Diese stellen ein Vermögen dar, das steuerlich nicht begünstigt ist. Sie können also für den Wert Ihrer Autos die Freibeträge nicht nutzen.

Gründen Sie aber eine Gesellschaft als Museum und überlassen Sie dieser Gesellschaft Ihre Autos, ist der Wert Ihrer Oldtimer steuerlich begünstigt.

Das selbe Beispiel wäre auch bei einer Kunstsammlung, Münzen, Briefmarken oder ähnlichem denkbar.

2. Anteile an Kapitalgesellschaften erhöhen

Anteile an einer Kapitalgesellschaft, also zum Beispiel einer GmbH, können auch zum begünstigten Vermögen zählen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die vererbten Anteile mindestens 25% des Nennkapitals der GmbH betragen.

Halten Sie weniger als 25%, zählt dieses Vermögen als Verwaltungsvermögen und Sie können die Freibeträge nicht nutzen.

Aus erbschaftssteuerlicher Sicht kann es also Sinn machen, Ihren Anteil an einer GmbH auf 25% oder mehr zu erhöhen. Das wäre zum beispielsweise vernünftig, wenn Sie bereits 20% halten.

3. Selbst genutztes Betriebsgebäude vs. vermietete Betriebsräume

Für die Erbschaftssteuer macht es einen Unterschied, ob Sie Ihre Gebäude selbst nutzen oder ob Sie diese vermieten.

Denn wenn Sie Ihr Betriebsgebäude selbst nutzen, zählt dieses Gebäude zum begünstigtem Vermögen. Damit können Sie die entsprechenden Freibeträge nutzen.

Vermieten Sie Ihr Gebäude jedoch an Dritte, zählt dieses Gebäude zum Verwaltungsvermögen und Sie können die Freibeträge nicht nutzen.

Aus der rein erbschaftsteuerlichen Perspektive wäre es also besser, Ihre Gebäude selbst zu nutzen.

Früh mit der Erbschaftssteuer-Planung beginnen und laufend optimieren

Alle 3 obigen Beispiele eint vor allem eine Sache: Die lange Zeit, die für eine saubere und gesetzeskonforme Umsetzung benötigt wird. Unternehmensumwandlungen oder -optimierungen müssen Jahre im Voraus geplant und durchgeführt werden.

Starten Sie zu spät, haben Sie nicht mehr genug Zeit, um diese Punkte auch umzusetzen. Deshalb müssen Sie unbedingt mehrere Jahre, im Idealfall sogar Jahrzehnte, im Voraus mit den Planungen beginnen.

Nachdem Sie alles geplant und Ihr Vermögen richtig definiert haben, ist es außerdem wichtig, Gesetzesänderungen bei der Erbschaftssteuer genau zu beobachten. Spätestens alle 5 Jahre sollten Sie sich die aktuelle Gesetzeslage bei der Erbschaftssteuer genau ansehen und gegebenenfalls Ihre Strategie optimieren.

Denn durch Gesetzesänderungen kann es passieren, dass Sie gewisse Sachen ändern oder umstrukturieren müssen. Damit es zu keinem bösen Erwachen kommt, müssen Sie also immer am Ball bleiben.

Idealerweise sollten Sie auch hier auf einen erfahrenen Steuerberater setzen. Nur er weiß wirklich, wie sich eine Gesetzesänderung konkret auswirkt und ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht.

Fazit: Rechtzeitig vorausplanen, Vermögen richtig definieren und Tausende Euro an Erbschaftssteuer sparen

Um den attraktiven Verschonungsabschlag für möglichst viele Vermögensgegenstände nutzen zu können, müssen Sie Ihr Vermögen richtig definieren. Wie das in der Praxis aussehen kann, habe ich Ihnen in diesem Beitrag anhand von 3 praktischen Beispielen erklärt.

Wie Sie persönlich am besten vorgehen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und kann nur von einem Steuerberater beurteilt werden. Wichtig ist jedoch immer, dass Sie schon mehrere Jahre im Voraus mit den Planungen beginnen, damit Ihnen auch noch genug Zeit für die Umsetzung bleibt.

Sie haben noch weitere Fragen zur Erbschaftssteuer? Dann sollten Sie diese so früh wie möglich von einem Experten beantworten lassen.

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Investitionsabzugsbetrag für PKW

Steuerförderungen (Teil 2): Der Investitionsabzugsbetrag für PKW

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob auch Ihr die geplante Anschaffung eines Firmenwagens die Steuerlast Ihres Unternehmens mindern kann? Die Antwort darauf ist ein klares: Ja.

Wie genau das geht und welche Voraussetzungen Sie als Unternehmer dafür erfüllen müssen, verrate ich Ihnen hier:

Investitionsabzugsbetrag für PKW, geht denn das?

Gleich vorweg: Ja, Sie können einen Investitionsabzugsbetrag auch für PKWs nutzen. Allerdings ist dieser Vorteil an eine Bedingung gebunden. Sie müssen dafür nämlich ein Fahrtenbuch führen.

Der Grund dafür ist einfach: Nur mit diesem Fahrtenbuch können Sie beweisen, dass besagter PKW auch wirklich zu mehr als 90% betrieblich genutzt wird.

Diese Ausnahmen gibt es beim Fahrtenbuch schreiben

Jedoch ist es nicht in allen Fällen nötig, ein Fahrtenbuch zuschreiben. In diesen 2 Ausnahmen können Sie den Investitionsabzugsbetrag immer nutzen, auch wenn Sie kein Fahrtenbuch führen:

  • Für den PKW des Geschäftsführers einer GmbH
  • Für den PKW eines Mitarbeiter einer GmbH

In diesen beiden Fällen gilt die Nutzung der PKWs immer zu 100% betrieblich.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Nur Einzelunternehmer oder Mitunternehmer für Personengesellschaften haben die Pflicht, ein Fahrtenbuch zu führen.

Sie wollen mehr über das Thema erfahren? Klicken Sie einfach auf Play!

Dieser kurzer Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie wollen ein wenig mehr zu dem Thema hören? Dann brauchen Sie einfach nur auf Play zu klicken, um mein kurzes Erklärvideo zu starten:

Sie wollen selbst von Steuerförderungen profitieren?

Sie haben über diesen Beitrag hinaus noch Fragen oder brauchen Beratung bezüglich Ihrer eigenen Steuerförderung? Dann können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg aufsuchen.

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Herzlichst,

Ihr Thomas Breit