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Anwachsung: Diese 2 Vorteile bietet sie Ihnen bei der Umwandlung Ihres Unternehmens

Sie sind Inhaber einer Personengesellschaft wie zum Beispiel einer GbR oder einer oHG und möchten Ihren Betrieb in eine GmbH umwandeln? Sie haben in diesem Zusammenhang schon von einer Anwachsung gehört, wissen aber nicht, ob das tatsächlich eine lohnende Option bei der Unternehmensumwandlung ist?

Als Steuerberater in Hamburg habe ich bereits Dutzende Unternehmer in genau dieser Situation beraten. Die zahlreichen Vorteile einer GmbH wie die beschränkte Haftung, die zusätzlichen Möglichkeiten bei der Altersvorsorge und der Prestige-Gewinn klingen für fast jeden Inhaber verlockend.

Aber wie wandeln Sie Ihre jetzige Gesellschaft steuerschonend und mit geringem Aufwand in eine GmbH um?

Eine Möglichkeit, die sogenannte Anwachsung, stelle ich Ihnen in diesem Blogbeitrag vor.

Ich erkläre Ihnen Schritt-für-Schritt und leicht verständlich:

  • Was eine Anwachsung ist
  • Wie die Unternehmensumwandlung mit einer Anwachsung abläuft
  • Von welchen 2 Vorteilen Sie bei der Umwandlung mit einer Anwachsung profitieren können

Was ist eine Anwachsung?

Zu einer Anwachsung kommt es, wenn einer oder mehrere Teilhaber aus einer Gesellschaft ausscheiden. Der Anteil dieses Gesellschafters wird dann auf die anderen Gesellschafter aufgeteilt. Genau diese Aufteilung wird Anwachsung bezeichnet.

Als Gegenleistung für die Anwachsung erhält der ausscheidende Gesellschafter eine Entschädigung, für das von ihm investierte Kapital (siehe auch § 738 BGB).

Der Gesellschafter muss dabei keine natürliche Person sein. Eine Anwachsung ist auch zwischen zwei Gesellschaften (in der Fachsprache auch juristische Personen genannt) möglich.

Die Anwachsung bei der Unternehmensumwandlung [mit Fallbeispiel erklärt]

Nehmen Sie an, dass Sie zusammen mit einem Geschäftspartner eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) besitzen. Diese GbR möchten Sie jetzt in eine GmbH umwandeln.

Mit einer Anwachsung läuft die Umwandlung nun folgendermaßen ab:

1. Sie gründen parallel zu Ihrer GbR eine GmbH, an der Sie und Ihr Geschäftspartner beteiligt sind.

2. Diese GmbH wird Mitgesellschafterin Ihrer GbR. Die GbR hat jetzt demzufolge 3 Gesellschafter: Sie, Ihren Geschäftspartner und die GmbH.

3. Sie und Ihr Geschäftspartner treten aus der GbR aus. Damit ist die GmbH die letzte verbleibende Gesellschafterin der GbR.

4. Da Sie und Ihr Geschäftspartner aus der GbR ausgetreten sind, wachsen alle Anteile der GmbH an. Die GmbH besitzt jetzt das gesamte GbR-Vermögen.

5. Die GmbH tritt jetzt in die Fußstapfen der GbR und die GbR existiert nicht mehr.

Damit haben Sie Ihr Ziel erreicht: Ihr Unternehmen ist jetzt eine GmbH und die Unternehmensumwandlung ist abgeschlossen.

Aber Achtung: Gehen Sie nicht genau nach diesem Muster vor, können Sie unabsichtlich eine sogenannte Betriebsaufgabe Ihrer GbR auslösen. In diesem Fall geht die GbR nicht in der GmbH auf, sondern wird ohne Nachfolge-Unternehmen beendet.

Für Sie bedeutet das eine hohe Steuerlast. Denn bei einer Betriebsaufgabe gehen alle Wirtschaftsgüter automatisch in Ihren Privatbesitz über. Ist der jetzige Marktwert dieser Wirtschaftsgüter höher als der Buchwert, entsteht ein fiktiver „Verkaufsgewinn“ den Sie versteuern müssen.

Bei einer Anwachsung müssen Sie deshalb immer eine Betriebsaufgabe verhindern. Mein Rat lautet daher: Holen Sie sich bei der Unternehmensumwandlung mittels Anwachsung immer Hilfe von einem erfahrenen Steuerberater.

Gesamtrechtsnachfolge und Steuerneutralität: Das sind die 2 größten Vorteile einer Unternehmensumwandlung mittels Anwachsung

1. Gesamtrechtsnachfolge: Alle Rechte und Pflichten des alten Unternehmens gehen „nahtlos“ auf die neue Gesellschaft über

Da bei der Anwachsung ein Unternehmen in der neuen Gesellschaft „aufgeht“, laufen alle Verträge der alten Gesellschaft weiter. Für Sie ist das in der Regel ein großer Vorteil.

Denn würden die Verträge nicht weiterlaufen, müssten sie alle von Ihrem Rechtsanwalt neu aufgesetzt und eventuell mit Ihren Geschäftspartnern sogar neu ausverhandelt werden.

Durch den nahtlosen Übergang ersparen Sie sich deshalb viel Zeit, Nerven und vor allem Geld.

2. Keine Steuern, wenn Sie die Anwachsung „sauber“ durchführen

Bei einer Unternehmensumwandlung müssen Sie die oben angeführten Schritte penibel einhalten. Dann gilt für die Anwachsung § 20 UmwStG und Ihre Unternehmensumwandlung kann in der Regel steuerneutral durchgeführt werden.

Halten Sie diese Schritte nicht ein, nimmt das Finanzamt eine Betriebsaufgabe nach § 16 EStG an und Sie müssen die Anwachsung wie einen Unternehmensverkauf versteuern.

Fazit: Anwachsung ist eine gute Alternative bei der Unternehmensumwandlung

Wenn Sie Ihre GbR, oHG oder KG steuerschonend und ohne großen Verwaltungsaufwand in eine GmbH umwandeln möchten, ist eine Umwandlung mittels Anwachsung in der Regel eine gute Option.

Durch die sogenannte Gesamtrechtsnachfolge laufen alle Verträge normal weiter und müssen nicht angepasst, neu aufgesetzt oder gar neu ausverhandelt werden. Zusätzlich ist kann eine Anwachsung steuerneutral durchgeführt werden.

Das heißt, dass für die Umwandlung keine Steuerzahlung fällig wird.

Trotz dieser Vorteile sollten Sie Ihre individuelle Situation immer vom einem erfahrenen Steuerberater prüfen lassen. Denn es kann durchaus vorkommen, dass für Ihr Unternehmen eine andere Art der Umwandlung besser geeignet ist.

Pauschal zu behaupten, dass eine Anwachsung für Sie immer die beste Lösung wäre, ist definitiv zu kurz gegriffen.

Sie haben weitere Fragen zur Anwachsung?

Wenn Sie noch mehr Fragen zur Anwachsung haben, können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, worauf Sie bei dieser Form der Unternehmensumwandlung konkret achten müssen und wie Sie konkret vorgehen, um sich alle Vorteile zu sichern.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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GmbH Nachfolge: Mit diesen 4 Wegen können Sie den Bestand Ihres Unternehmens sichern

Sie haben durch jahrzehntelange Arbeit ein Unternehmen aufgebaut und möchten mit einer geschickt geplanten GmbH Nachfolge sichergehen, dass Ihre Firma auch in Zukunft erfolgreich weitergeführt wird?

Dann sind Sie vielen Unternehmern bereits einen Schritt voraus.

In den meisten Fällen denken Firmen-Inhaber nämlich erst viel zu spät an die Unternehmensnachfolge und lassen wertvolle Planungs-Jahre ungenutzt verstreichen.

Für die geordnete und steuerschonende GmbH-Nachfolge gilt nämlich folgendes: Je früher Sie sich über die Nachfolge Gedanken machen, desto besser. Überlassen Sie solche Regelungen der gesetzlichen Erbfolge, rauben Sie sich aller Gestaltungsmöglichkeiten.

Es tritt genau das ein, was Sie eigentlich vermeiden wollten: Das Unternehmen fällt in die falschen Hände und Sie oder Ihre Nachkommen werden durch die hohe Steuerlast förmlich erdrückt.

Dieses „Horrorszenario“ tritt in der Praxis leider häufiger ein, als viele Unternehmer glauben.

Um Sie vor einem folgenschweren Fehler zu schützen, habe ich deshalb Themen wie den Verkauf von GmbH-Anteilen, der Aufteilung von GmbH-Anteilen , die GmbH-Verschmelzung oder dem Ausstieg eines Geschäftspartners bereits in ausführlichen Blogbeiträgen behandelt.

Wenn Sie sich erst einen kurzen Überblick verschaffen möchten, bevor Sie sich näher mit diesen Spezial-Themen befassen, ist dieser Beitrag für Sie genau richtig. Ich erkläre Ihnen die 4 am häufigsten genutzten Wege der Unternehmensnachfolge und durch einen einfachen Link-Klick können Sie direkt weiter zum ausführlichen Beitrag gelangen.

GmbH Nachfolge: Die vier besten Wege kurz erklärt

1. Weg: GmbH-Anteile verkaufen

Sie sind an einer Gesellschaft beteiligt, möchten Ihre GmbH-Anteile aber gerne verkaufen? Sie wissen jedoch nicht, worauf Sie dabei achten müssen?

Beim Verkauf Ihrer GmbH-Anteile müssen Sie vor allem auf drei Punkte achten:

  • Die Satzung
  • Die Sperrminorität
  • Die steuerlichen Freibeträge

In der Satzung wird festgehalten, ob die anderen Gesellschafter der GmbH ein Mitspracherecht beim Verkauf haben oder nicht.

Vor allem als Mehrheitsgesellschafter sollten Sie beim Verkauf immer auf eine mögliche Sperrminorität achten. Eine Sperrminorität ist ein prozentualer Anteil von Stimmen, die in der Gesellschaft zwar eine Minderheit darstellen, aber dennoch einen Beschluss und somit einen Verkauf verhindern kann.

Und zu guter Letzt dürfen Sie nicht auf die steuerlichen Bestimmungen beim Verkauf vergessen: Erzielen Sie aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen einen Gewinn, könnten diese Gewinne steuerpflichtig sein. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Genaueres erfahren Sie in meinem Blogbeitrag „Sie möchten Ihre GmbH-Anteile verkaufen? Auf diese 4 Punkte müssen Sie achten„.

Aber eines möchte ich klar stellen: Mit dem Wissen aus diesem Beitrag legen Sie nur den Grundstein für einen erfolgreichen Verkauf Ihrer GmbH-Anteile. Damit Sie jedoch alle Freibeträge voll ausschöpfen können und so steuerschonend wie möglich vorgehen, kommen Sie um die Beratung eines erfahrenen Steuerberaters nicht um.

2. Weg: GmbH-Anteile unter Kinder aufteilen

Sie sind Unternehmer und möchten Ihren Betrieb an Ihre Kinder vererben? Sie wissen aber nicht genau, wie Sie dabei am besten vorgehen sollen?

Zuallererst: Je früher Sie sich über die Aufteilung Ihrer GmbH unter Ihren Kindern Gedanken machen, desto besser.

Vor allem aus steuerlicher Sicht, rate ich Ihnen zu einer Aufteilung Ihrer GmbH auf Ihre Kinder. Da jedes Kind über einen eigenen steuerlichen Freibetrag verfügt und dieser bei Erbschaften und Schenkungen geltend gemacht werden kann.

Dieser steuerliche Freibetrag bei Erbschaften und Schenkungen beträgt 400.000 Euro pro Kind. Und was viele Unternehmer nicht wissen: Bei Schenkungen kann dieser Freibetrag mehrmals in Anspruch genommen werden.

Ob Sie die Unternehmensaufteilung mittels Erbschaft oder Schenkung durchführen sollten, hängt von Ihrem Unternehmenswert ab. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Blogbeitrag „So teilen Sie Ihre GmbH gerecht und steuerschonend unter Ihren Kindern auf „.

Sobald Sie sich für eine Aufteilungsart entschieden haben, dürfen Sie nicht vergessen: Sie müssen die Aufteilung in Ihrem Testament und Gesellschaftsvertrag festhalten.

Wenn Sie Ihr Unternehmen nach der gesetzlichen Erbfolge aufteilen möchten, muss das nicht im Testament angeführt sein. Wie die gesetzliche Erbfolge bei der Aufteilung von Unternehmensanteilen im Detail aussieht, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Sie sind Teilhaber einer GmbH & Co. KG und möchten Ihre Anteile vererben?

Die GmbH& Co. ist eine Personengesellschaft, trotzdem sind grundsätzlich die Schritte der Nachfolgeregelung die gleichen, wie bei einer klassischen GmbH. Regeln Sie aber nichts im Gesellschaftsvertrag, sind die Rechtsfolgen bei Personengesellschaften anders, als bei Kapitalgesellschaften.

Und dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Ihre Erben keinen Anspruch auf Geschäftsanteile haben. Mehr Informationen zu diesen Thema erhalten Sie in diesem Blogbeitrag: „So teilen Sie Ihre GmbH gerecht und steuerschonend unter Ihren Kindern auf„.

3. Weg: GmbH-Verschmelzung

Neben den „klassischen“ Möglichkeiten wie der Übergabe an die Kinder oder dem Verkauf, gibt es auch eine weniger bekannte Form: Die GmbH-Verschmelzung.

Bei einer Verschmelzung geht ein Unternehmen in ein anderes, bereits bestehendes Unternehmen über.

Der Hauptunterschied zu einem „normalen“ Verkauf, ist die Bezahlung, die der Käufer an den Verkäufer leisten muss. Bei einem Verkauf ist diese Bezahlung ein Geldbetrag, der auf dem Wert des verkauften Unternehmens beruht.

Bei einer Verschmelzung erhält der Verkäufer kein Geld, sondern Anteile am Unternehmen, dass seine Firma aufnimmt.

Das Beste an einer GmbH-Verschmelzung: Im Gegensatz zu einem Verkauf kann eine Verschmelzung steuerfrei sein.

Aus meiner Erfahrung als Steuerberater muss ich jedoch immer wieder feststellen, dass viele Unternehmer aufgrund zwei Fehler, diese Steuervorteile nicht wahrnehmen können.

Darum habe ich in meinen Artikel „GmbH-Verschmelzung statt Verkauf: In diesen 3 Situationen macht das Sinn“ erklärt, wie diese zwei Fehler leicht vermeiden können und die Steuervorteile für sich nutzen können.

4. Weg: GmbH-Geschäftspartner

Sie haben geplant, dass Ihr Geschäftspartner einmal das ganze Unternehmen übernimmt? Haben Sie dabei schon mal an die Situation gedacht, dass Ihr Geschäftspartner sich auch einfach aus der GmbH zurück ziehen könnte?

Die häufigsten Gründe für einen möglichen Austritt eines Geschäftspartners aus der GmbH sind meist Unstimmigkeiten in Bezug auf Unternehmensführung, Strategie, Ertragsverwendung und Marketing.

In so einem Ernstfall müssen Sie als Unternehmer sich über viele Themen, wie Abfindung, Geschäftsanteile, Gesellschaftsvertrag, Unternehmenswertermittlung und Co. Gedanken machen.

Wie Sie eine Abfindung berechnen, wer diese schlussendlich zahlen muss und wem die Anteile zustehen, erfahren Sie in diesem Blogartikel: „Raus aus der GmbH: Wie hoch ist der Preis? Wer erhält die Anteile?„.

Natürlich gehen Sie bei der GmbH-Gründung nicht davon aus, sich mit einem der Gesellschafter zu streiten. Trotzdem kann sich im Laufe der Jahre ein Konflikt zwischen GmbH-Geschäftspartnern. Sich auf ein mögliches Ausscheiden eines Partners vorzubereiten ist deshalb immer sinnvoll.

Darum rate ich Ihnen im Vornherein sich und Ihr Unternehmen durch eine genaue Regelung der Abfindungsmodalitäten im Gesellschaftsvertrag abzusichern.

Wie Sie die unterschiedlichen Ausscheidungsgründe und die darauf folgende Abfindung in Ihrem Gesellschaftsvertrag regeln sollten, erkläre ich Ihnen in meinem Blogartikel: „GmbH mit Geschäftspartnern: Das wichtigste Vertragselement für den Streitfall„.

Fazit: Sorgen Sie frühzeitig für die richtige GmbH Nachfolge!

Wie Sie sehen, ist die Planung der Unternehmensnachfolge ein wichtiger Punkt als GmbH-Gesellschafter. Sie braucht dementsprechend auch viel Zeit und muss gut durchdacht sein, damit diese auch nach Ihren Vorstellungen erfolgt.

Aus meiner Erfahrung als Steuerberater habe ich leider zu oft, mit erleben müssen, dass Unternehmer sich nicht frühzeitig über gewisse Dinge Gedanken gemacht haben. Wie zum Beispiel die rechtlichen Bestimmungen eines Verkaufs der GmbH-Anteile, die Formalitäten bei einer geänderten Nachfolgeregelung oder die Abfindungsmodalitäten bei einem Austritt eines Geschäftspartners.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesem Beitrag zum Thema GmbH Nachfolge den Einstieg in die Thematik erleichtern.

Jedoch möchte ich Ihnen einen Rat auf den Weg geben: Mit den Informationen aus diesen Beiträgen wissen Sie, auf welche Dinge Sie grundsätzlich bei diesen vier Wegen der Nachfolge achten müssen.

Um eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge gewährleisten zu können sowie von den steuerlichen Vorteilen der verschiedenen Nachfolge-Formen profitieren zu können, benötigen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit die Hilfe eines Steuerberaters.

Denn ein korrekter Verkauf Ihrer GmbH-Anteile oder der Ausstieg eines Geschäftspartners ist oft komplizierter als man im ersten Moment glaubt.

Wenn Sie weitere Beratung zum Thema GmbH Nachfolge brauchen, oder sich einfach über andere Möglichkeiten informieren möchten, freue ich mich über ein persönliches Gespräch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei.

Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

 

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GmbH im Überblick: Diese 9 Punkte müssen Sie als Unternehmer wissen

Sie sind Inhaber einer GmbH oder aufstrebender Einzelunternehmer, der eine GmbH gründen möchte?

Als Unternehmer sind Sie bereits erfolgreich, aber bei rechtlichen Fragen sind Sie immer auf fremde Hilfe angewiesen?

Damit Sie sich nicht immer blind auf die Meinung Ihres Anwalts oder Steuerberaters verlassen müssen, möchten Sie sich einen groben Überblick über das Thema „GmbH“ verschaffen?

Als erfahrener Steuerberater in Hamburg kann ich diese Situation nur zugut nachvollziehen. Viele meiner Mandanten möchten mehr über rechtliche Details wissen, haben aber meistens nicht die Zeit, sich stundenlang mit einem Fachbuch auseinanderzusetzen.

Genau aus diesem Grund habe ich bereits zahlreiche Artikel rund um das Thema GmbH hier auf diesem Blog veröffentlicht. In diesen Beiträgen habe ich die häufigsten Fragen meiner Mandanten leicht verständlich und mit Praxisbeispielen erklärt.

Wenn Sie nicht sofort mit einem dieser Spezial-Themen starten möchten, sondern sich zuerst einen groben Überblick über das Thema „GmbH“ verschaffen möchten, ist dieser Beitrag ideal für Sie.

Hier finden Sie kurze Zusammenfassungen der meiner Meinung nach wichtigsten GmbH Themenbereiche und können durch einen einfachen Link-Klick sofort zu den weiterführenden Beiträgen gelangen.

Mit diesen neun Themenbereiche müssen Sie sich als GmbH-Inhaber befassen

#1: GmbH Gründung

Um eine GmbH gründen zu können, müssen Sie sich an fünf Formalitäten halten: Aufsetzen des Gesellschaftsvertrags, notarielle Beurkundung, Einzahlung des Stammkapitals, Handelsregister-Anmeldung und Erstellung einer Eröffnungsbilanz.

Worauf Sie bei diesen fünf Schritten im Detail achten müssen, können Sie in diesem Blogartikel „GmbH-Gründung: Formale Stolpersteine, die Sie beachten müssen“ nachlesen.

Vor der formellen Gründung steht jedoch meistens die Frage der Finanzierung im Raum. Um eine GmbH gründen zu können, benötigen Sie nämlich mindestens 25.000 Euro Stammkapital.

Grundsätzlich gibt es hier drei Finanzierungsformen: Selbstfinanzierung, Bankkredit und Bürgschaft. Aber eines sollten Sie wissen: Deutschlandweit gibt es unzählige Förderungsangebote, die Sie als Unternehmensgründer beanspruchen können. In diesem Blogartikel erfahren Sie mehr dazu.

Was viele Unternehmen ebenso nicht bedenken: Bei Gründungen in Deutschland dürfen Sie auch auf Sachwerte (z.b. Auto, Beteiligungen oder ganze Unternehmenswerte) zurückgreifen. Diese Sacheinlagen, bilden dann bei einer sogenannten Sachgründung Ihr Haftkapital und Sie müssen weniger Bargeld einzahlen.

Was Sie bei einer solchen Sachgründung beachten müssen und welche Gefahren bzw. Chancen damit einhergehen, erfahren Sie in diesem Beitrag: Wissen für Unternehmer: Was ist eine Sachgründung? Gefahr oder Chance?.

#2: GmbH Kauf

Ein Unternehmen zu kaufen anstatt ein eigenes zu gründen, hört sich für viele Gesellschafter verlockend an. Wenn man einen neuen Markt erschließen oder ins Ausland expandieren möchte, muss man so nicht bei 0 anfangen.

Neben diesem klaren Vorteil gibt es aber auch einige Nachteile, die Sie als GmbH-Käufer treffen können. Eine detaillierte Auflistung aller Chancen und Risiken beim Unternehmenskauf habe Ihnen in einem eigenen Blogartikel zusammengefasst: GmbH Übernahme – Wann ist es das Wagnis wert?

Falls Sie sich nach reiflicher Überlegung aller Vor- und Nachteile dafür entscheiden, eine GmbH Kauf zu kaufen, müssen Sie Ihre Haftungsrisiken bei der Übernahme bedenken. Konkret sind Sie von 4 Risiken betroffen, die eine erfolgreiche Übernahme schnell zu einem teuren Fiasko machen können.

Welche Risiken ich genau meine? Das können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen: GmbH-Übernahme: Mit diesen 4 Haftungsrisiken müssen Sie rechnen.

#3: GmbH Geschäftsführer

Die Anstellung eines GmbH Geschäftsführers ist oft ein logischer Schritt in der Wachstumsphase einer Firma. Um die Anstellung rechtlich „sauber“ und ohne Nachteile für Sie durchzuführen, müssen Sie jedoch 4 Punkte (Versicherungen und rechtliche Formalitäten) beachten.

Eine genaue Auflistung dieser Punkte würde den Rahmen dieses Überblicksartikels sprengen. Nur so viel sei gesagt: Wenn Sie diese Punkte nicht beachten, kann es Ihnen passieren, dass Sie mehr Kontrolle als gewollt an Ihren neuen Geschäftsführer abgeben.

Sie möchten mehr dazu erfahren? Klicken Sie auf diesen Link: Anstellung eines GmbH Geschäftsführers: Darauf müssen Sie als Unternehmer achten

Egal, ob Sie selbst als Geschäftsführer tätig sind oder jemanden angestellt haben: Rechtlich gibt es gewisse Pflichten, an die sich jeder Geschäftsführer halten muss. Belege müssen überprüft werden, das Stammkapital muss laufend gecheckt werden und die Gehälter der Mitarbeiter müssen rechtskonform abgerechnet werden.

Insgesamt gibt es 5 solcher Pflichten, die bei Nichtbeachtung Strafen zur Folge haben können. In diesem ausführlichen Blogartikel „Diese 5 Aufgaben und Pflichten haben Sie als Geschäftsführer nicht auf dem Schirm“ habe ich für Sie eine Checkliste erstellt, mit der Sie keine wichtige Pflicht vergessen und Strafen vermeiden.

Denn was viele Geschäftsführer einer GmbH nicht wissen: Unter gewissen Umständen haften Sie mit Ihrem persönlichen Vermögen oder können sogar zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden. Über die 4 größten Gefahren für Geschäftsführer habe ich jeweils eigene, ausführliche Beiträge verfasst:

#4: GmbH Formen

Es gibt neben der „klassischen“ GmbH auch noch zahlreiche Sonderformen, von denen Sie als Unternehmer möglicherweise in Ihrer Situation profitieren könnten.

Ich habe für Sie zu jeder Sonderform einen Blogartikel mit den wichtigsten Informationen geschrieben und diese hier zusammengefasst:

Gemeinnützige GmbH

Eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) darf nur in einem in § 52 Abgabenordnung definierten, gemeinnützigen Feld tätig sein und nicht auf Gewinn ausgerichtet sein.

Und der größte Unterschied zu einer klassischen GmbH und vielleicht Ihr Grund für die Wahl einer gGmbH: Die gGmbH ist von Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer befreit. Das heißt, dass Sie bei einer gGmbH auf den erzielten Gewinn keine Steuern zahlen müssen.

Ein-Mann-GmbH

Mit einer Ein-Mann-GmbH können Sie als Einzelunternehmer Ihre Haftung beschränken. Jedoch müssen Sie gewisse Voraussetzungen erfüllen, um die Vorteile einer Ein-Mann-GmbH zu genießen. Im Blogbeitrag „Ein-Mann-GmbH: Worauf Sie bei der Gründung achten sollten“ erfahren Sie, was Sie bei der Gründung dieser Sonderform achten müssen.

Vermögensverwaltende GmbH

Eine vermögensverwaltende GmbH ist eine GmbH, die ausschließlich für die Verwaltung von Beteiligungen zuständig ist, daher nicht als klassisches Unternehmen (= operativ) tätig ist.

Was viele Unternehmer hierbei nicht wissen: Mit dieser Sonderform der Vermögensverwaltung können Sie Ihren effektiven Steuersatz auf Beteiligungs-Gewinne um 20-40% senken. Wie Sie genau von dieser Sonderform profitieren können und ab welchem Vermögen sich die Gründung lohnt, verrate ich Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Immobilien GmbH

Eine Immobilien GmbH ist eine Form der vermögensverwaltenden  GmbH. Nur werden in diesem Fall keine Beteiligungen (Aktien, Anleihen, etc.), sondern Immobilien verwaltet.

Wichtig ist hierbei: Diese GmbH-Form darf dabei keinen gewerblichen Immobilienhandel betreiben.

Wenn Sie dies berücksichtigen können Sie mit dieser Sonderform die generelle Gewerbesteuer-Pflicht von GmbHs umgehen. Auf alle Einkünfte wird dann nur noch 15% Körperschaftssteuer fällig und Sie sparen 25% Gewerbesteuer.

In meinem Blogartikel „Immobilien GmbH: So senken Sie die Besteuerung Ihrer Mieteinkünfte auf nur 15%“ erkläre ich Ihnen anhand eines Praxisbeispiels genau, wie Sie mit einer Immobilien GmbH Geld sparen können.

Familien-GmbH

Bei einer Familien-GmbH gelten die gleichen Regeln, wie für die klassische GmbH. Sie dient aber einem besonderen Zweck: Das Vermögen der Familie zu verwalten und dieses über die Erbfolge geregelt zu verteilen.

Welche Vorteile diese GmbH-Variante im Detail bringt, können Sie in diesem Artikel lesen.

Allerdings funktioniert die Familien-GmbH nur, wenn Sie fünf speziellen Regeln im Gesellschaftsvertrag festhalten. Diese fünf Regeln können Sie in meinem Blogartikel „Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH“ nachlesen.

 GmbH atypisch & still

Die GmbH atypisch & still ist eine Sonderform der stillen Gesellschaft. Mit dieser Variante können sich stille Teilhaber durch eine festgesetzte Geldeinlage an Ihrer GmbH beteiligen.

Ihr Vorteil: Sie verfügen sofort über mehr Liquidität und können gleichzeitig Steuern sparen.

Ihr Kompromiss: Der stille Gesellschafter erhält bei dieser Form Mitunternehmerrechte und kann sich somit am Firmenwert des Unternehmens und an der Firmenweiterentwicklung beteiligen.

Welche Vor- und Nachteile und wie Sie die stille Beteiligung beenden können, erfahren Sie im Detail in diesem Blogbeitrag: GmbH atypisch & still: Mehr Liquidität, weniger Steuern.

#5: GmbH Gewinnverteilung

Als Inhaber oder Gesellschafter einer GmbH steht Ihnen ein Anteil am Unternehmensgewinn zu. Hierbei ist es wichtig zwischen Gewinnverteilung und Gewinnausschüttung zu unterscheiden.

Bei einer Gewinnverteilung wird der Gewinn unter den Gesellschaftern aufgeteilt. Die Grundlage dafür bildet meistens der Unternehmensanteil des einzelnen Gesellschafters.

Aber wie können Sie bei mehreren Gesellschaftern sicher sein, dass eine faire Aufteilung stattfindet? In diesem Beitrag habe ich die wichtigsten Aspekte einer fairen Gewinnverteilung für Sie zusammengetragen.

Bei einer Gewinnausschüttung entscheiden sich die Gesellschafter dazu, sich die Gewinne auch tatsächlich auszahlen zu lassen. Aber Achtung: Hier wird nochmals eine Besteuerung, entweder die Kapitalertragssteuer oder Ihr persönlicher Steuersatz, fällig.

Welcher dieser zwei Steuersätze dabei angewendet wird, können Sie frei wählen. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie ausrechnen, mit welcher Art der Versteuern Sie günstiger Aussteigen, lesen Sie in diesem Beitrag: Gewinnausschüttung einfach erklärt

Zudem wissen viele Unternehmer etwas wichtiges nicht: Bei einer verdeckten Gewinnausschüttung können Sie sich strafbar machen. In der Regel ist der Geschäftsführer für eine verdeckte Gewinnausschüttung verantwortlich, indem seine Geschäfte drei bestimmte Kriterien erfüllen.

Diese drei Kriterien und wie Sie eine solche verdeckte Gewinnnausschüttung vermeiden können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag: “ Verdeckte Gewinnausschüttung: So machen sich Gesellschaften und Gesellschafter strafbar „.

#6: Rechte und Pflichten eines GmbH Gesellschafters

Für einen GmbH Gesellschafter gibt eine Menge an Rechten und Pflichten, die beachten werden müssen. Darum habe ich zu den wichtigsten Bereichen die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften in meinen Blogbeiträgen behandelt.

Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist ein Kredit von einem Gesellschafter an seine eigene GmbH.

Bei dieser Form der Unternehmensfinanzierung, gelten spezielle Regeln. Deshalb ist sie keine „Allzweckwaffe“ und nur unter bestimmten Umständen geeignet: Entweder als einfachere Kreditgewährung im wirtschaftlichen Krisenfall oder als steuerliche Entlastung für Ihr Unternehmen.

Falls Sie sich für diese Finanzierungsmöglichkeiten entscheiden, sollten Sie unbedingt die zwei häufigsten Fehler kennen. Diese können Sie in meinem Blogartikel „Gesellschafter-Fremdfinanzierung: In diesen 2 Situationen macht sie Sinn für Ihre GmbH“ nachlesen.

Mitbestimmungsrechte als GmbH-Minderheitsgesellschafter

Die häufigsten Stolperfallen von Minderheitsgesellschaftern in GmbH sind einerseits ein geringeres Mitbestimmungsrecht, andererseits eine plötzliche Sozialversicherungspflicht, obwohl Sie als vermeintlicher Unternehmer im Betrieb arbeiten.

Das Stichwort hierfür lautet „Sperrminorität“, anders ausgedrückt die Anzahl der Stimmen. Beim Unterzeichnen des Gesellschaftsvertrags sollten Sie auf diese achten, denn ohne Sperrminorität haben Sie als Minderheitsgesellschafter nur mitzubestimmen, wenn vom Gesetz Einstimmigkeit gefordert wird.

Andererseits kann eine Sperrminorität Sie dazu bemächtigen, die Entwicklung der GmbH mitzubestimmen. Selbst wenn Sie nicht die Geschäftsführung innehaben oder nicht die Hälfte der Firmenanteile besitzen, können Sie die Vorteile einer Sperrminorität für sich nutzen.

Daher ist es für Sie von Interesse, über die Bedingungen und Funktionen einer Sperrminorität informiert zu sein. Im folgenden Beitrag kläre ich Sie deshalb über Ihre Rechte als Gesellschafter mit Sperrminorität auf: „Sperrminoritäten der GmbH: Worauf müssen Sie als Gesellschafter achten?„.

Kapitalerhöhung

Grundsätzlich ist das Prinzip einer Kapitalerhöhung recht einfach: Die Gesellschafter zahlen mehr Geld in die GmbH ein und stärken so das Eigenkapital. Aber auch hierbei müssen bestimmte Formvorschriften eingehalten werden.

Eine Kapitalerhöhung wird in der Regel im Rahmen einer Gesellschafterversammlung mit einem sogenannten Gesellschafterbeschluss bestimmt.

Damit ein Gesellschafterbeschluss bestand hat, müssen Sie sich immer an die gesetzlichen Vorgaben und die Satzung Ihrer GmbH halten, ansonsten kann dieser unwirksam sein.

Zudem müssen Sie als Gesellschafter bedenken: Durch einen Gesellschafterbeschluss können Sie durch das sogenannte Bezugsrecht verpflichtet werden, im Zuge einer Kapitalerhöhung Ihre Einlage zu erhöhen. Oder Sie werden durch einen Gesellschafterbeschluss vom Bezugsrecht ausgeschlossen.

Alles zum Thema Kapitalerhöhung können Sie in diesem Blogartikel „Kapitalerhöhung bei der GmbH: Wie, wann, welche Fehler unbedingt vermeiden?„nachlesen.

Gesellschaftsvertrag

Viele Unternehmer wissen nicht, was genau in ihrem GmbH-Gesellschaftsvertrag steht, geschweige denn, ob es Verbesserungspotenzial gibt.

So entgehen diesen Unternehmern aber mit großer Wahrscheinlichkeit über die Jahre Tausende Euro an möglicher Steuerersparnis. Denn die Übergangsregeln bei der Unternehmensnachfolge, bei ausscheidenden oder gekündigten Gesellschaftern sind in standardisierten Verträgen meist schlecht geregelt.

Darum erkläre ich in meinem Blogartikel „Wissen für GmbH-Inhaber: Diese 3 Punkte können Sie in (fast) jedem Gesellschaftsvertrag optimieren“ die drei Punkte, die in fast jedem GmbH-Gesellschaftsvertrag verbessert werden können.

Denn eines sollten Sie wissen: Durch eine Verbesserung des GmbH-Gesellschaftsvertrag können Sie Ihre Steuerlast optimieren, die Unternehmensnachfolge steuerschonend gestalten sowie ein Ihren Gesellschaftsvertrag an gesetzliche Änderungen anpassen.

Gesellschafterversammlung

Bei einer Gesellschafterversammlung treffen sich alle Teilhaber einer GmbH, um geschäftliche Dinge zu besprechen und Entscheidungen zu treffen.

Aber viele Unternehmer wissen gar nicht, ab wann jemand bei einer Gesellschafterversammlung teilnehmen darf.

Grundsätzlich gilt: Jeder Gesellschafter, der einen Anteil an einer GmbH hat, kann an der Gesellschafterversammlung teilnehmen.

Bei einer Gesellschafterversammlung müssen viele Formvorschriften eingehalten werden. Die Versammlung muss nach sieben strengen Vorgaben ablaufen und alles muss genau protokolliert werden.

Wichtig für Sie: Die Nichteinhaltung der Vorgaben kann hohe Strafen zu folge haben und die Beschlüsse können nachträglich für ungültig erklärt werden.

Wie eine Gesellschafterversammlung im Detail ablaufen muss und wie Sie sicher sein können, dass alles gesetzeskonform ist, erfahren Sie in diesem Beitrag: „Vorsicht bei der Gesellschafterversammlung: Diesen Fehler begehen vor allem kleinere GmbHs „.

#7: GmbH Nachfolge

Die Nachfolge zu planen ist eine große Herausforderung für viele Unternehmer. Bei dieser vielschichtigen Aufgabe müssen Sie wirtschaftliche und persönliche Aspekte in Einklang bringen.

Das Wichtigste hierbei ist: Je früher Sie sich über die Nachfolge Gedanken machen, desto besser. Denn das Problem dabei: Überlassen Sie solche Regelungen der gesetzlichen Erbfolge, rauben Sie sich selbst der Gestaltungsmöglichkeiten. Es tritt wieder das ein, was Sie eigentlich vermeiden wollten: Das Unternehmen fällt in die falschen Hände.

Neben dem Verkauf des GmbH-Anteils, einer GmbH-Verschmelzung oder dem Ausstieg eines GmbH-Geschäftsführers, habe ich noch weitere Themen zur Unternehmensnachfolge behandelt. Darum habe ich für Sie in einem weiteren Überblicksartikel alle Blogbeiträge zum Thema GmbH Nachfolge zusammengefasst, um Ihnen einen besseren Überblick zu gewähren.

#8: Stiller Teilhaber

Der stille Teilhaber eines Unternehmens wird weder im öffentlichen Register noch in der Bilanz angeführt. Er beteiligt sich nur mit einer Einlage (Geld, Sach- oder Dienstleistungen) an einem Unternehmen.

Jedoch hat dieser auch gewisse Rechte: Kontrollrecht, Gläubigerrechte bei Insolvenz und eine Beteiligung am Gewinn (jedoch nicht am Verlust!).

Nichtsdestotrotz überwiegen die Vorteile, die Sie durch einen stillen Teilhaber erhalten, die Nachteile. Im Detail können Sie alle Vor- und Nachteile eines stillen Teilhabers in diesem Artikel nachlesen.

Falls Sie sich wieder von Ihren stillen Teilhaber trennen möchten, können Sie dies problemlos tun. Denn er ist nicht an der Gesellschaft beteiligt, sondern nur am Unternehmenserfolg. Wie Sie den stillen Teilhaber „loswerden“ können und wann der perfekte Zeitpunkt dafür ist, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag: „Stiller Teilhaber als Plage: So werden Sie ihn wieder los „.

#9: GmbH und Steuern

Businesspläne zeigen oft unrealistische Zahlen auf und stellen Unternehmer damit vor ein steuerliches Problem: Die Zahlungen, die dann wirklich auf die Firma zukommen, bringen in den Folgejahren die Ernüchterung und kann im schlimmsten Fall eine Insolvenz bedeuten.

Im Beitrag „Realitätscheck: Wieviel Steuern zahlen Sie bei einer GmbH wirklich? “ will ich Ihnen praxisnah erläutern, welche Steuern auf Ihre GmbH zukommen.

Ich erkläre Ihnen Schritt-für-Schritt wie viele Steuern Sie zahlen müssen, bis Sie als Gesellschafter oder Geschäftsführer das Geld tatsächlich auf Ihrem privaten Konto haben.

Ebenso möchte ich Sie auf einen weiterverbreiteten Irrglaube in Bezug auf Steuern hinweisen: Viele Unternehmer glauben, dass eine Reduzierung der Steuerlast ist nur bei großen Unternehmen mit Millionen-Gewinnen möglich ist.

Das ist aber nicht so: Mit vier Gestaltungs-Maßnahmen können auch kleinere GmbHs Tausende Euro an Steuern sparen. Wie Sie hier im Detail vorgehen müssen, wie Steuern bei einer GmbH überhaupt berechnet werden und wo genau Steuergestaltungs-Maßnahmen eigentlich ansetzen, erkläre ich Ihnen leicht verständlich in diesem Artikel.

Fazit: Bei der GmbH gibt es mehr zu bedenken, als viele Unternehmer glauben

Wie Sie sehen, gibt es nicht nur beim Anfang (GmbH-Gründung) und Ende (GmbH-Verkauf) Ihrer unternehmerischen Laufbahn einiges zu bedenken.

Als GmbH-Inhaber müssen Sie sich praktisch laufend mit rechtlichen Fragen beschäftigen: Worauf muss ich bei der Einstellung eines GmbH-Geschäftsführers achten? Macht ein stiller Teilhaber Sinn? Welche Fehler muss ich bei der Gewinnverteilung vermeiden?

Das sind nur einige der vielen Fragen, die einen GmbH-Gesellschafter beschäftigen.

Darum möchte ich Ihnen einen Rat mitgeben: Holen Sie sich für diese Belange einen erfahrenen Steuerberater zur Seite. Denn nur so können Sie sicher gehen, dass Ihre Entscheidungen für Ihr Unternehmen von Vorteil sind.

Ich hoffe, diese Beiträge konnten Ihnen den Einstieg in die Thematik erleichtern.

Wenn Sie noch weitere Fragen zur GmbH Gründung, GmbH Gewinnverteilung oder zu den Rechten und Pflichten eines GmbH Gesellschafters haben oder weiterführende Beratung benötigen, stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

 

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Sie möchten Ihr Unternehmen vergrößern? Diese 4 Möglichkeiten stehen Ihnen offen

Sie sind Unternehmer und wollen Ihr Unternehmen vergrößern? Sie überlegen, ein Unternehmen zu kaufen oder sogar ins Ausland zu expandieren?

Sie sind jedoch unsicher, wie Sie hier am besten vorgehen und welche Risiken oder Formalitäten Sie beachten müssen?

Aus meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg weiß ich, dass eine Unternehmensvergrößerung vielen Unternehmern sprichwörtlich „kopfzerbrechen“ bereitet.

Für die meisten sind Themen wie der Unternehmenskauf oder Franchising komplettes Neuland und im Rahmen meiner Beratung werden mir immer wieder die selben Fragen fragen gestellt.

Genau aus diesem Grund habe ich Themen wie den Unternehmenskauf, Unternehmensbeteiligungen, eine Expansion ins Ausland und Franchising bereits mit ausführlichen Beiträgen auf diesem Blog erklärt.

Damit Sie sich einen kurzen Überblick über das gesamte Themengebiet verschaffen können, habe ich die vier am häufigsten genutzten Wege zur Unternehmensvergrößerung in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Wenn Sie mehr zu einer der vier Möglichkeiten erfahren möchten, können Sie durch den Klick auf einen für Sie interessanten Link direkt zum ausführlichen Beiträgen gelangen.

Unternehmen vergrößern: Die 4 besten Möglichkeiten kurz erklärt

 

Möglichkeit 1: Unternehmenskauf

Sie sind Unternehmer und am Kauf einer anderen Firma interessiert? Sie wissen aber nicht genau, wie Sie dabei vorgehen sollen? Oder wie Sie dieses Vorhaben finanzieren können?

Diese und mehr Fragen, habe ich in meinen Blogbeiträgen zum Unternehmensverkauf beantwortet. Die drei am häufigsten gestellten Fragen meiner Mandanten habe ich hier für Sie herausgesucht:

1. Wie finden Sie das richtige Unternehmen zum Kaufen?

Oft lassen sich Unternehmer von irreführenden Diagrammen oder geschönten Bewertungen blenden und vergessen dabei auf die wichtigeren Dinge, wie Steuerschulden oder Pensionsverpflichtungen zu achten.

Damit Sie kein wichtiges Auswahl-Kriterium vergessen habe ich Ihnen in einem eigenen ausführlichen Blogbeitrag eine Checkliste für den erfolgreichen Unternehmenskauf erstellt.

Was viele Unternehmer nicht wissen: In einigen Spezial-Situationen kann es sich lohnen, ein Unternehmen aus der Insolvenzmasse zu kaufen.

2. Wie finanzieren Sie den Unternehmenskauf?

Grundsätzlich gibt es zwei Finanzierungsmöglichkeiten: Finanzierung aus Eigenkapital oder Fremdkapital.

Aus der Sicht eines Steuerberaters wäre die Finanzierung mit Eigenkapital die beste Variante. In der Praxis ist eine gänzliche Finanzierung mit Eigenkapital meist unrealistisch. Wenn Sie den Kauf dennoch zum Großteil mit Eigenkapital stemmen möchten, gibt es mehrere Möglichkeiten, um Ihr Eigenkapital zu erhöhen.

Haben Sie in diesem Zusammenhang schon von Crowdfunding oder Business Angels gehört? Nein, dann sollten Sie sich am besten in diesem Artikel darüber informieren.

Richtig eingesetzt, ist allerdings auch eine Finanzierung mittels Kredit ein gangbarer Weg. Sie möchten genau wissen, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Finanzierungen beim Unternehmenskauf haben? Dann ist mein beliebter Blogartikel „Kredit oder Eigenkapital: So finanzieren Sie den Unternehmenskauf richtig“ ideal für Sie.

Und was viele Unternehmer nicht wissen: Der Kauf kann auch in mehrere Etappen unterteilt werden. Das heißt: Sie können ein Unternehmen kaufen, ohne sofort den gesamten Preis bezahlen zu müssen.

Wie eine solche Aufteilung am besten ablaufen sollte, habe ich für Sie in drei leicht verständlichen Schritten in meinem Blogbeitrag „Wie Sie ein Unternehmen kaufen und erst später dafür bezahlen“ erklärt.

3. Was müssen Sie bei der Betriebsübernahme beachten?

Beim Unternehmenskauf kommt es nicht nur auf die Wahl des Unternehmens und die Finanzierung an. Was viele Unternehmer bei der Betriebsnahme nicht beachten: Sie haften strafrechtlich für illegale Fehltritte Ihres Vorgängers.

Im schlimmsten Fall kann Ihnen als Unternehmer daraus Bilanzbetrug oder Umsatzsteuerbetrug vorgeworfen werden.

Welche 5 Haftungsrisiken jeder Unternehmer vor der Geschäftsübernahme kennen sollte und wie Sie sich vor diesen Risiken schützen, können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen: https://www.steuerberatung-breit.de/5-haftungsrisiken-bei-der-betriebsuebernahme-die-jeder-unternehmer-kennen-sollte/

Neben Haftungsrisiken müssen Sie auch an die Mitarbeiter des gekauften Unternehmens denken. Bei einer Betriebsübernahme gibt es nämlich spezielle Bedingungen für Mitarbeiterverträge.

Wie Sie herausfinden, ob Sie alle Mitarbeiter Ihres Vorgängers übernehmen müssen, erkläre ich Ihnen leicht verständlich in diesem Blogbeitrag.

Möglichkeit 2: Unternehmensbeteiligung

Sie wollen Ihr Unternehmen vergrößern, haben aber nicht die finanziellen Mittel dafür? Sie suchen deshalb nach Möglichkeiten, um Gehaltskosten einzusparen und damit Ihre Liquidität zu erhöhen.

In dieser Situation kann Ihnen die Beteiligung Ihrer Mitarbeiter am Unternehmen weiterhelfen.

1. Wie profitabel ist eine Beteiligung Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen?

Mit einer Beteiligung können Sie Löhne sparen, werden dadurch liquide und verbessern Ihre Bonität bei der Bank.

Wichtig ist hierbei jedoch: Mitarbeiter erhalten Bezugs- und Optionsrechte.

Anstelle ihres Gehalts erhalten Ihre Mitarbeiter sogenannte Bezugsrechte, welche Sie sich in Form von Optionsrechte auszahlen lassen können. Es gibt drei Ausgestaltungen der Optionsrechte, zwischen denen sich Ihre Mitarbeiter entscheiden können.

Sie möchten als Geschäftsführer wissen, ob eine Unternehmensbeteiligung in Ihrer Situation sinnvoll ist? In diesem Beitrag erfahren Sie mehr dazu.

2. Was sind die häufigsten Gründe für eine Mitarbeiter-Beteiligung?

Der häufigste Grund für eine Mitarbeiter-Beteiligung ist die Unternehmensvergrößerung. Darauf folgt die Finanzierung des Börsengangs, die Motivation sowie Bindung Ihrer Mitarbeiter.

Jedoch ist nicht immer die Beteiligung der Mitarbeiter am eigenen Unternehmen empfehlenswert. In welchen Situationen davon abzuraten ist, können Sie in meinem Blogbeitrag „Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen: Wann macht es für Sie Sinn?“ nachlesen.

Möglichkeit 3: Expansion ins Ausland

Sie möchten mit Ihrem Unternehmen neue Märkte erschließen und überlegen hierfür, eine Niederlassung im Ausland zu errichten?

Ich habe für Sie in drei Punkten die wichtigsten Fakten aus meinen Blogbeiträgen zum Thema Expansion ins Ausland zusammengefasst:

1. Ist eine Expansion das Risiko Wert?

Mit einer Expansion ins Ausland werden oft ein höherer Bekanntheitsgrad und ein verbessertes Image verbunden. Aber stimmt das wirklich? Meine Antwort: Jein.

Denn neben attraktiven Wachstumsmöglichkeiten für Ihr Unternehmen, kann eine Expansion auch Nachteile mit sich bringen. Wie Sie herausfinden, ob Sie ein solches Wagnis eingehen sollten, habe ich Ihnen in diesem Blogbeitrag zusammengefasst:

2. Welche Gefahren gibt es bei der Niederlassung im Ausland?

Wenn Sie ein Unternehmen im Ausland gründen, müssen Sie besonders auf drei Gefahren achten: Doppelte Erbschaftssteuer, komplexe Umstrukturierung sowie unterschiedliche Rechtsformen und Gesetze.

Was die Gefahren für Sie bedeuten und wie Sie diese Gefahren vermeiden können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

3. Welche EU-Regeln vereinfachen das Auslandsgeschäft?

Mit zwei konkreten Steuerregelungen zielt die Europäische Union darauf ab, den innergemeinschaftlichen Verkehr zu erleichtern.

Zum einem die Niederlassungsfreiheit und zum anderen die Reverse Charge, welche die Umkehr der Steuerschuld bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen ermöglicht.

Jedoch müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit die Reverse Charge in Kraft tritt. Die genaue Bedingungen finden Sie in diesem Blogbeitrag.

Möglichkeit 4: Franchise

Franchising ist eine beliebte Form, um die eigene Firma mithilfe eines anderen Unternehmens voranzubringen.

Ich habe für Sie die drei häufigsten Fragen, die ich in meinen Blogbeiträgen zum Thema Franchising behandelt habe, zusammengefasst:

1. Wann macht Franchising für Sie Sinn?

Eine Franchise-Kooperation zweier Firmen macht nur dann Sinn, wenn eine von Ihnen auch einen starken Namen besitzt. Nur so können Sie potentielle Franchisepartner anlocken.

Was genau einen geeigneten Franchisegeber/-nehmer ausmacht, können Sie meinem Blogbeitrag „Franchising – Was ist es und für wen macht es Sinn?“ entnehmen.

2. Was sollten Sie als Franchisegeber bei der Vertragsgestaltung bedenken?

Als Franchisegeber haben Sie das Sagen bei der Vertragserstellung. Das gibt Ihnen eine hohe Gestaltungsfreiheit, birgt aber auch Risiken. Sollten Sie auf einen wichtigen Punkt vor oder im Franchise-Vertrag vergessen, kann dies ernste Konsequenzen nach sich ziehen.

Daher habe ich für Sie sechs Schritte in meinem Blogbeitrag definiert, die Ihnen die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Franchise-Vertrag gewährleisten.

3. Was müssen Sie als Franchisenehmer beachten?

Bevor ein Franchise-Vertrag Zustande kommt, ist der Franchisegeber zu einer sogenannten vorvertraglichen Aufklärung verpflichtet. Diese Aufklärung muss alle für den Franchisenehmer relevanten Informationen enthalten.

Falls Sie entscheiden den Vertrag zu unterzeichnen, muss Ihnen bewusst sein, dass Sie als Franchisenehmer keine vollständige unternehmerische Entscheidungsgewalt haben.

Die genaue Einhaltung der Vertragsregelungen ist für Sie als Franchisenehmer essentiell, denn die Konsequenzen eines Vertragsbruchs können Sie finanziell schädigen. Genaueres können Sie meinem Blogbeitrag „Für Franchisenehmer: Das sollten Sie über den Franchise-Vertrag wissen“ entnehmen.

Fazit: Ein Unternehmen zu vergrößern erfordert Planung und starke Partner

Wie Sie sehen, gibt es einiges zu beachten, wenn Sie planen Ihr Unternehmen zu vergrößern. Wie finden Sie ein geeignetes Unternehmen zum Kaufen? Ist eine Expansion das Risiko wert? Macht Franchising für Sie Sinn?

Das sind nur einige der Fragen, die Sie für sich beantworten müssen.

Mein Tipp: Holen Sie sich für diese Überlegungen auf jeden Fall die Hilfe eines erfahrenen Steuerberaters. Denn ohne die Hilfe eines solchen Experten können Sie die oben erwähnten Fragen wahrscheinlich nicht ausreichend beantworten und keine fundierte Enscheidung treffen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Beitrag zum Thema Unternehmensvergrößerung den Einstieg in die Thematik erleichtern.

Wenn Sie mehr über den Unternehmenskauf, Unternehmensbeteiligungen Ihrer Mitarbeiter, eine Expansion ins Ausland oder Franchising erfahren möchten, stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

 

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Kapitalerhoehung-GmbH-Symbolbild

Kapitalerhöhung bei der GmbH: Wie, wann, welche Fehler unbedingt vermeiden?

Sie sind Inhaber einer GmbH und planen eine Kapitalerhöhung, um Ihr Unternehmen finanziell zu stärken? Oder sind Sie Minderheitsgesellschafter einer GmbH und befürchten, dass durch eine Kapitalerhöhung Ihr Unternehmens-Anteil „verwässert“ wird?

Vielleicht haben Sie auch noch nie etwas über die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung gehört und möchten herausfinden, ob Ihr Unternehmen davon profitieren könnte?

In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg berate ich regelmäßig Mandanten in all diesen Situationen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele Unternehmer hier unsicher sind und meistens nicht genau wissen, worauf sie genau achten müssen.

Grundsätzlich ist das Prinzip einer Kapitalerhöhung ja recht einfach: Die Gesellschafter zahlen mehr Geld in die GmbH ein und stärken so das Eigenkapital. Aber: An welche Formvorschriften muss man sich dabei halten?

Muss eine Kapitalerhöhung immer eine Einzahlung von Geld sein oder kann ich auch eine Immobilie oder anderes Sachvermögen einlegen?

Diese und weitere häufige Fragen meiner Mandanten beantworte ich leicht verständlich in diesem Blogbeitrag. Keine Sorge: Das ist kein juristischer Fachartikel.

Dieser Beitrag ist speziell für Unternehmer und Sie erhalten in weniger als 10 Minuten Lesezeit einen Überblick über folgende Fragen:

  • Was ist eine Kapitalerhöhung?
  • Wann macht eine Kapitalerhöhung Sinn?
  • Welche Möglichkeiten zur Kapitalerhöhung gibt es?
  • Was ist der häufigste Fehler bei der GmbH-Kapitalerhöhung?

Was ist eine Kapitalerhöhung bei der GmbH?

Eine Kapitalerhöhung ist eine Erhöhung des Eigenkapitals (auch Stammkapital genannt) einer GmbH.

Laut Gesetz muss dieses Eigenkapital mindestens 25.000 Euro betragen.

Um finanziell stärker dazustehen oder eine zukünftige Expansion stemmen zu können, kann es Sinn machen dieses Stammkapital zu erhöhen.

Diese Erhöhung kann entweder von den derzeitigen Gesellschaftern oder durch neue externe Investoren finanziert werden. Welche Option für Sie überhaupt möglich ist, wird durch das sogenannte Bezugsrecht geregelt.

Das Bezugsrecht bei der Kapitalerhöhung: Verwässerungsschutz für Gesellschafter

In der Regel haben bestehende Gesellschafter bei einer Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht. Dieses Bezugsrecht garantiert, dass der Anteil der Gesellschafter am Unternehmen nicht verwässert wird.

Jeder Gesellschafter darf im Zuge einer Kapitalerhöhung also genau so viel Kapital einlegen, damit er seinen prozentualen Anteil an der GmbH halten kann.

Diese Theorie klingt für Sie wahrscheinlich etwas kompliziert. Deshalb erkläre ich das alles am besten anhand eines praktischen Beispiels:

Gesellschafter A hält 20% an der B-GmbH. Da das Eigenkapital der B-GmbH 100.000 Euro beträgt, hat Gesellschafter A folglich 20.000 Euro in die Gesellschaft eingezahlt.

Die B-GmbH beschließt nun eine Kapitalerhöhung auf 200.000 Euro. Gesellschafter As 20.000 wären in diesem Fall nur noch ein Anteil von 10%.

Durch das Bezugsrecht hat er aber die Garantie, dass er bei der Kapitalerhöhung „mitziehen“ darf und kann durch eine Einlage von weiteren 20.000 Euro seinen Anteil auf 40.000 Euro erhöhen.

Nach der Kapitalerhöhung beträgt das Eigenkapital der B-GmbH folglich 200.000 Euro und Gesellschafter A behält mit 40.000 Euro seinen 20% Anteil.

Wichtig: Durch einen Gesellschafterbeschluss kann dieses Bezugsrecht auch zur Pflicht werden. Heißt für Sie: Auch wenn Sie Ihren Anteil nicht erhöhen möchten, können Sie dazu verpflichtet werden, im Zuge einer Kapitalerhöhung die neuen Anteile zu kaufen.

Diese Folgen hat ein Ausschluss des Bezugsrechts

Möchte die GmbH allerdings einen externen Investor anlocken, kann das Bezugsrecht durch einen Gesellschafterbeschluss auch ausgeschlossen werden.

Im obigen Beispiel hätte Gesellschafter A dann kein Recht darauf, seinen Anteil von 20.000 auf 40.000 Euro zu erhöhen. Die Erhöhung von 100.000 Euro könnte zur Gänze von externen Investoren finanziert werden und Gesellschafter As Anteil würde weiterhin 20.000 Euro betragen.

Prozentuell gesehen reduziert sich sein Anteil so von 20% auf 10% und er hat weniger Mitspracherechte in der GmbH.

Wann macht eine Kapitalerhöhung Sinn?

Wie oben beschrieben, ist eine Kapitalerhöhung vor allem dann sinnvoll, wenn das Unternehmen jetzt gerade mehr Eigenkapital benötigt. Das wäre unter anderem in diesen 3 Situationen denkbar:

In einer Krisensituation

Befindet sich Ihr Unternehmen aufgrund unvorhersehbarer Umstände oder eines wirtschaftlichen Abschwungs in einer schwierigen Lage, können Sie mit zusätzlichem Eigenkapital Ihre Liquidität erhöhen.

So stellen Sie sicher, dass Ihre Firma zumindest für einige Zeit zahlungsfähig bleibt.

Was noch dazukommt: Befindet sich Ihr Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten, kommen Sie wahrscheinlich an keinen leistbaren Kredit. Eine Erhöhung des Eigenkapitals ist in diesem Fall Ihre einzige Chance, neues Geld zu beschaffen.

Bei der Finanzierung eines Unternehmenskaufs

Viele Unternehmer setzen bei der Finanzierung eines Unternehmenskaufs auf einen Mix aus Eigen- und Fremdkapital. Um genügend Eigenkapital für die Übernahme zur Verfügung zu haben, kann eine Kapitalerhöhung Sinn machen.

Worauf Sie bei der GmbH-Übernahme besonders achten müssen und welche 4 Stolperfallen Unternehmern häufig zum Verhängnis werden, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst.

Klicken Sie auf den folgenden Link, um zum Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-uebernahme-wann-ist-es-das-wagnis-wert/

Vor der Planung neuer Produkte, Geschäftsbereiche oder Standorte:

Für eine „gesunde“ Expansion Ihres Unternehmens mit neuen Produkten, Geschäftsbereichen oder Standorten benötigen Sie ausreichend Liquidität. Neben der Aufnahme eines Kredits ist die Erhöhung Ihres Eigenkapitals eine gute Option, um Ihre „Kriegskasse“ zu füllen.

Diese 3 Möglichkeiten zur Kapitalerhöhung gibt es in einer GmbH

1. Kapitalerhöhung gegen Einlage

Bei dieser „klassischen“ Form der Kapitalerhöhung zahlen Sie neues Geld aus Ihrem Privatvermögen in die GmbH ein.

Wird eine solche Kapitalerhöhung von den Gesellschaftern der GmbH beschlossen, müssen Sie sicherstellen, dass Sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Sonst können Sie an der Kapitalerhöhung nicht teilnehmen.

2. Sachkapitalerhöhung

Neben Geld können Sie auch Sachwerte wie Patente, Immobilien oder sogar einen ganzen anderen Betrieb in die GmbH einlegen.

Diese Sacheinlagen werden anschließend bewertet und das Eigenkapital wird um den entsprechenden Wert erhöht.

3. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln

In diesem Fall werden nicht entnommene Gewinn-Rücklagen aus vergangenen Jahren in Eigenkapital umgewandelt.

Als Gesellschafter geben Sie damit Ihren Anspruch auf eine Auszahlung dieser Gewinn-Anteile auf.

Unwirksamer Gesellschafterbeschluss: Das ist der häufigste Fehler bei der GmbH-Kapitalerhöhung

Eine Kapitalerhöhung wird in der Regel im Rahmen einer Gesellschafterversammlung mit einem sogenannten Gesellschafterbeschluss bestimmt.

Damit ein Gesellschafterbeschluss bestand hat, müssen Sie sich immer an die gesetzlichen Vorgaben und die Satzung Ihrer GmbH halten.

Missachten Sie die Formvorschriften, kann die Kapitalerhöhung vom Gesetzgeber als unwirksam bezeichnet oder von anderen Gesellschaftern angefochten werden.

Welche Formvorschriften hier grundsätzlich gelten und welche Fehler vor allem kleinere GmbHs begehen, habe ich Ihnen in einem eigenen Beitrag zur Gesellschafterversammlung zusammengefasst. Klicken Sie hier, um zu diesem Beitrag zu gelangen.

Fazit: Kapitalerhöhung nur zum richtigen Zeitpunkt und mit Kenntnis der Fehlerquellen

Eine Kapitalerhöhung ist ein guter Weg, um in einer Krisensituation oder für eine Expansion mehr Eigenkapital zu sammeln und Ihre Liquidität zu erhöhen.

Damit es allerdings zu keinen internen Streitereien kommt und andere Gesellschafter mittels Gesellschafterbeschluss zur Einlage gezwungen werden müssen, muss eine Kapitalerhöhung vorab gut kommuniziert und begründet werden.

Außerdem sollten vorab folgende Fragen geklärt werden:

  • Soll das Bezugsrecht ausgeschlossen werden?
  • Benötigt das Unternehmen Bar-, Sach- oder Gesellschaftsmittel-Einlagen?
  • Welche Formvorschriften müssen beachtet werden?

Beachten Sie all diese Punkte, sind Sie schon sehr gut aufgestellt. Ihre individuelle Information kann jedoch auch noch andere Überlegungen erfordern. Sprechen Sie deshalb vor einem endgültigen Beschluss unbedingt mit Ihrem Steuerberater und Rechtsanwalt.

Sie haben weitere Fragen zur Kapitalerhöhung?

Dieser Beitrag hat Ihr Interesse geweckt und Sie hätten gerne detailliertere Informationen oder möchten wissen, wie Sie bei einer Kapitalerhöhung konkret vorgehen müssen? Gerne stehe ich Ihnen als aktiver Ansprechpartner zur Verfügung.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Corona-Digitalisierung-Symbolbild

Förderungen, schnellere Kredite & Co.: 4 Gründe warum digitale Unternehmen besser durch die Corona-Krise kommen

Wegen der Lockdown-Maßnahmen der deutschen Bundesregierung haben Sie mit massiven Umsatzeinbrüchen zu kämpfen oder mussten Ihren Betrieb überhaupt ganz schließen?

Die versprochenen Hilfsmaßnahmen kommen nur schleppend bei Ihnen an und Sie müssen sich schon wochenlang förmlich durch ein bürokratisches Dickicht „durchkämpfen“?

So geht es momentan fast allen Unternehmern in Deutschland. Als Steuerberater in Hamburg berate auch ich täglich Mandanten bei Steuerstundungen, Förderanträgen, Krediten oder anderen Maßnahmen.

Meine Erfahrung hat gezeigt: Auch wenn alle Unternehmen betroffen sind, gibt es dennoch gewisse Betriebe, die besser durch die aktuelle Krise kommen als andere.

Neben einer „gesunden“ finanziellen Basis ist hier die Digitalisierung einer der entscheidenden Vorteile.

Konkret haben digitalisierte Unternehmen 4 Vorteile, die sie vor allem jetzt in der Corona-Krise wettbewerbsfähiger als die Konkurrenz machen.

Doch was sind diese Vorteile? Und: Lohnt sich die Digitalisierung überhaupt finanziell oder handelt es sich dabei nur um einen modischen Marketing-Slogan?

Diese und weitere Fragen zum Thema Digitalisierung möchte ich Ihnen in diesem Spezial-Artikel zur Corona-Krise beantworten. Außerdem erfahren Sie, was mit dem Begriff „Digitalisierung“ eigentlich genau gemeint.

Was genau ist mit „Digitalisierung“ gemeint?

Als Digitalisierung bezeichnet man bezeichnet man den schrittweisen Übergang von analoger Arbeit mit Zettel und Stift zur elektronischen Arbeit mit dem Computer. Das heißt: Aufgaben, die früher von Hand erledigt wurden, werden jetzt per Computer ausgeführt.

Oft ist die Digitalisierung auch mit einer (zumindest teilweisen) Automatisierung verbunden.

Ein gutes praktisches Beispiel ist hier das Mahnwesen:

Bei Zahlungsverzug mussten früher alle Mahnungen mit der Schreibmaschine abgetippt und mit der Post verschickt werden. Damit auch keine Mahnung vergessen wurde, musste eine Verwaltungskraft in regelmäßigen Abständen alle Forderungen kontrollieren und die Zahlungseingänge prüfen.

In einem digitalisierten Unternehmen werden heutzutage alle Mahnungen automatisch erstellt und können einfach per Knopfdruck verschickt werden. Ein elektronisches System macht Sie automatisch darauf aufmerksam, wenn ein Kunde in Zahlungsverzug kommt und es kann keine Forderung mehr übersehen werden.

Das Resultat: Sie erhalten Ihre Rechnungsbeträge schneller, zuverlässiger und sparen noch dazu Arbeitskräfte in der Verwaltung ein.

Dieses Beispiel lässt sich auch auf andere Bereiche, wie etwa Steuerzahlungen, Arbeitsabläufe oder Waren-Einkäufe umlegen.

Wie profitieren Sie als Unternehmer jetzt konkret durch die Digitalisierung?

1. Einfachere Kommunikation und schnellere Kredite von Banken

Um mit geringen Umsätzen zahlungsfähig zu bleiben sind viele Unternehmen auf Kredite angewiesen. Auch wenn der Zugang zu diesen Krediten jetzt stark vereinfacht wurde, müssen dennoch gewisse Formvorschriften eingehalten werden.

Als digitales Unternehmen können Sie alle Unterlagen per Knopfdruck sofort an die Bank schicken und bekommen so schneller den benötigten Kredit.

2. Schnellere Förderungen von BAFA, IFB & Co.

Ähnlich wie bei den Krediten verhält es sich auch bei Förderungen. Sie haben alle Dokumente sofort beisammen und können Ihren Förderantrag schneller einbringen.

Außerdem können Sie Korrekturen oder fehlende Angaben einfacher ergänzen und erhalten Ihr Geld schneller.

3. Unkompliziertes Arbeiten im Home-Office

Ist Ihre Buchhaltung, Ihr Mahnwesen oder Ihr Zahlungsverkehr digitalisiert, können Ihre Mitarbeiter einfacher von zuhause aus arbeiten.

Sie können alle Belege oder Rechnungen elektronisch an Ihren Steuerberater senden.

4. Niedrige Verwaltungskosten schonen die Finanzen

Digitalisierte Unternehmen sparen im Schnitt 40-60% der Personalkosten in der Verwaltung ein. Gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Situation verschafft Ihnen das zusätzliche „Luft“ und Sie können Ihre Kosten besser kontrollieren.

Fazit: Corona-Krise als Digitalisierungs-Weckruf für deutsche Unternehmen

Als digitalisiertes Unternehmen profitieren Sie jetzt gerade von 4 wichtigen Vorteilen: Sie kommen schneller an Kredite und Förderungen, Ihre Mitarbeiter können effektiver im Home-Office arbeiten und Ihre niedrigen Verwaltungskosten senken Ihre Fixkosten.

Leider ist die Digitalisierung aber in vielen deutschen Unternehmen noch immer nicht angekommen. Viele Unternehmer kennen zwar die zahlreichen Vorteile, sind aber trotzdem von der langen Umsetzungsdauer und dem Zeitaufwand abgeschreckt.

Da ist auch etwas Wahres dran: Die Digitalisierung lässt sich in keinem Unternehmen über Nacht einführen. Bis alle Prozesse, der gesamte Zahlungsverkehr und das Forderungsmanagement digitalisiert sind, dauert es in der Regel einige Monate.

Aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass Unternehmen langfristig davon profitieren und Personalkosten in der Verwaltung um 40-60% senken können.

Sie haben weitere Fragen?

Wenn Sie noch mehr Fragen zur Digitalisierung haben, können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg habe ich mich unter anderem auf die digitale Automatisierung des Zahlungsverkehrs, des Mahnwesens und anderer Verwaltungsarbeiten spezialisiert.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Verschmelzung-GmbH-Symbolbild

GmbH-Verschmelzung statt Verkauf: In diesen 3 Situationen macht das Sinn

Sie sind mit Ihrem Unternehmen seit Jahrzehnten erfolgreich und möchten Ihr „Lebenswerk“ jetzt an einen geeigneten Nachfolger übergeben? Oder steht die Unternehmensnachfolge in einigen Jahren an und Sie möchten sich bereits im Vorfeld über Ihre Optionen informieren?

Neben den „klassischen“ Möglichkeiten wie der Übergabe an die Kinder, einem Management-Buy-Out oder dem Verkauf, möchten Sie sich auch über weniger bekannte Nachfolge-Formen erkundigen?

Mit dieser Situation sind Sie nicht alleine. Viele Unternehmer sind sich bei ihren Nachfolgeplanungen unsicher. In meinem Alltag als Steuerberater in Hamburg werde ich von meinen Mandanten häufig zur richtigen Unternehmensnachfolge gefragt.

Auch die Verschmelzung ist dabei ein häufiges Thema. Viele Unternehmer haben schon davon gehört, die genauen Details sind jedoch meistens unbekannt.

Genau hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen: Ich erkläre Ihnen, was eine Verschmelzung genau ist, was eine Verschmelzung von einem normalen Unternehmensverkauf unterscheidet und in welchen 3 Situationen eine Verschmelzung für Sie Sinn macht.

Was ist eine Verschmelzung?

Vereinfacht gesagt geht bei einer Verschmelzung ein Unternehmen in ein anderes, bereits bestehendes Unternehmen über. Veräußern Sie also Ihr Unternehmen im Rahmen einer Verschmelzung, geht Ihre Firma im übernehmenden Betrieb auf.

Das ist gleichbedeutend mit dem Ende der Rechtsform und Ihr Unternehmen ist damit beendet.

Das klingt für Sie wahrscheinlich alles ein bisschen Abstrakt. Deshalb erkläre ich Ihnen das Prinzip hinter der Verschmelzung am besten anhand eines praktischen Beispiels:

Der Inhaber von Unternehmen A möchte sich zur Ruhe setzen und seinen Betrieb an einen Nachfolger übergeben. Nach reiflicher Überlegung hat er sich dazu entschlossen seine Firma mit Unternehmen B zu verschmelzen.

Das Ergebnis: Nach der Verschmelzung geht Unternehmen A vollständig in Unternehmen B auf. Unternehmen A gibt es danach nicht mehr, während Unternehmen B fortbesteht.

Als „Bezahlung“ für diese Art der Unternehmensnachfolge erhält der ehemalige Inhaber von Unternehmen A kein Geld, sondern einen Anteil an Unternehmen B.

Wie unterscheidet sich eine Verschmelzung von einem „normalen“ Unternehmensverkauf?

Der Hauptunterschied zwischen einer Verschmelzung und einem „normalen“ Verkauf, ist die Bezahlung, die der Käufer an den Verkäufer leisten muss.

Bei einem Verkauf ist diese Bezahlung ein Geldbetrag, der auf dem Wert des verkauften Unternehmens beruht.

Bei einer Verschmelzung fließt kein Geld, sondern der Verkäufer erhält Anteile am Unternehmen, dass seine Firma aufnimmt.

Neben der Bezahlung unterscheiden sich diese beiden Varianten auch in der Besteuerung.

Im Gegensatz zu einem Verkauf kann eine Verschmelzung nämlich steuerfrei sein. Von welchen Steuervorteilen Sie dabei im Detail profitieren können, erkläre ich Ihnen weiter unten in diesem Beitrag.

In diesen 3 Situationen macht eine Verschmelzung Sinn

1. Sie möchten Käufer mit möglichen Vorteilen im Einkauf oder in der Produktion anlocken

Nach einer Verschmelzung erlischt die Rechtsform des aufgenommenen Unternehmens und es existiert nur noch eine Firma. Das ermöglicht die volle wirtschaftliche Kooperation und es müssen keine wettbewerbsrechtlichen Konsequenzen befürchtet werden.

Bei einem Verkauf bleibt jedoch meistens das gekaufte Unternehmen rechtlich als eigenständige Firma bestehen.

Das macht es schwieriger, alle möglichen Vorteile in der Entwicklung, Produktion oder im Einkauf von Ressourcen voll auszunutzen.

2. Sie möchten weiterhin am Wertzuwachs des Unternehmens profitieren

Durch die Anteile, die Sie im Rahmen einer Verschmelzung erhalten, steht Ihnen weiterhin an Anteil am Unternehmensgewinn zu. Zusätzlich können Sie von einer Wertsteigerung Ihrer Anteile profitieren, wenn sie Ihre Anteile in der Zukunft verkaufen möchten.

Bei einem Verkauf geben Sie hingegen in der Regel Ihre gesamten Unternehmensanteile ab und profitieren nicht mehr von zukünftigen Gewinnen oder einem Wertzuwachs.

3. Sie möchten Steuervorteile ausnutzen

Bei einer Verschmelzung können Sie auf Antrag von allen Steuern befreit werden (siehe §§ 11-13 UmwStG).

Bei anderen Formen der Unternehmensnachfolge haben Sie diese Möglichkeit nicht. Bei einer Vererbung wird beispielsweise Erbschaftssteuer fällig und bei einem „normalen“ Verkauf Gewerbe- und Körperschaftssteuer.

Kein Antrag auf Steuerbefreiung und ungenutzter Verlustvortrag: Die 2 häufigsten Fehler bei der Verschmelzung

Fehler #1: Steuerbefreiung wird nicht beantragt

Viele Steuerberater wissen nicht, dass man die Steuerbefreiung bei einer Verschmelzung extra beantragen muss. Ohne den Antrag schauen Sie als Unternehmer aber sprichwörtlich durch die Finger und müssen Ihre Verschmelzung wie einen Verkauf besteuern.

Fehler #2: Möglichkeit zum Verlustvortrag bleibt ungenutzt

Wenn Sie in der Vergangenheit wegen unerwarteter Ausgaben oder einer schwierigen Situation einen Verlust geschrieben haben, können diese Verluste möglicherweise vom übernehmenden Unternehmen im Rahmen des Verlustvortrags steuerlich geltend gemacht werden.

Diese Möglichkeit zur Steueroptimierung ist für Sie ein weiterer Bonus, den Sie bei den Verschmelzungs-Verhandlungen zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Was ein Verlustvortrag genau ist und auf welche 2 Spezialfälle Sie hier achten müssen, habe ich Ihnen in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst. Klicken Sie auf den folgenden Link, um zu diesem Beitrag zu gelangen: https://www.steuerberatung-breit.de/verlustvortrag-so-reduzieren-sie-mit-einem-verlust-ihre-zukuenftigen-steuern/

Fazit: Verschmelzung als steuerschonende Alternative zum Verkauf

Wenn Sie Käufer mit attraktiven Synergien im Einkauf, der Produktion oder dem Vertrieb anlocken, weiterhin am Gewinn des Unternehmens profitieren möchten oder Steuervorteile im Vergleich zu einem „normalen“ Verkauf nutzen möchten, kann eine Verschmelzung eine gute Alternative in der Unternehmensnachfolge für Sie sein.

Gleichzeitig haben Sie bei einer Verschmelzung aber auch ein höheres Risiko: Im Fall einer Unternehmenspleite sind Ihre Anteile wertlos.

Ob eine Verschmelzung für Sie geeignet ist, kommt deshalb immer auf Ihre individuelle Situation und Ihre Risikobereitschaft an.

Meine Empfehlung: Vor einer endgültigen Entscheidung müssen Sie immer mit einem sprechen. Denn nur nach einer eingehenden Analyse Ihrer Situation kann Ihnen dieser Experte sagen, ob ein Verkauf oder eine Verschmelzung die beste Option für Sie ist.

Sie haben weitere Fragen zur Verschmelzung?

Wenn Sie noch mehr Fragen zur Verschmelzung haben, können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, worauf Sie bei dieser Form der Unternehmensnachfolge konkret achten müssen und wie Sie bei einer Verschmelzung am besten vorgehen.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Betriebliche-Altersvorsorge-Symbolbild

Betriebliche Altersvorsorge (Teil 1): Allgemeines

Können Sie auch als Unternehmer gesetzlich für die Rente vorsorgen oder müssen Sie alle Maßnahmen privat treffen? Wie sieht es mit Ihren Mitarbeitern aus? Muss hier für jeden Angestellten die betriebliche Altersvorsorge gemacht werden?

Diese und ähnliche Fragen beantworte ich Ihnen in diesem Beitrag und in den weiteren Artikeln meiner Serie zur betrieblichen Altersvorsorge.

Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

Unter der betrieblichen Altersvorsorge (kurz: bAV) versteht man finanzielle Vorsorgemaßnahmen, die ein Unternehmen für seine Mitarbeiter trifft.

Das so angesparte Geld kann vom Arbeitnehmer entweder in der Rente, bei einer Invalidität infolge eines Arbeitsunfalls oder für die Hinterbliebenen im Todesfall verwendet werden.

Spezialfall: Gesellschafter-Geschäftsführer

Auch für Mehrheitsgesellschafter einer GmbH, die gleichzeitig Geschäftsführer sind, ist eine betriebliche Altersvorsorge möglich. Für einige Unternehmer ist diese Möglichkeit sogar einer der Hauptgründe, überhaupt eine GmbH zu gründen.

Denn als Einzelunternehmer ist eine gesetzliche Altersvorsorge nicht möglich.

Wenn Sie als Unternehmer bestmöglich für Ihre Rente Vorsorgen möchten, ist die betriebliche Altersvorsorge für Sie ein attraktives „Werkzeug“.

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Sie haben weitere Fragen?

Sie möchten gerne mehr zur betrieblichen Altersvorsorge wissen oder möchten erfahren, wie die bAV konkret bei Ihnen aussehen könnte? Bei diesen oder ähnlichen Fragen können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, worauf Sie konkret achten müssen.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Gewerblich-gepraegte-GmbH-und-Co-KG

Vermögensverwaltung (Teil 6): Gewollte unternehmerische Verwaltung

Ist bei der Vermögensverwaltung eine Regelung mit einem Unternehmen sinnvoll oder ist es aus steuerlicher Sicht besser, die Verwaltung als Privatperson durchzuführen?

Wie so oft in der Steuerberatung lautet die Antwort auf diese Frage: Es kommt auf Ihre Situation an. Beide Verwaltungs-Formen haben gewisse Vor- und Nachteile.

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen leicht verständlich, wann eine unternehmerische Vermögensverwaltung für Sie sinnvoll sein könnte und wie Sie konkret profitieren können.

Was ist eine gewollte unternehmerische Vermögensverwaltung?

Bei einer gewollten unternehmerischen Vermögensverwaltung transferieren Sie Ihre privaten Immobilien, Aktien oder andere Beteiligungen in eine GmbH & Co. KG oder eine gewöhnliche GmbH.

Dieses Vermögen wird dann nicht mehr von Ihnen als Privatperson sondern über Ihr Unternehmen verwaltet.

Damit werden alle Erträge aus der Vermietung oder dem Verkauf gewerbesteuerpflichtig und das Vermögen muss auch bei der Bilanzerstellung berücksichtig werden.

Welche Vorteile haben Sie durch eine gewollte unternehmerische Vermögensverwaltung?

Mit einer gewollten unternehmerischen Vermögensverwaltung haben Sie größeren Handlungsspielraum und müssen sich nicht an die Behaltefristen halten, die für Privatpersonen gelten.

Das heißt: Sie können Ihre Immobilien in kürzeren Zeitabständen kaufen und wieder verkaufen, ohne dass Sie sich Gedanken über gewisse Fristen machen müssen.

Zusätzlich dazu ist eine unternehmerische Vermögensverwaltung auch bei der Planung Ihrer Erbschaftsteuer besser geeignet.

Den oben angesprochenen Nachteil durch die Gewerbesteuerpflicht können Sie sich durch ein kluges steuerliches Vorgehen umgehen.

Sie können nämlich eine sogenannte erweiterte Kürzung beantragen und diesen Vermögensteil von der Steuerpflicht ausnehmen (siehe § 9 GewStG).

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Sie haben weitere Fragen?

Können auch Sie von den Vorteilen der gewollten unternehmerischen Vermögensverwaltung profitieren oder ist für Sie die private Verwaltung steuerschonender? Bei diesen oder ähnlichen Fragen können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, worauf Sie konkret achten müssen und wie Sie bei der Vermögensverwaltung konkret Steuern sparen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Gewerbliche-Infizierung-Symbolbild

Vermögensverwaltung (Teil 5): Gewerbliche Infizierung

Sie haben sich durch jahrelange Arbeit und kluge Investitionen ein beträchtliches Vermögen angespart? Die Verwaltung Ihrer Immobilien, Aktien oder anderer Beteiligungen übernehmen Sie dabei selbst?

Achtung: Wenn Sie beim Kauf von bzw. Verkauf von Häusern, Wohnungen, Grundstücken oder Beteiligungen gewisse Grenzen überschreiten, werden Sie vom Finanzamt steuerlich anders eingestuft.

Im Steuerrecht gibt es nämlich den Tatbestand der gewerblichen Infizierung.

Kurz gesagt verändert diese gewerbliche Infizierung wie Ihre vermögensverwaltenden Tätigkeiten, also zum Beispiel der Verkauf einer Immobilie oder der Kauf von Beteiligungen, besteuert werden.

Aber wie wird diese gewerbliche Infizierung ausgelöst?

Und: Welche Auswirkungen hat das konkret?

Die Antworten auf diese Fragen habe ich Ihnen leicht verständlich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Was ist eine gewerbliche Infizierung?

Eine gewerbliche Infizierung macht aus Ihrer privaten Vermögensverwaltung eine unternehmerische Tätigkeit.

Die „Infizierung“ ist also eine oder auch mehrere Aktivitäten, die Sie in den Augen des Finanzamts zu einem Unternehmer machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie tatsächlich unternehmerisch tätig sind.

Das Finanzamt vergleicht einfach Ihre Aktivitäten mit gewissen Kriterien und wenn Sie diese Punkte erfüllen, gilt Ihre private Vermögensverwaltung als eigenes Unternehmen.

Das Resultat: Ihre private Vermögensverwaltung wird steuerlich wie ein Unternehmen behandelt. Sie müssen ab der Feststellung der Infizierung eine Bilanz erstellen und Gewerbesteuer bezahlen.

Wie wird eine gewerbliche Infizierung ausgelöst?

Hier gibt es 3 mögliche Auslöser:

#1 Infizierung durch eine echte oder unterstellte unternehmerische Tätigkeit:

Verhalten Sie sich im Rahmen Ihrer Vermögensverwaltung wie ein Unternehmer, werden Sie vom Finanzamt auch als solcher behandelt.

Wie eine tatsächliche unternehmerische Tätigkeit genau definiert ist und wann diese Tätigkeit angenommen wird, habe ich Ihnen in diesem Beitrag übersichtlich zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/vermoegensverwaltung-teil-3-tatsaechliche-unternehmer-taetigkeit/

#2 Sie sind zu mehr als 10% an einer anderen, gewerblich tätigen Gesellschaft beteiligt

Haben Sie Beteiligungen an GmbHs kann es sich aus Sicht der Vermögensverwaltung lohnen, Ihren Anteil zu reduzieren.

#3: Sie halten gemeinsam mit Ihrem Ehepartner eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Ihr Partner ist selbst gewerblich tätig

Bei der gewerblichen Tätigkeit spielt auch die Tätigkeit Ihres Ehepartners eine Rolle. Ist die erwähnte Voraussetzung erfüllt, gelten Sie als gewerblich infiziert.

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Wenn Sie im Detail erfahren möchten, wie Sie eine gewerbliche Infizierung vermeiden können und welchen Spielraum Sie hier haben, können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, worauf Sie konkret achten müssen und wie Sie hier konkret Steuern sparen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit