Gewerbliche-Infizierung-Symbolbild

Vermögensverwaltung (Teil 5): Gewerbliche Infizierung

Sie haben sich durch jahrelange Arbeit und kluge Investitionen ein beträchtliches Vermögen angespart? Die Verwaltung Ihrer Immobilien, Aktien oder anderer Beteiligungen übernehmen Sie dabei selbst?

Achtung: Wenn Sie beim Kauf von bzw. Verkauf von Häusern, Wohnungen, Grundstücken oder Beteiligungen gewisse Grenzen überschreiten, werden Sie vom Finanzamt steuerlich anders eingestuft.

Im Steuerrecht gibt es nämlich den Tatbestand der gewerblichen Infizierung.

Kurz gesagt verändert diese gewerbliche Infizierung wie Ihre vermögensverwaltenden Tätigkeiten, also zum Beispiel der Verkauf einer Immobilie oder der Kauf von Beteiligungen, besteuert werden.

Aber wie wird diese gewerbliche Infizierung ausgelöst?

Und: Welche Auswirkungen hat das konkret?

Die Antworten auf diese Fragen habe ich Ihnen leicht verständlich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Was ist eine gewerbliche Infizierung?

Eine gewerbliche Infizierung macht aus Ihrer privaten Vermögensverwaltung eine unternehmerische Tätigkeit.

Die „Infizierung“ ist also eine oder auch mehrere Aktivitäten, die Sie in den Augen des Finanzamts zu einem Unternehmer machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie tatsächlich unternehmerisch tätig sind.

Das Finanzamt vergleicht einfach Ihre Aktivitäten mit gewissen Kriterien und wenn Sie diese Punkte erfüllen, gilt Ihre private Vermögensverwaltung als eigenes Unternehmen.

Das Resultat: Ihre private Vermögensverwaltung wird steuerlich wie ein Unternehmen behandelt. Sie müssen ab der Feststellung der Infizierung eine Bilanz erstellen und Gewerbesteuer bezahlen.

Wie wird eine gewerbliche Infizierung ausgelöst?

Hier gibt es 3 mögliche Auslöser:

#1 Infizierung durch eine echte oder unterstellte unternehmerische Tätigkeit:

Verhalten Sie sich im Rahmen Ihrer Vermögensverwaltung wie ein Unternehmer, werden Sie vom Finanzamt auch als solcher behandelt.

Wie eine tatsächliche unternehmerische Tätigkeit genau definiert ist und wann diese Tätigkeit angenommen wird, habe ich Ihnen in diesem Beitrag übersichtlich zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/vermoegensverwaltung-teil-3-tatsaechliche-unternehmer-taetigkeit/

#2 Sie sind zu mehr als 10% an einer anderen, gewerblich tätigen Gesellschaft beteiligt

Haben Sie Beteiligungen an GmbHs kann es sich aus Sicht der Vermögensverwaltung lohnen, Ihren Anteil zu reduzieren.

#3: Sie halten gemeinsam mit Ihrem Ehepartner eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Ihr Partner ist selbst gewerblich tätig

Bei der gewerblichen Tätigkeit spielt auch die Tätigkeit Ihres Ehepartners eine Rolle. Ist die erwähnte Voraussetzung erfüllt, gelten Sie als gewerblich infiziert.

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Sie haben weitere Fragen?

Wenn Sie im Detail erfahren möchten, wie Sie eine gewerbliche Infizierung vermeiden können und welchen Spielraum Sie hier haben, können Sie mich gerne in meiner Steuerberatungskanzlei aufsuchen.

Als langjähriger Steuerberater in Hamburg kann ich Ihnen zeigen, worauf Sie konkret achten müssen und wie Sie hier konkret Steuern sparen können.

Für ein persönliches Gespräch können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 443311), E-Mail (anfrage@stb-breit.de) oder meinem Kontaktformular (hier klicken!) erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit