Blogbeitrag Gueterstandsschaukel - Erbschaftssteuer Teil 5

Was ist die Güterstandsschaukel im Erbrecht?

Der Güterstand von deutschen Eheleuten ist grundsätzlich als Zugewinngemeinschaft definiert. Das bedeutet, dass das Vermögen beiden Ehepartner gemeinsam gehört. Jedoch wird getrennt betrachtet, wer wie viel davon eingebracht hat.

Sollte nun einer der beiden Eheleute sterben, muss dessen Anteil am ehelichen Vermögen herausgerechnet werden. Es muss also der Teil bestimmt werden, den er in das gemeinsame Vermögen eingebracht hat.

Was hat das nun mit einer Schaukel zu tun?

Wenn einer von zwei Eheleuten stirbt und das Ehepaar zu Lebzeiten viel Bargeld zusammengetragen hat, hätte der hinterbliebene Ehepartner hohe Summen an Erbschaftssteuer zu zahlen.

Um dem zu entgehen, gibt es im deutschen Erbrecht die Möglichkeit, die so genannte Güterstandsschaukel anzuwenden.

Das ist eine Art Vertrag, bei dem Sie vom Güterstand des Zugewinns in den der Gütertrennung wechseln und gleich wieder zurück. Deswegen heißt es auch Schaukel – hin und wieder zurück. Das alles ist bei nur einem Notarbesuch möglich.

Durch die kurzfristige Gütertrennung kommen Sie um die gesetzlich vorgeschriebene Aufteilung von Erbvermögen herum. Sie müssen Ihren Zugewinn also nicht versteuern. Dieser beeinflusst auch nicht Ihre persönlichen Freibeträge.

Um das Ganze für Sie leichter verständlich zu machen, habe ich ein Video aufgenommen, in dem ich die Güterstandsschaukel anhand eines Beispiels erkläre:

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Herzlichst,

Ihr Thomas Breit