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Die kleine Presseschau: Menschlichkeit & Vorausplanung als beliebte Themen im Frühjahr 2019

Obwohl wir uns erst am Anfang des neuen Jahres befinden, darf ich Ihnen bereits jetzt mit Stolz die jüngsten Erwähnungen der Steuerkanzlei Breit vorstellen. Dabei fällt auf, dass die Medien 2019 vor allem Menschlichkeit und Vorausplanung in Steuerangelegenheiten befürworten. Was genau ich damit meine erfahren Sie im folgenden Blog-Beitrag …

Steuerberatung einmal anders: Empathie statt fachsimpeln

Als langjähriger Steuerberater weiß ich, dass das deutsche Steuersystem für Außenstehende oft einem Paragraphendschungel gleicht. Daher legen meine Mitarbeiter und ich besonderen Wert darauf, unseren Mandanten steuerliche Sachverhalte verständlich zu erklären. Ein guter Steuerberater zeichnet sich unserer Meinung nach nicht nur durch Kompetenz, sondern auch durch Menschlichkeit aus.

In dem schönen Artikel der Frankfurter Rundschau werden beide Eigenschaften, Professionalität wie auch Empathie, der Steuerkanzlei Breit gelungen hervorgehoben. Wir freuen uns sehr, dass unser Bestreben nach einfachen Kommunikation und nachvollziehbaren Lösungsvorschlägen auch in den Zeitungen Anklang findet. Für einen Blick in den kompletten Artikel klicken Sie einfach auf den folgenden Link: Steuerberater in Hamburg überzeugt durch Kompetenz und Menschlichkeit

Weitere mediale Nennungen der Thomas Breit Steuerberatung zum Thema

Neben der Frankfurter Rundschau konnten wir auch das Online Magazin Focus für unsere Arbeitsweisen begeistern. In den folgenden zwei Artikeln der Zeitung finden Sie Erfahrungsberichte unserer Mandanten sowie die Vorteile einer professionellen Steuerberatung genau beschrieben. Klicken Sie einfach auf einen der untenstehenden Links und erfahren Sie mehr zu diesem Thema:

Steuerberater Thomas Breit – Welche Erfahrungen haben seine Mandanten gemacht?

Steuerberater Thomas Breit überzeugt mit seinen maßgeschneiderten Strategien

Nachfolgeplanung für Unternehmer in den Medien

Als Unternehmer kann man nicht früh genug beginnen, die Nachfolge der eigenen Firma zu planen. Die Vorbereitungen für eine erfolgreiche Übergabe an den Erben können bis zu sieben Jahre dauern. Daher rate ich meinen Mandanten immer rechtzeitig (= mitten im Arbeitsleben) zu einer Nachfolgeplanung, um dadurch steuerliche Vorteile zu erzielen.

Das Thema Vorausplanung für Unternehmer wurde auch von den Medien aufgegriffen: Vor kurzem wurde ich für einen Artikel im Online-Magazin Focus befragt und durfte erklären, wie wichtig die frühzeitige Regelung der Nachfolge für Unternehmer ist. Mithilfe eines erfahrenen Steuerberaters können Sie rechtliche wie auch private Differenzen dadurch vorbeugen. Um die Vorteile einer geregelten Nachfolgeplanung im Artikel nachzulesen, klicken Sie einfach auf den folgenden Link: https: Mit der Nachfolgeplanung für das Unternehmen frühzeitig beginnen

Wir freuen uns über diese positiven Rückmeldungen zu unserer Steuerkanzlei in Hamburg und hoffen, dass Sie im Jahr 2019 uns noch öfters in solch gelungenen Artikeln in den Medien finden können.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © sebra – fotolia.com

Berater für Unternehmensverkauf (Symbolbild)

Unternehmensverkauf: Mit diesen 4 Profis kann Sie niemand über den Tisch ziehen

Sie spielen mit dem Gedanken Ihr Unternehmen zu verkaufen?

Das sollten Sie besser nicht alleine tun.

Ein Unternehmensverkauf ist eine komplizierte Angelegenheit, die die meisten Unternehmer nur einmal im Laufe Ihrer Karriere machen. Es gibt dabei komplexe Schritte zu setzen und viel zu bedenken.

Das Risiko ist hoch, dass ein potenzieller Käufer Ihre Unwissenheit ausnutzen könnte und versucht Sie über den Tisch zu ziehen.

Damit das nicht passiert, habe ich diesen Blogartikel für Sie verfasst. Ich erkläre, welche Profis Sie als Berater an Ihrer Seite haben sollten und welche Aufgaben diese erfüllen.

Damit Sie wirklich in allen Bereichen gut gerüstet und beraten werden, sollte sich Ihr Beraterteam wir folgt zusammensetzen:

Berater Nr. 1: Der Steuerberater

Bevor die Verhandlungen um Ihren Unternehmensverkauf los gehen können, müssen Sie erst einmal eine Unternehmensbewertung durchführen lassen.

Haben Sie einen spezialisierten Steuerberater?

Den brauchen Sie zwar nicht zwingend für die Erstellung Ihrer Unternehmensbewertung, aber spätestens bei der Überprüfung.

Die Bewertung selbst können Sie auch von einer Bank, einem Wirtschaftsprüfer oder einem anderen spezialisierten Berater durchführen lassen.

Besser aber: Sie lassen beides gleich von einem Steuerberater durchführen, der sich auf die Unternehmensnachfolge spezialisiert hat – quasi alles aus einer Hand.

Dieser kann Ihnen dann auch bei der Gestaltung des sinnvollsten Wegs für Ihren Unternehmensverkauf helfen. Er weiß, worauf steuerlich und wirtschaftlich zu achten ist.

Außerdem wäre es von Vorteil, wenn er sich auch im Gesellschaftsrecht gut auskennt. Dieses Wissen kann er dann in die Entwicklung Ihrer Strategie einfließen lassen.

Berater Nr. 2: Der Unternehmensberater

Bei der Entwicklung der richtigen Strategie für Ihren Unternehmensverkauf brauchen Sie auch einen Unternehmensberater an Ihrer Seite.

Am besten eignet sich dafür gleich der Steuerberater, der Ihre Bewertung gemacht hat, wenn er sich darauf spezialisiert hat.

Wenn Ihr Steuerberater nicht auf den Verkauf von Unternehmensteilen spezialisiert ist, sollten Sie sich lieber noch einen Unternehmensberater extra ins Team holen.

Ihr Berater in Unternehmensangelegenheiten muss besonnen und erfahren sein – Egal, ob nun Steuer- und Unternehmensberater dieselbe Person sind, oder nicht. Außerdem soll er ein breites (internationales) Netzwerk zur Verfügung stellen können.

Berater Nr. 3: Der Rechtsanwalt

Nicht immer ist der juristisch optimale Weg auch der tatsächlich optimale Weg.

Aber ein spezialisierter Jurist ist notwendig, damit er für Sie beim Unternehmensverkauf einen ordentlichen Kauf- und Gesellschaftsvertrag aufsetzt.

Die wenigsten Rechtsanwälte nehmen beim Unternehmensverkauf beratende Funktionen ein, die über die Vertragserrichtung hinaus gehen. Für alles weitere brauchen Sie wieder Ihren Steuer- und/oder Unternehmensberater.

Dieser liefert Ihnen als Unternehmer das praktische Gegengewicht zur eher formellen Beratung des Rechtsanwalts.

Der richtige Steuer- und/oder Unternehmensberater für Ihren Unternehmensverkauf versteht die juristische Theorie hinter der Angelegenheit und lässt diese in seine Beratung einfließen.

Durch sein Wissen kann für Sie eine Lösung entwickelt werden, die positiv für Ihren Unternehmensverkauf ist. Ihr Rechtsanwalt kann auf dieser Basis dann in einen passenden Kauf- und Gesellschaftsvertrag errichten.

Berater Nr. 4: Der Notar

Der Notar nimmt beim Verkauf Ihres Unternehmens keine beratende Funktion ein. Ich möchte ihn hier aber nennen, weil er ein wichtiger Teil des Verkaufsprozesses ist.

Er beglaubigt nämlich die Rechtsgültigkeit des Gesellschafts- und Kaufvertrags – die Ihr Steuerberater, Ihr Unternehmensberater und Ihr Rechtsanwalt in Zusammenarbeit für Sie verfasst haben.

Fazit: Teamarbeit sichert optimalen Verkaufswert

Sie glauben, ein Unternehmer müsste wissen, worauf es beim Unternehmensverkauf ankommt?

Das muss er nur, wenn er sich darauf spezialisiert hat.

In allen anderen Fällen ist es im Gegenteil sehr ratsam sich Unterstützung von Profis zu holen.

Damit sich für Sie die Sache auch noch vereinfacht, suchen Sie sich am besten einen Steuerberater, der gleichzeitig Unternehmensberater ist und sich im Gesellschaftsrecht auskennt.

Wenn Sie sich genauer zum Thema Beratung beim Unternehmensverkauf informieren möchten, oder eine ausführliche Beratung dazu benötigen, so können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: (c) Elnur – stock.adobe.com

Erbschaftssteuer sparen

Erbschaftssteuer sparen: Wie Sie Ihrem Nachfolger den Weg ebnen können

Welcher Unternehmer wünscht sich nicht, dass vielleicht einmal eines der eigenen Kinder den Betrieb übernimmt?

Damit Ihr Nachkomme ohne unnötig hohe Steuerlast in Ihre unternehmerischen Fußstapfen treten kann, sollten Sie rechtzeitig an die Planung Ihrer Nachfolge denken.

Die meisten Angelegenheiten müssen schon im Vorfeld geregelt werden. Ihre Erben verlieren sonst bares Geld.

In diesem Blogbeitrag verrate ich Ihnen, in welchen Bereichen Sie Ihrem Erben die Erbschaftssteuer aus dem Weg räumen können.

Erbschaftssteuer ist nicht gleich Einkommensteuer

Bevor ich Ihnen verrate, wie Sie Ihrem Nachfolger helfen können Erbschaftssteuer zu sparen, sollten wir eine Verständnisfrage klären:

Wissen Sie, dass die Erbschaftssteuer nicht nach den gleichen Kriterien bemessen wird, wie die Einkommensteuer?

Hier gilt für Sie als Unternehmer:

Alles, was körper- oder einkommensteuerlich als Betriebsvermögen definiert ist, ist nicht gleich Betriebsvermögen im erbschaftssteuerlichen Sinn. Hier sprechen wir von so genanntem begünstigtem Vermögen und darauf wird eventuell keine Erbschaftssteuer erhoben. Nämlich dann, wenn es unter den extrem hohen sachlichen Freibetrag liegt.

Dazu gleich mehr, aber zuerst muss ich Ihnen erklären, was unter begünstigtes Vermögen fallen kann.

Begünstigtes Vermögen ist alles, was für die Erzielung Ihrer Umsätze im Unternehmen notwendig ist. Genauer gesagt: Der Wert, der sich aus dem Nutzen von Betriebsstätte, Mitarbeitern, Produktionsmaschinen usw. ergibt.

Das heißt, nicht ihr gesamtes in der Bilanz abgebildetes Vermögen ist per Se erbschaftsteuerlich begünstigtes Vermögen. Diese muss ermittelt werden.

Soweit Sie begünstigtes Vermögen haben, werden davon nur 0% (auf Antrag) bis 15% (Regel-Freibetrag) als Vermögenszuwachs genommen.

Der nicht als begünstigtes Vermögen ermittelte Teil ist nicht begünstigt und wird ungeschmälert als geerbt oder geschenkt angesehen.

Ist der Wert des nach Abzug des sachlichen Freibetrags für begünstigtes Vermögen zuzüglich des Werts des nicht-begünstigten Vermögens mehr als die persönlichen Freibeträge, fällt die Erbschaftssteuer an, obwohl Sie einkommen- oder körperschaftssteuerliches Betriebsvermögen haben.

Wie Sie die Steuerlast für Ihren Erben verringern

Um die Steuerlast für Ihren Unternehmenserben so gering wie möglich zu halten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Wichtig ist: Diese Dinge müssen Sie rechtzeitig erledigen.

1. Unternehmensoptimierung

Ein Weg Ihrem Nachkommen beim Steuern sparen zu helfen, ist die Optimierung Ihrer Vermögenswerte.

Angenommen Sie haben zu Lebzeiten eine größere Summe in eine Kunstsammlung investiert. Vermögensgegenstände wie Kunstwerke sind von der Erbschaftssteuer nicht begünstigt. Wenn Sie aber eine Gesellschaft als Museum gründen würden, wäre diese begünstigt.

Das müssten Sie allerdings vor Ihrem Todesfall erledigen. Im Nachhinein können Ihre Erben keine Optimierung mehr vornehmen.

Wenn Sie rechtzeitig daran denken, können Sie solche Optimierungen in vielen Vermögensbereichen Ihres Unternehmens vornehmen.

2. Unternehmensumwandlung

Falls Sie Anteile an einer Kapitalgesellschaft vererben, wäre es gut, wenn Sie mindestens 25% der Firmenanteile halten. Denn bei Kapitalgesellschaften gilt: Gesellschaftsanteile von 25% und weniger zählen nie zum begünstigten Betriebsvermögen.

Doch beachten Sie die Sperrfristen. Sie können in Deutschland nicht beliebig oft Ihre Unternehmensform wechseln. Falls Sie in den letzten Jahren die Rechtsform für Ihr Unternehmen verändert haben, müssen Sie je nach Unternehmensart mit Sperrfristen von 3-7 Jahren rechnen.

3. Schenkung

Steuerrechtlich gesehen, ist eine Schenkung ein Erbe zu Lebzeiten. Das deutsche Recht behandelt Schenkungs- und Erbschaftssteuer gleich.

In Bezug auf die persönlichen Steuerfreibeträge sollte Ihnen und Ihrem Nachfolger doch ein wesentlicher Unterschied klar sein:

Den persönlichen Steuerfreibetrag auf die Erbschaftssteuer kann Ihr Nachfolger nur ein einziges Mal erhalten.

Den persönlichen Steuerfreibetrag auf die Schenkungssteuer kann Ihre Nachfolger alle 10 Jahre aufs Neue bekommen.

Je näher Schenker und Beschenkter miteinander verwandt sind, desto höher ist der Freibetrag. So könnten Eheleute einen persönlichen Steuerfreibetrag bis 500.000 € ausnutzen. Kinder und Stiefkinder könnten bei Schenkung alle 10 Jahre einen persönlichen Steuerfreibetrag bis 400.000 € erhalten.

Deswegen wäre es doch eine Überlegung wert, einzelne Teile Ihres Unternehmens „häppchenweise“ schon vor Ihrem Ausscheiden an Ihren Nachfolger zu verschenken.

Fazit: Wenn Sie in Jahrzehnten denken, spart Ihr Erbe am Meisten

Sie wünschen sich, dass Ihr Unternehmen nach Ihrer Zeit noch immer erfolgreich weiterexistiert?

Damit Ihr Unternehmenserbe Ihnen diesen Wunsch erfüllen kann, sollten Sie Ihm noch zu Lebzeiten unter die Arme greifen. Gerade bei der Erbschaftssteuer können Sie gemeinsam Maßnahmen ergreifen, damit diese so gering wie nötig ausfällt.

Das können Sie nur mit einer vernünftigen Nachfolgeplanung gewährleisten.

Sie haben noch weitere Fragen zur Nachfolgeplanung und Erbschaftssteuer? Wie Sie in den verschiedenen Möglichkeiten gelesen haben, sollten Sie Ihr Erbe sogar in Jahrzehnten denken.

Gerne können Sie mit Ihren Fragen auf mich zuzukommen. Das Erstgespräch am Telefon führe ich ganz unverbindlich. Schließlich wollen Sie sichergehen, dass ich auch der richtige Steuerberater für Sie bin.

In diesem Sinne, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!) in meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

 

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Gefahren bei Betriebsuebernahme

Achtung bei Betriebsübernahme: Sie haften strafrechtlich für illegale Fehltritte Ihres Vorgängers

Möchten Sie als Unternehmer bei der Betriebsübernahme den Kopf hinhalten für illegale Vorkommnisse, die Ihr Vorgänger verbrochen hat?

Natürlich möchten Sie das nicht.

Trotzdem könnte es Ihnen passieren, dass Sie für Fehltritte Ihrer Vorgänger Geld- und sogar Freiheitsstrafen abbüßen müssen, weil Sie bei der Übernahme nicht genau hingesehen haben.

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen klar machen, wie weit sich die Haftungsreichweite bei Betriebsübernahmen über den legalen Horizont hinausbewegen kann. Ich beschreibe, was das für Sie als Unternehmer bedeutet und wie Sie sich schützen können.

Mit dem Betrieb könnten Sie auch eine Straftat mitübernehmen

Bei der Betriebsübernahme treten Sie in die vollumfängliche Haftung (auch gesamtschuldnerische Haftung genannt) Ihres Vorgängers ein.

Hier haben Sie es schon wörtlich: „vollumfänglich“ bedeutet in vollem Ausmaß, ohne Einschränkungen.

Sie haften also auch für betrügerische Handlungen, die vor Ihrer Zeit von anderen begangen wurden.

Im schlimmsten Fall kann Ihnen als Unternehmer daraus Bilanzbetrug und/oder Umsatzsteuerbetrug vorgeworfen werden.

Werden Sie zum Beispiel Geschäftsführer einer GmbH kann das bedeuten, dass Sie auch für Steuervergehen der Gesellschaft geradestehen müssen, die vor Ihrer Zeit entstanden sind!

Für solche Betrugsfälle reicht es beispielsweise schon, wenn Ihr Vorgänger keinen Inventurnachweis geliefert hat. Das kann Bilanzergebnisse verfälschen und Sie strafrechtlich belasten.

So können Sie erkennen, dass Ihr Vorgänger betrügerisch gehandelt hat

Suchen Sie noch vor der Übernahme nach unlogischen Abläufen bei diesen Angaben:

  • Zu hoher Warenbestand
  • Fehlende Inventurnachweise
  • Diffuse Buchhaltung
  • Kein Reporting
  • Keine Geschäftsplanung
  • Späte Abgabe der Steuererklärungen
  • Späte Veröffentlichungen bei GmbH, GmbH & Co KG, AG
  • Andere auffälliger Ertragspositionen (= alles, das den Gewinn beeinflussen kann)

Faustregel:

Für Kostensprünge bei verschiedenen Ertragspositionen – besonders bei Warenwert, Lohnkosten, Mietkosten usw. – muss es eine Erklärung geben. Unnatürliche Sprünge dieser Kosten sollten Sie genauer prüfen (lassen).

Wichtiges Erkennungsmerkmal: Liquidität

Bei Ihnen sollten die Alarmglocken schrillen, wenn die Liquidität des Unternehmens höher ist, als der Gewinn. In so einem Fall könnte Ihr Vorgänger eine unrichtige Steuererklärung abgegeben haben.

Tax CMS kann Ihnen aus der Bredouille helfen:

Ich gehe nun vom schlimmsten Fall aus und Sie haben ein Unternehmen inklusive illegaler Altlasten übernommen. Sie müssen nun für die Vergehen Ihres Vorgängers gerade stehen.

Das Risiko hieraus ein hohes Strafmaß auszufassen, können Sie nur mit einem digitalen Tax CMS minimieren.

Damit beweisen Sie, dass Sie an redlicher Verwaltung und Unternehmensführung festhalten. Für künftige Geschehnisse übt dies sogar eine Schutzfunktion aus.

Falls Sie noch nicht genau wissen, was ein digitales Tax CMS ist: Zum digitalen Tax CMS

Leider hilft Ihnen dieser Tipp nur, wenn Sie vor der Übernahme daran denken.

So haftet Ihr Vorgänger selbst

Falls Sie bei der Unternehmensprüfung Unregelmäßigkeiten entdeckt haben, müssen Sie den früheren Geschäftsführer vor Abschluss vertraglich in die Nachhaftung nehmen.

Nach der Übernahme können Sie ihn nicht mehr dazu zwingen.

Welche Klauseln sollten Sie in den Übernahme- oder Kaufvertrag einbinden?

Die wichtigsten Klauseln habe ich für Sie in diesem Blogbeitrag zusammengefasst: 5 Haftungsrisiken bei der Betriebsübernahme jeder Unternehmer kennen sollte.

Fazit: Unregelmäßigkeiten verraten Ihren Vorgänger

Sie möchten bei der Betriebsübernahme die Haftung für illegale Vorkommnisse Ihres Vorgängers ausschließen?

Dann sollten sie diese erst einmal als solche erkennen. Achten Sie bei der Unternehmensprüfung schon im Vorfeld auf Unregelmäßigkeiten. Sobald Sie diese richtig erkannt haben, sollten Sie Ihre Vorgänger gleich vertraglich in die Nachhaftung nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Beitrag verständlich erklären, wie tiefgreifend die Haftungsrisiken bei einer Betriebsübernahme speziell für Sie als Geschäftsführer sein können. Sollte bei Ihnen eine Betriebsübernahme anstehen, lassen Sie sich gut beraten und prüfen Sie das Unternehmen gründlich.

Sie haben noch weitere Fragen zu diesem Thema?

Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular. In meiner Steuerberatungskanzlei in Hamburg stehe Ich Ihnen gerne beratend zur Seite.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © denissimonov – www.adobestock.com

Top 4 Themen Unternehmensübernahme und Zeitdruck

Es ist Zeit für Ihre Nachfolgeplanung! Meine 4 beliebtesten Blogartikel zur Unternehmensnachfolge aus 2018

Stellen Sie sich bei Zeiten folgende Fragen?

  • Wie plane ich meine Unternehmensnachfolge?
  • Warum ist die Planung meiner Nachfolge so wichtig?
  • Was passiert, wenn sich kein Nachfolger findet?
  • Welche Gefahren lauern auf mich bei der Unternehmensübernahme?

Gut! Seien Sie keiner dieser Unternehmer, die sich erst Gedanken über eine Nachfolge machen, wenn es schon zu spät ist.

Mir ist die Unternehmensnachfolgeplanung wichtig, weil ich selbst Unternehmer und Familienvater bin. Die Planung Ihrer Unternehmensnachfolge sollten Sie nicht noch länger aufschieben.

Das Thema liegt mir nicht nur persönlich am Herzen, sondern ist auch eines meiner Spezialgebiete. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr einige Blogbeiträge hierzu für Sie verfasst.

Meine vier beliebtesten Beiträge zum Thema Unternehmensnachfolge aus 2018 habe ich für Sie noch einmal zum Durchblättern zusammengefasst:

Platz 4: Betriebsübernahme: Haftungsfallen beim Kauf eines Unternehmens

Spielen Sie mit dem Gedanken einer Betriebsübernahme? Wenn ja, machen Sie sich bitte bewusst, dass Sie in dem Fall ein vollumfängliches Haftungsrisiko übernehmen. Sie haften für bestimmte Handlungen des Vorbesitzers – steuerlich und rechtlich! Es gibt jedoch einen Ausweg.

Sie wissen nicht, wie Sie sich vor dem Haftungsrisiko schützen können? Ein ordentlicher Vertrag schützt Sie! Den passenden Vertrag errichtet Ihr Rechtsberater für Sie. Somit entgehen Sie zum Beispiel Verlusten aus Verpflichtungen ihres Vorgängers, wie Steuer- oder Lieferantenschulden.

Welche die häufigsten Fallen bei der Betriebsübernahme sind und wie sie das Risiko minimieren hineinzutappen, erfahren Sie in meinem Blogartikel: https://www.steuerberatung-breit.de/betriebsuebernahme-haftungsfallen-beim-kauf-eines-unternehmens/

Platz 3: GmbH & Erben: So regeln Sie die Nachfolge nach Ihren Wünschen

Sie wollen Ihre Nachfolge selbst bestimmen?

Dann tun Sie das! Wenn Sie Ihre und die Nachfolge Ihrer Geschäftspartner nicht rechtzeitig regeln, können die Früchte Ihrer Arbeit schnell den falschen in die Hände fallen. Ohne Nachfolgeregelung für Ihr Unternehmen greift die gesetzliche Erbfolge.

Angenommen Ihr Geschäftspartner hat ein Kind oder einen Ehepartner, den Sie auf keinen Fall in Ihr Unternehmen einbinden möchten – weder heute, noch nach seiner Zeit. Das klingt erst einmal recht grob, ist aber eine gerechtfertigte unternehmerische Überlegung.

Werden Sie aktiv und erkundigen Sie sich über die Möglichkeiten der Unternehmens-Erbschaft: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-und-erben-so-regeln-sie-die-nachfolge-nach-ihren-wuenschen/

Platz 2: Wissen für Unternehmer: Müssen Sie bei der Betriebsübernahme alle Mitarbeiter mitnehmen?

Stellen Sie sich vor, Sie übernehmen einen Betrieb und behalten nur die Mitarbeiter, die am rentabelsten sind. Alle anderen können Sie entlassen. Ganz so einfach ist es in der Realität dann nicht.

Grundsätzlich hängt ein Mitarbeiter per Gesetz an der so genannten wesentlichen Betriebsgrundlage und muss mitübernommen werden. Der Arbeitnehmerschutz wird in Deutschland sehr genau genommen. Da kommen Sie nicht herum.

Dennoch gibt es verschiedene Wege, die Rechte der bestehenden Mitarbeiter zu schützen und trotzdem das Beste für Ihr Geschäft herauszuholen.

In welchen Fällen Sie wie handeln müssen, habe ich leicht verständlich zum Nachlesen zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/wissen-fuer-unternehmer-muessen-sie-bei-der-betriebsuebernahme-alle-mitarbeiter-uebernehmen/

Platz 1: GmbH Übernahme – Wann ist es das Wagnis wert?

Einfach eine GmbH übernehmen und Gewinn machen, statt selbst zu gründen – Klingt das verlockend? Wenn es nur so einfach wäre.

Zuvor sollten Sie als seriöser Geschäftsmann folgende Fragen klären:

  • Woraus setzt sich der Kaufpreis zusammen?
  • Auf welche Klauseln kommt es im Kaufvertrag an?
  • Woher am besten das Geld nehmen?

(Wenn Sie sich genauer über die Finanzierungsmöglichkeiten informieren wollen, empfehle ich meinen Blogartikel https://www.steuerberatung-breit.de/so-starten-sie-als-gmbh-gruender-durch-3-finanzierungsmodelle-fuer-ihre-gmbh/ zu lesen.)

Am wichtigsten ist aber ist die Frage: Sind Sie mit Herz bei der Sache?

Wenn Sie diese mit „Ja!“ beantworten können und sich entsprechend beraten lassen, wird es sich für Sie auf jeden Fall lohnen.

All die oben genannten Fragen habe ich für Sie zusammengefasst und erklärt: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-uebernahme-wann-ist-es-das-wagnis-wert/

Eines noch zum Schluss:

So viel zu den beliebtesten Beiträgen zum Thema Unternehmensnachfolge in meinem Blog.

Egal aus welchen Gründen Sie ein Unternehmen übernehmen oder abgeben, die richtige Planung ist ausschlaggebend. Um nicht über einen der vielen Stolpersteine bei der Unternehmensnachfolge zu fallen, sollten Sie unbedingt einen Termin beim Steuerberater machen.

Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Unternehmensnachfolge haben, oder eine ausführliche Beratung dazu benötigen, so können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

 

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © Elnur – stock.adobe.com

Steuerberatung Breit Jahresrückblick 2018

Meine 10 stärksten Blogbeiträge aus 2018

Sie plagen sich oft mit Ihren Steuerangelegenheiten? Damit stehen Sie nicht allein da. In meinem Blog arbeite ich die Bereiche Digitalisierung, Nachfolgeplanung, Unternehmensumwandlung und Tax CMS für jedermann verständlich auf.

Sie lesen meinen Blog regelmäßig? Falls nicht: Das sollten Sie! Hier ein kleiner Vorgeschmack meiner Top 10 aus dem Jahr 2018. Alle treuen Leser können kontrollieren, ob sie auch wirklich nichts Wichtiges verpasst haben.

Platz 10: oHG oder KG in GmbH: Das müssen Sie beachten!

Eines meiner Spezialgebiete ist die Unternehmensumwandlung, weswegen auch viele meiner Blogartikel davon handeln.

Stellen Sie sich vor, sie möchten Ihre oHG oder KG in eine GmbH umwandeln. Wo soll man da eigentlich anfangen? Ich habe für Sie eine Checkliste bereitgestellt, die Ihnen helfen soll, schon vorab die häufigsten Stolperfallen zu vermeiden.

Wenn Sie die Umwandlung Ihres Unternehmens schon vorab entsprechend planen, können Sie einiges an Kosten und Mühen sparen. Wie das genau funktioniert erfahren Sie in meinem Blogbeitrag: oHG oder KG in GmbH: Das müssen Sie beachten!

Platz 9: GmbH-Geschäftsführers (Teil 2): Steuerhinterziehung

Sehr beliebt war die Serie „Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers“. In die Top 10 schaffte es der Teil zum Thema Steuerhinterziehung.

Meist ist den GmbH-Geschäftsführern nicht ganz klar, welche Dimension ihre Verantwortung im Unternehmen annimmt. Tatsache ist jedoch, dass jeder Geschäftsführer voll für die Taten seiner Mitarbeiter bürgt. Der Geschäftsführer haftet in bestimmten Fällen mit seinem eigenen Vermögen und sogar mit seiner Freiheit!

Sie sind GmbH-Geschäftsführer und wollen sich aktiv schützen? Das geht am Bersten, indem Sie sich hier informieren. Ich habe die wichtigsten Punkte für Sie in diesem Blogbeitrag zusammengefasst und leicht verständlich erklärt: GmbH-Geschäftsführers (Teil 2): Steuerhinterziehung

Platz 8: GmbH, UG, KG, AG etc. – Worauf Sie bei der Besteuerung achten müssen

Es herrscht eine große Unternehmensvielfalt in Deutschland – GmbH, UG, KG, AG, Einzelunternehmen etc. Es geht gar nicht anders: auch Ihr Unternehmen gehört dazu. Aber wissen Sie auch worauf Sie bei der Besteuerung achten müssen?

In dem Blogartikel habe ich für Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile bei der Besteuerung von verschiedenen Unternehmensformen inklusive Stolperfallen dargestellt.

Ganz knapp gesagt, ergibt sich bei der Besteuerung von GmbH, UG und AG keine großen Unterschiede. Aber im Detail ist es dann – wie immer bei Steuerangelegenheiten – für den Unternehmenserfolg wichtig.

Mit folgendem Artikel habe ich für Sie einen Überblick über die verschiedenen Rechtsformen geschaffen. Besonders interessant für Sie, wenn Sie als Unternehmer vor einer Umwandlung stehen und sich schon vorab über die steuerlichen Vorteile erkundigen möchten. Folgen Sie einfach dem Link zum Artikel und schon wissen Sie mehr:  GmbH, UG, KG, AG etc. – Worauf Sie bei der Besteuerung achten müssen

Platz 7: Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH

Warum Sie eine Familien-GmbH gründen sollten? Schneller als gedacht kann er da sein, der Familienstreit, die Trennung vom Ehepartner oder der Zwist mit dem Geschäftspartner.  In solchen Fällen bleibt das Vermögen nicht automatisch bei Ihnen, Ihren Kindern oder dort, wo Sie es gerne hätten. Hier müssen Sie sich absichern!

Zu Ihrem Schutz habe ich für Sie 5 Empfehlungen zusammengeschrieben und leicht verständlich erklärt. Um diese zu lesen, klicken Sie auf den folgenden Link: Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH

Platz 6: Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil1): Insolvenzverschleppung

Stellen Sie sich vor, sie wären mit Ihrem Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet. Ist Ihnen dabei bewusst, dass Sie das innerhalb von 3 Wochen melden müssen? Wer innerhalb dieser Frist keinen Insolvenzantrag stellt, macht sich der Insolvenzverschleppung strafrechtlich schuldig.

Das heißt Ihnen droht im schlimmsten Fall sogar Gefängnis. Die beschränkte Haftung einer GmbH stellt keinen uneingeschränkten Schutz dar, obwohl das viele Geschäftsführer glauben.

Damit Sie nicht einer der vielen unwissenden Geschäftsführer bleiben müssen, habe ich die Gefahr der Insolvenzverschleppung und wie Sie sich schützen können leicht verständlich für Sie zum Nachlesen aufbereitet: Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil1): Insolvenzverschleppung

Platz 5: GmbH-Gesellschafter: Zwischen Recht auf Gewinn und Pflicht zur Treue

Ihre Karriere als Gesellschafter einer GmbH beginnt mit der Einlage des Stammkapitals und äußert sich dann in entsprechenden Gewinn- und Verlustanteilen.

Haben Sie sich Ihren Gesellschaftsvertrag schon einmal genauer angeschaut? Wissen Sie was da drinnen steht? Der Gesellschaftsvertrag bestimmt den Weg, den Sie gehen, nachdem Sie Ihre Stammeinlage eingebracht haben.

Sie finden darin alle Rechte und Pflichten, die Sie gegenüber der GmbH haben. Damit diese auch zu Ihre Sicherheit Vorteilhaft formuliert sind, habe ich die wichtigsten Punkte für Sie aufbereitet: GmbH-Gesellschafter: Zwischen Recht auf Gewinn und Pflicht zur Treue

Platz 4: Gefahren für GmbH-Geschäftsführer (Teil 3): Steuerverkürzung

Mit meiner Vermutung, dass einige Unternehmer sich der Konsequenzen fehlerhafter Steuerangaben nicht oder nur wenig bewusst sind, dürfte ich richtig gelegen haben. Denn dieser Artikel hat richtig viele Leser angezogen.

Wie steht es um Ihr Wissen zum Thema Steuerverkürzung?

Steuerverkürzung bedeutet, dass eine Unternehmenssteuer nicht rechtzeitig, nicht komplett oder gar nicht festgesetzt wurde.

Was viele Geschäftsführer nicht wissen: Sie sind als Geschäftsführer für die Kontrolle und Richtigkeit der steuerlichen Eingaben verantwortlich, auch wenn sie von Ihren Mitarbeitern durchgeführt werden.

Wussten Sie, dass es ein Kontrollsystem gibt, das Fehler im Buchhaltungsprozess sichtbar macht? Tax CMS heißt es und schützt Sie als Geschäftsführer.

Jetzt möchten Sie sicher wissen, welche Probleme für Geschäftsführer aus der Steuerverkürzung entstehen können und wie Sie sich mit einem Tax CMS davor schützen können. Das alles haben ich für Sie in meinem Blogartikel leicht verständlich zusammengefasst: Gefahren für GmbH-Geschäftsführer (Teil 3): Steuerverkürzung

Platz 3: Ist es besser eine Ein-Personen-GmbH oder eine -UG zu gründen?

Welche ist die beste Form für Sie als „Einzelkämpfer“ im Unternehmensdschungel? Das kann ich nicht pauschal beantworten. Beide, Ein-Personen-UG und Ein-Personen-GmbH haben ihre Vor- und Nachteile.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es für viele Allein-Unternehmer – und besonders für diejenigen, die es bleiben wollen – oft ist, zuerst eine UG zu gründen. Dann, bei entsprechender Entwicklung, kann in eine Ein-Personen-GmbH umgewandelt werden. Ein Schritt nach dem anderen!

Wieso das oft der Fall ist, habe ich für Sie genau aufbereitet: Ist es besser eine Ein-Personen-GmbH oder eine -UG zu gründen?

Platz 2: Die UG: Lohnende Alternative zur GmbH

Bei der Aufarbeitung dieses Themas habe ich vorwiegend die Gemeinsamkeiten zwischen UG und GmbH, aber auch eine Weiterführung zu anderen Unternehmensformen behandelt.

Die so genannte „Mini-GmbH“, wie die Unternehmergesellschaft auch gern genannt wird, lockt zwar mit einem sehr geringen Startkapital, jedoch birgt sie gleichzeitig auch das Risiko einer Durchgriffshaftung.

Mein Experten-Tipp: Diese Form der Unternehmensgründung genau durchdenken und nur in sehr spezifischen Fällen anwenden.

Trotzdem diese Form der haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft viele Gemeinsamkeiten zur GmbH aufweist, ist meiner Meinung nach eine gründliche Beratung vor Gründung dringend empfohlen. Falls Sie mit dem Gedanken spielen eine UG zu gründen, sollten Sie sich meinen Blogbeitrag zum Thema noch einmal durchlesen: Die UG: Lohnende Alternative zur GmbH

Platz 1: Vom Einzelunternehmen zur GmbH: Wie Sie es richtig planen.

Führt Sie die Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit all ihren vermeintlichen Vorteilen in Versuchung? Gerade bei der Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH ist es sinnvoll die Risiken abzuwägen. Die Gründe für eine Unternehmensumwandlung sind sehr vielfältig. Welche für Sie ausschlaggebend sind, können wir gemeinsam herausfinden.

Für Sie zur Orientierung zusammengefasst:

  1. Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile bei der Umwandlung
  2. Notiz über notwendige Sonderbilanzen
  3. Hinweis auf die verzögerte Haftungsbeschränkung in den ersten 5 Jahren
  4. Info über eventuell anfallende hohe Kosten für Notar und Gericht, für Steuerberater und/oder Rechtsanwalt

Ich bin mir sicher, Sie haben schon viel über Vor- und Nachteile nachgedacht. Aber haben Sie es sich genau durchgerechnet und analysiert? Falls nicht, sollten Sie den Gewinner unserer Blogbeitragsparade unbedingt genauer anschauen: Vom Einzelunternehmen zur GmbH: Wie Sie es richtig planen.

Was ich noch sagen möchte

Das waren nur einmal die beliebtesten 10 Beiträge aus dem Jahr 2018. Es gibt noch einige mehr zu den verschiedensten Themen aus den Bereichen Steuerberatung, Tax CMS, Digitalisierung, Unternehmensumwandlung und Nachfolgeplanung. Auch 2019 werde ich Sie weiterhin mit Blogartikeln versorgen, die frei von Fachchinesisch sind und somit leicht verständlich für jedermann.

Sollten Sie sich über eines dieser Themen (oder auch ein anderes aus dem Bereich) genauer informieren wollen, kontaktieren Sie mich gern via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!).

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: © WavebreakMediaMicro – stock.adobe.com

Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers: Insolvenzverschleppung

Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil 1): Insolvenzverschleppung

Wussten Sie, dass Sie als Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) unter gewissen Umständen mit Ihrem persönlichen Vermögen haften? Sie können im schlimmsten Fall sogar ins Gefängnis „wandern“. Und zwar dann, wenn eine Insolvenzverschleppung vorliegt!

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich möchte Sie mit diesem Blogbeitrag in keinster Weise davon abhalten, Verantwortung als Geschäftsführer Ihrer Firma zu übernehmen. Ganz im Gegenteil: Ich will Sie vielmehr in die Lage versetzen, dieser Verantwortung korrekt nachzugehen.

Daher möchte ich Sie vor der Gefahr der Insolvenzverschleppung warnen. Denn oft wird die beschränkte Haftung aus dem Namen der GmbH falsch verstanden. Sie ist nämlich kein „Freifahrtschein“, dessen Haftung bei der Einlage der GmbH endet.

Sie als Geschäftsführer haben die Pflicht, diese GmbH in den Fahrwassern des Marktes korrekt und wirtschaftlich sicher zu führen. Gelingt Ihnen das nicht, müssen Sie dies rechtzeitig melden. Sonst haften Sie in Deutschland tatsächlich mit Ihrem Privatvermögen und sogar mit Ihrer Freiheit.

Wie es dazu kommen kann und vor allem wie Sie sich vor diesem schlimmsten aller Fälle schützen, möchte ich Ihnen in diesem Beitrag leicht verständlich erläutern.

Was ist eine Insolvenzverschleppung?

Eine Insolvenzverschleppung liegt dann vor, wenn Sie länger als 3 Wochen die Insolvenzreife Ihrer GmbH verschweigen. Konkret heißt das: Wenn Sie länger als 3 Wochen keinen Insolvenzantrag stellen, obwohl Sie wissen, dass Ihr Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist.

Gleichzeitig ist es nicht mehr möglich, für Ihr Unternehmen eine begründete positive Fortführungsprognose zu erstellen. Sie wissen also, dass Sie es nicht mehr retten können.

Haben Sie diesen Zustand in Ihrem Unternehmen erreicht, dann müssen Sie innerhalb von 3 Wochen einen Insolvenzantrag stellen. Andernfalls handeln Sie strafbar – im strafrechtlichen und im zivilrechtlichen Sinne. Daran führt also kein Weg vorbei.

Was heißt zahlungsunfähig? Was heißt überschuldet?

Die Insolvenzordnung definiert in §17 und §19, was Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung in Detail vor dem Gesetz bedeuten.

Zahlungsunfähigkeit = Wenn Ihr Unternehmen nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Sie wird in der Regel angenommen, wenn Sie die Zahlungen eingestellt haben.

(Hier der Link zum Gesetzestext: https://dejure.org/gesetze/InsO/17.html)

Überschuldung = Wenn das Vermögen Ihres Unternehmens die Summe Ihrer Schulden nicht mehr deckt. Eine Ausnahme besteht, wenn die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend als wahrscheinlich angesehen wird (Stichwort: Fortführungsprognose).

Das heißt: Ist Ihr Unternehmen zwar im Moment überschuldet, Sie erwarten in den nächsten Tagen aber eine Zahlung, die Ihre Überschuldung beendet und Sie haben viele weitere Auftragszusagen für die Zukunft bereits erhalten, dann könnte eine positive Fortführungsprognose bestehen. In diesem Fall müssten Sie keinen Antrag auf Insolvenz stellen. Liegt das nicht vor, dann sind Sie vor dem Gesetz dazu verpflichtet. Sonst liegt eine Insolvenzverschleppung vor.

(Hier der Link zum Gesetzestext: https://dejure.org/gesetze/InsO/19.html)

Ist es die Pflicht eines Geschäftsführers die Insolvenz zu vermeiden?

Falls ich Sie jetzt verunsichert habe: Es ist nicht Ihre Pflicht als Geschäftsführer die Insolvenz zu vermeiden. Der deutsche Staat geht ohnehin davon aus, dass Sie das Unternehmen, das Sie leiten, nicht mit Vorsatz in die Pleite führen.

Aber der deutsche Staat verlangt von Ihnen, dass Sie im Fall der Fälle den Schaden so gering wie möglich halten und Sie daher innerhalb von 3 Wochen, die nahende Insolvenz melden oder eine entsprechend positive Fortführungsprognose vorweisen.

Kommen Sie dieser Pflicht nicht nach, geht der Staat davon aus, dass Sie die Situation noch schlimmer gemacht haben. Und daher wird bis auf Ihr Privatvermögen zurückgegriffen, um die Gläubiger zu bedienen. Zudem „interessiert“ sich auch der Staatsanwalt für Sie.

Wie hart kann es Sie als Geschäftsführer im Falle einer Insolvenzverschleppung treffen?

Der Staat nimmt diese Art der Wirtschaftsverbrechen sehr ernst. Schließlich „spielen“ Sie nicht nur mit Ihrer eigenen Firma. Eine Insolvenzverschleppung kann auch schwerwiegende Auswirkungen auf andere Betriebe haben.

Hat ein Produktionsbetrieb einen Großauftrag an sie geliefert und Sie können die Ware nicht bezahlen, gefährden Sie weit über Ihr Unternehmen hinaus andere Firmen, andere Arbeitsplätze und damit den Wohlstand und die Sicherheit anderer Menschen.

Daher haften Sie als Geschäftsführer in einem solchen Fall zivilrechtlich mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Darüber hinaus droht Ihnen ein Berufsverbot. Sie dürfen also nie wieder Geschäftsführer eines Unternehmens werden. Und es drohen Ihnen in schwerwiegenden Fällen sogar bis zu drei Jahren Haft.

Oft treffen diese Regelungen auch ehrliche Geschäftsführer. Denn „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ und das Gesetz bestraft hier auch die Fahrlässigkeit. Die Kriminalstatistik zeigt, dass es im Jahr 2017 ganze 6.437 Fälle von Insolvenzverschleppung gab. Gleichzeitig hatte es in Deutschland mit 20.200 Insolvenzen die wenigsten Firmenpleiten seit 1994 gegeben.

Quellen: polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts ( https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2017/BKATabellen/bkaTabellenFaelle.html?nn=96600) und Presseaussendung von creditreform.de (https://www.creditreform.de/nc/aktuelles/news-list/details/news-detail/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2017.html)

Fazit: Beschränkte Haftung ist kein „Freifahrtschein“

Die Statistik zeigt eindeutig, dass die Gefahr der Insolvenzverschleppung für Geschäftsführer eine reale ist. Jede dritte Insolvenz im Jahr 2017 stellte einen Fall für den Staatsanwalt dar.

Da mit Sicherheit nicht davon auszugehen ist, dass jeder dritte betroffene Geschäftsführer mit Vorsatz handelte, kann es nur an fehlender Information und Aufklärung durch den Steuerberater liegen.

Mein Ziel mit diesem Beitrag war es, Sie etwas mehr über die Gefahren eines Geschäftsführers trotz beschränkter Haftung aufzuklären. Wie Sie sehen, ist eine solche Beschränkung keinesfalls ein „Freifahrtschein“.

Bei der Leitung eines Unternehmens gilt es, die richtige Rechtsform zu wählen und dieses Unternehmen entsprechend zu lenken. Die sorgfältige Aufklärung über die Rechte und Pflichten sollte daher bei der Unternehmensnachfolgeplanung, bei einer Unternehmensumwandlung und bei jedem Wechsel des Geschäftsführers hohe Priorität genießen.

Sollten Sie zu diesem Thema weiterführende Fragen an mich haben oder meine Beratung wünschen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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5 spezielle Regeln für eine Familien-GmbH

Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH

Wussten Sie, dass eine Familien-GmbH Ihr Vermögen nicht automatisch zwischen Ihnen und Ihren Liebsten hält? Was passiert, wenn Ihre Ex-Frau plötzlich Ansprüche erhebt? Was machen Sie, wenn Schwiegerkinder plötzlich versuchen, auf das Vermögen zuzugreifen? Was, wenn Gläubiger aus fremden Geschäftsfeldern Forderungen stellen?

Die Familien-GmbH ist ein beliebtes Mittel, um das Vermögen für Sie und die Ihren zusammen zu halten. Um dazu mehr zu erfahren, können Sie auch diesen Blogbeitrag über die Vor- und Nachteile dieser Rechtsform nachlesen: Klicken Sie hier!

Allerdings funktioniert die Familien-GmbH nur, wenn Sie diese 5 speziellen Regeln im Gesellschaftsvertrag festhalten!

Regel Nr. 1:  Alle brauchen einen Ehevertrag!

Das mag durchaus unromantisch klingen, es ist aber notwendig. Sie als Gesellschafter und auch Ihre Kinder müssen sich verpflichten, einen Ehevertrag abzuschließen.

Dieser muss zwischen Gütertrennung und modifizierter Zugewinngemeinschaft unterscheiden. Zudem muss der Vertrag diese Punkte genau regeln und unkündbar sein. Einzige Ausnahme bilden außerordentliche Kündigungsrechte, die aber genau festgelegt werden.

Nur mit einem solchen Ehevertrag regeln Sie in den Grundzügen, dass kein Ex-Partner später einmal berechtigte Ansprüche erheben kann.

Regel Nr. 2: Bestimmen Sie immer die Abtretungs- oder Einziehungsregelung für den Fall „X“

Eine Abtretung entspricht einer sogenannten qualifizierten Nachfolge. Das heißt: Die Gesellschaftsanteile eines Gesellschafters werden bei dessen Abtretung durch den Fall „X“ auf einen zu diesem Zeitpunkt nicht Beteiligten übertragen.

Dieser Fall „X“ kann zum Beispiel das „in Rente gehen“ sein. Dann erhält der scheidende Gesellschafter eine Abfindung und ein neuer Gesellschafter (z.B. Sohn oder Tochter) wird in die Familien-GmbH aufgenommen.

Eine Einziehung entspricht einer Fortführungsklausel. Das heißt: Die Anteile des scheidenden Gesellschafters werden durch den Fall „X“ (z.B.: „in Rente gehen“) auf einen oder mehrere verbleibende Gesellschafter übertragen.

Auch in diesem Fall erhält der scheidende Gesellschafter eine Abfindung, wie Sie im Gesellschaftsvertrag vereinbart wird.

Regel Nr. 3: Bestimmen Sie die Abfindung

Die Abfindung muss – egal ob Abtretung oder Einziehung – genau geregelt werden. Dabei müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie wird die Abfindung berechnet?
  • Wird Sie inklusive oder exklusive immateriellem Firmenwert berechnet?
  • Wird die Abfindung auf einmal oder in mehreren Beträgen ausgezahlt? (Möglich sind bis zu 10 Jahresbeträge)

Für den Fall von Forderungsfällen

Um sich vor Forderungen jeglicher Art in der Zukunft zu schützen, empfehle ich Ihnen zudem die Abfindung im Gesellschaftsvertrag über den Buchwert und nicht über den Unternehmenswert zu regeln.

Während der Buchwert den in der Bilanz erfassten Vermögen und Schulden des Unternehmens entspricht, kann der Unternehmenswert ein Vielfaches des Reingewinns ausmachen. Wie Sie den Unternehmenswert berechnen können, können Sie in diesem Beitrag nachlesen: Zur Unternehmenswertberechnung – hier klicken!

Setzen Sie Ihre Abfindungsregelung am besten nach diesem Motto auf: „Wer geht, verliert. Wer bleibt, gewinnt.“

Regel Nr. 4: Bestimmen Sie das Schiedsverfahren

„Das kommt doch in den besten Familien vor“, lautet eine Volksweisheit. Und wie viele Volksweisheiten beinhaltet auch diese einen wahren Kern. In meiner Beratung habe ich schon viele Streitfälle gesehen. Und immer, wenn auf alle Eventualitäten im Vorhinein eingegangen wurde, gingen diese für den Unternehmer glimpflich aus.

Wurden diese Fragen stattdessen auf den sprichwörtlichen „St. Nimmerleinstag“ verschoben, dann war es oft zu spät. Die Folge: Langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren. Diese klärten nicht nur den Vermögensverbleib, sondern verschlangen auch beträchtliche Teile dieses Vermögens.

Für den Fall künftiger Meinungsverschiedenheiten sollten Sie also unbedingt einen Schiedsspruch, ein Schiedsgutachten oder ein Schiedsgericht für einzelne Punkte bestimmen.

Damit sorgen Sie für eine schnelle Lösung und niedrige Kosten (keine Anwälte, keine Prozesskosten). Gleichzeitig haben Sie durch die schnelle Lösung auch sofort wieder den Kopf frei, um sich auf Ihre Aufgaben und Ziele zu konzentrieren.

Regel Nr. 5: Stimmen Sie den Gesellschaftsvertrag mit dem Testament ab

Bei einer GmbH geht das Testament bzw. das Erbrecht dem Gesellschaftsvertrag der GmbH vor. Daher müssen Sie im Testament regeln, dass der Gesellschaftsvertrag zur Geltung kommt.

Widersprechen Sie sich im Testament und im Gesellschaftsvertrag, so muss häufig richterlich entschieden werden. Haben Sie gar kein Testament greift die gesetzliche Erbfolge. Diese steht vermutlich sogar mit Sicherheit Ihren Wunschregelungen entgegen und das Chaos ist perfekt…

Übrigens: Auch bei einer GmbH atypisch still, müssen Sie unbedingt die Erbfolge ohne Widerspruch zum Gesellschaftsvertrag in einem Testament regeln. Nur vor dem Steuerrecht gilt diese Form als Personengesellschaft. Im Erbrecht wird es jedoch wie eine GmbH behandelt.

Fazit: Regeln Sie lieber jetzt, sonst zahlen Sie vielleicht später…

Wie Sie sehen, ist es für solide Unternehmer nicht so einfach, das Verdiente auch im Kreise der Familie zu halten. Familienstreits, Trennungen oder einfach nur Verluste aus Dritt-Geschäften können schnell zu Forderungen führen, die nicht in Ihrem Interesse sind.

Mit der Familien-GmbH gehen Sie als Unternehmer schon den ersten richtigen Schritt. Ohne die oben genannten 5 speziellen Regelungen, bleibt Ihr Schutz dadurch aber unzureichend.

Ich rate Ihnen daher, sich ausführlich zum Thema Familien-GmbH und Nachfolgeregelung beraten zu lassen. Die Fehlerquellen sind vielfältig und liegen oft im Detail.

Sollten Sie zu diesem Thema weiterführende Fragen an mich haben oder meine Beratung wünschen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

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GmbH-Erbnachfolge regeln

GmbH und Erben: So regeln Sie die Nachfolge nach Ihren Wünschen

Sie haben ein Unternehmen aufgebaut und möchten, dass nach Ihrem Ableben die richtigen Menschen von Ihrer harten Arbeit profitieren? Diese Überlegung ist absolut legitim und unter Unternehmern nachvollziehbar.

Eine andere Situation, bei der Sie die Erbnachfolge im Unternehmen unbedingt regeln wollen, könnte so aussehen: Ihr Mitgesellschafter hat eine Frau oder Kinder, die Sie auf keinen Fall ins Unternehmen lassen möchten. Auch diese Überlegung ist nachvollziehbar und legitim.

Für solch rationale Gedanken zur Erbnachfolge müssen Sie sich nicht entschuldigen. Solche Gedanken sind unter Unternehmern weit verbreitet. Sie sind nicht pietätlos, sondern zeugen von Weitsicht. Schließlich geht es Ihnen um Ihr Vermächtnis und die Firma soll im Idealfall vielleicht auch nach Ihnen langen Bestand haben.

Das Problem dabei: Überlassen Sie solche Regelungen der gesetzlichen Erbfolge, rauben Sie sich selbst der Gestaltungsmöglichkeiten. Es tritt wieder das ein, was Sie eigentlich vermeiden wollten: Das Unternehmen fällt in die falschen Hände…

Wie sieht die gesetzliche Erbfolge aus? Welche Probleme entstehen?

Im Gesetz werden GmbH-Anteile als dingliche Rechte behandelt. Das heißt: Sie werden als ganz normale Dinge in Ihrem Eigentum betrachtet – zum Beispiel wie ein Auto das Sie gekauft haben.

Sie können in einem Testament oder einem Erbvertrag regeln, wer wieviel bekommt. Nur den Pflichtteil können Sie niemandem wegnehmen. Allerdings darf der Berechtigte dabei nicht auf Teile des Unternehmens zugreifen, sondern nur einen entsprechenden Geldbetrag bestehen.

Erstellen Sie kein Testament oder Erbvertrag, greift die gesetzliche Erbfolge. Das heißt: Ihre Verwandten erben je nach Verwandtschaftsgrad. Oder härter ausgedrückt: Ihre Nachfolge folgt dann dem Zufallsprinzip. Wie das genau aufgeteilt wird, können Sie hier bei Finanztip.de nachlesen: https://www.finanztip.de/erbfolge/.

Gehen wir von zwei Beispielen für die oben genannte Situation aus:

Beispiel 1: Sie haben 2 Kinder: Ihr Tochter bringt sich engagiert ins Unternehmen ein, Ihren Sohn interessiert die Firma überhaupt nicht. Dennoch: Bei der gesetzlichen Erbfolge würden beide zu gleichen Teilen Anteile am Unternehmen erben.

Das möchten Sie vermutlich vermeiden. Noch häufiger trifft die unerwünschte Situation auf Ihren Ehepartner zu, mit dem Sie vielleicht zwar noch verheiratet sind, aber von dem längst getrennt leben.

Sie sehen, es gibt viele Gründe, warum Sie mit der gesetzlichen Erbaufteilung vielleicht nicht einverstanden sein könnten.

Beispiel 2: Sie haben Ihr Unternehmen mit einem Geschäftspartner gegründet. Die Firma gehört Ihnen zu gleichen Teilen. Doch was passiert, wenn Ihr Geschäftspartner stirbt? In der gesetzlichen Regelung erben seine Frau, seine Kinder.

Diese Erben haben aber mit der Firma gar nichts am „sprichwörtlichen Hut“. Sie haben weder mitgearbeitet, noch Kenntnisse von der Branche. Solange alles weiterläuft wie bisher, ist das vielleicht noch kein Problem. Aber was passiert, wenn die „Einflüsterer“ hinzukommen? Was passiert, wenn die Erben ihre neugewonnenen Anteile einfach an Ihnen Unbekannte verkaufen wollen?

Sie sehen, es gibt noch mehr gute Gründe, warum Sie die „Erbfolge der Gesellschaftsanteile“ vielleicht außerhalb der gesetzlichen Regelungen bestimmen möchten. Schließlich könnte die Erbfolge Ihr Lebenswerk schnell für immer zerstören…

So können Sie die Nachfolge Ihrer GmbH für Todesfälle regeln

Egal, ob es um Ihren Todesfall oder den eines anderen Gesellschafters geht. Es gibt Wege die Nachfolge zu regeln. Das geht allerdings nicht, indem Sie dies in der Satzung ausschließen. Denn grundsätzlich gilt: Das Erbrecht geht dem Gesellschaftsrecht vor, da eine GmbH keine Personengesellschaft ist.

Wenn das Nachrücken unerwünschter Teilhaber oder Erben unbedingt verhindert werden soll, müssen Sie Einziehungs- und Abtretungsklauseln im Gesellschaftsvertrag verankern.

Somit bleiben 3 Möglichkeiten:

1. Die Auflösung einer GmbH im Todesfall (ist aber unbeliebt, da ja die Firma danach nicht mehr weiterexistiert).

2. Die Einziehung der Geschäftsanteile bei Tod eines Gesellschafters mit satzungsgemäßem Stimmrechtsausschluss der Erben (gemäß §34 Abs. 2 GmbH-Gesetz in Verbindung mit §46 Nr. 4 GmbH. -> hier können Sie das GmbH-Gesetz nachschlagen: https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/index.html).

3. Die Zwangsabtretung der Anteile im Todesfall eines Gesellschafters.

Achtung: Die Rechtsfolgen von Einziehungs- und Abtretungsklauseln zeigen sich aber erst nach dem Erbfall. Sie bewirken faktisch die Unvererblichkeit eines GmbH-Anteils.

Fazit: Gesetzliche Erbfolge gefährdet Ihre Firma – sorgen Sie vor!

Wie Sie gesehen haben, ist die gesetzliche Erbfolge für den langjährigen Fortbestand Ihrer Firma unter Umständen sehr ungünstig. Daher ist es bereits frühzeitig notwendig, die Nachfolge zu regeln.Schon ein einziger Unfall kann das Aus Ihres Unternehmens bedeuten, obwohl es vielleicht gar nicht Sie getroffen hat.

Wenn die Erbfolge einmal gegriffen hat, ist es viel schwieriger diese zum Wohle des Unternehmens zu regeln. Was heute nämlich noch für alle Gesellschafter rational und vernünftig klingt, kann im Fall eines betroffenen Erben, nämlich plötzlich pietätlos und vielleicht sogar „gaunerhaft“ klingen.

Gerade wenn es um Firmenanteile geht, kann ich Ihnen zu Ihren Erlebenszeiten auch noch einen weiteren Tipp mitgeben: Ein Erbe bedeutet für Ihre Nachfolger immer eine Gesamtrechtsnachfolge. Das heißt: Sie treten in alle Rechte und Pflichten (= Vermögen und Schulden) ein. Eine Schenkung bedeutet dagegen eine Einzelrechtsnachfolge.

Das heißt: Haben Sie privat Schluden und Ihre Firma nicht, muss z.B. Ihre Tochter bei einer Erbschaft auch Ihre Schulden übernehmen, wenn Sie die Firma übernehmen will. Schenken Sie Ihrer Tochter die Firma, muss Sie nicht für Ihre privaten Schulden aufkommen.

Wie Sie sehen, ist das Thema Unternehmensnachfolge vielschichtig. Sollten Sie zu diesem Thema weiterführende Fragen haben oder eine Beratung wünschen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

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Familien-GmbH: Vater mit seinen 2 Soehnen

Familien-GmbH: Was ist das und wie profitieren Sie davon?

Immer mehr Unternehmer häufen in Deutschland ein beträchtliches Vermögen an. Daher kann es sinnvoll sein, Ehefrau und Kinder bereits zu Lebzeiten am Vermögen teilhaben zu lassen.

Denken auch Sie darüber nach, ihre Familienmitglieder an Ihrem Vermögen zu beteiligen?

Eine Familien-GmbH macht es möglich…

Was man darunter genau versteht und welche Vor- und Nachteile so eine Familiengesellschaft für Sie und Ihr Vermögen bringen kann, habe ich für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.

#1: Was versteht man unter einer Familien-GmbH?

Die Familien-GmbH ist eine Variante der GmbH.

Auch wenn für die Familiengesellschaft die gleichen Regeln gelten wie für die klassische GmbH, dient sie nur zu einem einzigen Zweck:

Das Vermögen der Familie zu verwalten und dieses über die Erbfolge geregelt zu verteilen.

Wie läuft das Ganze ab?

Sie als Inhaber Ihres Vermögens bringen die Vermögenswerte in die Gesellschaft ein.

Anschließend übertragen Sie Gesellschaftsanteile durch Schenkung oder Erbschaft auf Ehefrau und Kinder oder andere Familienangehörige.

Aber Achtung: Damit später weder Gläubiger noch Schwiegerkinder oder die womöglich geschiedene Frau auf das Vermögen zugreifen können, müssen Sie spezielle Regelungen im Gesellschaftsvertrag der Familien-GmbH festhalten.

Diese Regelungen gewähren Ihnen als Vermögensinhaber dauerhaften Einfluss auf das Vermögen.

#2: Familien-GmbH bringt 5 Vorteile und nur 2 Nachteile

Vorteile

1) Keine Gewerbesteuer auf Ertrag des eigenen Grundbesitzes: Wenn Sie mit der Familien-GmbH ausschließlich den eigenen Grundbesitz und das Kapitalvermögen halten, entsteht neben der 15%-gen Körperschaftssteuer keine Gewerbesteuer auf den Ertrag des eigenen Grundbesitzes (§9 Nr. 1, S. 2 GewStG). Und dass, obwohl die Gesellschaft ja gewerblich ist. Das heißt: Sie haben einen Gewerbebetrieb ohne Gewerbesteuer.

2) Vermögenswerte auf einem Blick: Die Familien-GmbH eignet sich hervorragend, um all Ihre Vermögenswerte im Blick zu behalten.

3) Erbrechtliche Regelung von nur 1 Vermögensgegenstand: Die GmbH hält unterschiedliche Vermögensgegenstände. Sie können nun mit der Familien-GmbH einen Vermögensgegenstand der GmbH erbrechtlich regeln. Das bedeutet: Sie regeln im Testament über die Erbfolge der GmbH einen Vermögensgegenstand, auch wenn die GmbH selbst tausende Vermögensgegenstände hält. Würden die 1000 Gegenstände im Privatvermögen gehalten werden, könnte ihnen rein theoretisch passieren, dass Sie (bis zu) 1000 Regelungen über jeden einzelnen Vermögensgegenstand treffen müssen.

4) Verhinderung von Zerschlagung: Mithilfe der Familien-GmbH können Sie verhindern, dass das auf die Nachfolgegeneration übertragene Vermögen durch Erbfälle, Scheidungen etc. zerschlagen wird.

5) Steuerfreie Gewinnausschüttungen möglich: Unter bestimmten Umständen und Anträgen können Gewinnausschüttungen aus einer ausländischen Beteiligung steuerfrei gestellt werden (§3 Nr. 41 lit. a EStG, R 8.1. KStR zu §8 KStG).

Aber Achtung: Um von diesen Vorteilen profitieren zu können, müssen Sie den richtigen Unternehmenszweck in der Satzung festgelegt haben.

Es muss ganz klar hervorgehen, dass die Familien-GmbH für die Verwaltung und das Halten des eigenen Vermögens, insbesondere des eigenen Grundbesitzes, gegründet wurde.

Nachteile

1) Veröffentlichungspflicht: Da die Familien-GmbH den gleichen Regeln folgt wie die klassische GmbH, sind Sie zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses verpflichtet. Dies könnte ein Nachteil für Sie sein, wenn Sie nicht wollen, dass Fremde Einsicht auf Ihr Vermögen erhalten.

2) Hohe Abschlusskosten: Die Kosten des Jahresabschlusses belaufen sich auf gleicher Höhe wie bei der klassischen GmbH und sind damit relativ hoch.

Fazit: Nur Sie bestimmen, was mit Ihrem Vermögen passiert

Wie Sie sehen, kann die Familien-GmbH für Unternehmer die ideale Lösung zur Verwaltung des Familienvermögens sein.

Sie ermöglicht Ihnen, die Vermögenswerte dauerhaft in der Familie zu halten. Durch spezielle im Gesellschaftsvertrag von Ihnen aufgesetzte Regeln, bestimmen Sie, was mit Ihrem Vermögen passiert.

Zusätzlich sparen Sie sich die Gewerbesteuer auf Ihren Grundbesitz und können mit dieser Variante der GmbH eine mögliche Zerschlagung des Vermögens durch Erben, Schwiegerkinder etc. verhindern.

Wenn Sie eine Familien-GmbH zur Vermögensverwaltung in Betracht ziehen, sollten Sie sich aber unbedingt Rat vom Profi holen.

Denn die Familiengesellschaft vereint nicht nur Gesellschafts-, Erb- und Familienrecht, sondern auch das Steuerrecht.

Sollten Sie tiefergehende Fragen zu diesem Thema haben oder eine ausführliche Beratung wünschen, können Sie sich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular an mich wenden.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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