Top 4 Themen Unternehmensübernahme und Zeitdruck

Es ist Zeit für Ihre Nachfolgeplanung! Meine 4 beliebtesten Blogartikel zur Unternehmensnachfolge aus 2018

Stellen Sie sich bei Zeiten folgende Fragen?

  • Wie plane ich meine Unternehmensnachfolge?
  • Warum ist die Planung meiner Nachfolge so wichtig?
  • Was passiert, wenn sich kein Nachfolger findet?
  • Welche Gefahren lauern auf mich bei der Unternehmensübernahme?

Gut! Seien Sie keiner dieser Unternehmer, die sich erst Gedanken über eine Nachfolge machen, wenn es schon zu spät ist.

Mir ist die Unternehmensnachfolgeplanung wichtig, weil ich selbst Unternehmer und Familienvater bin. Die Planung Ihrer Unternehmensnachfolge sollten Sie nicht noch länger aufschieben.

Das Thema liegt mir nicht nur persönlich am Herzen, sondern ist auch eines meiner Spezialgebiete. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr einige Blogbeiträge hierzu für Sie verfasst.

Meine vier beliebtesten Beiträge zum Thema Unternehmensnachfolge aus 2018 habe ich für Sie noch einmal zum Durchblättern zusammengefasst:

Platz 4: Betriebsübernahme: Haftungsfallen beim Kauf eines Unternehmens

Spielen Sie mit dem Gedanken einer Betriebsübernahme? Wenn ja, machen Sie sich bitte bewusst, dass Sie in dem Fall ein vollumfängliches Haftungsrisiko übernehmen. Sie haften für bestimmte Handlungen des Vorbesitzers – steuerlich und rechtlich! Es gibt jedoch einen Ausweg.

Sie wissen nicht, wie Sie sich vor dem Haftungsrisiko schützen können? Ein ordentlicher Vertrag schützt Sie! Den passenden Vertrag errichtet Ihr Rechtsberater für Sie. Somit entgehen Sie zum Beispiel Verlusten aus Verpflichtungen ihres Vorgängers, wie Steuer- oder Lieferantenschulden.

Welche die häufigsten Fallen bei der Betriebsübernahme sind und wie sie das Risiko minimieren hineinzutappen, erfahren Sie in meinem Blogartikel: https://www.steuerberatung-breit.de/betriebsuebernahme-haftungsfallen-beim-kauf-eines-unternehmens/

Platz 3: GmbH & Erben: So regeln Sie die Nachfolge nach Ihren Wünschen

Sie wollen Ihre Nachfolge selbst bestimmen?

Dann tun Sie das! Wenn Sie Ihre und die Nachfolge Ihrer Geschäftspartner nicht rechtzeitig regeln, können die Früchte Ihrer Arbeit schnell den falschen in die Hände fallen. Ohne Nachfolgeregelung für Ihr Unternehmen greift die gesetzliche Erbfolge.

Angenommen Ihr Geschäftspartner hat ein Kind oder einen Ehepartner, den Sie auf keinen Fall in Ihr Unternehmen einbinden möchten – weder heute, noch nach seiner Zeit. Das klingt erst einmal recht grob, ist aber eine gerechtfertigte unternehmerische Überlegung.

Werden Sie aktiv und erkundigen Sie sich über die Möglichkeiten der Unternehmens-Erbschaft: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-und-erben-so-regeln-sie-die-nachfolge-nach-ihren-wuenschen/

Platz 2: Wissen für Unternehmer: Müssen Sie bei der Betriebsübernahme alle Mitarbeiter mitnehmen?

Stellen Sie sich vor, Sie übernehmen einen Betrieb und behalten nur die Mitarbeiter, die am rentabelsten sind. Alle anderen können Sie entlassen. Ganz so einfach ist es in der Realität dann nicht.

Grundsätzlich hängt ein Mitarbeiter per Gesetz an der so genannten wesentlichen Betriebsgrundlage und muss mitübernommen werden. Der Arbeitnehmerschutz wird in Deutschland sehr genau genommen. Da kommen Sie nicht herum.

Dennoch gibt es verschiedene Wege, die Rechte der bestehenden Mitarbeiter zu schützen und trotzdem das Beste für Ihr Geschäft herauszuholen.

In welchen Fällen Sie wie handeln müssen, habe ich leicht verständlich zum Nachlesen zusammengefasst: https://www.steuerberatung-breit.de/wissen-fuer-unternehmer-muessen-sie-bei-der-betriebsuebernahme-alle-mitarbeiter-uebernehmen/

Platz 1: GmbH Übernahme – Wann ist es das Wagnis wert?

Einfach eine GmbH übernehmen und Gewinn machen, statt selbst zu gründen – Klingt das verlockend? Wenn es nur so einfach wäre.

Zuvor sollten Sie als seriöser Geschäftsmann folgende Fragen klären:

  • Woraus setzt sich der Kaufpreis zusammen?
  • Auf welche Klauseln kommt es im Kaufvertrag an?
  • Woher am besten das Geld nehmen?

(Wenn Sie sich genauer über die Finanzierungsmöglichkeiten informieren wollen, empfehle ich meinen Blogartikel https://www.steuerberatung-breit.de/so-starten-sie-als-gmbh-gruender-durch-3-finanzierungsmodelle-fuer-ihre-gmbh/ zu lesen.)

Am wichtigsten ist aber ist die Frage: Sind Sie mit Herz bei der Sache?

Wenn Sie diese mit „Ja!“ beantworten können und sich entsprechend beraten lassen, wird es sich für Sie auf jeden Fall lohnen.

All die oben genannten Fragen habe ich für Sie zusammengefasst und erklärt: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-uebernahme-wann-ist-es-das-wagnis-wert/

Eines noch zum Schluss:

So viel zu den beliebtesten Beiträgen zum Thema Unternehmensnachfolge in meinem Blog.

Egal aus welchen Gründen Sie ein Unternehmen übernehmen oder abgeben, die richtige Planung ist ausschlaggebend. Um nicht über einen der vielen Stolpersteine bei der Unternehmensnachfolge zu fallen, sollten Sie unbedingt einen Termin beim Steuerberater machen.

Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Unternehmensnachfolge haben, oder eine ausführliche Beratung dazu benötigen, so können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

 

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Steuerberatung Breit Jahresrückblick 2018

Meine 10 stärksten Blogbeiträge aus 2018

Sie plagen sich oft mit Ihren Steuerangelegenheiten? Damit stehen Sie nicht allein da. In meinem Blog arbeite ich die Bereiche Digitalisierung, Nachfolgeplanung, Unternehmensumwandlung und Tax CMS für jedermann verständlich auf.

Sie lesen meinen Blog regelmäßig? Falls nicht: Das sollten Sie! Hier ein kleiner Vorgeschmack meiner Top 10 aus dem Jahr 2018. Alle treuen Leser können kontrollieren, ob sie auch wirklich nichts Wichtiges verpasst haben.

Platz 10: oHG oder KG in GmbH: Das müssen Sie beachten!

Eines meiner Spezialgebiete ist die Unternehmensumwandlung, weswegen auch viele meiner Blogartikel davon handeln.

Stellen Sie sich vor, sie möchten Ihre oHG oder KG in eine GmbH umwandeln. Wo soll man da eigentlich anfangen? Ich habe für Sie eine Checkliste bereitgestellt, die Ihnen helfen soll, schon vorab die häufigsten Stolperfallen zu vermeiden.

Wenn Sie die Umwandlung Ihres Unternehmens schon vorab entsprechend planen, können Sie einiges an Kosten und Mühen sparen. Wie das genau funktioniert erfahren Sie in meinem Blogbeitrag: oHG oder KG in GmbH: Das müssen Sie beachten!

Platz 9: GmbH-Geschäftsführers (Teil 2): Steuerhinterziehung

Sehr beliebt war die Serie „Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers“. In die Top 10 schaffte es der Teil zum Thema Steuerhinterziehung.

Meist ist den GmbH-Geschäftsführern nicht ganz klar, welche Dimension ihre Verantwortung im Unternehmen annimmt. Tatsache ist jedoch, dass jeder Geschäftsführer voll für die Taten seiner Mitarbeiter bürgt. Der Geschäftsführer haftet in bestimmten Fällen mit seinem eigenen Vermögen und sogar mit seiner Freiheit!

Sie sind GmbH-Geschäftsführer und wollen sich aktiv schützen? Das geht am Bersten, indem Sie sich hier informieren. Ich habe die wichtigsten Punkte für Sie in diesem Blogbeitrag zusammengefasst und leicht verständlich erklärt: GmbH-Geschäftsführers (Teil 2): Steuerhinterziehung

Platz 8: GmbH, UG, KG, AG etc. – Worauf Sie bei der Besteuerung achten müssen

Es herrscht eine große Unternehmensvielfalt in Deutschland – GmbH, UG, KG, AG, Einzelunternehmen etc. Es geht gar nicht anders: auch Ihr Unternehmen gehört dazu. Aber wissen Sie auch worauf Sie bei der Besteuerung achten müssen?

In dem Blogartikel habe ich für Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile bei der Besteuerung von verschiedenen Unternehmensformen inklusive Stolperfallen dargestellt.

Ganz knapp gesagt, ergibt sich bei der Besteuerung von GmbH, UG und AG keine großen Unterschiede. Aber im Detail ist es dann – wie immer bei Steuerangelegenheiten – für den Unternehmenserfolg wichtig.

Mit folgendem Artikel habe ich für Sie einen Überblick über die verschiedenen Rechtsformen geschaffen. Besonders interessant für Sie, wenn Sie als Unternehmer vor einer Umwandlung stehen und sich schon vorab über die steuerlichen Vorteile erkundigen möchten. Folgen Sie einfach dem Link zum Artikel und schon wissen Sie mehr:  GmbH, UG, KG, AG etc. – Worauf Sie bei der Besteuerung achten müssen

Platz 7: Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH

Warum Sie eine Familien-GmbH gründen sollten? Schneller als gedacht kann er da sein, der Familienstreit, die Trennung vom Ehepartner oder der Zwist mit dem Geschäftspartner.  In solchen Fällen bleibt das Vermögen nicht automatisch bei Ihnen, Ihren Kindern oder dort, wo Sie es gerne hätten. Hier müssen Sie sich absichern!

Zu Ihrem Schutz habe ich für Sie 5 Empfehlungen zusammengeschrieben und leicht verständlich erklärt. Um diese zu lesen, klicken Sie auf den folgenden Link: Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH

Platz 6: Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil1): Insolvenzverschleppung

Stellen Sie sich vor, sie wären mit Ihrem Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet. Ist Ihnen dabei bewusst, dass Sie das innerhalb von 3 Wochen melden müssen? Wer innerhalb dieser Frist keinen Insolvenzantrag stellt, macht sich der Insolvenzverschleppung strafrechtlich schuldig.

Das heißt Ihnen droht im schlimmsten Fall sogar Gefängnis. Die beschränkte Haftung einer GmbH stellt keinen uneingeschränkten Schutz dar, obwohl das viele Geschäftsführer glauben.

Damit Sie nicht einer der vielen unwissenden Geschäftsführer bleiben müssen, habe ich die Gefahr der Insolvenzverschleppung und wie Sie sich schützen können leicht verständlich für Sie zum Nachlesen aufbereitet: Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil1): Insolvenzverschleppung

Platz 5: GmbH-Gesellschafter: Zwischen Recht auf Gewinn und Pflicht zur Treue

Ihre Karriere als Gesellschafter einer GmbH beginnt mit der Einlage des Stammkapitals und äußert sich dann in entsprechenden Gewinn- und Verlustanteilen.

Haben Sie sich Ihren Gesellschaftsvertrag schon einmal genauer angeschaut? Wissen Sie was da drinnen steht? Der Gesellschaftsvertrag bestimmt den Weg, den Sie gehen, nachdem Sie Ihre Stammeinlage eingebracht haben.

Sie finden darin alle Rechte und Pflichten, die Sie gegenüber der GmbH haben. Damit diese auch zu Ihre Sicherheit Vorteilhaft formuliert sind, habe ich die wichtigsten Punkte für Sie aufbereitet: GmbH-Gesellschafter: Zwischen Recht auf Gewinn und Pflicht zur Treue

Platz 4: Gefahren für GmbH-Geschäftsführer (Teil 3): Steuerverkürzung

Mit meiner Vermutung, dass einige Unternehmer sich der Konsequenzen fehlerhafter Steuerangaben nicht oder nur wenig bewusst sind, dürfte ich richtig gelegen haben. Denn dieser Artikel hat richtig viele Leser angezogen.

Wie steht es um Ihr Wissen zum Thema Steuerverkürzung?

Steuerverkürzung bedeutet, dass eine Unternehmenssteuer nicht rechtzeitig, nicht komplett oder gar nicht festgesetzt wurde.

Was viele Geschäftsführer nicht wissen: Sie sind als Geschäftsführer für die Kontrolle und Richtigkeit der steuerlichen Eingaben verantwortlich, auch wenn sie von Ihren Mitarbeitern durchgeführt werden.

Wussten Sie, dass es ein Kontrollsystem gibt, das Fehler im Buchhaltungsprozess sichtbar macht? Tax CMS heißt es und schützt Sie als Geschäftsführer.

Jetzt möchten Sie sicher wissen, welche Probleme für Geschäftsführer aus der Steuerverkürzung entstehen können und wie Sie sich mit einem Tax CMS davor schützen können. Das alles haben ich für Sie in meinem Blogartikel leicht verständlich zusammengefasst: Gefahren für GmbH-Geschäftsführer (Teil 3): Steuerverkürzung

Platz 3: Ist es besser eine Ein-Personen-GmbH oder eine -UG zu gründen?

Welche ist die beste Form für Sie als „Einzelkämpfer“ im Unternehmensdschungel? Das kann ich nicht pauschal beantworten. Beide, Ein-Personen-UG und Ein-Personen-GmbH haben ihre Vor- und Nachteile.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es für viele Allein-Unternehmer – und besonders für diejenigen, die es bleiben wollen – oft ist, zuerst eine UG zu gründen. Dann, bei entsprechender Entwicklung, kann in eine Ein-Personen-GmbH umgewandelt werden. Ein Schritt nach dem anderen!

Wieso das oft der Fall ist, habe ich für Sie genau aufbereitet: Ist es besser eine Ein-Personen-GmbH oder eine -UG zu gründen?

Platz 2: Die UG: Lohnende Alternative zur GmbH

Bei der Aufarbeitung dieses Themas habe ich vorwiegend die Gemeinsamkeiten zwischen UG und GmbH, aber auch eine Weiterführung zu anderen Unternehmensformen behandelt.

Die so genannte „Mini-GmbH“, wie die Unternehmergesellschaft auch gern genannt wird, lockt zwar mit einem sehr geringen Startkapital, jedoch birgt sie gleichzeitig auch das Risiko einer Durchgriffshaftung.

Mein Experten-Tipp: Diese Form der Unternehmensgründung genau durchdenken und nur in sehr spezifischen Fällen anwenden.

Trotzdem diese Form der haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft viele Gemeinsamkeiten zur GmbH aufweist, ist meiner Meinung nach eine gründliche Beratung vor Gründung dringend empfohlen. Falls Sie mit dem Gedanken spielen eine UG zu gründen, sollten Sie sich meinen Blogbeitrag zum Thema noch einmal durchlesen: Die UG: Lohnende Alternative zur GmbH

Platz 1: Vom Einzelunternehmen zur GmbH: Wie Sie es richtig planen.

Führt Sie die Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit all ihren vermeintlichen Vorteilen in Versuchung? Gerade bei der Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH ist es sinnvoll die Risiken abzuwägen. Die Gründe für eine Unternehmensumwandlung sind sehr vielfältig. Welche für Sie ausschlaggebend sind, können wir gemeinsam herausfinden.

Für Sie zur Orientierung zusammengefasst:

  1. Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile bei der Umwandlung
  2. Notiz über notwendige Sonderbilanzen
  3. Hinweis auf die verzögerte Haftungsbeschränkung in den ersten 5 Jahren
  4. Info über eventuell anfallende hohe Kosten für Notar und Gericht, für Steuerberater und/oder Rechtsanwalt

Ich bin mir sicher, Sie haben schon viel über Vor- und Nachteile nachgedacht. Aber haben Sie es sich genau durchgerechnet und analysiert? Falls nicht, sollten Sie den Gewinner unserer Blogbeitragsparade unbedingt genauer anschauen: Vom Einzelunternehmen zur GmbH: Wie Sie es richtig planen.

Was ich noch sagen möchte

Das waren nur einmal die beliebtesten 10 Beiträge aus dem Jahr 2018. Es gibt noch einige mehr zu den verschiedensten Themen aus den Bereichen Steuerberatung, Tax CMS, Digitalisierung, Unternehmensumwandlung und Nachfolgeplanung. Auch 2019 werde ich Sie weiterhin mit Blogartikeln versorgen, die frei von Fachchinesisch sind und somit leicht verständlich für jedermann.

Sollten Sie sich über eines dieser Themen (oder auch ein anderes aus dem Bereich) genauer informieren wollen, kontaktieren Sie mich gern via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular (hier klicken!).

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

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Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers: Insolvenzverschleppung

Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil 1): Insolvenzverschleppung

Wussten Sie, dass Sie als Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) unter gewissen Umständen mit Ihrem persönlichen Vermögen haften? Sie können im schlimmsten Fall sogar ins Gefängnis „wandern“. Und zwar dann, wenn eine Insolvenzverschleppung vorliegt!

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich möchte Sie mit diesem Blogbeitrag in keinster Weise davon abhalten, Verantwortung als Geschäftsführer Ihrer Firma zu übernehmen. Ganz im Gegenteil: Ich will Sie vielmehr in die Lage versetzen, dieser Verantwortung korrekt nachzugehen.

Daher möchte ich Sie vor der Gefahr der Insolvenzverschleppung warnen. Denn oft wird die beschränkte Haftung aus dem Namen der GmbH falsch verstanden. Sie ist nämlich kein „Freifahrtschein“, dessen Haftung bei der Einlage der GmbH endet.

Sie als Geschäftsführer haben die Pflicht, diese GmbH in den Fahrwassern des Marktes korrekt und wirtschaftlich sicher zu führen. Gelingt Ihnen das nicht, müssen Sie dies rechtzeitig melden. Sonst haften Sie in Deutschland tatsächlich mit Ihrem Privatvermögen und sogar mit Ihrer Freiheit.

Wie es dazu kommen kann und vor allem wie Sie sich vor diesem schlimmsten aller Fälle schützen, möchte ich Ihnen in diesem Beitrag leicht verständlich erläutern.

Was ist eine Insolvenzverschleppung?

Eine Insolvenzverschleppung liegt dann vor, wenn Sie länger als 3 Wochen die Insolvenzreife Ihrer GmbH verschweigen. Konkret heißt das: Wenn Sie länger als 3 Wochen keinen Insolvenzantrag stellen, obwohl Sie wissen, dass Ihr Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist.

Gleichzeitig ist es nicht mehr möglich, für Ihr Unternehmen eine begründete positive Fortführungsprognose zu erstellen. Sie wissen also, dass Sie es nicht mehr retten können.

Haben Sie diesen Zustand in Ihrem Unternehmen erreicht, dann müssen Sie innerhalb von 3 Wochen einen Insolvenzantrag stellen. Andernfalls handeln Sie strafbar – im strafrechtlichen und im zivilrechtlichen Sinne. Daran führt also kein Weg vorbei.

Was heißt zahlungsunfähig? Was heißt überschuldet?

Die Insolvenzordnung definiert in §17 und §19, was Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung in Detail vor dem Gesetz bedeuten.

Zahlungsunfähigkeit = Wenn Ihr Unternehmen nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Sie wird in der Regel angenommen, wenn Sie die Zahlungen eingestellt haben.

(Hier der Link zum Gesetzestext: https://dejure.org/gesetze/InsO/17.html)

Überschuldung = Wenn das Vermögen Ihres Unternehmens die Summe Ihrer Schulden nicht mehr deckt. Eine Ausnahme besteht, wenn die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend als wahrscheinlich angesehen wird (Stichwort: Fortführungsprognose).

Das heißt: Ist Ihr Unternehmen zwar im Moment überschuldet, Sie erwarten in den nächsten Tagen aber eine Zahlung, die Ihre Überschuldung beendet und Sie haben viele weitere Auftragszusagen für die Zukunft bereits erhalten, dann könnte eine positive Fortführungsprognose bestehen. In diesem Fall müssten Sie keinen Antrag auf Insolvenz stellen. Liegt das nicht vor, dann sind Sie vor dem Gesetz dazu verpflichtet. Sonst liegt eine Insolvenzverschleppung vor.

(Hier der Link zum Gesetzestext: https://dejure.org/gesetze/InsO/19.html)

Ist es die Pflicht eines Geschäftsführers die Insolvenz zu vermeiden?

Falls ich Sie jetzt verunsichert habe: Es ist nicht Ihre Pflicht als Geschäftsführer die Insolvenz zu vermeiden. Der deutsche Staat geht ohnehin davon aus, dass Sie das Unternehmen, das Sie leiten, nicht mit Vorsatz in die Pleite führen.

Aber der deutsche Staat verlangt von Ihnen, dass Sie im Fall der Fälle den Schaden so gering wie möglich halten und Sie daher innerhalb von 3 Wochen, die nahende Insolvenz melden oder eine entsprechend positive Fortführungsprognose vorweisen.

Kommen Sie dieser Pflicht nicht nach, geht der Staat davon aus, dass Sie die Situation noch schlimmer gemacht haben. Und daher wird bis auf Ihr Privatvermögen zurückgegriffen, um die Gläubiger zu bedienen. Zudem „interessiert“ sich auch der Staatsanwalt für Sie.

Wie hart kann es Sie als Geschäftsführer im Falle einer Insolvenzverschleppung treffen?

Der Staat nimmt diese Art der Wirtschaftsverbrechen sehr ernst. Schließlich „spielen“ Sie nicht nur mit Ihrer eigenen Firma. Eine Insolvenzverschleppung kann auch schwerwiegende Auswirkungen auf andere Betriebe haben.

Hat ein Produktionsbetrieb einen Großauftrag an sie geliefert und Sie können die Ware nicht bezahlen, gefährden Sie weit über Ihr Unternehmen hinaus andere Firmen, andere Arbeitsplätze und damit den Wohlstand und die Sicherheit anderer Menschen.

Daher haften Sie als Geschäftsführer in einem solchen Fall zivilrechtlich mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Darüber hinaus droht Ihnen ein Berufsverbot. Sie dürfen also nie wieder Geschäftsführer eines Unternehmens werden. Und es drohen Ihnen in schwerwiegenden Fällen sogar bis zu drei Jahren Haft.

Oft treffen diese Regelungen auch ehrliche Geschäftsführer. Denn „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ und das Gesetz bestraft hier auch die Fahrlässigkeit. Die Kriminalstatistik zeigt, dass es im Jahr 2017 ganze 6.437 Fälle von Insolvenzverschleppung gab. Gleichzeitig hatte es in Deutschland mit 20.200 Insolvenzen die wenigsten Firmenpleiten seit 1994 gegeben.

Quellen: polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts ( https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2017/BKATabellen/bkaTabellenFaelle.html?nn=96600) und Presseaussendung von creditreform.de (https://www.creditreform.de/nc/aktuelles/news-list/details/news-detail/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2017.html)

Fazit: Beschränkte Haftung ist kein „Freifahrtschein“

Die Statistik zeigt eindeutig, dass die Gefahr der Insolvenzverschleppung für Geschäftsführer eine reale ist. Jede dritte Insolvenz im Jahr 2017 stellte einen Fall für den Staatsanwalt dar.

Da mit Sicherheit nicht davon auszugehen ist, dass jeder dritte betroffene Geschäftsführer mit Vorsatz handelte, kann es nur an fehlender Information und Aufklärung durch den Steuerberater liegen.

Mein Ziel mit diesem Beitrag war es, Sie etwas mehr über die Gefahren eines Geschäftsführers trotz beschränkter Haftung aufzuklären. Wie Sie sehen, ist eine solche Beschränkung keinesfalls ein „Freifahrtschein“.

Bei der Leitung eines Unternehmens gilt es, die richtige Rechtsform zu wählen und dieses Unternehmen entsprechend zu lenken. Die sorgfältige Aufklärung über die Rechte und Pflichten sollte daher bei der Unternehmensnachfolgeplanung, bei einer Unternehmensumwandlung und bei jedem Wechsel des Geschäftsführers hohe Priorität genießen.

Sollten Sie zu diesem Thema weiterführende Fragen an mich haben oder meine Beratung wünschen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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5 spezielle Regeln für eine Familien-GmbH

Diese 5 speziellen Regeln braucht jede Familien-GmbH

Wussten Sie, dass eine Familien-GmbH Ihr Vermögen nicht automatisch zwischen Ihnen und Ihren Liebsten hält? Was passiert, wenn Ihre Ex-Frau plötzlich Ansprüche erhebt? Was machen Sie, wenn Schwiegerkinder plötzlich versuchen, auf das Vermögen zuzugreifen? Was, wenn Gläubiger aus fremden Geschäftsfeldern Forderungen stellen?

Die Familien-GmbH ist ein beliebtes Mittel, um das Vermögen für Sie und die Ihren zusammen zu halten. Um dazu mehr zu erfahren, können Sie auch diesen Blogbeitrag über die Vor- und Nachteile dieser Rechtsform nachlesen: Klicken Sie hier!

Allerdings funktioniert die Familien-GmbH nur, wenn Sie diese 5 speziellen Regeln im Gesellschaftsvertrag festhalten!

Regel Nr. 1:  Alle brauchen einen Ehevertrag!

Das mag durchaus unromantisch klingen, es ist aber notwendig. Sie als Gesellschafter und auch Ihre Kinder müssen sich verpflichten, einen Ehevertrag abzuschließen.

Dieser muss zwischen Gütertrennung und modifizierter Zugewinngemeinschaft unterscheiden. Zudem muss der Vertrag diese Punkte genau regeln und unkündbar sein. Einzige Ausnahme bilden außerordentliche Kündigungsrechte, die aber genau festgelegt werden.

Nur mit einem solchen Ehevertrag regeln Sie in den Grundzügen, dass kein Ex-Partner später einmal berechtigte Ansprüche erheben kann.

Regel Nr. 2: Bestimmen Sie immer die Abtretungs- oder Einziehungsregelung für den Fall „X“

Eine Abtretung entspricht einer sogenannten qualifizierten Nachfolge. Das heißt: Die Gesellschaftsanteile eines Gesellschafters werden bei dessen Abtretung durch den Fall „X“ auf einen zu diesem Zeitpunkt nicht Beteiligten übertragen.

Dieser Fall „X“ kann zum Beispiel das „in Rente gehen“ sein. Dann erhält der scheidende Gesellschafter eine Abfindung und ein neuer Gesellschafter (z.B. Sohn oder Tochter) wird in die Familien-GmbH aufgenommen.

Eine Einziehung entspricht einer Fortführungsklausel. Das heißt: Die Anteile des scheidenden Gesellschafters werden durch den Fall „X“ (z.B.: „in Rente gehen“) auf einen oder mehrere verbleibende Gesellschafter übertragen.

Auch in diesem Fall erhält der scheidende Gesellschafter eine Abfindung, wie Sie im Gesellschaftsvertrag vereinbart wird.

Regel Nr. 3: Bestimmen Sie die Abfindung

Die Abfindung muss – egal ob Abtretung oder Einziehung – genau geregelt werden. Dabei müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie wird die Abfindung berechnet?
  • Wird Sie inklusive oder exklusive immateriellem Firmenwert berechnet?
  • Wird die Abfindung auf einmal oder in mehreren Beträgen ausgezahlt? (Möglich sind bis zu 10 Jahresbeträge)

Für den Fall von Forderungsfällen

Um sich vor Forderungen jeglicher Art in der Zukunft zu schützen, empfehle ich Ihnen zudem die Abfindung im Gesellschaftsvertrag über den Buchwert und nicht über den Unternehmenswert zu regeln.

Während der Buchwert den in der Bilanz erfassten Vermögen und Schulden des Unternehmens entspricht, kann der Unternehmenswert ein Vielfaches des Reingewinns ausmachen. Wie Sie den Unternehmenswert berechnen können, können Sie in diesem Beitrag nachlesen: Zur Unternehmenswertberechnung – hier klicken!

Setzen Sie Ihre Abfindungsregelung am besten nach diesem Motto auf: „Wer geht, verliert. Wer bleibt, gewinnt.“

Regel Nr. 4: Bestimmen Sie das Schiedsverfahren

„Das kommt doch in den besten Familien vor“, lautet eine Volksweisheit. Und wie viele Volksweisheiten beinhaltet auch diese einen wahren Kern. In meiner Beratung habe ich schon viele Streitfälle gesehen. Und immer, wenn auf alle Eventualitäten im Vorhinein eingegangen wurde, gingen diese für den Unternehmer glimpflich aus.

Wurden diese Fragen stattdessen auf den sprichwörtlichen „St. Nimmerleinstag“ verschoben, dann war es oft zu spät. Die Folge: Langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren. Diese klärten nicht nur den Vermögensverbleib, sondern verschlangen auch beträchtliche Teile dieses Vermögens.

Für den Fall künftiger Meinungsverschiedenheiten sollten Sie also unbedingt einen Schiedsspruch, ein Schiedsgutachten oder ein Schiedsgericht für einzelne Punkte bestimmen.

Damit sorgen Sie für eine schnelle Lösung und niedrige Kosten (keine Anwälte, keine Prozesskosten). Gleichzeitig haben Sie durch die schnelle Lösung auch sofort wieder den Kopf frei, um sich auf Ihre Aufgaben und Ziele zu konzentrieren.

Regel Nr. 5: Stimmen Sie den Gesellschaftsvertrag mit dem Testament ab

Bei einer GmbH geht das Testament bzw. das Erbrecht dem Gesellschaftsvertrag der GmbH vor. Daher müssen Sie im Testament regeln, dass der Gesellschaftsvertrag zur Geltung kommt.

Widersprechen Sie sich im Testament und im Gesellschaftsvertrag, so muss häufig richterlich entschieden werden. Haben Sie gar kein Testament greift die gesetzliche Erbfolge. Diese steht vermutlich sogar mit Sicherheit Ihren Wunschregelungen entgegen und das Chaos ist perfekt…

Übrigens: Auch bei einer GmbH atypisch still, müssen Sie unbedingt die Erbfolge ohne Widerspruch zum Gesellschaftsvertrag in einem Testament regeln. Nur vor dem Steuerrecht gilt diese Form als Personengesellschaft. Im Erbrecht wird es jedoch wie eine GmbH behandelt.

Fazit: Regeln Sie lieber jetzt, sonst zahlen Sie vielleicht später…

Wie Sie sehen, ist es für solide Unternehmer nicht so einfach, das Verdiente auch im Kreise der Familie zu halten. Familienstreits, Trennungen oder einfach nur Verluste aus Dritt-Geschäften können schnell zu Forderungen führen, die nicht in Ihrem Interesse sind.

Mit der Familien-GmbH gehen Sie als Unternehmer schon den ersten richtigen Schritt. Ohne die oben genannten 5 speziellen Regelungen, bleibt Ihr Schutz dadurch aber unzureichend.

Ich rate Ihnen daher, sich ausführlich zum Thema Familien-GmbH und Nachfolgeregelung beraten zu lassen. Die Fehlerquellen sind vielfältig und liegen oft im Detail.

Sollten Sie zu diesem Thema weiterführende Fragen an mich haben oder meine Beratung wünschen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: © candy1812 – Fotolia.com

GmbH-Erbnachfolge regeln

GmbH und Erben: So regeln Sie die Nachfolge nach Ihren Wünschen

Sie haben ein Unternehmen aufgebaut und möchten, dass nach Ihrem Ableben die richtigen Menschen von Ihrer harten Arbeit profitieren? Diese Überlegung ist absolut legitim und unter Unternehmern nachvollziehbar.

Eine andere Situation, bei der Sie die Erbnachfolge im Unternehmen unbedingt regeln wollen, könnte so aussehen: Ihr Mitgesellschafter hat eine Frau oder Kinder, die Sie auf keinen Fall ins Unternehmen lassen möchten. Auch diese Überlegung ist nachvollziehbar und legitim.

Für solch rationale Gedanken zur Erbnachfolge müssen Sie sich nicht entschuldigen. Solche Gedanken sind unter Unternehmern weit verbreitet. Sie sind nicht pietätlos, sondern zeugen von Weitsicht. Schließlich geht es Ihnen um Ihr Vermächtnis und die Firma soll im Idealfall vielleicht auch nach Ihnen langen Bestand haben.

Das Problem dabei: Überlassen Sie solche Regelungen der gesetzlichen Erbfolge, rauben Sie sich selbst der Gestaltungsmöglichkeiten. Es tritt wieder das ein, was Sie eigentlich vermeiden wollten: Das Unternehmen fällt in die falschen Hände…

Wie sieht die gesetzliche Erbfolge aus? Welche Probleme entstehen?

Im Gesetz werden GmbH-Anteile als dingliche Rechte behandelt. Das heißt: Sie werden als ganz normale Dinge in Ihrem Eigentum betrachtet – zum Beispiel wie ein Auto das Sie gekauft haben.

Sie können in einem Testament oder einem Erbvertrag regeln, wer wieviel bekommt. Nur den Pflichtteil können Sie niemandem wegnehmen. Allerdings darf der Berechtigte dabei nicht auf Teile des Unternehmens zugreifen, sondern nur einen entsprechenden Geldbetrag bestehen.

Erstellen Sie kein Testament oder Erbvertrag, greift die gesetzliche Erbfolge. Das heißt: Ihre Verwandten erben je nach Verwandtschaftsgrad. Oder härter ausgedrückt: Ihre Nachfolge folgt dann dem Zufallsprinzip. Wie das genau aufgeteilt wird, können Sie hier bei Finanztip.de nachlesen: https://www.finanztip.de/erbfolge/.

Gehen wir von zwei Beispielen für die oben genannte Situation aus:

Beispiel 1: Sie haben 2 Kinder: Ihr Tochter bringt sich engagiert ins Unternehmen ein, Ihren Sohn interessiert die Firma überhaupt nicht. Dennoch: Bei der gesetzlichen Erbfolge würden beide zu gleichen Teilen Anteile am Unternehmen erben.

Das möchten Sie vermutlich vermeiden. Noch häufiger trifft die unerwünschte Situation auf Ihren Ehepartner zu, mit dem Sie vielleicht zwar noch verheiratet sind, aber von dem längst getrennt leben.

Sie sehen, es gibt viele Gründe, warum Sie mit der gesetzlichen Erbaufteilung vielleicht nicht einverstanden sein könnten.

Beispiel 2: Sie haben Ihr Unternehmen mit einem Geschäftspartner gegründet. Die Firma gehört Ihnen zu gleichen Teilen. Doch was passiert, wenn Ihr Geschäftspartner stirbt? In der gesetzlichen Regelung erben seine Frau, seine Kinder.

Diese Erben haben aber mit der Firma gar nichts am „sprichwörtlichen Hut“. Sie haben weder mitgearbeitet, noch Kenntnisse von der Branche. Solange alles weiterläuft wie bisher, ist das vielleicht noch kein Problem. Aber was passiert, wenn die „Einflüsterer“ hinzukommen? Was passiert, wenn die Erben ihre neugewonnenen Anteile einfach an Ihnen Unbekannte verkaufen wollen?

Sie sehen, es gibt noch mehr gute Gründe, warum Sie die „Erbfolge der Gesellschaftsanteile“ vielleicht außerhalb der gesetzlichen Regelungen bestimmen möchten. Schließlich könnte die Erbfolge Ihr Lebenswerk schnell für immer zerstören…

So können Sie die Nachfolge Ihrer GmbH für Todesfälle regeln

Egal, ob es um Ihren Todesfall oder den eines anderen Gesellschafters geht. Es gibt Wege die Nachfolge zu regeln. Das geht allerdings nicht, indem Sie dies in der Satzung ausschließen. Denn grundsätzlich gilt: Das Erbrecht geht dem Gesellschaftsrecht vor, da eine GmbH keine Personengesellschaft ist.

Wenn das Nachrücken unerwünschter Teilhaber oder Erben unbedingt verhindert werden soll, müssen Sie Einziehungs- und Abtretungsklauseln im Gesellschaftsvertrag verankern.

Somit bleiben 3 Möglichkeiten:

1. Die Auflösung einer GmbH im Todesfall (ist aber unbeliebt, da ja die Firma danach nicht mehr weiterexistiert).

2. Die Einziehung der Geschäftsanteile bei Tod eines Gesellschafters mit satzungsgemäßem Stimmrechtsausschluss der Erben (gemäß §34 Abs. 2 GmbH-Gesetz in Verbindung mit §46 Nr. 4 GmbH. -> hier können Sie das GmbH-Gesetz nachschlagen: https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/index.html).

3. Die Zwangsabtretung der Anteile im Todesfall eines Gesellschafters.

Achtung: Die Rechtsfolgen von Einziehungs- und Abtretungsklauseln zeigen sich aber erst nach dem Erbfall. Sie bewirken faktisch die Unvererblichkeit eines GmbH-Anteils.

Fazit: Gesetzliche Erbfolge gefährdet Ihre Firma – sorgen Sie vor!

Wie Sie gesehen haben, ist die gesetzliche Erbfolge für den langjährigen Fortbestand Ihrer Firma unter Umständen sehr ungünstig. Daher ist es bereits frühzeitig notwendig, die Nachfolge zu regeln.Schon ein einziger Unfall kann das Aus Ihres Unternehmens bedeuten, obwohl es vielleicht gar nicht Sie getroffen hat.

Wenn die Erbfolge einmal gegriffen hat, ist es viel schwieriger diese zum Wohle des Unternehmens zu regeln. Was heute nämlich noch für alle Gesellschafter rational und vernünftig klingt, kann im Fall eines betroffenen Erben, nämlich plötzlich pietätlos und vielleicht sogar „gaunerhaft“ klingen.

Gerade wenn es um Firmenanteile geht, kann ich Ihnen zu Ihren Erlebenszeiten auch noch einen weiteren Tipp mitgeben: Ein Erbe bedeutet für Ihre Nachfolger immer eine Gesamtrechtsnachfolge. Das heißt: Sie treten in alle Rechte und Pflichten (= Vermögen und Schulden) ein. Eine Schenkung bedeutet dagegen eine Einzelrechtsnachfolge.

Das heißt: Haben Sie privat Schluden und Ihre Firma nicht, muss z.B. Ihre Tochter bei einer Erbschaft auch Ihre Schulden übernehmen, wenn Sie die Firma übernehmen will. Schenken Sie Ihrer Tochter die Firma, muss Sie nicht für Ihre privaten Schulden aufkommen.

Wie Sie sehen, ist das Thema Unternehmensnachfolge vielschichtig. Sollten Sie zu diesem Thema weiterführende Fragen haben oder eine Beratung wünschen, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,
Ihr Thomas Breit

Foto: © Minerva Studio

Familien-GmbH: Vater mit seinen 2 Soehnen

Familien-GmbH: Was ist das und wie profitieren Sie davon?

Immer mehr Unternehmer häufen in Deutschland ein beträchtliches Vermögen an. Daher kann es sinnvoll sein, Ehefrau und Kinder bereits zu Lebzeiten am Vermögen teilhaben zu lassen.

Denken auch Sie darüber nach, ihre Familienmitglieder an Ihrem Vermögen zu beteiligen?

Eine Familien-GmbH macht es möglich…

Was man darunter genau versteht und welche Vor- und Nachteile so eine Familiengesellschaft für Sie und Ihr Vermögen bringen kann, habe ich für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.

#1: Was versteht man unter einer Familien-GmbH?

Die Familien-GmbH ist eine Variante der GmbH.

Auch wenn für die Familiengesellschaft die gleichen Regeln gelten wie für die klassische GmbH, dient sie nur zu einem einzigen Zweck:

Das Vermögen der Familie zu verwalten und dieses über die Erbfolge geregelt zu verteilen.

Wie läuft das Ganze ab?

Sie als Inhaber Ihres Vermögens bringen die Vermögenswerte in die Gesellschaft ein.

Anschließend übertragen Sie Gesellschaftsanteile durch Schenkung oder Erbschaft auf Ehefrau und Kinder oder andere Familienangehörige.

Aber Achtung: Damit später weder Gläubiger noch Schwiegerkinder oder die womöglich geschiedene Frau auf das Vermögen zugreifen können, müssen Sie spezielle Regelungen im Gesellschaftsvertrag der Familien-GmbH festhalten.

Diese Regelungen gewähren Ihnen als Vermögensinhaber dauerhaften Einfluss auf das Vermögen.

#2: Familien-GmbH bringt 5 Vorteile und nur 2 Nachteile

Vorteile

1) Keine Gewerbesteuer auf Ertrag des eigenen Grundbesitzes: Wenn Sie mit der Familien-GmbH ausschließlich den eigenen Grundbesitz und das Kapitalvermögen halten, entsteht neben der 15%-gen Körperschaftssteuer keine Gewerbesteuer auf den Ertrag des eigenen Grundbesitzes (§9 Nr. 1, S. 2 GewStG). Und dass, obwohl die Gesellschaft ja gewerblich ist. Das heißt: Sie haben einen Gewerbebetrieb ohne Gewerbesteuer.

2) Vermögenswerte auf einem Blick: Die Familien-GmbH eignet sich hervorragend, um all Ihre Vermögenswerte im Blick zu behalten.

3) Erbrechtliche Regelung von nur 1 Vermögensgegenstand: Die GmbH hält unterschiedliche Vermögensgegenstände. Sie können nun mit der Familien-GmbH einen Vermögensgegenstand der GmbH erbrechtlich regeln. Das bedeutet: Sie regeln im Testament über die Erbfolge der GmbH einen Vermögensgegenstand, auch wenn die GmbH selbst tausende Vermögensgegenstände hält. Würden die 1000 Gegenstände im Privatvermögen gehalten werden, könnte ihnen rein theoretisch passieren, dass Sie (bis zu) 1000 Regelungen über jeden einzelnen Vermögensgegenstand treffen müssen.

4) Verhinderung von Zerschlagung: Mithilfe der Familien-GmbH können Sie verhindern, dass das auf die Nachfolgegeneration übertragene Vermögen durch Erbfälle, Scheidungen etc. zerschlagen wird.

5) Steuerfreie Gewinnausschüttungen möglich: Unter bestimmten Umständen und Anträgen können Gewinnausschüttungen aus einer ausländischen Beteiligung steuerfrei gestellt werden (§3 Nr. 41 lit. a EStG, R 8.1. KStR zu §8 KStG).

Aber Achtung: Um von diesen Vorteilen profitieren zu können, müssen Sie den richtigen Unternehmenszweck in der Satzung festgelegt haben.

Es muss ganz klar hervorgehen, dass die Familien-GmbH für die Verwaltung und das Halten des eigenen Vermögens, insbesondere des eigenen Grundbesitzes, gegründet wurde.

Nachteile

1) Veröffentlichungspflicht: Da die Familien-GmbH den gleichen Regeln folgt wie die klassische GmbH, sind Sie zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses verpflichtet. Dies könnte ein Nachteil für Sie sein, wenn Sie nicht wollen, dass Fremde Einsicht auf Ihr Vermögen erhalten.

2) Hohe Abschlusskosten: Die Kosten des Jahresabschlusses belaufen sich auf gleicher Höhe wie bei der klassischen GmbH und sind damit relativ hoch.

Fazit: Nur Sie bestimmen, was mit Ihrem Vermögen passiert

Wie Sie sehen, kann die Familien-GmbH für Unternehmer die ideale Lösung zur Verwaltung des Familienvermögens sein.

Sie ermöglicht Ihnen, die Vermögenswerte dauerhaft in der Familie zu halten. Durch spezielle im Gesellschaftsvertrag von Ihnen aufgesetzte Regeln, bestimmen Sie, was mit Ihrem Vermögen passiert.

Zusätzlich sparen Sie sich die Gewerbesteuer auf Ihren Grundbesitz und können mit dieser Variante der GmbH eine mögliche Zerschlagung des Vermögens durch Erben, Schwiegerkinder etc. verhindern.

Wenn Sie eine Familien-GmbH zur Vermögensverwaltung in Betracht ziehen, sollten Sie sich aber unbedingt Rat vom Profi holen.

Denn die Familiengesellschaft vereint nicht nur Gesellschafts-, Erb- und Familienrecht, sondern auch das Steuerrecht.

Sollten Sie tiefergehende Fragen zu diesem Thema haben oder eine ausführliche Beratung wünschen, können Sie sich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular an mich wenden.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Warum mir Nachfolgeplanung am Herzen liegt

Warum mir Nachfolgeplanung so sehr am Herzen liegt

Wenn Sie meine Blogbeiträge regelmäßig lesen, wissen Sie, dass Nachfolgeplanung als Thema bei mir häufig vorkommt.

Denn die Nachfolgeplanung im Unternehmen ist eines meiner Steckenpferde. Ich habe gemerkt, dass man damit vielen Unternehmern vor und in brenzligen Übergangssituationen sehr stark weiterhelfen kann.

Warum mir diese Spezialisierung aber so sehr am Herzen liegt, hat einen besonderen Grund: meine 5 Kinder.

Als liebevoller Familienvater kenne ich nämlich die Gefahren, die bei einer Nichtübernahme des Unternehmens auftauchen können.

Man beschäftigt sich dann mit Fragen, wie die der finanziellen Absicherung der Kinder oder der eigenen Altersvorsorge.

Finanzielle Absicherung der Kinder dank richtiger Nachfolgeplanung

Auch wenn Ihre Nachkommen Ihr Unternehmen nicht übernehmen wollen, können Sie für eine gute Absicherung Ihrer Kinder sorgen.

Im Rahmen der Nachfolgeplanung können sich je nach Ausgangssituation Lösungen wie Besitzgesellschaften, stille Gesellschaften oder eine Familien-Holding anbieten.

Mit Nachfolgeplanung Altersabsicherung schaffen

Nach jahrelanger Arbeit haben Sie Angst Ihren gewohnten Lebensstandard nach Ihrem Ruhestand nicht mehr halten zu können?

Auch hier spielt das Thema Nachfolgeplanung eine große Rolle. Denn mithilfe einer passenden Nachfolgeregelung können Sie sich Ihre Altersabsicherung schaffen.

Zusatzboni: Verbesserte Bonität & erbschaftssteuerliche Vorteile

Zusätzlich kann die richtige Regelung der Unternehmensnachfolge Ihre Bonität verbessern und Ihnen erbschaftssteuerliche Vorteile bringen. Zu nennen wäre hier z.B. die Begünstigung von Betriebsvermögen etc.

Ich freue mich immer wieder, wenn ich Unternehmen bei der richtigen Nachfolgeplanung behilflich sein kann.

Wie Sie gesehen haben, können Sie damit nicht nur Ihre Kinder absichern, sondern auch selbst davon profitieren.

Falls Sie sich für das Thema Unternehmensnachfolge insbesondere an den Lösungen wie Besitzgesellschaften, stille Gesellschaften oder Familien-Holding interessieren, kann ich Ihnen u.a. folgende Artikel meines Blogs empfehlen:

Zum Beitrag „Gewinnverteilung zwischen Gesellschaftern: Worauf Sie achten sollten“: https://www.steuerberatung-breit.de/gewinnverteilung-zwischen-gesellschaftern-worauf-sie-achten-sollten/

Zum Beitrag „Stille Teilhaber ins Boot holen: Lohnt sich das?“: https://www.steuerberatung-breit.de/stille-teilhaber-ins-boot-holen-lohnt-sich-das/

Zum Beitrag „Gründung einer Holding: Diese 5 Punkte müssen Sie unbedingt beachten“: https://www.steuerberatung-breit.de/gruendung-einer-holding-diese-5-punkte-muessen-sie-unbedingt-beachten/

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Stillen Teilhaber loswerden

Stiller Teilhaber als Plage: So werden Sie ihn wieder los

Sie haben einen stillen Teilhaber in Ihrem Unternehmen? Jetzt wo Sie schwarze Zahlen schreiben, wollen Sie ihn wieder loswerden? Ist das überhaupt so einfach?

Wann macht eine Trennung überhaupt Sinn, wann ist sie nicht zu empfehlen?

Diese Fragen und worauf Sie beim Rauswurf achten müssen, habe ich für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.

Der stille Teilhaber: Das müssen Sie über ihn wissen

Unter einem stillen Teilhaber versteht man einen Gesellschafter, der verschwiegen wird. Sie müssen ihn weder in einem öffentlichen Register noch in der Bilanz aufzeigen.

Er beteiligt sich meistens mit einer Geld- oder Sacheinlage an Ihrem Unternehmen und erhält dafür eine Gewinnbeteiligung Ihrer Gesellschaft.

Er besitzt jedoch keine Gesellschaftsrechte, dafür aber ein Kontrollrecht wie ein Kommanditist. Das heißt: Er darf Einsicht in den Jahresabschluss nehmen und diesen prüfen.

Den stillen Teilhaber wieder loswerden

Sie können sich problemlos wieder von Ihrem stillen Teilhaber trennen. Denn er ist nicht an der Gesellschaft beteiligt, sondern nur am Unternehmenserfolg.

Aber wann macht es überhaupt Sinn, den stillen Teilhaber „hinauszuwerfen“ und wann nicht?

Sie sollten sich von Ihrem stillen Gesellschafter trennen, wenn…

  • … Sie sein Geld mit dem er sich am Unternehmenserfolg Ihrer Firma beteiligt hat, nicht mehr benötigen.
  • … es sich um einen lästigen stillen Teilhaber handelt.

Sie sollten den stillen Teilhaber behalten, wenn…

  • … Sie nach wie vor auf sein Geld angewiesen sind.
  • … der Teilhaber ein gutes Netzwerk hat. Das heißt: Wenn der stille Gesellschafter durch seine eigenen Beziehungen bzw. sein Netzwerk zum Erfolg des Unternehmens beiträgt, sollten Sie sich nicht von ihm trennen.

So einfach werden Sie ihn wieder los: Vertragskündigung

Anders als bei anderen Gesellschaftern können Sie sich von einem stillen Teilhaber sehr schnell wieder trennen. Dazu müssen Sie einfach den Vertrag kündigen.

Aber Vorsicht: Wenn Sie den stillen Gesellschafter kündigen, liegt eine steuerliche Umwandlung vor!

Das heißt: Die steuerlich nur wegen der stillen Beteiligung als Personengesellschaft zu beurteilende GmbH wird nun steuerlich wieder zur „normalen“ GmbH.

oder aus einer GbR (in diesem Fall Einzelunternehmen mit stillem Teilhaber) wird wieder ein Einzelunternehmen.

Darüber hinaus müssen Sie folgendes beachten:

Der Vertrag muss unbedingt eine ordentliche (fristgemäße) und außerordentliche (fristlose) Kündigungsregelung enthalten. Obwohl eine außerordentliche Kündigung so gut wie immer vollzogen werden kann, muss diese in den meisten Fällen erst vom Gericht festgestellt werden.

Tipp: Stiller Teilhaber kann für Vermögensverteilung genutzt werden

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihre Erben als stillen Gesellschafter einzusetzen? Wenn Sie Ihren jetzigen stillen Teilhaber kündigen wollen, könnten Sie stattdessen Ihre Erben einsetzen.

Denn: Wie ich in meinem anderen Beitrag „Stille Teilhaber ins Boot holen: Lohnt sich das?“ (unter folgendem Link nachzulesen: https://www.steuerberatung-breit.de/stille-teilhaber-ins-boot-holen-lohnt-sich-das/) erläutert habe, ist die stille Teilhaberschaft eine tolle Regelung für die Nachfolgeplanung. Erben können zunächst als schwache Gesellschafter im Unternehmen eingesetzt werden. Später lässt man sie dann zu starken Gesellschaftern mit Rechten werden.

Ihr Vorteil: Somit können Sie Ihr steueroptimiertes „privates“ Vermögen im Rahmen einer Familienlösung speichern und über die stille Gesellschaft verteilen bzw. über die Nachfolgeplanung verschenken oder vererben.

Aber Achtung: Solange es sich noch um schwache Gesellschafter handelt, können die starken Gesellschafter die schwachen immer hinauswerfen. Und zwar ohne Nennung von irgendwelchen Gründen.

Daher ist es wichtig, die Kündigungsrechte der starken Gesellschafter vertraglich einzuschränken.

So können Sie z.B. festhalten, dass der stille Gesellschafter nicht vor Ablauf von 5 Jahren oder nicht vor seinem 30. Geburtstag etc. gekündigt werden kann.

Nur so ist der schwache Gesellschafter (Ihr Erbe) sicher und kann nicht von den starken Gesellschaftern gekündigt werden.

Fazit: Einfach den Vertrag kündigen und Sie sind den stillen Teilhaber los

Wie Sie sehen, können stille Teilhaber sinnvolle Maßnahmen für Erbschaftsverteilung, Nachfolgeplanung oder auch zur Geldbesorgung sein.

Das Risiko diese wieder bei Bedarf los zu werden, ist gering. Dazu braucht es nur eine Kündigung des Vertrags.

Wollen Sie den Nutzen für Ihr Vermögen, Ihre Erben, Ihre Nachfolger in Anspruch nehmen, achten Sie dabei aber auf die Einschränkung der Kündigungsrechte der starken Gesellschafter. Nur so können Sie den noch schwachen „Erben-Gesellschafter“ vor einem Rauswurf schützen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema oder den übergeordneten Themen der Unternehmensnachfolge und Unternehmensumwandlung haben, können Sie mich jederzeit via  Telefon ( +49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Kein Unternehmensnachfolger

Kein Nachfolger für Ihr Unternehmen? Diese Alternativen haben Sie zum Verkauf

Sie möchten in Pension gehen, Ihre Kinder wollen aber Ihr Unternehmen nicht übernehmen?

In Ihrem Betrieb finden Sie auch niemanden, der Ihre Nachfolge antreten will?

Sie haben es daher mit dem Verkauf Ihres Unternehmens versucht, finden aber keinen Käufer? Möglicherweise haben Sie den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf verpasst.

Ihre Firma befindet sich z.B. finanziell nicht mehr auf dem einstigen Höhepunkt, was das Verkaufen erschwert.

Sie müssen jedoch nicht auf Ihrem Unternehmen „sitzen bleiben“ und ewig arbeiten, denn es gibt auch Alternativen zum Firmen-Verkauf. Welche das sind, habe ich für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.

Alternative #1: Die Verschmelzung zur Aufnahme

Die Verschmelzung zur Aufnahme bietet eine mögliche Alternative an. Darunter versteht man die Verbindung von mindestens zwei Unternehmen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit.

Achtung: Nicht zu verwechseln mit der Verschmelzung zur Neugründung. Was man darunter versteht, habe ich für Sie in dem Beitrag „GmbH auflösen: Wie gehen Sie bei der Unternehmensauflösung richtig vor?“ zusammengefasst. Klicken Sie bei Interesse einfach auf folgenden Link: https://www.steuerberatung-breit.de/gmbh-aufloesen-wie-gehen-sie-bei-der-unternehmensaufloesung-richtig-vor/

Bei der Verschmelzung zur Aufnahme geht eines der Unternehmen auf das andere über und verliert seine rechtliche Eigenständigkeit.

Das heißt: Firma A überträgt Ihr Vermögen auf Firma B, wobei Firma A dadurch aufgelöst wird.

Firma B wird nun Rechtsnachfolger sämtlicher Rechtsverhältnisse von Firma A. Die Gesellschafter von Firma A erhalten wiederum dafür Anteile vom aufnehmenden Rechtsträger (Firma B).

Nach der Verschmelzung existiert nur noch Firma B. Firma A ist erloschen.

Vorteile

  • Keine Steuern: Bei der Verschmelzung profitieren Sie davon, keine Steuern zahlen zu müssen.
  • Altersabsicherung: Das Unternehmen wurde gelöscht, wird faktisch aber in der anderen Gesellschaft fortgeführt. In der Regel sollten Sie daher Ihre Altersabsicherung im Verschmelzungsvertrag geregelt haben.

Nachteile

  • Bonität des übernehmenden Rechtsträgers: Die Firma mit der Ihr Unternehmen „verschmilzt“, sollte auf gleicher Augenhöhe sein. Ansonsten könnten Sie mit einer Verschlechterung Ihrer wirtschaftlichen Situation konfrontiert sein. Vergessen Sie nicht: Für Ihre Anteile aus der Verschmelzung sollten Sie eine Gewinnbeteiligung erwarten können.
  • Risiko Insolvenzfall: Es besteht immer das Risiko der Insolvenz. Wenn der übernehmende Rechtsträger (Firma B) insolvent geht, dann geht auch Ihre zuvor übertragene Firma sprichwörtlich mit „unter“. Das heißt: Ihre Anteile sind verloren.

Alternative #2: Einen Geschäftsführer anstellen

Theoretisch könnten Sie einen Geschäftsführer für Ihr Unternehmen einstellen, praktisch wird diese Lösung aber nicht sehr oft angewandt. Denn sie regelt die Unternehmensnachfolge nur bedingt.

Vorteile

  • Abgabe der Verantwortung: Der Geschäftsführer leitet die Firma eigenverantwortlich weiter und Sie müssen keine Verantwortung mehr für das Unternehmen tragen.
  • Profit am Gewinn: Obwohl Sie sich zurückgezogen haben, profitieren Sie als übergebender Unternehmer weiterhin von den Gewinnen des Unternehmens in Form von „Rente“.

Nachteile

  • Unmotivierter Geschäftsführer: Da der Geschäftsführer weder am Gewinn noch an den Verlusten des Unternehmens beteiligt ist, könnte er das Unternehmen möglicherweise nicht so motiviert führen.
  • Keine richtige Nachfolge: Da Sie sich bei dieser Alternative nie ganz aus dem Geschäft zurückziehen können, wird die Unternehmensnachfolge nur bedingt geregelt. Sie sollten den Geschäftsführer eher als Entlastung sehen.
  • Teilhabe am Verlust: Genauso wie Sie am Gewinn des Unternehmens beteiligt sind, sind Sie es auch bei Verlusten.

Alternative #3: Die Schenkung

Die Schenkung eines Unternehmens stellt eine weitere Alternative dar. Jedoch wird diese Variante in der Praxis kaum vorkommen, da die Nachteile überwiegen und die Schenkung nur 1 Vorteil bietet: eine schnelle Nachfolgesuche.

Nachteile

  • Kein Geld: Der größte Nachteil liegt wohl darin, dass Sie bei einer Schenkung kein Geld erhalten.
  • Vorschriften zur Schenkungssteuer: Zusätzlich müssen Sie aber die Vorschriften der Schenkungssteuer beachten. Dabei werden drei Steuerklassen unterschieden, die sich nach dem persönlichen Verhältnis des Erwerbers zum Schenker richten (§15, ErbStG, Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/erbstg_1974/BJNR109330974.html, 23.05.2018)

Alternative #4: Den Betrieb einstellen

Mit dieser Alternative ist das Aufgeben des eigenen Unternehmens gemeint.

Aber Achtung: Der Unternehmer muss gegebenenfalls eine Aufgabesteuer bezahlen, weil die Einstellung des Betriebs möglicherweise einen steuerlichen Gewinn bedeuten kann (§16 ErStG, Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/erbstg_1974/BJNR109330974.html, 23.05.2018).

Die Einstellung des Betriebs bringt unternehmerisch gedacht nur Nachteile

  • Kein Geld: Für die Einstellung Ihres Unternehmens erhalten Sie logischerweise kein Geld.
  • Unternehmer muss dafür zahlen: Der Unternehmer muss sogar noch Geld dafür bezahlen, dass er aufhört. Dies ist ein Problem, das sehr häufig in der Praxis vorkommt.

Ich habe schon einige Mandanten betreut, die deswegen um Lösungsvorschläge baten.

In der Regel gibt es dafür auch 2-3 Lösungsansätze, die dann zu einer „kleinen Steuer“ und zu einer Vergesellschaftung des Vermögens für die Familie führen.

Fazit: Kein klassischer Käufer in Sicht? Denken Sie an eine Verschmelzung

Wie Sie sehen, gibt es mehrere Alternativen zum Verkauf eines Unternehmens. Jedoch eignen sich das Anstellen eines Geschäftsführers, die Schenkung und Einstellung des Betriebs in der Praxis nicht wirklich, da sie je nach Variante fast nur Nachteile mit sich bringen.

Daher sollten Sie eher die Verschmelzung auf Aufnahme in Erwägung ziehen.

Die Verschmelzung kann Ihnen nicht nur einen steuerlichen Vorteil, sondern auch eine geregelte Altersabsicherung bringen.

Für welche Alternative Sie sich auch entscheiden, lassen Sie sich davor eingehend beraten.

Falls Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema oder den übergeordneten Themen der Unternehmensumwandlung und Unternehmensnachfolge haben, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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Stille Teilhaber ins Boot holen: Lohnt sich das?

Ihre Kunden werden nie etwas von ihm erfahren und doch ist er Teil Ihres Unternehmens: der stille Teilhaber. Obwohl er sich an Ihrem Unternehmen mit einer Einlage (Geld, Sach- oder Dienstleistungen) beteiligt, tritt er nach außen hin nicht in Erscheinung.

Was versteht man aber per Definition unter einem stillen Teilhaber (=Gesellschafter)? Welche Rechte hat er und wie können Unternehmen von ihm profitieren? Die Antworten auf diese Fragen habe ich für Sie leicht verständlich in diesem Beitrag zusammengefasst.

#1: Die Theorie: Was versteht man unter einem stillen Teilhaber?

Der stille Teilhaber eines Unternehmens wird als „still“ bezeichnet, weil Sie ihn verschweigen dürfen. Das bedeutet: Er muss weder in einem öffentlichen Register noch in der Bilanz aufgeführt werden.

Er hat die Rechte eines schwachen Gesellschafters inne. Das heißt: Er beteiligt sich mit einer Einlage (Geld, Sach- oder Dienstleistungen) an einem Unternehmen im Handelsgewerbe (§230, Abs. 1 Handelsgesetzbuch).

Dafür erhält er eine Beteiligung am Gewinn der Gesellschaft. Er muss jedoch nicht an den Vermögensgegenständen oder Schulden des Unternehmens beteiligt sein. Auf Wunsch kann dies im Vertrag geändert werden.

Dementsprechend besitzt er ein schwächeres Mitspracherecht als ein „starker“ Gesellschafter – der offen gezeigt würde und an allem beteiligt wäre, auch an den Vermögensgegenständen und Schulden.

#2: Diese 7 Vorteile erhalten Sie als Unternehmer durch einen „stillen Teilhaber“

1) Mehr Eigenkapital: Durch einen stillen Gesellschafter erhöht sich Ihr Eigenkapital. Denn die Einlagen des stillen Teilhabers sind wie Eigenkapital auszuweisen.

2) Finanzierung ohne Bankkredit: Sie können Ihr Unternehmen ganz ohne Kredit von der Bank finanzieren. Bei einer Kreditfinanzierung würden Zinsen anfallen und zwar unabhängig von der Gewinnsituation des Unternehmens. Der stille Gesellschafter hingegen erhält nur bei einem positiven Betriebsergebnis einen Gewinnanteil.

3) Geringes Rückzahlungsrisiko: Das Rückzahlungsrisiko für Sie ist gering, da der stille Gesellschafter ohne Entschädigung und ohne Erhalt von Sicherheiten das Risiko des Totalverlusts trägt. Aber Vorsicht: Die Zinsen sind hierbei höher als bei einem reinen Kredit.

4) Schwacher Mitgesellschafter: Bei einem stillen Teilhaber handelt es sich um einen schwachen Mitgesellschafter, von dem Sie sich leichter wieder trennen können.

5) Wahl der Beteiligung: Sie können entscheiden, ob Sie den stillen Teilhaber am Firmenwert der Gesellschaft beteiligen oder nicht.

6) Steuervergünstigung: Wenn der stille Gesellschafter auch am Firmenwert beteiligt ist, dann wird die Gesellschaft  immer – egal welche Rechtsform nach außen hin besteht – wie eine Personengesellschaft besteuert. Das bedeutet:

  • Die Einkommensteuer wird durch die Gewerbesteuerbelastung gemindert.
  • Es gibt keine Besteuerung der Gewinnausschüttung.
  • Die Besteuerung ist bis zu 18% günstiger als bei einer GmbH, obwohl nach außen hin eine GmbH vorhanden sein kann. (Da der stille Teilhaber verschwiegen werden kann, gibt es eine eigene Handelsbilanz und eine eigene Steuerbilanz.)

7) Perfekt geeignet für die Nachfolgeplanung: Eine stille Gesellschaft bietet sich vor allem für die Nachfolgeplanung an. Die Erben sind zunächst nur schwache Gesellschafter im Unternehmen, können aber starke Gesellschafter zu einem vorgegebenen Zeitpunkt werden.

Darüber hinaus können Sie Ihr steueroptimiertes „privates“ Vermögen im Rahmen einer Familienlösung speichern und über die stille Gesellschaft verteilen bzw. über die Nachfolgeplanung verschenken oder vererben.

#3: Stille Teilhaberschaft: 3 Nachteile oder darauf müssen Sie achten

1) Vorsicht bei AG: Bei allen Gesellschaften kann der stille Teilhaber verschwiegen werden. Aber Vorsicht bei Aktiengesellschaften (= kurz AG). Hier muss die stille Gesellschaft im Handelsregister eingetragen werden.

2) Verfahren zur Bestimmung des Firmenwertes schriftlich fixieren: Mögliche Regelungen über die Bestimmung eines Verfahrens zur Bestimmung des Unternehmenswert sollten ganz konkret im Gesellschaftsvertrag mit dem stillen Gesellschafter aufgeführt werden.

Somit verhindern Sie später aufkommende Streitigkeiten über das zuvor angewandte Verfahren. Immerhin gibt es mindestens 20 verschiedene Verfahren, die alle zu einem anderen Wert führen.

3) Erstellung von 2 Bilanzen: Bei einer stillen Gesellschaft müssen Sie zwei Bilanzen erstellen: Zum einen die Handelsbilanz entsprechend der handelsrechtlichen Rechtsform, z.B. GmbH.

Zum anderen muss die Steuerbilanz erstellt werden. Die Gesellschaft wird dabei, wie oben erwähnt, immer wie eine Personengesellschaft besteuert.

#4: Diese 3 Rechte hat ein stiller Teilhaber

  1. Beteiligung am Gewinn, aber nicht am Verlust: Der stille Teilhaber ist am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Jedoch muss er sich nicht am Verlust oder an den Schulden des Unternehmens beteiligen. Wenn eine Beteiligung am Verlust im Gesellschaftsvertrag beschlossen wurde, dann nimmt der stille Teilhaber am Verlust nur bis zur Höhe seiner Einlage teil (§232, Abs. 2 HGB).
  2. Kontrollrecht: Der stille Teilhaber hat ein Kontrollrecht wie ein Kommanditist. Das heißt: Er ist berechtigt, den Jahresabschluss zu prüfen.
  3. Gläubiger bei Insolvenz: Falls das Unternehmen zahlungsunfähig wird, erhält der stille Teilhaber den Status eines Gläubigers.

Fazit: Stille Teilhaberschaft macht Finanzierung ohne Bank möglich

Wie Sie sehen, kann eine stille Teilhaberschaft mehr Vor- als Nachteile bringen: Vom erhöhten Eigenkapital bis hin zur Steuervergünstigung. Der größte Vorteil aber liegt wohl in der Finanzierung ohne Bankkredit.

Sie müssen Zinsen bzw. Gewinnanteile nur an den stillen Teilhaber auszahlen, wenn Ihr Unternehmen auch tatsächlich Gewinne abwirft. Jedoch können diese „Zinsen“ höher sein als bei einem reinen Kredit.

Gerade für die Nachfolgeplanung im Unternehmen ist eine stille Teilhaberschaft die optimale Lösung.

Falls Sie mehr über die stille Teilhaberschaft erfahren möchten und weiterführende Fragen haben, können Sie mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular kontaktieren.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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