Die Handelsbilanz ist eine Gegenüberstellung von Warenexporten und Warenimporten eines Landes oder Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum und bildet einen Teil der Zahlungsbilanz.
Umgangssprachlich wird auch der Jahresabschluss teilweise als Handelsbilanz bezeichnet, da dieser nach den handelsrechtlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt wird. Das entsprechende Pendant im Steuerrecht wird Steuerbilanz genannt.
Inhalt der Handelsbilanz
- Sie bezieht sich auf den Handel mit Waren, nicht Dienstleistungen.
- Die Handelsbilanz zeigt, ob ein Land oder Unternehmen mehr Waren exportiert als importiert (Handelsüberschuss) oder mehr Waren importiert als exportiert (Handelsdefizit).
Bedeutung des Inhalts
- Ein positiver Saldo (Handelsüberschuss) bedeutet, dass ein Land mehr verdient, als es ausgibt, was tendenziell positiv für die Wirtschaft ist.
- Ein negativer Saldo (Handelsdefizit) bedeutet, dass ein Land mehr ausgibt, als es verdient, was langfristig wirtschaftliche Herausforderungen darstellen kann.
Unterschied zur Außenhandelsbilanz
Die Begriffe “Handelsbilanz” und “Außenhandelsbilanz” werden oft synonym verwendet, aber es gibt subtile Unterschiede, insbesondere in bestimmten Kontexten. Hier sind die Hauptunterschiede zwischen den beiden:
- Handelsbilanz: Fokussiert ausschließlich auf den Handel mit physischen Waren und ist ein Teil der umfassenderen Zahlungsbilanz eines Landes oder Unternehmens.
- Außenhandelsbilanz: Sie beinhaltet sowohl Waren als auch Dienstleistungen und gibt somit ein vollständigeres Bild des internationalen Handels eines Landes oder Unternehmens.