Wenn die Tage kürzer werden und das Jahresende langsam näher rückt, verändert sich für mich auch die Stimmung in vielen Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Der Herbst hat etwas Ruhigeres. Man schaut zurück auf das, was in diesem Jahr passiert ist – und gleichzeitig schon ein Stück nach vorn.
Für viele Unternehmen entspricht das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr. Entsprechend beginnt im Herbst oft eine Phase, in der Bilanz gezogen wird: Was ist gut gelaufen? Was soll sich verändern? Welche Entscheidungen stehen im kommenden Jahr an?
Nicht erst dann nachdenken, wenn es dringend wird
Gerade in solchen Momenten kommen manchmal auch größere Fragen auf den Tisch. Wie lange möchte ich mein Unternehmen eigentlich noch führen? Wer könnte eines Tages Verantwortung übernehmen? Gibt es jemanden in der Familie, im Unternehmen oder vielleicht auch außerhalb, der dafür infrage kommt?
Ich finde, der Herbst ist eine gute Zeit, sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen. Nicht, weil sofort eine Entscheidung getroffen werden muss. Ganz im Gegenteil. Gute Nachfolgelösungen entstehen meiner Erfahrung nach selten unter Zeitdruck.
Manchmal beginnt alles mit einem einfachen Gedanken oder einem offenen Gespräch.
Auch für mich gehört das zu guter Beratung: nicht nur auf das zu schauen, was heute erledigt werden muss, sondern auch einmal zu fragen, wo Sie mit Ihrem Unternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen möchten.
Der Herbst lädt dazu ein, etwas ruhiger zu werden und den Blick zu heben. Vielleicht ist genau das der richtige Moment für solche Fragen.
Herzlichst, Thomas Breit


