Manchmal beginnt ein Beratungsgespräch mit einem Satz wie: „Herr Breit, ich weiß gerade überhaupt nicht, wo ich anfangen soll.“ Auf dem Tisch liegen Unterlagen, im Kopf schwirren verschiedene Möglichkeiten herum und mit jeder neuen Information scheint die Sache zunächst komplizierter zu werden. Solche Situationen kenne ich gut. Und ich kann verstehen, dass man sich dann vor allem eines wünscht: Klarheit. Für mich beginnt genau an diesem Punkt die eigentliche Beratungsarbeit.
Wir sortieren, bevor wir erklären
Im ersten Schritt geht es nicht darum, möglichst schnell eine Antwort zu geben. Wir hören zu, stellen Fragen und versuchen, den Sachverhalt wirklich zu verstehen. Was ist wichtig? Was hängt miteinander zusammen? Welche Möglichkeiten gibt es und welche Konsequenzen könnten daraus entstehen?
Diese Arbeit findet zu einem großen Teil hinter den Kulissen statt. Wenn wir anschließend wieder mit Ihnen am Tisch sitzen, möchte ich Ihnen aber nicht einfach das Ergebnis unserer Überlegungen präsentieren. Mir ist wichtig, dass Sie den Weg dorthin nachvollziehen können.
Denn eine Entscheidung fühlt sich anders an, wenn man sie verstanden hat. Deshalb versuche ich, komplizierte Zusammenhänge in eine klare Struktur zu bringen: Was wissen wir? Welche Optionen haben Sie? Wo liegen Unterschiede? Und was bedeutet das konkret für Ihre Situation?
Nicht jeder komplexe Sachverhalt lässt sich auf drei einfache Sätze reduzieren. Das muss er auch nicht. Aber am Ende sollten Sie nicht mit einem Stapel Fachbegriffe nach Hause gehen, sondern mit dem Gefühl: Jetzt verstehe ich, worum es geht. Und jetzt kann ich entscheiden. Genau das ist für mich gute Beratung.
Herzlichst, Thomas Breit
Foto: Nele Martensen

