Digitalisierung Buchhaltung

Wie Sie mit digitaler Buchhaltung Ihren Unternehmenswert steigern

Digitalisierung der Buchhaltung ist eine harter wirtschaftlicher Faktor für Ihr Unternehmen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie dadurch den Wert Ihres Unternehmens positiv beeinflussen.

Keine Sorge! Wir wollen Sie als Unternehmer hier nicht mit belehrenden Phrasen über die digitalisierte Zukunft langweilen. Wir wollen Sie lieber mit harten Fakten, die vermultich jeden Unternehmer interessieren, begeistern: Heute wollen wir Ihnen zeigen, wie wir bei einem Kunden den Unternehmenswert nur durch die Digitalisierung der Buchhaltung erhöht haben und wie Sie diesen Effekt auch für Ihr Unternehmen nutzen können.

Kurz zusammengefasst: Es geht darum, wie Sie den Marktwert Ihres Unternehmens steigern können. Dadurch genießen Sie Vorteile beim Verkauf, bei der Bank (Stichwort: Kreditwürdigkeit), beim Finden von Geschäftspartnern, Lieferanten etc.. Um Sie richtig in das Thema einzuführen, wollen wir bei unserer Erklärung Schritt für Schritt vorgehen und etwaige Fragen leicht verständlich beantworten.

Warum kann die Digitalisierung der Buchhaltung Ihren Unternehmenswert steigern?

Diese Wertsteigerung liegt im allgemeinen Wesen der Digitalisierung. Sie bedeutet nämlich, Prozesse im Unternehmen digital zu automatisieren.

Was hier kompliziert klingt, lässt sich eigentlich ganz einfach erklären: Durch die Digitalisierung sparen Sie sich Arbeitszeit oder andere wichtige Ressourcen wie z.B. Lagerkosten. Diese Einsparungen erhöhen am Ende des Geschäftsjahres Ihren Gewinn. Und jeder Euro mehr Reingewinn erhöht den Marktwert Ihres Unternehmens bei der aktuellen Zinslage um das 40- bis 60-Fache.

Das heißt: Sollten Sie Ihr Unternehmen oder Teile Ihres Unternehmens verkaufen wollen, kann der Preis nur durch die Digitalisierung der Buchhaltung schnell um 6-stellige Beträge steigen. Doch nicht nur beim Verkauf bringt die Digitalisierung Vorteile. Sie genießen dadurch mehr Bonität, höhere Ausschüttungen, mehr Spielraum für neue Investitionen und, und, und…

Reales Beispiel: „Buchhaltung neu“ steigert Hamburger Betriebswert um 2.000.000 Euro

In diesem Beispiel eines Hamburger Unternehmens aus der Lebensmittelbranche wurden wir vor der Digitalisierung mit 400 Metern an Kartons gefüllt mit Belegen konfrontiert. Wie bei so vielen deutschen Betrieben sammelte sich im Laufe der Zeit dieser Papierberg an. Schließlich haben wir in Deutschland eine Aufbewahrungspflicht von 7 bis 10 Jahren.

Bei bereits mehreren Betriebsprüfungen musste die Firma jeden einzelnen Beleg bestimmter Jahre vorweisen können. Jedes Mal, wenn ein Beleg wieder benötigt wurde, musste ein Mitarbeiter diesen „Haufen“ an Belegen durchsuchen und ihn anschließend wieder einordnen. Die Aufbewahrung und die Pflege der Belege kosteten viel Zeit, Nerven und Organisationsaufwand.

Durch die Digitalisierung konnten wir in diesem Unternehmen 40.000 Euro pro Jahr einsparen. Dieser Betrag setzte sich aus wegfallenden Lagerkosten, Verwaltungskosten und Personalkosten zusammen. Zieht man den Multiplikator von 50 heran, so ergibt sich eine Marktwertsteigerung von 2.000.000 (in Worten zwei Millionen) Euro.

Wie werden aus 40.000 Euro Einsparungen eine Wertsteigerung von 2.000.000 Euro?

Diese Bewertung entsteht durch das klassische betriebswirtschaftliche Berechnungsmodell des Unternehmenswerts. Dieses bezieht sich in einem Multiplikator-Verfahren auf den risikofreien Restgewinn des Unternehmens im letzten Geschäftsjahr. Es handelt sich zwar lediglich um einen wirtschaftlichen Annäherungswert, aber mit diesem kann man sehr gut arbeiten.

Das heißt: Unternehmenswert = Risikofreier Restgewinn x Multiplikator (aktuell 40-60).

Bei unserem Hamburger Lebensmittelunternehmen haben wir den Restgewinn durch die Einsparungen um 40.000 Euro erhöht. Mit dem aktuellen Multiplikator für dieses Unternehmen von 50 ergibt sich daher eine Unternehmenswertsteigerung von 2 Millionen Euro.

Berechnung: 40.000 Euro x 50 = 2.000.000 Euro

Wie bestimmt man den risikofreien Restgewinn?

Dabei nimmt man den Gewinn Ihres Unternehmens und korrigiert diesen um bestimmte Risikofaktoren.

Die häufigsten Riskiofaktoren in der Unternehmensbewertung:

  • Wiederholbarkeit des Ergebnisses nach Verkauf: Das ist vor allem dann ein großes Thema, wenn der Erfolg maßgeblich am Eigentümer hängt. Sind Sie zum Beispiel ein berühmter Koch und die Gäste kommen vor allem wegen Ihres guten Namens in Ihr Restaurant, so ist das Betriebsergebnis ohne Sie vermutlich nicht mehr zu halten.
  • Geschäftsführergehalt fehlt in Gewinnberechnung: Das trifft bei Einzelunternehmen zu. Bei Angabe des Gewinns ist zwar bereits alles abgezogen (Ausgaben für Angestellte, Waren, Verwaltung, Logistik, Marketing etc.), allerdings fehlt noch das Geschäftsführergehalt, da sich ein Einzelunternehmer ja keines auszahlt. Bei der Unternehmensbewertung muss bei Einzelunternehmen für die Berechnung des risikofreien Restgewinns daher noch ein adäquates Geschäftsführergehalt abgezogen werden.
  • Zukunftsfähigkeit des Produkts: Ein Unternehmen ist nur dann für Investoren interessant, wenn das Produkt oder die Dienstleistungen auch zukunftsfähig ist. Ohne potentielle Investoren oder Käufer geht der Wert gegen Null. Daher wird der Wert für „aussterbende“ Professionen nach unten und für zukunftsträchtige Branchen nach oben korrigiert. Ein kleines Beispiel: In Zeiten von Digitalkameras sind Hersteller von Analogfilmen nicht mehr als zukunftsträchtig einzustufen. Diese müssen sich (wie der Fall Kodak vor einigen Jahren zeigte) neu orientieren, um zukunftsfähig zu bleiben.

Wie berechnet man den Multiplikator?

Betriebswirtschaftlich wird der Multiplikator durch die aktuelle Zinslage bestimmt. Dass diese Berechnung marktwirtschaftlich orientiert ist, ist sehr wichtig zu erwähnen. Vom Steuergesetzgeber wird nämlich immer der fixe Multiplikator von 13,75 angenommen. Dieser hat aber für den Realmarkt keine Bedeutung.

In der Realwirtschaft verschafft die niedrige Zinslage den Unternehmenseigentümern aktuell hohe Bewertungen der Betriebe. Um das zu verstehen, müssen Sie sich in die Rolle des Käufers oder Investors hineindenken. Wenn Sie 1.000.000 Euro auf der Bank anlegen, erhalten Sie aktuell sehr geringe Zinsen. Ihr Reingewinn ist minimal. Selbst bei 2 Prozent, die aktuell schwer zu bekommen sind, beträgt der Kapitalertrag nur 20.000 Euro im Jahr.

Investieren Sie diesen Betrag in ein Unternehmen, das 20.000 Euro risikobereinigten Restgewinn erzielt, ist Ihr Ertrag gleich hoch. Daher ist ein solches Unternehmen auch 1.000.000 Euro Wert.

Das heißt: Jeder Euro, den Sie durch die digitalisierte Buchhaltung für den Restgewinn einsparen, ist aktuell zwischen 40 und 60 Euro bei der Berechnung Ihres Unternehmenswertes wert.

Fazit: Ohne Digitalisierung verschenken Sie jeden Tag Gewinne & Werte

Dieses Fazit mag Ihnen vielleicht auf den ersten Blick „zu heftig“ vorkommen. Es entspricht aber der Realität. Und zwar schon heute, morgen und jeden weiteren Tag, den Sie die Digitalisierung Ihrer Buchhaltung hinauszögern.

Auch wenn die Digitalisierung in vielen deutschen Unternehmen als „Zukunfstmusik“ abgetan wird, die täglichen Verluste an möglicher Wertschöpfung sind schon heute real. Der Return on Investemt (=was Sie erhalten, wenn Sie Ihr Geld investieren) ist enorm. Die Digitalisierung finanziert sich meist schon im ersten Geschäftsjahr von selbst.

Mein Ziel mit diesem Beitrag war es nicht, Ihnen etwas vorzustellen, das man in nächster Zeit vielleicht tun sollte. Mein Ziel war es, Ihnen mit klar nachvollziehbaren Argumenten aufzuzeigen, was Sie ohne Digitalisierung jetzt gerade an Profiten & Werten verschenken.

Ich hoffe sehr, dass mir das gelungen ist und möchte mich Ihnen als offener Ansprechpartner zu diesem Thema präsentieren. Sollten Sie in Ihrem Unternehmen Fragen zur Digitalisierung haben, stehe ich Ihnen gerne Rede & Antwort.

Rufen Sie mich unter +49 40 44 03 03 an, schreiben Sie mir eine E-Mail an t.breit@steuerberatung-breit.de oder nutzen Sie mein Kontaktformular.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Foto: © bnenin – fotolia.com