Eheverträge: Für Mitglieder von Unternehmerfamilien ein Muss.

Dynastien entstanden aus Ehen. Heute bringen sie diese zu Fall.

Gut, wenn man als Unternehmer mit seiner Familie frühzeitig die Nachfolgeplanung in Angriff nimmt. Eine gute Voraussetzung ist, wenn in der Familie Einigkeit über die Führung des Unternehmens und die Fortführung der Tradition herrscht. Streit und Missgunst kann niemand im familiären Umfeld gebrauchen und schon gar nicht, wenn dieser Einfluss auf die Steuerung des Unternehmens haben kann. Die hohe Scheidungsquote bei Ehen ist schon aus statistischer Sicht ein Grund, für diesen Fall auch mit Hinblick auf Unternehmensführung und Nachfolgeplanung zu planen. Ein solider, weitsichtiger Ehevertrag ist für alle Beteiligten eine nachhaltige Lösung.

Besonders Gesellschafter & Mitunternehmer brauchen einen Ehevertrag.

Auch bei Geschäftspartnern, die nicht aus der Familie kommen sollten Sie darauf bestehen, dass im Fall einer Eheschließung der Schutz des Unternehmens vertraglich geregelt wird. Denn, wenn ein Mitgesellschafter sich scheiden lässt und keinen entsprechender Ehevertrag geschlossen wurde, hat der oder die Geschiedene durch den gesetzlichen Zugewinnausgleich einen schuldrechtlichen Anspruch, der am Vermögen der Firma befriedigt werden kann. Zu was für Verwerfungen so ein unerwarteter Eingriff ins operative Geschäft führen kann, kann sich jeder selbst ausmalen.

Optimismus ist gut. Aber eine Exit-Lösung ist besser.

Wenn ein Ehepartner Gesellschafter ist und gemeinsam mit der Familie die Mehrheit der Anteile gegenüber den nicht verwandten Anteilseignern halten, kann eine ungeregelter Tod zum Chaos führen. Wenn aus einem Anteils-Viertel plötzlich zwei Teile a 12,5% werden – und bei der Ex-Schwiegertochter kommen aus persönlichen Gründen Dinge wie Rache oder Gier ins Spiel, kann aus so einer Mehrheitsverschiebung schnell ein grundsätzliches Problem für die Familie und das Unternehmen werden. Ein transparenter, ehrlicher und fairer Ehevetrag, der die einheiratende Person finanziell auszahlt, ohne operative Prozesse zu gefährden, ist hier eine gute Strategie.

Eine smarte Nachfolgeplanung muss Probleme vorhersehen.

Je nachem, wie die Rechtsform gewählt ist, müssen die Exit-Lösungen für die Nachfolger und Erbnehmer aussehen.  Oder man schafft andersherum rechtliche Vereinbarungen, die individuell auf die Familie und die Ansprüche der Mitglieder angepasst sind – und bestimmt dann die steuerlich attraktivste Rechtsform. Um abzuwägen, welche Form und welche Regelungen für eine familiäre Konstellation am geeignetsten ist, müssen je nach Gesellschaftsform drohende Sperrfristen und Steuersparmodelle betrachtet werden. Eine gute Planung ist im Bereich Mittelstandsnachfolge vor allem vorausschauen und flexibel. Für jede Problemstellung muss zumindest ein grobes Lösungsmodell in der Schublade liegen. Zum Beispiel ein Ehevetrag, der im Scheidungsfall das Unternehmen vor chaotischen Zuständen schützt.

Die frühzeitige Vorausplanung für die Vermeidung von möglichen Konflikten sichert die unternehmerische Handlungsfähigkeit und vermeidet unnötige Famileinstreitigkeiten. Dabei helfe ich meinen Klienten.

Thomas Breit

Gern werde ich für Sie tätig. Sie erreichen mich telefonisch unter 040 440303 oder per Mail an t.breit@steuerberatung-breit.de

Thomas Breit – Steuerberater