Falsche Beratung bei der Unternehmensnachfolge: Dieser Fehler kostete einen Mandanten 150.000€

Mit diesem Artikel will ich Ihnen als Unternehmer keine Angst einjagen, sondern Sie viel mehr vor finanziellem Schaden schützen. Die falsche Beratung bei der Unternehmensnachfolge kann Sie nämlich Tausende an Euros kosten.

Im folgenden Blogbeitrag will ich Ihnen daher an einem realen Beispiel zeigen,

  • welchen Fehler viele Mandanten bei der Steuerberaterwahl begehen,
  • welche Konsequenzen das haben kann
  • und was eine gute Steuerberatung in der Unternehmensnachfolge auszeichnet.

Häufigster Irrglaube von Mandanten: Jeder Steuerberater weiß gleich viel

Im April 2018 wurde ich von einem neuen Mandanten kontaktiert, welcher nach 4 Jahren der falschen Beratung schließlich meine Hilfe aufsuchte. Sein ehemaliger Steuerberater brachte ihn mit Unwissenheit und Kurzsichtigkeit in ernste Gefahr.

Sie fragen sich, wie es so weit kommen konnte? Ganz einfach: Viele Unternehmer (wie auch dieser Mandant) begehen bei der Wahl Ihres Steuerberaters den Fehler, sich auf die Berufsbezeichnung „Steuerberater“ blindlings zu verlassen.

Was dabei die Wenigsten wissen ist: Nur weil jemand Steuerberater von Beruf ist, heißt das nicht automatisch, dass er über das nötige Fachwissen für Ihr Anliegen verfügt.

Genau wie bei Rechtsanwälten oder Ärzten, muss man sich nämlich auch bei Steuerberatern einen Spezialisten für das jeweilige Gebiet suchen. Denn steuerliches Allgemeinwissen reicht schon lange nicht mehr für eine kompetente Beratung aus.

Von dieser Behauptung nehme ich mich selbst natürlich nicht aus: Auch ich bin Spezialist für bestimmte Angelegenheiten und in anderen Teilbereichen, die der Beruf Steuerberater ebenfalls abdeckt, gibt es kompetentere KollegInnen. Die Ehrlichkeit liegt darin, sich selbst nicht zu überschätzen und den Kunden im Bedarfsfall zum bestmöglichen Ansprechpartner zu vermitteln.

In diesem speziellen Fall, über den ich hier berichten möchte, handelte es sich um eine Beratung zur Unternehmensnachfolge des Mandanten. Der Steuerberater, an den er sich damit wandte, überschätzte leider sein eigenes Können und unterschätzte gleichzeitig die steuerlichen Folgen seiner Ratschläge.

So kann Sie der falsche Steuerberater 150.000€ & Ihre Zukunft kosten

Als wäre ein Schaden von insgesamt 150.000€ noch nicht genug, brachte die fatale Beratung des verantwortlichen Steuerberaters auch die Zukunftspläne meines Mandanten in Gefahr:

Er erkannte nicht die steuerliche Verstrickungen des Falles und gab seinem Klienten falsche Ratschläge bezüglich dessen Sozialversicherung. Daraufhin legte sich besagter Mandant eine private Rente an, obwohl er in Wahrheit in die gesetzliche Rente einzahlen musste.

Das Ergebnis: Aufgrund einer Sozialversicherungsprüfung musste er 38.000€ an die gesetzliche Rentenversicherung nachreichen. Somit zahlte er mehr als 5 Jahre lang die Rente doppelt und konnte nicht alles an Rentenbeiträgen steuerlich absetzen.

Seine komplette Alters-Einkommensplanung wurde dadurch über den Haufen geworfen. Übrig blieb nur jede Menge rausgeschmissenes Geld.

Nicht zu vergessen: Zusätzlich brachten die fatalen Ratschläge des Steuerberaters meinen Mandanten auch in die Gefahr der versuchten Steuerhinterziehung. Dass damit nicht zu spaßen ist, zeigt dieser Artikel aus meinem Blog: Gefahren eines GmbH-Geschäftsführers (Teil 2): Steuerhinterziehung 

Fachwissen & Erfahrung zeichnen Ihren Steuerberater für die Unternehmensnachfolge aus

Damit  Sie nicht auch auf einen unqualifizierten Steuerberater hereinfallen, müssen Sie bei der Auswahl auf folgende 2 Dinge achten:

  1. Fachwissen
    Gerade bei der Unternehmensnachfolge brauchen Sie einen Steuerberater, der das Steuer- und Zivilrecht in und auswendig kennt. Nur so kann er auch die richtige Lösung für Ihr Problem finden.
  2. Erfahrung
    Zusätzlich zum Fachwissen sollte Ihr Steuerberater auch über die nötige Erfahrung in seiner Branche verfügen. Damit meine ich nicht nur den Umgang mit Mandanten, sondern auch die Gestaltung einzelner Fälle.

Erfüllt Ihr Steuerberater diese beiden Voraussetzungen, kann er Ihre Lage präzise erfassen und konstruktive Optionen aufzeigen.

Das darf Ihr Steuerberater bei der Unternehmensnachfolge keinesfalls vergessen

Viele Unternehmer begehen den Fehler, zu spät nach dem richtigen Nachfolger zu suchen. Damit Sie aber Ihre Rente sichern und auch noch in der Pension ein bequemes Leben führen können, braucht es eine gute Nachfolgeplanung.

Insgesamt gibt es 5 Wege, um Ihre eigene und die Zukunft der Firma abzusichern (nachzulesen in diesem Blogbeitrag: Nachfolgeplanung: So sichern Sie sich und Ihre Kinder ab).

Wichtig dabei ist, dass Sie und Ihr Steuerberater nicht die gesetzlichen Sperrfristen im Einkommen-, Erbschaft- und Schenkungssteuerrrecht missachten.

Fazit: Achten Sie auf die Spezialisierung Ihres Steuerberaters

Sie wollen sich auf Ihren Steuerberater verlassen können und keine 150.000€ oder mehr verlieren? Dann brauchen Sie einen Berater, der sich auf Ihr Anliegen spezialisiert hat.

Es braucht Fachwissen und jahrelange Erfahrung, um komplexe Geflechte an Ausnahmen, Rückausnahmen und Grundsätzen zu erkennen, und Sie dementsprechend beraten zu können.

Gefährliches Halbwissen bei der Unternehmensnachfolge kann Sie nämlich nicht nur eine enorme Summe an Geld kosten, sondern auch Ihre gesamte Zukunft bedrohen.

Sollten Sie also Fragen zu Ihrer persönlichen Unternehmensnachfolge haben, stehe ich Ihnen als Spezialist gerne für ein persönliches Gespräch in meiner Hamburger Steuerberatungskanzlei zur Verfügung. Sie können mich jederzeit via Telefon (+49 40 44 03 03), E-Mail (t.breit@steuerberatung-breit.de) oder Kontaktformular erreichen.

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

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