Stolpersteine bei GmbH Gruendung

GmbH-Gründung: Formale Stolpersteine, die Sie beachten müssen

Statistisch gesehen, ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (=kurz GmbH) mit 39,3 Prozent die beliebteste Rechtsform in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Eine GmbH können Sie aber nicht einfach so gründen. Sie müssen sich an genaue formale Vorgaben halten.

In diesem Beitrag habe ich daher alle wichtigen Schritte für Sie zusammengefasst, die Sie bei der Gründung vornehmen müssen.

#1: Aufsetzen des Gesellschaftsvertrags

Am Anfang steht der Gesellschaftsvertrag. Darin halten Sie alle wichtigen Firmendaten wie Name, Gesellschaftssitz und Unternehmensgegenstand fest.

Zudem werden die Höhe des Stammkapitals und die Stammeinlagen der Gesellschafter aufgeführt.

Neben diesen Pflichtangaben können Sie weitere beliebige Regelungen festlegen.

Achtung: In dieser Phase gilt Ihr Unternehmen noch als „Vorgründergesellschaft“.

Das heißt: Wenn Sie jetzt Geschäfte abschließen, ist die Haftungsbeschränkung noch nicht wirksam. Sie müssten mit Ihrem Privatvermögen haften.

#2: Notarielle Beurkundung

Um eine GmbH gründen zu können, müssen Sie nach Erstellung des Gesellschaftsvertrages zum Notar. Dieser beurkundet ihn.

Falls mehrere Gesellschafter an der Unternehmensgründung beteiligt sind, müssen zudem die Gesellschafterliste und die den Gesellschaftern gehörenden Anteile am Stammkapital beurkundet werden.

Nun trägt die GmbH den Titel „GmbH in Gründung“ und es dürfen bereits alle Geschäfte durchgeführt werden.

#3: Einzahlung des Stammkapitals mit Firmenkonto

Als eigenständige Rechtspersönlichkeit benötigt die GmbH ein eigenes Konto. Mit diesem zahlen Sie das Stammkapital (=25.000 Euro, wobei die Hälfte bis zur Gründung eingezahlt sein muss) ein.

Statt der Einzahlung von Bargeld können Sie auch auf Sacheinlagen (Auto, Grundstück etc.) zurückgreifen.

Diese Form der Gründung nennt man Sachgründung. Diese habe ich in einem anderen Beitrag im Detail beschrieben. Falls Sie Interesse haben, klicken Sie doch einfach auf den nachfolgenden Link: https://www.steuerberatung-breit.de/wissen-fuer-unternehmer-was-ist-eine-sachgruendung-gefahr-oder-chance/

#4: GmbH im Handelsregister anmelden

Sobald Sie das Stammkapital eingezahlt haben, müssen Sie dem Notar einen Einzahlungsnachweis und alle benötigten Unterlagen zuschicken. Dieser meldet Ihre GmbH dann im Handelsregister des zuständigen Amtsgerichts an.

#5: Erstellung einer Eröffnungsbilanz

Bei Gründung müssen Sie eine Eröffnungsbilanz für das Finanzamt erstellen oder von einem Steuerberater erstellen lassen.

Die Erstellung ist laut Handelsgesetzbuch (§242) verpflichtend! In dieser Bilanz müssen Vermögen und Schulden des Unternehmens aufgezeigt werden. 

Wichtig: Die Eröffnungsbilanz muss mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit dem Finanzamt vorliegen.

Fazit: GmbH-Gründung nur mit diesen 5 Formalitäten

Wie Sie gesehen haben, ist die GmbH nach wie vor die beliebteste Rechtsform für Unternehmer.

Um eine GmbH gründen zu können, müssen Sie sich an diese 5 Formalitäten halten:

Aufsetzen des Gesellschaftsvertrags, notarielle Beurkundung, Einzahlung des Stammkapitals, Handelsregister-Anmeldung und Erstellung einer Eröffnungsbilanz.

Während dieses Prozesses durchläuft die GmbH 2 Vorstufen (Vorgründergesellschaft, GmbH in Gründung), die sich auch im Namen Ihres Unternehmens widerspiegelt.

Erst nach Abschluss dieser 5 genannten Formalitäten ist die GmbH eine GmbH.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem oder dem übergeordneten Thema der Unternehmensumwandlung haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Klicken Sie doch einfach auf den nachfolgenden Link oder den beigen Button darunter: https://www.steuerberatung-breit.de/unternehmensumwandlung

Herzlichst,

Ihr Thomas Breit

Ja, ich möchte mehr über die Unternehmensumwandlung erfahren!

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